Sperrstrom von BC846 Transistor im Datenblatt?

Gast #4201153
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epikao schrieb:
> Hallo, wo finde ich den Collector-Emitter Sperrstrom eines
> Transistor im
> Datenblatt...(also wenn Transistor Off)

Der wird nicht angegeben weil es keinen Sinn macht. Achte statt dessen 
auf I_CBO.


> liegt der Strom im nA oder uA Bereich? Falls Letzteres, wieviel ca.?

Beides, je nach Sperrschichttemperatur.
Gast #4201524
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Ist es wirklich so schwer einfach mal ins Datenblatt zu gucken ?
http://www.nxp.com/documents/data_sheet/BC846_SER.pdf
ICBO collector-base cut-off current
VCB = 30 V; IE = 0 A; 15 nA
VCB = 30 V; IE = 0 A; Tj = 150°C; 5 uA
sagt doch deutlich wie gut der sperrt.

Bei 150 GradC also (besser) wie 6 MOhm, bei 25 GradC besser als 2 GOhm.

Übrigens sind die Standard-Kleinleistungs-Transistoren sehr gut im 
Sperrverhalten. 2N1711 FFB2222A (NPN 10nA @ 25GradC)
Gast #4201553
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MaWin schrieb:
> Ist es wirklich so schwer einfach mal ins Datenblatt zu gucken ?
> http://www.nxp.com/documents/data_sheet/BC846_SER.pdf
> ICBO collector-base cut-off current

und das ist der Collector-Emitter Sperrstrom?!
da steht Collector-Basis!

transistor schrieb:
>>ich habe gelesen, dass im off-Zustand der Transistor nur ca. 300Kohm
>>zwischen Collector und Emitter aufweist?...
>
> Wo?

hier (vor Mosfet-Feldeffekt Titel):
http://www.u-r-rennert.de/dig/dig_nand.html
ich zitiere:
Links also wieder die Ausgangssituation für ein NAND mittels Schalter.
Man kann tatsächlich Transistoren in Reihe schalten. Werden beide 
Transistoren mit 1 angesteuert, werden beide leitend und etwa die Masse 
wird auf y gelegt. Der Widerstand beträgt nun so etwa 60Ω, im Gegensatz 
zum gesperrten Zustand von etwa 330KΩ (ein Transistor leitend) bis 600KΩ 
(beide Transistoren gesperrt).
Gast #4201561
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epikao schrieb:
> und das ist der Collector-Emitter Sperrstrom?!
> da steht Collector-Basis!

Natürlich. Schon hinz schrieb, daß der andere keine Sinn macht.
Der Strom fliesst nun mal von C nach B, E kommt erst nach B.
Was du dann bei B damit machst, ist deine Sache.

Du kannst B an Masse legen, also mit E verbinden, dann ist das direkt 
der Collector-Emitter-Strom.

Du kannst B offen lassen, dann sammeln sich die Ladungsträger bis B 
etwas positiver als E ist und diese nA abfliessen können. Dabei wird der 
Transistor den Strom verstärken, wie er das immer tut, sagen wir ums 
100-fache, also fliesen bei offener Basis dann 100*ICBO, also 1.5uV (bei 
25 GradC maximal).

Das Datenblatt weiss nicht, was du machen wirst.

Wer Ahnung hat, lässt B nicht offen, sondern legt ihn auf 0V (in Bezug 
zum E).
#4201662
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epikao schrieb:
> Marian B. schrieb:
>> Sperrstrom ist in weit über 100 % der Anwendungen eine unerwünschte
>> Eigenschaft :-)
>
> und was nützt diese Antwort auf meine obige Frage?!

Es war ein vorsichtiger Hinweis darauf, daß du gefragt hast wie man den 
Sperrstrom erhöhen kann. Wo doch jeder vernünftige Mensch den 
Sperrstrom eher verringern wollen würde.

