Nein kein Getrolle.
Diesen "Fehler" habe ich vor ca. 25 Jahren auch gemacht mit 7 oder 8
Jahren.
In irgend einem Buch ("Was ist Was?"?) die Skizze eines Trafos entdeckt
und gelesen, dass man damit Spannungen erhöhen kann. "Cool!" dachte ich
mir und gleich drauf los gewickelt: Kupferlackdraht aus nem alten
Spielzeugmotor. Als Joch musste die Verriegelung aus einem alten
Aktenordern (Religionsmappe) herhalten. Magnetisch war es. Aber was
wusste ich schon von geschlossenen Feldlinien und Sättigung? Und was ist
überhaupt Wechselstrom?
Primär wenig Draht aufgewickelt, Sekundär den Rest und die
Nachttischlampe angeschlossen (220 V / 40 W)
9 V Block drangehalten.
Und natürlich hat es nich funktioniert. Mann, was war ich enttäuscht!
Hab mich nur gewundert, dass beim Abmachen der Batteriekontakte ich
manchmal einen gewischt bekam.
Weder meine Eltern, noch meine Lehrer konnten es mir nicht erklären :-(
Erst 2 Jahrzehnte später habe ich gemerkt, dass ich ganz zufällig den
Flyback "erfunden" hatte.
Mit Stolz blicke ich auf diese Phase zurück, in der ich manchmal mehr
gelernt habe, als beim Lösen von Faltungsintegralen an der Uni.
Darum, lieber Olliver, lass dich nicht entmutigen! thumbsup
Die Kollegen haben dir ja schon erklärt, warum es nicht so funktioniert
wie gedacht, und sicher entwicklen sich bald Ideen, wie man doch ein
paar interessante Experimente damit machen kann.
Der Flyback / Step-Up (Boost) wurde ja schon genannt.
Also: Drossel mit kleiner Spannung (z.B. 6 V, die die LED nicht leuchten
lassen) aufmagnetisieren und beim Abschalten dann freuen, wie hell sie
dann doch aufblitzen.
Beste Grüße, Marek
P.S.
Ähnliche Aha-Ergebnisse kommen dann, wenn man versucht mit einem
Multimeter die 75 Ohm beim Antennenkabel zu messen, oder im 20 A-Bereich
an der Steckdose misst und sich wundert, warum es laut knallt und man im
Dunkeln steht.