Hallo Ihrs,
ich hab da noch ein kleines Problem. Ich habe vor einer ganzen Weile mal
eine Platine erstellt, welche für meinen Platinenbelichter gedacht ist.
Dabei geht es um folgende Schaltung:
http://eventronics.de/images/electronics/Schematic_UV_Exposer.pnghttp://eventronics.de/images/electronics/Schematic_UV_Exposer_Supply.png
und um folgendes Platinenlayout:
http://eventronics.de/images/electronics/Board_UV_Exposer.png
Die Schaltung ist eine der ersten, welche ich mit 230V und
Mikrocontroller erstellt habe, und enthält daher einige Fehler bzw.
Grausigkeiten bezüglich EMV, denn darüber habe ich mir damals noch keine
wirklichen Gedanken gemacht.
ABER: Der Isolationsabstand wurde beachtet, und die Unterseite der im
Einsatz befindlichen Platine ist im 230V-Bereich mit Isolierlack
überzogen.
Bisher hat diese Schaltung immer fast perfekt funktioniert. Lediglich ab
und zu stürzt der Controller ab, wenn das Relais einschaltet bzw.
ausschaltet, was wohl durch fehlende Schutzbeschaltung entsteht.
Auf dem Schaltplan fehlt der 100nF-Abblock-Kondensator am Controller.
Dieser ist jedoch im IC-Sockel integriert.
Und der 7805 ist durch einen TSR 1-2450 von Traco ersetzt.
So sieht das ganze in Realität aus:
http://eventronics.de/images/electronics/Exposer_Prototype.jpg
Jetzt würde ich das ganze gerne überarbeiten und ordentlich machen.
Dazu ein paar Fragen :
- sollte ich den Relaiskontakt noch mit einem RC-Glied entstören ?
- ist die Diode an der Relaisspule eventuell zu langsam ?
Was ist sonst noch falsch/schlecht gelösst ?
Grüße, Souko
EDIT: Achja, das Relais schaltet 2 x 2 UV-Röhren mit konventionellem
Vorschaltgerät.
Marcel P. schrieb:> sollte ich den Relaiskontakt noch mit einem RC-Glied entstören ?
Das solltest du als erstes machen, ist ja auch der geringste Áufwand.
Marcel P. schrieb:> EDIT: Achja, das Relais schaltet 2 x 2 UV-Röhren mit konventionellem> Vorschaltgerät.
Leuchtstofflampen mit konventionellen Vorschaltgeräten haben schon so
manchen Prozessor zum Absturz gebracht, selbst wenn er mit dieser Lampe
nichts zu tun hat.
MfG Klaus
Hubert G. schrieb:> Marcel P. schrieb:>> sollte ich den Relaiskontakt noch mit einem RC-Glied entstören ?>> Das solltest du als erstes machen, ist ja auch der geringste Áufwand.
Dachte ich mir fast. Jedoch stellt sich mir die Frage, parallel zum
Kontakt -> Dauerhafter Stromverbrauch (gut, das Gerät hängt nicht
permanent am Netz)
oder parallel zum Verbraucher ?
Klaus schrieb:> Marcel P. schrieb:>> EDIT: Achja, das Relais schaltet 2 x 2 UV-Röhren mit konventionellem>> Vorschaltgerät.>> Leuchtstofflampen mit konventionellen Vorschaltgeräten haben schon so> manchen Prozessor zum Absturz gebracht, selbst wenn er mit dieser Lampe> nichts zu tun hat.>> MfG Klaus
Oh ja, das hab ich gemerkt. Bei einer anderen Schaltung habe ich mir VCC
mal mit dem Oszi angesehen, während nebendran eine LSR eingeschaltet
wurde. HERRJE, das waren Peaks von fast 20V und zum Teil noch höher...
Aber, was macht man dagegen, wenn die LSR mit VG direkt im gleichen
Metallgehäuse sitzen wie die µC-Schaltung ?
@ Marcel Peterkau (souko)
>Oh ja, das hab ich gemerkt. Bei einer anderen Schaltung habe ich mir VCC>mal mit dem Oszi angesehen, während nebendran eine LSR eingeschaltet>wurde.
LSR, UKW, NDW, ojemine.
> HERRJE, das waren Peaks von fast 20V und zum Teil noch höher...
Und damit satte Messfehler ;-)
Wenn dur WIRKLICH mal 20V auf deiner 5V VCC gehabt hättest, wäre es
nicht nur zum Absturz sondern auch zur Zerstörung gekommen.
>Aber, was macht man dagegen, wenn die LSR mit VG direkt im gleichen>Metallgehäuse sitzen wie die µC-Schaltung ?
Das was man immer macht. Die EMV verbessern. Wenn gleich das nicht immer
ganz einfach ist.
Marcel P. schrieb:> Jetzt würde ich das ganze gerne überarbeiten und ordentlich machen.> Dazu ein paar Fragen :> - sollte ich den Relaiskontakt noch mit einem RC-Glied entstören ?
ich würde statt Relais ein SSR versuchen
https://www.mikrocontroller.net/part/S202S02> - ist die Diode an der Relaisspule eventuell zu langsam ?http://www.vishay.com/docs/81857/1n4148.pdf
wow mit Sicherheit nicht bei 4ns, ich nehme ja meist BA157/159 die sind
lahm mit 125ns/500ns können aber mehr ab.
Falk B. schrieb:>> HERRJE, das waren Peaks von fast 20V und zum Teil noch höher...>> Und damit satte Messfehler ;-)>> Wenn dur WIRKLICH mal 20V auf deiner 5V VCC gehabt hättest, wäre es> nicht nur zum Absturz sondern auch zur Zerstörung gekommen.
Das ist wohl wahr. Woher kommen aber dann diese Spitzen auf dem
Oszi-Bild, die definitiv über 20V gehen, wenn auch nur extrem kurz.
Die Schaltung wurde übrigens damals auf Punktlochraster mit Löt- und
Drahtbrücken aufgebaut (NEIN, nicht von mir, ich sollte nur den Fehler
suchen)
>>Aber, was macht man dagegen, wenn die LSR mit VG direkt im gleichen>>Metallgehäuse sitzen wie die µC-Schaltung ?>> Das was man immer macht. Die EMV verbessern. Wenn gleich das nicht immer> ganz einfach ist.
Wenn ich sehe, was für einen Aufwand unsere Ingenieure treiben zum Thema
EMV. Ich mag dieses, leider unumgängliche Thema, überhaupt nicht. Aber
gut, das gehört eben dazu.
Ich hab mir mal den Artikel zum Thema Snubber durchgelesen,
auf den hätt ich auch selber kommen können. Sorry für meine Faulheit zu
suchen und danke für den Link :-))
Da ich die Schaltung für verschiedene Leuchtstoffröhren einsetzen
möchte, habe ich keine festen Parameter zur Last.
Daher würde ich dem Artikel entsprechend einen Widerstand von 100 Ohm
und 47nF wählen:
> Wenn keine genaueren Angaben zur Last vorliegen, sind 47-100Ω> (1W, kein Drahtwiderstand) und 47-100nF (X2!) gute Standardwerte> für Snubber bei Triacs oder Relais, die 230V Lasten schalten.
ALLERDINGS wird hier geschrieben:
> Für Neondrosseln mit normaler Vorschaltdrossel ist>
> ein sinnvoller Wert, da der LC Schwingkreis (großes> L aus Vorschaltdrossel) sonst nicht genug bedämpft ist.
Das heisst in diesem Fall sollte der Widerstand ca 10kOhm haben. Was
mache ich dann mit dem C, da mein L ja variieren kann durch den Einsatz
verschiedener Leuststoffröhren.
Joachim B. schrieb:> ich würde statt Relais ein SSR versuchen> https://www.mikrocontroller.net/part/S202S02
daran habe ich auch schon gedacht. Allerdings brauche ich da ja trotzdem
ein Snubber !?
MaWin schrieb:> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-fa...
Die vorgeschlagene Diode an der Relaisspule habe ich ja bereits drin.
Mit fehlender Schutzbeschaltung meinte ich eher die 230V-Seite.
Grüße, Souko
@ Marcel Peterkau (souko)
>Das ist wohl wahr. Woher kommen aber dann diese Spitzen auf dem>Oszi-Bild, die definitiv über 20V gehen, wenn auch nur extrem kurz.
Durch parasitäre Einkopplung in deinen Messkreis. Eine Möglichkeit ist
eine induktive Einkopplung in die Masseschleife deines Tastkopfes.
>Die Schaltung wurde übrigens damals auf Punktlochraster mit Löt- und>Drahtbrücken aufgebaut (NEIN, nicht von mir, ich sollte nur den Fehler>suchen)
Dort kann es auch größere Signalschleifen geben. Eine durchgehende
Massefläche kann helfen.
>Daher würde ich dem Artikel entsprechend einen Widerstand von 100 Ohm>und 47nF wählen:
Ist OK.
>Das heisst in diesem Fall sollte der Widerstand ca 10kOhm haben. Was>mache ich dann mit dem C, da mein L ja variieren kann durch den Einsatz>verschiedener Leuststoffröhren.
Vergiss es. Das ist so in der Form nicht wirklich wichtig.
Alles klar,
Vielen Dank für eure erneute Geduld mit mir !
Dann werde ich zusätzlich mal ein Snubber über meinen Relaiskontakt
legen.
[ironie] Da nehm ich wohl am besten Platzsparende SMD-0805-Bauteile für
die 230V ;-) [/ironie]
NEE, ernsthaft.. die X2-Dinger sind mit 15mm Raster doch schon etwas
größer ! Aber gut. Dann mal los...
Marcel P. schrieb:> Joachim B. schrieb:>> ich würde statt Relais ein SSR versuchen>> https://www.mikrocontroller.net/part/S202S02>> daran habe ich auch schon gedacht. Allerdings brauche ich da ja trotzdem> ein Snubber !?
hmmm, braucht man den wirklich bei Nullwellenschalter?
Joachim B. schrieb:> hmmm, braucht man den wirklich bei Nullwellenschalter?
Ich würde sagen ja, denn auch wenn man im Nulldurchgang abschaltet, ist
ja in der Drosselspule der Leuchtstoffröhren noch Energie gespeichert,
die abgebaut werden will !?