Und ja. Wie MaWin schon ausführte, hilft es enorm, den Basisanschluß des 
Transistors nicht offen zu lassen sondern irgendwie mit GND zu 
verbinden. Je niederohmiger man diese Verbindung macht, desto geringer 
wird der resultierende Sperrstrom im Kollektorkreis.
Gast #4201670
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Axel S. schrieb:
> Es war ein vorsichtiger Hinweis darauf, daß du gefragt hast wie man den
> Sperrstrom erhöhen kann. Wo doch jeder vernünftige Mensch den Sperrstrom
> eher verringern wollen würde.

wieso? In meiner Applikation sind die Transistoren meist gesperrt und in 
einer Akku-Anwendung.
Ich möchte dass dann möglichst wenig "Sperr/Leckstrom" fliesst...
#4201766
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epikao schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Es war ein vorsichtiger Hinweis darauf, daß du gefragt hast wie man den
>> Sperrstrom erhöhen kann. Wo doch jeder vernünftige Mensch den Sperrstrom
>> eher verringern wollen würde.
>
> wieso? In meiner Applikation sind die Transistoren meist gesperrt und in
> einer Akku-Anwendung.
> Ich möchte dass dann möglichst wenig "Sperr/Leckstrom" fliesst...

...und deshalb willst Du den Sperrstrom erhöhen? (siehe 12.00 Uhr)
Gast #4201854
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epikao schrieb:
> das Relais darf erst ziehen, wenn eine der beiden 10V Signale wegfallen.

D.h. so lange das Relais ausgeschaltet ist, also du "keinen Strom" 
verbrauchen darfst, hast du fast unendlich viel Strom (na ja, zumindest 
1mA) aus den 10V Eingängen zur Verfügung ?

Ist die Masse der 30V zwangsweise mit der Masse der 10V verbunden ?

Du musst bloss 7mA schalten.

Dein Relais braucht nur 24V, du hast aber 30V ?
Gast #4201861
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MaWin schrieb:
> D.h. so lange das Relais ausgeschaltet ist, also du "keinen Strom"
> verbrauchen darfst, hast du fast unendlich viel Strom (na ja, zumindest
> 1mA) aus den 10V Eingängen zur Verfügung ?

die 10V Signale können auch 10mA liefern... aber auch der Strom der 
Signale muss möglichst gering sein (weil alles vom Akku kommt).

MaWin schrieb:
> Ist die Masse der 30V zwangsweise mit der Masse der 10V verbunden ?

Ja

MaWin schrieb:
> Du musst bloss 7mA schalten.

> Dein Relais braucht nur 24V, du hast aber 30V ?

nur 7mA Ja, das Relais verträgt bis 150% der Nominalspannung. Aber ich 
habe ein Vorwiderstand vorgesehen, nur noch nicht berechnet.
Schlussendlich sind die 30V das Minimum. Der Akku wird aber bis ca. 45V 
haben - im vollen Zustand.
Gast #4202029
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Marian B. schrieb:
> Durch die N-FETs hast du sehr niedrige Eingangsströme.
> Durch die 10 MΩ und zwei-dreifach Darlington niedrigen Ruhestrom.
stimmt, die Schaltung ist viel besser. Danke

ArnoR schrieb:
> Du könntest die LED in Reihe zum Relais schalten, das verringert die
> Stromaufnahme und vernichtet etwas von der zu hohen Spannung.
es ist eine niedrig-Strom LED... die nur 2mA benötigt - dann würde das 
Relais nicht ziehen.
Und bei einer normalen LED würde sie nicht leuchten. Danke trotzdem :-)
Gast #4202095
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epikao schrieb:
> stimmts nicht?

Nein, nichts von deinen Aussagen stimmt. Schau einfach mal in ein 
LED-Datenblatt. Low-Current-LEDs kann man auch bei höheren Strömen als 
2mA betreiben, die begrenzen den Strom nicht, und normale leuchten auch 
bei 2mA. Die Emission ist näherungsweise proportional zum Strom.

Low-Current-LED, Seite 3, Diagramme links:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/LED5MM2MAGE_LED5MM2MAGN_LED5MM2MART%23KIN.pdf

Standard-LED, Seite 4, Diagramme links:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/LED5MMSTGE_LED5MMSTGN_LED5MMSTRT%23KIN.pdf
Gast #4202120
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Die Schaltung mit den FETs und dem Darlington ist schon gut. Für weniger 
Leckstrom wäre noch ein Widerstand von etwa 100K-1M von Basis nach 
Emitter beim 2. Transistor sinnvoll: dann wird der Leckstrom des 1. 
Transistors nicht noch verstärkt.

