Lustig, dass du das gerade bringst, hatte ich auch erst.
Aber die Kategorie von Leuten, die minutenlang über "Handy" aufklären
kann, findet in der Regel auch tausend ähnlich tolle Themen. Leider..
Am Fuß von einem hohen Turm
lag einmal ein dicker Wurm.
Da kommt die Sonne leis' herfür
und wärmt den Turm und auch das Tier.
Da fängst der Wurm sich an zu regen
Regenwurm heißt der deswegen
MfG Paul
Paul, ich liebe Deine Lyrik!
Aber das Handy heisst aus einem ganz anderen Grund so:
Der erste Schwabe, der so ein mobiles Telefon in der Hand hatte, fregte
ganz erstaunt: "Hen di koi Schnur ned?"
Matthias S. schrieb:> Die SIM Karte war> jedenfalls grösser als heute manches Telefon.
Das ist dann ein sog. "Koffri" gewesen, weil es von der Größe her mit
einem Aktenkoffer konkurrieren konnte.
MfG Paul
Timm T. schrieb:> Ich auch, und dennoch:
Na echt mal. Dieses Mal war´s geklaut.
Aber auch schön aus dem Gedichtband für Kinder:
Der Guck-Guck
Der Guck-Guck ist ein Vogeltier,
das weiß man ganz genau.
Kommt er jedoch als Hund zur welt,
so nennt man ihn Schau-Schau.
und noch'n Gedicht:
Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte, fiel vom Blatte.
Diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.
Wobei Pocky ja auch was nettes hat!
"Mist, Akku vom Pocky ist leer!" :-))
Laut leo.org ist die Übersetzung des englischen Worts "handy":
handlich anstellig bequem geschickt griffbereit griffig passend
praktisch gewandt.
die Franzosen sagen "Portable" zum Handy
Im Ausland können sie auch mit "Tempo", "Tesa" oder "Uhu" nichts
anfangen. "Handy" wird sogar in vielen Fällen verstanden. Und ich kann
mich noch an eine Situation aus meiner Studentenzeit erinnern, als die
Dame im Kopierladen hilflos vor einem Ami stand, der nach "Scotch"
gefragt hatte. "Scotch" ist amerikanisch für "Tesafilm".
BTW: kein Hersteller (ausser Bosch Telecom) bezeichnet seine Geräte in
der Wetbung als "Handy". Der Markenname scheint noch aktiv zu sein.
Früher nannten wir unsere CB Handfunkgeräte "Handy".
Da gab es Mobiltelefone noch nicht.
Als ich dann später mein erstes Mobiltelefon hatte, tat ich mich sehr
schwer damit, das Ding auch "Handy" zu nennen...
Übrigens ist Mobiltelefon oder "Mobile" auch nicht ganz richtig (
Haarspaltmodus = on ).
Es müsste portable heissen.
Mobile... heisst eigentlich, dass es im Fahrzeug eingebaut ist.
Bei den Funkamateuren heiss das ja auch "Mobilfunk" bzw.
"Portabelfunk"...
( Haarspaltmodus = off )
73
:-)
soul e. schrieb:> Dame im Kopierladen hilflos vor einem Ami stand, der nach "Scotch"> gefragt hatte.
LOL. "Sorry Sir, the liquor store is just around the corner."
soul e. schrieb:> Dame im Kopierladen hilflos vor einem Ami stand, der nach "Scotch"> gefragt hatte. "Scotch" ist amerikanisch für "Tesafilm".
Bei "xeroxing" wär es ggf. noch dümmer ausgegangen. ;-)
soul e. schrieb:> "Handy" wird sogar in vielen Fällen verstanden.
Naja, in den Südstaaten von Amerika macht man sich einen "handy" selbst
wenn man alleine ist oder bekommt ihn auf dem Hinterhof einer Tanke wenn
das Geld nicht mehr für das "volle Programm" ausreicht! :-))
Bei mir heißt ein Telefon „Teilnehmerendgerät“ und folglich die
transportable Version „mobiles Teilnehmerendgerät“. Bloß für die
„Smartfones“ fehlt noch ein sachlicher Begriff.
Fred F. schrieb:> Bei mir heißt ein Telefon „Teilnehmerendgerät“ und folglich die> transportable Version „mobiles Teilnehmerendgerät“. Bloß für die> „Smartfones“ fehlt noch ein sachlicher Begriff.
