Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik NPN Darlington Transistor BCV47 verschiedene Hfe?


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von epikao (Gast)


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Hallo,

ich möchte mit dem BCV47 Transistor ein 24V Relais schalten mit ca. 7mA 
Stromaufnahme.
http://www.nxp.com/documents/data_sheet/BCV27_BCV47.pdf

Welcher Basisstrom wird hier fliessen (ich möchte möglichst wenig)
im Datenblatt steht was von Hfe min. 4000... dann wiederum 60000 (Figur 
2)

mit welchem Hfe min und max kann ich im Nicht-Sättigungsbetrieb oder im 
Sättigungsbetrieb rechnen?

Danke

von Harald W. (wilhelms)


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epikao schrieb:

> mit welchem Hfe min und max kann ich im Nicht-Sättigungsbetrieb oder im
> Sättigungsbetrieb rechnen?

Grundsätzlich ist die Stromverstärkung die Grösse von Transistoren,
die den grössten Schwankungen unterliegt. Es macht also keinen Sinn,
damit grossartige Berechnungen durchzuführen. Grundsätzlich gilt:
Je grösser der Basisstrom, desto geringer die Verlustspannung über
den Transistor. Bei Darlingtontransistoren ist die Verlustspannung
sowieso mindestens dreimal so gross wie bei Einzelbipos. Wenn Du
einen geringen Steuerstrom brauchst, wäre vielleicht ein FET für
Dich die bessere Lösung

von John D. (drake)


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epikao schrieb:
> Hallo,
>
> ich möchte mit dem BCV47 Transistor ein 24V Relais schalten mit ca. 7mA
> Stromaufnahme.

Das Datenblatt nennt eine max. Sättigungspannung von 1V bei Ic=100mA 
(mehr wird das 24V-Relais wohl kaum ziehen) und Ib=0.1mA! Du tolerierst 
7mA, also nimm' einfach 1mA, dann bist du auf der sicheren Seite.

Harald W. schrieb:
> den Transistor. Bei Darlingtontransistoren ist die Verlustspannung
> sowieso mindestens dreimal so gross wie bei Einzelbipos. Wenn Du

Who cares? Hier geht es um ein 24V-Relais. Das sollte bei 80% (19,2V) 
auch noch zuverlässig einschalten.

von MaWin (Gast)


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epikao schrieb:
> ich möchte mit dem BCV47 Transistor ein 24V Relais schalten mit ca. 7mA
> Stromaufnahme.
> http://www.nxp.com/documents/data_sheet/BCV27_BCV47.pdf
>
> Welcher Basisstrom wird hier fliessen (ich möchte möglichst wenig)

Du willst sicher schalten.

7mA/4000 wären gerade mal 1.75uA, das ist so wenig, das fliesst auch 
noch durch Zufall.
Man will nicht weniger als 0.5mA Basisstrom, und das reicht dann locker 
für das Relais.
Ein normaler Transistor tut es vollkommen, ein BC547 schaltet auch deine 
7mA mit 500uA Basisstrom.

Alternative: MOSFET wie BSS295 (das schaltet auch bei 4.5V noch 
zuverlässig durch), der braucht keinen Strom.

Achsoja, was heissst keinen Strom: Selbst ein sperrender Transistor 
lässt einige uA durch wenn er heiss ist. Vergiss also deine überzogenen 
Anforderungen.

von epikao (Gast)


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MaWin schrieb:
> 7mA/4000 wären gerade mal 1.75uA, das ist so wenig, das fliesst auch
> noch durch Zufall.

1.75uA wär nicht schlecht :-) UND wenn die Basisspannung unterhalb 1.5V 
gehalten wird - dann sperrt der Transistor, egal was für Zufallströme - 
oder?
(es ist eine Akku-Anwendung, und das Relais soll nur bei Akku-Problemen 
ziehen)

MaWin schrieb:
> Alternative: MOSFET wie BSS295 (das schaltet auch bei 4.5V noch
> zuverlässig durch), der braucht keinen Strom.

dort habe ich das Problem, dass die Schwellspannungen fürs Durchschalten 
sehr tief sind (unter 1V)

Die Basis bzw. das Gate wird von 2 Transistoren in Serie gesteuert... 
d.h bei ca. 2x 0.5V (normal ist ca. 2x 0.3V beim BC846) muss mir der 
Relais-Treiber 100% sperren...

von epikao (Gast)


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also 4000 ist die minimale Verstärkung gemäss Datenblatt.
Im Sättigungsbetrieb muss den Hfe Wer durch 3-10 teilen, habe ich 
gelesen...
dann habe ich nur noch 1000?? verstehe ich nicht :-(

von Joachim B. (jar)


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epikao schrieb:
> also 4000 ist die minimale Verstärkung gemäss Datenblatt.

und im Schalterbetrieb will man sichere Übersteuerung 3-5 also rechnet 
man mit dem 3-5-fachen Basistrom, oder mit 1/3 bis 1/5 Hfe

von epikao (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> und im Schalterbetrieb will man sichere Übersteuerung 3-5 also rechnet
> man mit dem 3-5-fachen Basistrom, oder mit 1/3 bis 1/5 Hfe

aah klar, vielen Dank


Jetzt verstehe ich nur nicht welches Hfe ich vom Datenblatt nehmen soll 
(ohne die Sättigung zu berücksichtigen)

ungefähr um die 4000 oder 60000 von Figur 2 ??

von Joachim B. (jar)


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epikao schrieb:
> aah klar, vielen Dank
>
> Jetzt verstehe ich nur nicht welches Hfe ich vom Datenblatt nehmen soll
> (ohne die Sättigung zu berücksichtigen)
>
> ungefähr um die 4000

natürlich die schlechtsmögliche die JEDES Bauteil unter allen Umständen 
(also bei jeder Betriebstemperatur) einhalten soll lt. Datenblatt

und die wäre welche Hfe? die 4000 oder die 60000?

und dann rechnest du welche Hfe?

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