Wegen der Variablen Batteriespannung wäre es ggf. sinnvol den Strom für 
das Relais zu begrenzen / Regeln, mit Hilfe eines Widerstandes am 
Emitter. Auch eine grobe Regelung mit etwa einer Diode als Ref. wäre 
vermutlich schon ausreichend.
Gast #4202216
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ArnoR schrieb:
> Low-Current-LED, Seite 3, Diagramme links:
> 
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/LED5MM2MAGE_LED5MM2MAGN_LED5MM2MART%23KIN.pdf

interessante 2mA Low Current LED ... läuft scheinbar auch noch mit 20mA, 
wusste ich nicht.

nunja, meine verwendete LED hat 7.5mA als Maximum... ok. würd auch gehen 
in Serie, da das Relais nur ca. 5mA braucht. Aber ist mir zu nahe an der 
Grenze...
http://www.distrelec.ch/Web/Downloads/_t/ds/LxT679_ger-eng_tds.pdf?mime=application%2Fpdf
Gast #4202220
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Lurchi schrieb:
> Die Schaltung mit den FETs und dem Darlington ist schon gut. Für weniger
> Leckstrom wäre noch ein Widerstand von etwa 100K-1M von Basis nach
> Emitter beim 2. Transistor sinnvoll: dann wird der Leckstrom des 1.
> Transistors nicht noch verstärkt.

Ich kann doch auch einfach den BCV47 Darlington Transistor nehmen, statt 
die zwei Transistoren, oder?
Persönliche Seite #4202227
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Klar. Darlington ist Darlington. Beim Zeichnen vom Plan habe ich 
allerdings den Basisräumwiderstand (oben bereits von Lurchi 
angesprochen) vergessen. Wenn der im integrierten Darlington nicht 
eingebaut ist, solltest du einen externen vorsehen. >10 kΩ reichen.

Bzgl. der Relaisspannung könnte man einfach einen adäquaten 
Vorwiderstand benutzen. Sollte es mit dem nicht möglich sein unter allen 
Akkuspannungen die Spezifikation des Relais einzuhalten, kann man dem 
Relais parallel eine Zenerdiode verpassen.
Gast #4202231
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epikao schrieb:
> hier (vor Mosfet-Feldeffekt Titel):
> http://www.u-r-rennert.de/dig/dig_nand.html
> ich zitiere:
> Links also wieder die Ausgangssituation für ein NAND mittels Schalter.
> Man kann tatsächlich Transistoren in Reihe schalten. Werden beide
> Transistoren mit 1 angesteuert, werden beide leitend und etwa die Masse
> wird auf y gelegt. Der Widerstand beträgt nun so etwa 60Ω, im Gegensatz
> zum gesperrten Zustand von etwa 330KΩ (ein Transistor leitend) bis 600KΩ
> (beide Transistoren gesperrt).

Vermutlich ist es ein Fehler vom Autor.
Ursprünglich war es sicher mal für Ge-Transis geschrieben. Da sind 
solche Restströme möglich.
Irgendwann mußte er mit der Zeit gehen, und hat es auf Si-Transis 
umgeschrieben.
Da ist ihm das mit den 330K durch die Lappen gegangen.
Gast #4202299
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michael_ schrieb:
> Vermutlich ist es ein Fehler vom Autor.
> Ursprünglich war es sicher mal für Ge-Transis geschrieben. Da sind
> solche Restströme möglich.
> Irgendwann mußte er mit der Zeit gehen, und hat es auf Si-Transis
> umgeschrieben.
> Da ist ihm das mit den 330K durch die Lappen gegangen.

vielen Dank. Damit ist auch mein letztes Fragezeichen geklärt.

Einzig was noch gegen die Fet-Lösung spricht, ist die wesentlich höhere 
Empfindlichkeit gegenüber ESD.

NPN Transistoren sind aus meiner langjährigen Reparatur-Erfahrung höchst 
selten ein Ausfallgrund....
Gast #4202300
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Marian B. schrieb:
> Klar. Darlington ist Darlington. Beim Zeichnen vom Plan habe ich
> allerdings den Basisräumwiderstand (oben bereits von Lurchi
> angesprochen) vergessen. Wenn der im integrierten Darlington nicht
> eingebaut ist, solltest du einen externen vorsehen. >10 kΩ reichen.

ist die Basisspannung zum Schalten, dann nicht zu klein - bei einem 
10Mohm?

30V: 10010000 × 10000 = 0.02V ... minimum aber 1.5V benötigt?

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