Teilnehmerendgerät, intelligent, mobil. Kurz: Tim
A. K. schrieb:>> Bloß für die>> „Smartfones“ fehlt noch ein sachlicher Begriff.>> Teilnehmerendgerät, intelligent, mobil. Kurz: Tim
Fernsprech- und Computer-Kombinationsgerät. Kurz: Fuck
"Handy" als Substantiv ist ein Kunstwort in der deutschen Sprache und
daher weder richtig noch falsch, sondern einfach existent. Alle anderen
gebräuchlichen Synonyme aber definitiv irreführend bis falsch, wie
folgende Beispiele zeigen.
Ein "Mobiltelefon" ist kein Handy, sondern so etwas:
http://www.baby-markt.de/spielen-lernen/kinderwelt/fisher-price/fisher-price-plappertelefon-a000130.html
Ein "portables Telefon" ist jedes Telefon, das maximal ca. 20 kg auf die
Waage bringt, also fast jedes. Zwar fallen auch viele Handys in diese
Gewichtskategorie, sie können es an Portabilität aber nicht mit den
alten Wählscheibentelefonen aufnehmen, die für den sicheren manuellen
Transport von A nach B extra einen Tragegriff integriert hatten:
http://www.telefon.de/multibild.asp?pID=36608&image_file=nostalgie_w61_grau_vh.jpg
Oder – besser erkennbar – hier (drittes Bild):
http://www.heise.de/make/projekte/Waehlscheibentelefon-fuer-unterwegs-1745592.html
Zu den nicht portablen Telefonen gehören aber nicht nur die extrem
schwergewichtigen, sondern auch diejenigen, die fest an einer Wand o.ä.
montiert sind und nur mit Werkzeug von dieser abnehmbar sind. Beispiele:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/2c/Telefonzellen.jpg/448px-Telefonzellen.jpg
Damit wären wir auch schon bei den Zellentelefonen (neudeutsch: "cell
phones") angelangt, die somit ebenfalls keine Handys sind.
Fazit: Ein Handy ist und bleibt ein Handy, und nichts sonst.
Matthias S. schrieb:> Eine mir bekannte ältere Dame bezeichnet die Dinger als> 'Taschentelefon', was ich gar nicht so dumm finde.
Ja, dieses nativdeutsche Synonym zu "Handy" akzeptiere ich sofort. Man
kann es als Analogon zum Taschenrechner betrachten, einem Begriff, der
ebenfalls praktisch uneingeschränkt akzeptiert ist.
Earl S. schrieb:> Fernsprech- und Computer-Kombinationsgerät. Kurz: Fuck
Das beschreibt die Eigenschaften des Geräts in treffendster Weise und
wird von mir deswegen ebenfalls sofort akzeptiert ;-)
Matthias S. schrieb:> Eine mir bekannte ältere Dame bezeichnet die Dinger als> 'Taschentelefon', was ich gar nicht so dumm finde.
der Begriff "Taschentelefon" stammt aus dem Kinderroman "Der 35. Mai
oder Konrad reitet in die Südsee" von Erich Kästner aus dem Jahr 1931.
Das Teil hatte schon Sprachsteuerung.
Hat mehr am Rande was mit Handy zu tun, aber auch ein schönes Beispiel
für potentielle Missverständnisse:
Eine Bekannte von mir (Schweizerin) wohnte mit einer Freundin (Deutsche)
in einer WG.
Als sie eines Abends nach Hause kam, empfing sie die Freundin mit den
Worten: "Du, Deine Mutti ist auf dem AB!"
Verdutztes Schweigen. Dann: "WO ist meine Mutti?"
"Auf dem AB. Sie hat angerufen."
"WO auf dem AB? Bei Uns?" - "öh.... ja..."
Wieder verdutztes Schweigen. Dann ein Blick seitens der Schweizerin ins
WC. Darauf wieder verdutztes Schweigen.
AB als Abkürzung für "Anrufbeantworter" wird in der Schweiz nicht
gebraucht. Ein Schweizer macht diese Assoziation schlicht nicht.
AB als Abkürzung für "Abort" - oder eben WC - hingegen ist (wenn auch
eher bei älteren Semestern) durchaus gebräuchlich. :-)
Gruäss
Simon
Funktelefeon war doch früher auch schon eine Bezeichnung für Handys
(Handies?). Das trifft ja für die smarten auch zu, die benutzen für ihre
Daten ja auch Funk, ob nun 900, 1800 2400 MHz oder andere
Frequenzbereiche.
Das passt ja auch ein bisschen zur amerikanischen Namensgebung
cell/cellular phone für die Funkzelle.
Ausserdem ist ein Handy ja auch recht handy, äh handlich.