Mal wieder ne Frage zu CE

Gast #4199825
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Ich weis, ist bestimmt die tausendste Frage dazu, und es geht heir nur 
um CE, nicht Rohs oder WEE, nur CE, auch nicht EMV....

Es geht um die Frage ob Development Boards CE pflichtig sind ?

Boards wie der Arduino (ich weis das der UNO es hat, allerdings haben 
das nicht alle von Arduino), also ein uC und ein paar Stiftleisten mit 
ein bisschen Hühnerfutter für die Spannungsregelung...

Es geht natürliche um gewerbliches...
Gast #4199888
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Ich würde einen Arduino als Baugruppe ansehen. Daher benötigt er keine 
CE.
Falls du mit dem Arduino und weiteren Komponenten ein Gerät für den 
gewerblichen Verkauf anbietest, muss das ganze Konstrukt eine CE 
bekommen.

Die Ansichten was ein Bauteil, eine Baugruppe oder ein Gerät sind, gehen 
leider ziemlich auseinander. Teils werden auch LEDs (Bauteile) vom Zoll 
aufgehalten, weil kein CE drauf ist.
Gast #4199944
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Sven J. schrieb:
> ein "Ding", das in der EU verkauft werden soll, muss eine CE
> Kennzeichnung haben.

Sowas von falsch.
Was unter eine EG-Richtlinie fällt ist davon betroffen, selbst da gibt 
es Ausnahmen (z. B. unvollständige Maschine).
Mach Dich erstmal schlau bevor Du anderen (scheinbare) "Hilfe" gibst, 
sie in die Irre führst.
Gast #4199947
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Sven J. schrieb:
> Moin,
>
> ein "Ding", das in der EU verkauft werden soll, muss eine CE
> Kennzeichnung haben.
>
> Wage genug? Mehr kann man zu Deiner Frage nicht anrworten.
>
> --
>  SJ

Wird ein wenig schwer das auf ne Büroklammer zu drucken ;)


Flo schrieb:
> Ich würde einen Arduino als Baugruppe ansehen. Daher benötigt er keine
> CE.

Würde ich auch sagen.

> Falls du mit dem Arduino und weiteren Komponenten ein Gerät für den
> gewerblichen Verkauf anbietest, muss das ganze Konstrukt eine CE
> bekommen.

Ne, es geht um ein 'eigenes' Board, aber ich wusste nicht mit was es 
sonst vergleichbar wäre.
Gast #4199949
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2K schrieb:
> Es geht um die Frage ob Development Boards CE pflichtig sind ?

Nein.

Erstens sind sie keine Geräte, also eigenständig funktionierende Dinge 
mit Gehäuse und Netzteil. Sie können daher EMV und 
Niederspannungsversordnung nicht einhalten, es könnte sie jemand an 
230V~ anschliessen und sie sind nicht berührsicher.

Zweitens sind sie nicht Endbenutzerinstallierbar in irgendwelchen 
Geräten wie PC-Steckkarten.

Drittens werden sie in Laboren benutzt "equipment specifically designed 
solely for the purposes of research and development only made available 
on a business-to-business basis."
https://www.olimex.com/forum/index.php?topic=1663.0

Natürlich stimmt b2b nicht.

Allerdings müssen sie RoHS einhalten. Dafür gibt es den Satz
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:174:0088:0110:EN:PDF
The conformity marking applicable for products at Union level, CE 
marking, should also apply to EEE that is subject to this Directive.
Man kann den so interpetieren, daß Dinge ein CE-Zecihent tragen müssen 
als Bestätigung, daß sie RoHS einhalten, oder man kann es 
interpretieren, daß Dinge die ein CE-zeichen aus anderen Gründen tragen, 
damit automtaisch auch RoHS einhalten müssen.
Ich interpretiere die zweite Auslegung, weil die erste keine Sinn macht 
(jeder SMD-Widerstand ein CE-Bapperl ?)

RPi sagt
https://www.raspberrypi.org/blog/compliance-testing/

Im Prinzip kann man auch Dinge nach CE testen, die unvollständig sind. 
Es wird ein Gehäuse drum gebaut und ein Netzteil angeschlossen, ein 
Programm reingeladen und man testet das Board nach EMV. Dann kann ein CE 
drauf, wie auch ein CE-Zeichen auf einem Sicherungsautomaten/FI-Schalter 
bappt, der natürlich auch kein Gerät ist und nicht eigenständig 
funktioniert und ggf. berührbare Kontakte hat (vor allem 
nicht-angeschlossene).

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.20.1
(Firma: Wilhelm.Consulting) #4199950
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Ich würds so sagen: Wenns der Endnutzer verbaut dann CE.

Das schöne ist, dass in der neuen emc-directive irgendwo dev-boards 
ausgenommen werden wenn ich das richtig im kopf habe -> CE ist nur mehr 
ROHS und WEEE :)

edit:

MaWin hat nicht ganz recht - in der jetzt noch anzuwendenden emc 
directive sind dev-boards grundsätzlich drinnen... hab das schon öfter 
durchgekaut... jedenfall wurde das "gefixt" in der neuen...

zum thema RPi würde ich nur gerne auf deren CE Erklärung für den 1. 
verweisen:
1
This product has been tested and found to comply with the limits for Class A Information Technology 
2
Equipment according to the European Standard EN 55022. 
3
Warning: This is an EN 55022 Class A product. In a domestic environment this product may cause 
4
radio interference in which case the user may be required to take adequate measures.

Ähm... naja...

73
Gast #4200029
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MaWin schrieb:
> also eigenständig funktionierende Dinge
> mit Gehäuse und Netzteil. Sie können daher EMV und
> Niederspannungsversordnung nicht einhalten, es könnte sie jemand an
> 230V~ anschliessen und sie sind nicht berührsicher.

Auch nicht eigenständig funktionierende Dinge können und müssen u.U. EMV 
Kriterien einhalten: Funkmodule, .... Und auch Dinge und Geräte die 
nicht an 230V angeschlossen werden sondern nur an 24V müssen u.U. - ja 
nach Norm - CE konform sein.

Die Frage kann also nicht so pauschal beantewortet werden da wir nicht 
wissen was die "Baugruppe" oder "Platine" macht. Oder Denkt Ihr, ein 
kleines GSM/3G-Modul oder WLAN-Modul lässt sich ohne CE in Europa 
verkaufen ????

Es gibt aber genügend DEV-Boards die vom Hersteller nicht auf 
CE-Konformität geprüft wurden und explizit in den User-Manuals explizit 
darauf hingewiesen wird. dass damit aber Grundnormen umgangen werden 
können galube ich nicht (z.B. Sendeleistung, Bandbreiten, ...).

rgds

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