Guten Morgen zusammen. Möchte mich erstmal kurz vorstellen. Bin der Eugen, 30 Jahre alt und komme aus Eschweiler. Normalerweise komme ich aus dem mechanischen Bereich, bzw bei meiner jetzigen Frage aus dem Automobilbereich. Ich hoffe ich bin im richtigen Unterforum gelandet. Nun zu meiner Frage: An meinem Audi sind Beschleunigungssensoren für das Luftfahrwerk verbaut. Diese erkennen die wippbewegungen der Karosserie und Regeln die Dämpfer nach. Jetzt muss ich die Kontakte am Stecker der Sensoren erneuern. Die Kontakte und die Sensoren sind vergoldet. Kabel ist ein normales Kupferkabel verdrillt. An den neuen Kontakten sind schon Kabel von Audi aus befestigt, diese muss ich nun mit dem verlegten Kabel vom Steuergerät verbinden. Da stelle ich mir die Frage, wie ich es am besten mache. Gedacht habe ich ans löten. Da aber die Sensoren im ms Bereich arbeiten, bin ich mir nicht sicher ob der Widerstand des Lötzinns nicht zu groß ist. Nach Recherche im Internet soll Lötzinn keine so besondere Leitfähigkeit haben wie z.b. Kupfer oder Gold. Werde ich damit Probleme bekommen können oder kann ich es ohne weiteres einsetzen? Ihr habt in dieser Hinsicht bestimmt um einiges mehr Erfahrung. Vielen Dank schonmal im Voraus. Mfg Eugen
Also solange du sauber lötest, das Zinn nicht kalt fließt (also das Kabel vollständig benetzt und nichtnur an der Oberfläche klebt) und du das ganze nachher richtig verpackst (Schrumpfschlauch und Co) solltest du keine Probleme kriegen.
Danke für deine Antwort. Das hört sich doch gut. Sollte ich dafür extra Lötzinn nutzen, oder kann ich das von meinen Elektrikern aus dem Betrieb nehmen?
Also solange das Lot von deinem e-ler ganz normales 60/40 Blei Gebräu mit flussmitellkern ist (wovon ich jetzt mal ausgehen würde) ist es ok einfach das zu benutzen. Wenn es irgendein bleifreier Kram ist würde ich es nicht nehmen, das benetzt die Kabel viel schlechter.
Intuitiv wuerde ich meinen, das das Lötzinn bei Signalen im ms Bereich keinerlei Problem sein dürfte....bei Digitaschaltungen klappts ja auch im millionenfach kleineren Bereich.
Das geht ja flott hier mit dem antworten. Vielen Dank. Werde es heute mal in Angriff nehmen und berichten. Die Kabellitzen werde ich miteinander verdrillen und dann verlöten. Oder ist das eine schlechte Idee ?
Eugen Oster schrieb: > Oder ist das eine > schlechte Idee ? Alles bestens. Denk dran, den Schrumpfschlauch vorher rüberzuziehen :-P Wenn du Probleme mit Feuchtigkeit erwartest, nimm entweder Schrumpfschlauch mit Kleber schon drin, oder suppe ihn vor dem Schrumpfen ein.
Das Problem mit Lötverbindungen ist nicht die Leitfähigkeit. Das Problem ist, dass Du Dir eine Sollbruchstelle einhandelst. Feindrähtige Kupferkabel sind flexibel. Sobald dieses Geflecht sich mit Lötzinn vollsaugt, wird es spröde, und erfahrungsgemäß kommt es nach einiger Zeit durch Vibrationen zu Kabelbrüchen. Aus diesem Grund werden in der Automobiltechnik Crimp-(Quetsch-)Verbindungen eingesetzt. Beim sachgerechten Crimpen mit dem dafür vorgesehenen Werkzeug entsteht eine gasdichte Verbindung Kupfer auf Kupfer, und die Flexibilität bleibt erhalten. fchk
Eugen Oster schrieb: > Da aber die Sensoren im ms Bereich > arbeiten, bin ich mir nicht sicher ob der Widerstand des Lötzinns nicht > zu groß ist. Nein, das ist kein Thema. Gewöhnliches Lötzinn ist auch für millionenfach höhere Geschwindigkkeiten noch gut genug. Allerdings befürchte ich andere Kompatibilitätsprobleme, denn normalerweise sind die passenden Teile doch so konfektioniert, dass man sie nur noch zusammen zu stecken braucht?
Frank K. schrieb: > Das Problem mit Lötverbindungen ist nicht die Leitfähigkeit. > .... OT, aber danke! Wieder was nützliches gelernt.
Matthias S. schrieb: > Eugen Oster schrieb: >> Oder ist das eine >> schlechte Idee ? > > Alles bestens. Denk dran, den Schrumpfschlauch vorher rüberzuziehen > :-P Wie mit dem Gummi. Kann man sich gut merken.
Frank K. schrieb: > Aus diesem Grund werden in der Automobiltechnik > Crimp-(Quetsch-)Verbindungen eingesetzt. Nur so sollte man es machen! Und vorher erstmal üben, bis man eine zugfeste Verbindung zustande kriegt. Wenn man keine Spezialzange hat, erst das Kupfer crimpen und dann die Isolierung. Löten kannst Du nur bei Car-Hifi, da ein aussetzender Lautsprecher keinen Schaden anrichtet.
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