Fehler im Kabel - Tausch?

#4172228
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Hallo zusammen,
ich habe im Garten ein Erdkabel zur Garage liegen. Kommt noch vom 
Vorbesitzer. Das habe ich damals beim Einzug erst mal alles vom Netz 
genommen und nun würde ich es gerne mittelfristig reaktivieren. Dazu 
habe ich heute mal die Kabel grob geprüft (mit Widerstandsmessungen).
Es handelt sich um etwa 30 Meter 5x2,5² Erdkabel mit Litzen. Wenn ich 
die auf beiden Seiten des Kabels nicht angeschlossenen Adern 
untereinander prüfe komme bekomme ich Widerstände zwischen 3 und 30 
MegaOhm. Die Adern sind untereinander also nicht (mehr) perfekt 
isoliert. Ich gehe davon aus, dass das Kabel damit insgesamt unbrauchbar 
ist und ich ein neues legen muss? Bevor ich die Schaufel raushole wollte 
ich aber hier noch kurz nach kompetenten Einschätzungen fragen was die 
Nutzung/Reparatur des alten Kabels angeht.
Gast #4172360
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Sebastian Haart schrieb:
> Wenn ich
> die auf beiden Seiten des Kabels nicht angeschlossenen Adern
> untereinander prüfe komme bekomme ich Widerstände zwischen 3 und 30
> MegaOhm.

Du hast aber nicht zufällig bei der Messung die Klemmen in den Händen 
gehalten? Das würde widerstandsmäßig auch passen.

Ansonsten mal mit "richtiger" Spannung messen: 12V, besser 60V 
Gleichspannung mit Vorwiderstand anlegen, Strom messen. Aufpassen, daß 
kein Wechselspannungsanteil draufliegt, wegen der kapazitiven Kopplung.

Ansonsten wäre ein Isolationswiderstand von 1Mohm bei 500Vdc! noch in 
Ordnung, ein Ableitstrom von 3.5mA bei 250Vac! ebenso. Ob es aber bei 
den hohen Spannungen noch bei dem Widerstand bleibt, kann man nur mit 
einem Isotester sagen.

Auch möglich wäre, daß das Meßgerät mit der relativ hohen Kabelkapazität 
nicht klarkommt.
#4172920
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magic smoke schrieb:
> Blödsinn. Wenn Du bei anliegenden 400V~ eine Widerstandsmessung
> durchführst, brauchst Du frische Unterhosen, die Messkabel machen einen
> ziemlich gebrauchten Eindruck und das das Multimeter gibt seinen
> Messwert in einem unbekannten Indianerdialekt aus.

Wenn's nicht das 3€ Teil von Pollin ist, sollte es das Multimeter ohne 
Probleme überleben. Würde ich zumindest von all meinem Multimetern 
erwarten.
#4173144
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Danke für die Antworten. Dass Litze für starre Verlegung laut VDE nicht 
vorgesehen sind ist mir klar. Die für mich hilfreiche Information wäre 
ob das zwingend einen Tausch nötig macht. Aber das Kabel liegt nun mal 
da und der messbare Widerstand kam nicht durch Hautkontakt zustande 
sondern muss im Kabel selbst liegen. Isolationsmessung hatte ich auch 
schon gegoogelt aber ich vermutete, dass das beschriebene Ergebnis der 
Messung (als Spannung lag nur die des Multimeters selbst an und 
zumindest laut Gebrauchsanweisung ist es auch nicht anders vorgesehen) 
sowieso ein Ausschlusskriterium für die Nutzung darstellt.
Gast #4173234
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Sebastian Haart schrieb:
> Dass Litze für starre Verlegung laut VDE nicht
> vorgesehen sind ist mir klar.

Wo steht das eigentlich? Ich glaube in Spanien wird in der Wand im 
Instarohr grundsätzlich Litze verlegt. In vorgefertigten Schaltkästen 
wird wohl auch in Dtland inzwischen gern Litze verwendet.

Aber wo steht, daß Litze in der Wand nicht sein darf?
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #4173459
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Das war mal so in der TGL. Hier in Austria werden "Flexleitungen" oft 
bei Querschnitten über 4 mm2 auch für festverlegte 
Schutzrohrinstallation verwendet. In der VDE stand das imho nie. 
Begründet wurde es mit erhöhter Brandgefahr. Bei Schwarzinstallationen 
wurden oft untaugliche leitungsmaterialien wie zB 300 Ohmantenneleitunen 
verwendetet.

Namaste

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