(Frustbeitrag) Windows-Update beschädigt Anwendungssoftware

Gast #4182277
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Nachdem ich vergessen hatte, die Zwangsbeglückung durch das 
Windows-Update nach der Windows-7-Neuinstallation auf SSD abzuschalten, 
hat mir das Update die PADS-Software (CAD-System von Mentor Graphics) 
beschädigt: im Programmteil "Layout" waren keine Modeless Commands über 
die Tastatur mehr ausführbar. Scrollen mit der Maus ging auch nicht 
mehr..

Neuinstallation des Layoutprogramms brachte keinen Erfolg, wohl aber die 
Sytemwiederherstellung auf einen Zeitpunkt vor zwei Wochen.

Irgendwann hängt mir diese schnell zusammengestrickte Software zum Halse 
heraus. Und nein, PADS läuft auf keinem anderen Betriebssystem.
Gast #4182340
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Bernd G. schrieb:
> Irgendwann hängt mir diese schnell zusammengestrickte Software zum Halse
> heraus.
Das ist heute der Standard. Kann man gut an einem aktuellen Spiel sehen, 
das aus dem Verkauf genommen wurde.

> Und nein, PADS läuft auf keinem anderen Betriebssystem.
Tja, blöd gelaufen :)
#4182381
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Bernd G. schrieb:
> Neuinstallation des Layoutprogramms brachte keinen Erfolg, wohl aber die
> Sytemwiederherstellung auf einen Zeitpunkt vor zwei Wochen.
>
> Irgendwann hängt mir diese schnell zusammengestrickte Software zum Halse
> heraus. Und nein, PADS läuft auf keinem anderen Betriebssystem.

Meinst du mit "schnell zusammengestrickte Software" Windows oder das 
Layoutprogramm? Nachdem auch eine Neuinstallation nichts brachte wird 
wohl nicht Windows die Installation beschädigt haben, sondern eher die 
zusammengehackte Layoutsoftware ein Problem mit dem Update gehabt haben.

Das passiert auf anderen Betriebssystemen genauso. Mit grottig 
programmierte Software (allgemein gemeint, ich kenne deine 
Layoutsoftware nicht) gibt es immer wieder Probleme.
Gast #4182438
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> Meinst du mit "schnell zusammengestrickte Software" Windows oder das
> Layoutprogramm?
Nein, ich meine Windows. Das Layoutprogramm ist seit 1990 am Markt. 
Dessen
Abartigkeiten waren dann bis ca. 2000 beseitigt.

> Systemwiederherstellung funktioniert nicht?

Doch, das hat Erfolg gehabt.

> > Und nein, PADS läuft auf keinem anderen Betriebssystem.
> Tja, blöd gelaufen :)

Naja, ich könnte die alte DOS-Installation von 1995 aufspielen :-)).

Edit: geht leider nicht, da der DOS-Rechner nicht schneller als 400 MHz 
sein darf, ich müsste mir teuer einen alten Rechner kaufen.
Gast #4182439
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Wenn Shortcuts / Maus-Scrollen in anderen Anwendungen weiterhin 
funktionieren, würde ich auch eher von einem Fehler in der 
Anwendungssoftware statt in Windows ausgehen. Vermutlich irgendein 
Problem mit dem Fenster-Fokus.
Gast #4182443
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Ich sag es immer wieder gerne. Pc's an denen man Arbeiten möchte gehören 
nicht ans Internet. Keine Updates keine Viren keine Hacker Keine 
Ablenkung keine Probleme. Zur Not geht auch ein virtuelles System.
#4182444
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Bernd G. schrieb:
> Naja, ich könnte die alte DOS-Installation von 1995 aufspielen :-)).
>
> Edit: geht leider nicht, da der DOS-Rechner nicht schneller als 400 MHz
> sein darf, ich müsste mir teuer einen alten Rechner kaufen.

Wie wärs mit dosbox unter Linux? Oder vlt. läuft es unter wine besser, 
als unter Windows (ist allerdings nur bei wenigen Programmen der fall).
Gast #4182448
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> Pc's an denen man Arbeiten möchte gehören nicht ans Internet.

