Hallo Leute! Ich habe hier einen LCD-Monitor, den ich gerne reparieren würde. Verhalten ist, dass nach dem Einschalten ein Bild erscheint und für etwa 5 Sekunden ein Zischen zu hören ist. Dann schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung ab. Da die Elkos alle noch gut aussahen und das Zischen aus der Gegend der Inverter kommt, habe ich zunächst diese getauscht. Leider ohne Erfolg. Also habe ich mich doch daran gemacht, die Elkos zu tauschen. Aber noch immer das gleiche Verhalten und so langsam gehen mir die Ideen aus. Aber wenn ich den Defekt nicht bald finde, lohnt es sich nicht mehr.
Nach kalten Lötstellen hast du schon geschaut?
Eine poröse Zuleitung zu den Röhren könnte die Ursache sein. Die Spannungsüberschläge gegen das an Masse liegende Blech verursachen die als zischeln hörbare Überlast. Wenn die 5 Sekunden bis zum Abschalten keine Konstante sind - kalte Lötstelle(n) wie schon o.g. suchen.
Werden die CFL selbst sein. Ersatz finden ist schwierig und lohnt meistens nicht. Habe selbst schon 2 ansonsten komplett funktionsfähige Monitore der Entsorgung zugeführt :-(, ein Wahnsinn.
asdfasd schrieb: > Nach kalten Lötstellen hast du schon geschaut? Habe ich so direkt nichts gefunden. Torsten C. schrieb im Beitrag #4201233: > 3.264px × 2.448px. ➩ Bildformate > Diesen Beitrag bitte löschen, danke. Sonst nichts besseres beizutragen? Schade dass es überall Leute gibt, die glauben dass es cool ist, sich wichtig zu machen. Schonmal daran gedacht, dass eine solche Auflösung notwendig sein könnte, um eventuell sichtbare Defekte zu erkennen? > Wenn die 5 Sekunden bis zum Abschalten keine Konstante sind - kalte > Lötstelle(n) wie schon o.g. suchen. Doch das sind sie. Es sind nicht genau 5 Sekunden, aber es ist immer exakt die selbe Zeit. Gerhard schrieb: > Werden die CFL selbst sein. > Ersatz finden ist schwierig und lohnt meistens nicht. Habe selbst schon > 2 ansonsten komplett funktionsfähige Monitore der Entsorgung zugeführt > :-(, ein Wahnsinn. Kann ich das irgendwie mit einfachen Mitteln überprüfen?
Am besten du lötest alle Lötstellen nochmal nach, meistens handelt es sich um Haarrisse die man per bloßem Auge nicht sieht.
Bachsau schrieb: > Schonmal daran > gedacht, dass eine solche Auflösung notwendig sein könnte, um eventuell > sichtbare Defekte zu erkennen? Auf der B-Seite? Du tust Dich gerade wichtig. Auf der L-Seite wäre die Auflösung sinnvoller. Aber Vielleicht hast Du recht und auf der B-Seite kann man auch was erkennen. ch konnte nichts erkennen. "Bildformate" ist aber nicht meine Entscheidung und auch nicht Deine.
Bachsau schrieb: > Kann ich das irgendwie mit einfachen Mitteln überprüfen? Kabel für die CCFL-Röhren verfolgen und nach Verfärbungen/Brandstellen suchen. CCFL Röhren ausbauen und nach Verschleiß suchen (ringförmige dunkle Verfärbungen oder Farbänderungen ähnlich wie bei defekten Leuchtstoffröhren). Evtl ist ein Kabel direkt an der Röhre abgerissen. Habe hier einen 23"er von Hannspree mit von mir getauschten CCFLs, der seit 6 Monaten wieder zuverlässig läuft. Habe diese Ersatzröhren nach 3stündiger Suche gefunden: http://www.monitorreparatur.de/shop/ccfl-rohren/ccfl-rohren-mit-kabel/23-bis-28-displays/lm230wf1-slc5.html inkl. Silikonhalter, Kabel, Stecker und verlötet. Mit Arbeitszeit für Fehlersuche, De-, Montage und Suche wäre ein neuer Monitor natürlich günstiger, war aber der erste von meinem eigenem Geld während meines Studiums gekaufte Monitor, deshalb von sentimentalem Wert. Evtl. brauchst du dann noch etwas Kapton Tape.
P.S.: Zur Auswahl der Röhren sind eigentlich nur Durchmesser, Anzahl und Länge der Röhren wichtig.
Es sieht so aus als wenn 2 identische Schaltungsstufen fuer die HV-Erzeugung vorhanden sind."Identisch" ist immer ganz praktisch, weil man da ja schoen Vergleichsmessungen machen kann - und zwar mit dem Ohmmeter. Waehle einen Widerstandsbereich von 20Mohm - 40 Mohm und messe vor allen Dingen mal die blauen Caps durch.Die sind wahrscheinlich direkt in Kontakt mit der HV und zeigen manchmal aufgrund der hohen Feldstaerke ein sehr unberechenbares(!) