Hallo,
ich habe einen Dieselmotor 60PS und einen Motor 45kW welche ich zu einen
Stromaggregat zusammen bauen werde.
Der Motor benötigt eine Erregerspannung, welche ich mit 3 Kondensatoren
an den Wicklungen anlegen möchte. Damit soll das Netz simuliert werden.
Mein Ziel ist es, ca. 20kW Output zu haben.
Weis jemand wie groß der einzelne Kondensator bemessen sein sollte?
Daten des Motors/Generators:
60 Herz, (Zielfrequenz 50HZ) (weniger Drehzahl nötig)
Spannung 380/680V AC
Dreieck 85A Stern 50A
COS 0.88
Eine Annäherung wäre auch voll ok.
Ich danke Euch !
Grüße
Christian
Wir reden von einem Inselnetz. Da passt eine Asynchronmaschine nicht.
Nimm eine fremderregte Synchronmaschine. Einige Anforderungen an die
Last sollte man sich dann schon goennen. Sonst kriegt man's nicht stabil
hin...
Siebzehn Für Fuenfzehn schrieb:> Wir reden von einem Inselnetz. Da passt eine Asynchronmaschine nicht.
Mit einem Frequenzumrichter geht das.
Christian schrieb:> Der Motor benötigt eine Erregerspannung, welche ich mit 3 Kondensatoren> an den Wicklungen anlegen möchte. Damit soll das Netz simuliert werden.
Erregt wird eine Synchronmaschine im Läufer. Wie soll damit das Netz
simuliert werden? - hast du eventuell doch sowas wie einen
Frequenzumrichter rumliegen?
Grobe Überlegung:
Der gegebene 3~Asynchronmotor hat also im Nennbetrieb 45 kW bei einem
cos(φ) von 0,88.
Der Wirkungsgrad ausser Acht gelassen, nimmt er dann eine
Magnetisiergsblindleistung von
Q = P / cos(φ) * sin(φ)
auf, hier sind das also satte
Q = 45 kW / 0,88 * 0,47 = 24 kvar (!)
Etwa soviel müssten also die 3 Kondensatoren liefern ...
Hallo vielen Dank für Eure Antworten!
Veranlasst es so zu bauen, hat mich dieses Video:
https://www.youtube.com/watch?v=nPZ-ifq_hb4
Da wird gezeigt, wie man einen Drehstrommotor als Generator betreibt.
Ich habe auch ein kleines BHKW welches ich mit Holzgas betreibe. Da
läuft ein Asynchrongenerator als Generator. Erregt wird er durch das
Netz.
Da ich in beim zweiten BHKW eine Insel bauen möchte, muss die
Erregerspannung irgendwo her. Also durch die 3 Kondensatoren.
Der Herr "Segelohrenbob" im Youtubevideo zeigt es ganz gut.
Viele Grüße
Christian
Dir muss aber klar sein, dass die Ausgangsspannung sehr stark von der
Last abhängt. Ohne Grund werden normale Notstromaggragate keine Regelung
haben, die sich mit einem Synchrongenerator weit einfacher
bewerkstelligen lässt.
Funktioniert (abgesehen vom Gleichrichter und der höheren Frequenz) im
Prinzip wie eine Drehstrom"lichtmaschine" im Auto.
Verwende mal testhalber drei MKP-Motor-Betriebskondensatoren, je nach
Last 50 - 500 µF, unbedingt die Spannung messen vor Anklemmen der Last.
Es kann sein, dass der Generator mit angeschlossener Last gar nicht
hochkommt. Dann einen geladenen Kondensator anklemmen.
Mein Tipp (wie so oft): nimm was Fertiges / Bestehendes, zumindest als
Grundlage für weitere Basteleien. Ohne Regelung wirst du (bei
empfindlichen Lasten) wenig Freude haben. Klar, z.B. für einen
Wasserkocher geht es auch ungeregelt.
Viel Erfolg!
Hallo vielen Dank.
Ja es ist so, dass ich vorhandene Teile sinnvoll nutzen möchte.
Dieselmotor sowie E-Motor stehen ungenutzt rum.
Falls das Konstrukt nicht funktionieren solle, so würde ich mir einen
Generator (Rotek Ebay) kaufen. Der Generator kostet dort aber 1300 Euro.
Den Dieselmotor will ich mit einen Tempomaten regeln. Somit reagiert er
auf Lastschwankungen.
Eine AVR wäre noch sinnvoll.
Ich will erstmal einen Teilerfolg: System liefert Strom.
Danach würde ich alles verfeinern und wieder Geld in die Hand nehmen.
Merke ich dass der E-Motor es in der Konfiguration nicht bringt, werde
ich wohl ein Generator kaufen müssen.
Viele Grüße
Christian
Felix schrieb:> Einen Drehstrommotor kann man nicht als Generator verwenden.
Habe bereits im Jahre 1990 einen Drehstromasynchronmotor erfolgreich mit
Kondensatoren zur Erregerbildung für ein Windrsd eingesetzt. Also da
hast du wohl noch einigen Nachholbedarf in Sachen Theorie und Praxis!
Auch diese Woche habe ich ein neues Projekt gestartet und es
funktioniert immer wieder auf Anhieb!