Ich hatte die Kiste auch nur angestöpselt, weil ich ein neues Download
von gc-Prevue brauchte (das verfällt nämlich regelmäßig aller Jahre).
Und dann vergessen, den Stecker wieder zu ziehen.
Nächstes Mal mache ich das mit Turnschuh-Netzwerk.
Gast #4182450
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Backups (s=Plural)zu haben, ist immer wieder hilfreich. :-)
Bernd G. schrieb:
> hat mir das Update die PADS-Software (CAD-System von

Da wäre es nützlich, den Hersteller dieser SW zu kontaktieren. Evtl. hat 
er einige neue MS-Konventionen nicht brücksichtigt und schon ein Update 
auf Lager?
Gast #4182451
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Bernd G. schrieb:
> Nein, ich meine Windows. Das Layoutprogramm ist seit 1990 am Markt.
> Dessen
> Abartigkeiten waren dann bis ca. 2000 beseitigt.

Nö, offensichtlich hat man so lange herum dran herumgepfuscht, bis es 
zufällig ging. Es scheint bei sehr teurer Profisoftware, die wichtige 
Profidinge tut, üblich zu sein, eigene Profilösungen zu bauen, statt 
schöde Betriebssystemstandards zu verwenden (wie es alle anderen 
Programme, bei denen das Scrollen auch unter Windows 13 noch 
funktionieren wird, tun.)
Gast #4182455
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> Da wäre es nützlich, den Hersteller dieser SW zu kontaktieren. Evtl. hat
> er einige neue MS-Konventionen nicht brücksichtigt und schon ein Update
> auf Lager?

Das Update würde mich ca. 12.000 € kosten. Da warte ich lieber auf die 
Amnestie für Wartungsmuffel, da gibt es dann ein neues System für ca. 
2000 €.
Gast #4182793
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Echt.
Da ich aus der sog. Wartung (mit ca. halbjährlichen funktionsunwichtigen 
Updates) raus bin, müsste ich erstmal für die abgelaufenen Jahre ohne 
Wartung nachzahlen, bis überhaupt jemand einen Finger in Richtung Update 
oder Fehlerbeseitigung krumm macht oder mich auch nur anhört.
Harte Sitten für jene, die die Wartungsabzockerei verweigern.
Ich bin ja bereits froh, dass meine Lizenz mit Auslauf der Wartung noch 
bis 2028 läuft. Angeblich würde ich anschließend sogar eine Verlängerung 
bekommen (könnte dann vererbt werden).
Gast #4183082
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Ich will nun ganz bestimmt nicht die QA von Microsoft in Schutz nehmen - 
da gab es ja durchaus schon den ein oder anderen Knaller - aber das hört 
sich doch sehr an nach "Anwendungsprogrammierer hacken sich etwas 
zusammen -> wird irgendwann durch ein (evtl. Sicherheits-)Update 
zerbröselt -> böses Microsoft". Das Ganze dann womöglich noch mit einer 
uralten Softwareversion. Ich kann den Frust natürlich nachvollziehen, 
aber nicht, warum er in diesem Fall MS trifft. Besonders, nachdem dich 
gerade die Funktionalität des Betriebssystems in Form der einfachen 
Systemwiederherstellung "gerettet" hat.

Hubert M. schrieb:
> Mal ein Programm mehrere Monate nicht gestartet?

Klar, ziemlich oft sogar in den letzten ~25 Jahren unter Linux und 
Windows.

> Die Funktionieren meist dann auch nicht mehr.

Sorry, aber so einen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen. 
Glaubst du, dass die Bytes der Anwendungen auf dem Laufwerk nach ein 
paar Monaten rosten oder schimmeln?
Entweder hat die Festplatte eine Macke, Einträge des Programms in der 
Registry (über deren Sinn oder Unsinn man speziell bei 
Nicht-Systemkomponenten sicher diskutieren kann) wurden von irgendeinem 
"Aufräum-Utility" verpfuscht oder es wurden notwendige Bibliotheken 
gelöscht.
#4183665
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Bernd G. schrieb:
>> Da wäre es nützlich, den Hersteller dieser SW zu kontaktieren. Evtl. hat
>> er einige neue MS-Konventionen nicht brücksichtigt und schon ein Update
>> auf Lager?
>
> Das Update würde mich ca. 12.000 € kosten. Da warte ich lieber auf die
> Amnestie für Wartungsmuffel, da gibt es dann ein neues System für ca.
> 2000 €.

So teuer ist ja nicht mal Altium.

fchk
Gast #4183680
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> So teuer ist ja nicht mal Altium.

Es ist deswegen so teuer, weil ich den Wartungsvertrag gekündigt habe 
und zur Wiederaufnahme der Wartung faktisch das System neukaufen müsste.

> Das Ganze dann womöglich noch mit einer uralten Softwareversion.

Das trifft die Sache nicht ganz, es ist eine Version von 2012. Soweit 
sollten die Windows-7-Updates eigentlich rückwärtskompatibel sein.
Persönliche Seite #4183862
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Ein möglicher Übeltäter könnte <Microsoft Security Essentials> (sofern 
installiert) sein.

Ich habe das soeben am eigenen Leib erfahren...

Konkrete Situation:

"Wir" (mein Arbeitgeber) stellen für die Kalibration einer eigenen 
Produktserie eine Software zum freien Download bereit. Diese SW 
existiert in zwei Versionen: Demoversion mit eingeschränkter 
Funktionalität und Vollversion mit voller Funktionalität, aber nur mit 
kostenpflichtigem Dongle ausführbar. Heute Abend musste ich feststellen 
dass die Vollversion auf meinem Notebook nicht mehr vorhanden war. Und 
warum??? --> "Microsoft Security Essentials" hat die EXE mal eben als 
Trojaner eingestuft und in die Quarantäne verbannt! Die EXE befindet 
sich schon seit Monaten auf dem Rechner und wurde bislang NIE 
beanstandet! Eine Überprüfung der selben Datei auf einem anderen Rechner 
mit Norton 360 ergab keinen Befund!

Also: Egal ob Du Microsoft Security Essentials oder einen anderen 
"Virenscanner" einsetzt, kann sich ein Blick in den Quarantäneordner 
lohnen.

Gruß (nicht an Microsoft),
Magnus
#4184504
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Magnus M. schrieb:
> Heute Abend musste ich feststellen
> dass die Vollversion auf meinem Notebook nicht mehr vorhanden war. Und
> warum??? --> "Microsoft Security Essentials" hat die EXE mal eben als
> Trojaner eingestuft und in die Quarantäne verbannt! Die EXE befindet
> sich schon seit Monaten auf dem Rechner und wurde bislang _NIE_
> beanstandet! Eine Überprüfung der selben Datei auf einem anderen Rechner
> mit Norton 360 ergab keinen Befund!

Naja, alles mit Dongle verbanne ich auch in die Quarantäne. Wenn das MSE 
jetzt automatisch tut, ist das ein guter Anfang scnr.
Hintergrund dürfte sein, dass die u.a. vom Dongle-Hersteller 
eingesetzten Methoden zur Verschleierung der Funktionsweise ähnlich 
denen sind, die auch Viren und Trojaner verwenden.

An den TO:
https://communities.mentor.com/message/41658
"RMB on the toolbars-->Customize. Go to "Keyboard and Mouse" and click 
on "Reset All"" wurde ausprobiert?
Gast #4184820
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@ Arc Net:

Das hatte ich nicht ausprobiert, ich habe zwar unter "Customize" 
gesucht, aber nichts passendes gefunden.
Danke für den tollen Hinweis!

Mit der Kündigung des Wartungsvertrages habe ich auch keinen Zugang mehr 
zum Supportnet...
#4184867
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Magnus M. schrieb:
> "Microsoft Security Essentials" hat die EXE mal eben als
> Trojaner eingestuft und in die Quarantäne verbannt!

Richtig so! Die Security-Essentials haben also ausnahmsweise mal 
funktioniert!

Da hat der Hersteller der Software wohl versäumt vorab ein Exemplar 
davon an alle Antiviren-Hersteller zu schicken um es von denen 
whitelisten zu lassen wenn er unbedingt darauf besteht Nutzsoftware mit 
einem der gangigen Trojanerbaukästen als Trojaner zu tarnen.

Alternativ dazu hätte der Hersteller aber auch einfach drauf verzichten 
können sein Executable zu verschlüsseln so daß es hätte gescannt 
werden können, dann wäre das nicht nötig gewesen.

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