Hi Zusammen, ich hätte eine Frage zu Mikro Computer und MikroController. Meinen STM32 habe ich unter Windows ganz normal im Editor programmiert. Mir ist jedsoch aufgefallen, dass die Programmierung und das ansprechen von I2C oder anderen Anschlüssen direkt über Linux, das auf dem Mikro Computer installiert ist, wesentlich einfacher ist, da man direkt über das TerminalFenster programmieren kann. Nur leuchtet mir jetzt das ganze nicht ein, warum das anders ist. In diesem Tutorial zu BeagleBone http://www.koervernet.de/79-elektronik/97-beaglebone wird beispielsweise ohne IDe programmiert, direkt vom Terminal , verstehe den Unterschied nicht ....
Denk mal über den Unterschied nach, den es macht, ob man ein Programm für ein Betriebssystem schreibt, das auf einem Computer läuft, oder ob man ein Programm für einen Computer ohne jedes Betriebssystem schreibt.
Und denk auch mal darüber nach, ob es wohl sinnvoll sein wird, mit einem Betriebssystem gleich mal einige vorgefertigte Hilfsprogramme mitzuliefern, mit deinen ein Anwender ohne selbst programmieren zu müssen, Standardaufgaben lösen kann. Denn: 'programmiert' wird da in deinen Links gar nichts. Da wird gezeigt, wie man mit mitgelieferten Standardprogrammen oft benötigte Aufgaben bewältigen kann. Auf dem Betriebssystem läuft ein Kommand Line Interface, in dem der Benutzer Kommandos eingeben kann. Einige dieser Kommandos sind möglicherweise in diesem Kommand Line Interface eingebaut, andere führen einfach nur dazu, dass Programme gestartet werden und denen die restlichen Argumente von der Benutzereingabe übergeben werden. Und die machen dann etwas. Das alles ist aber etwas völlig anderes, als wie wenn du ohne irgendwelchen Unterbau direkt auf der Hardware programmierst. Da schreibst du ein echtes Programm, dass dann auch läuft. Niemand hindert dich daran, dass du in deinem Programm zb. eine Serielle Schnittstelle einbaust, so dass sich dein Endbenutzer mit deinem Programm per Terminal verbinden kann. Dein Endbenutzer kann dort von dir vorgegebene 'Kommandos' eingeben, die dein Programm empfängt und ausführt. Hat dein Endbenutzer damit irgendetwas programmiert? Nein, hat er nicht. Du hast das Programm geschrieben und was du im Programm nicht vorgesehen hast, dass kann dein Endbenutzer per Terminalverbindung auch nicht anfordern. So ähnlich ist die Situation auch, wenn du dich auf den Pi per Terminal verbindest. Nur dass dort die Kommando Auswertung wesentlich ausgefuchster ist, als du das jemals in deinem STM32 selber ausprogrammieren wirst und auch die Möglichkeiten (weil die Kommand-Line andere Programme starten kann, die von einem Massenspeicher nachgeladen werden) um einiges höher und vielfältiger sind, als du das in deinem STM32 jemals implementieren wirst.
Deine Verwirrung rührt daher, dass du für beides das Wort 'programmieren' benutzt. Der Unterschied zwischen den beiden Tätigkeiten ist aber einer wie Tag und Nacht. Das eine ist das 'programmieren' eines Videorekorders, indem du auf in deinem Programm dich um die Hardware kümmerst, Motoren startest und stops, über Zeiten Buch führst, Empfänger umschaltest und was es innerhalb eines Videorekorders sonst noch so alles zu tun gibt, damit eine Sendung aufgezeichnet werden kann. Das andere ist das 'programmieren' eines Videorekorders, indem sich ein Benutzer an seiner Fernbedienung abmüht, die Startzeit, Endzeit und den Kanal einer aufzuzeichnenden Sendung in die von deinem Programm angezeigten Felder einzutragen. Seine 'Programmierung' funktioniert nur deshalb, weil deine Video Rekorder Programmierung die Felder anzeigt, auswertet und das was der Endbenutzer eingetragen hat in entsprechende interne Abläufe umsetzt. Auch wenn wir in beiden Fällen umgangssprachlich von 'programmieren' sprechen, so ist doch klar, dass es sich hier um 2 völlig verschiedene Vorgänge auf komplett unterschiedlichen Ebenen handelt.