Klaus G. schrieb:> Felix schrieb:>> Einen Drehstrommotor kann man nicht als Generator verwenden.>> Habe bereits im Jahre 1990 einen Drehstromasynchronmotor erfolgreich mit> Kondensatoren zur Erregerbildung für ein Windrsd eingesetzt. Also da> hast du wohl noch einigen Nachholbedarf in Sachen Theorie und Praxis!> Auch diese Woche habe ich ein neues Projekt gestartet und es> funktioniert immer wieder auf Anhieb!
Komm, verzählt bitte keinen Käse! Das System funktioniert alles andere
als "gut".
Inselbetrieb:
Also ich habs mit Asynchronmaschine und Kondensatorbank ausprobiert und
es funktioniert ehrlich gesagt sehr bescheiden.
Wenn die Last z.B. aprupt eingeschaltet wird kann es sein dass der
Generator seine Erregung verliert bzw. keine Spannung mehr erzeugt.
Hat man dann endlich erfolgreich eine etwas größere Last dranhängen
musste mein Verbrennungsmotor mehr "Gas" geben um die Drehzahl/Frequenz
zu halten.
Außerdem muss man dann die Drehzahl einiges über die Nenndrehzahl
erhöhen um den Schlupf auszugleichen im Asynchrongenerator!!!
Schaltet man dann plötzlich die große Last ab, dann geht die Spannung
wenn man Pech hat einige hundert bis zu 1000 V hoch weil der Antrieb
noch unter Schwung ist und es dauert bis die Drehzahl wieder sinkt bzw.
nachgeregelt wird.
Stefan U. schrieb:>> Also da hast du wohl noch einigen Nachholbedarf>> Das war vor zwei Jahren und wurde bereits passend kommentiert. Wolltest> du noch mal nachtreten?
Ich vermute mal, er war (und ist) noch auf der Suche. Das Nachtreten
fiel ihm wohl erst ein, als er auch hier nicht (endlich) die "passenden"
Informationen fand. Eifer schützt vor Hybris nicht.
Ich glaube auf dem Markt gibt es keine zuverlässige (günstige) Regelung
für Asynchronmotoren. Das erklärt vermutlich auch wieso die meisten
Stromaggregate einen Synchrongenerator besitzen.
Ansonsten: Wie wäre es wenn man den vom Asynchrongenerator erzeugte
Strom-Wirr-Warr erstmal Gleichrichtet und dann mittels z.B. eines
Insel-Wechselrichters aus dem Photovoltaikbereich in einen stabilen
Wechselstrom umwandelt?
Vll. ginge es evtl. auch mit einem Frequenzumrichter wenn man die
Gleichspannung in den Zwischenkreis einspeist?
Hallo dazu,
Du liest Dich ja wie ein routinierter Fachmann.
Leider bin ich nur Maschinenbauer und habe von Elektrik 0-Ahnung.
Mein Problem: Ich hatte zu einem Projekt einen Asynchronmotor (380 V-15
KW/2900 rpm) angeschafft, weil ich den im Netz parallel betreiben
wollte. Inzwischen haben sich meine Pläne dahin gehend geändert, daß er
im Inselbetrieb laufen soll. Leistungsverluste sind dabei unwichtig. Nun
suche ich Rat, wie ich den Asynchronmotor dazu umnützen kann. Es wird da
vielfach von Kondensatoren beschrieben. Ich habe aber keinerlei
Kennnisse von Kondensatoren, deren Größe und Schaltung am Motor. Dazu
wird mechanisch parallel ein 10 KW-230 V –Wechselstromgenerator
montiert. Wäre der geeignet, den o. g. Asynchrongenerator beim
Hochfahren zur Funktion zu bringen? Müßte ich eine Batterie dazu
einsetzen? Übrigens: Die Welle (D= 38 mm) des Asynchronmotors ist durch
div. Experimente stark magnetisch geladen. Könnte das womöglich den
erforderlichen Blindstrom ersetzen? Über einen fachlichen Rat würde ich
mich sehr freuen, weil mir einige Elektriker nicht weiter helfen
konnten. Danke schon mal im Voraus.
Achim schrieb:> Du liest Dich ja wie ein routinierter Fachmann.> Leider bin ich nur Maschinenbauer und habe von Elektrik 0-Ahnung.
Dann solltest Du wohl besser Deinen Plan aufgeben und ein anderes
Projekt verwirklichen. Die nötige Regelung bei einem Asynchron-
Generator ist doch recht "tricky" und für einen Laien auf diesem
Gebiet wohl kaum hinzubekommen. Was man wohl recht gut hinbekommen
könnte, wäre eine mehr oder weniger grosse (vielleicht auch mehrere)
Lichtmaschinen am Motor. Für die 230VAC brauchte msn dann nur noch
einen passenden Inverter.
--daß es mit Kondensatoren geht, ist doch hier massenhaft beschrieben.
Es geht mir nur um die Größe der Kondensatoren. Schaltbilder für deren
Anschluß am Asynchronmotor sind auch reichlich im Netz.
Daß noch eine Drehzahlsteuerung erforderlich wird, ist doch
selbstvertständlich.
Achim schrieb:> --daß es mit Kondensatoren geht, ist doch hier massenhaft beschrieben.
Noch viel öfter wurde beschrieben weshalb es nicht richtig funktioniert.
Man kann auch Bohrmaschinen aus Goudakäse bauen...
Uli schrieb:> Ein asynchronmotor ...
Ist dies ein U-Boot-Thread der alle paar Jahre wieder auftaucht?
Dann sollte er wohl am Besten komplett gelöscht werden.