Karl Heinz schrieb: > Das eine ist das 'programmieren' eines Videorekorders, bevor die Frage kommt was ein Videorecorder ist hättest besser HD oder DVD/BR Recorder geschrieben :-)
Joachim B. schrieb: > Karl Heinz schrieb: >> Das eine ist das 'programmieren' eines Videorekorders, > > bevor die Frage kommt was ein Videorecorder ist hättest besser HD oder > DVD/BR Recorder geschrieben :-) :-) Ist deren 'Programmieren' auch so eine Wissenschaft, wie das mit Videorekordern war? (Ich hab sowas nicht). Ich hab gestandene Ingenieure bei deren 'Programmierung' regelrecht verzweifeln gesehen :-)
Karl Heinz schrieb: > wie das mit Videorekordern war? Dafür hatten sie zum Schluss "ShowView" erfunden, damit ging das so halbwegs. > Ist deren 'Programmieren' auch so eine Wissenschaft Muss nicht sein; brauchbare DVB-irgendwas-Receiver stellen den EPG dar und können Sendungen daraus mit der Fernbedienung auswählen lassen. Fertig. Keine Eingabe von Zeiten, Programmnummern etc. Die Betonung allerdings liegt auf brauchbar. (Als mich Fernsehen noch etwas mehr interessierte, hatte ich mir einen linuxbasierten DVB-S-Recorder zusammengestellt, auf dem die c't-DVR-Distribution lief. Damit konnte man sogar den Reklamedreck nachträglich aus den Sendungen entfernen, die automatische Erkennung funktionierte recht gut.)
Ich kann dich bei raspberry oder auch anderen MikroComputern doch auch über die Bibliotheken auf die Schnittstellen wir I2C zugreifen oder beispielsweise ein Lauflicht programmieren. Also kann ich hier doch wie bei mikroController auch programmieren. Und das Terminal nutze ich demnach, um auf fertigen Code zuzugreifen,um beispielsweise die LEDs zu aktivieren. Etc..
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Dafür hatten sie zum Schluss "ShowView" erfunden, damit ging das so > halbwegs. hat meinen Vater fast verzweifeln lassen, solange die Sendernummern nicht stimmen oder mal wieder umgestellt wurden oder der programmierte Krimi ausfiel weil das Programm geändert wurde, mein Vater hätte statt nix lieber die Ersatzsendung gesehen, also wurde showview wieder "verbannt" weil nur Startzeit und Stopzeit für eine Aufnahme sorgt. Rufus Τ. Firefly schrieb: > brauchbare DVB-irgendwas-Receiver stellen den EPG EPG wurde mir mit dem TV verkauft und kurz nach dem Kauf wollte die Kirchgrupe den Service nicht mehr anbieten, EPG war am TV nicht mehr nutzbar. Rufus Τ. Firefly schrieb: > Die Betonung allerdings liegt auf brauchbar. grad noch die Kurve bekommen? :-) Henry schrieb: > Ich kann dich bei raspberry oder auch anderen MikroComputern doch auch > über die Bibliotheken auf die Schnittstellen wir I2C zugreifen oder > beispielsweise ein Lauflicht programmieren. OK dann zeige mal mit einem nackten AVR oder PIC vom Distributor, da würde ich gerne mal dein Lauflicht sehen.
Joachim B. schrieb: > kurz nach dem Kauf wollte die Kirchgrupe den Service nicht mehr > anbieten, EPG war am TV nicht mehr nutzbar. Meine Glotze nutze ich zwar nicht oft, aber da funktioniert EPG nach wie vor. Hängt an einer Schüssel, empfängt Astra.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > aber da funktioniert EPG nach wie > vor. jetzt ja im Kabel auch wieder durch digital, aber da war vor DVB-C ne lange Pause drin. Aber EPG ist mir so schnurz, ich programmiere den HD Rekorder lieber per Timer.
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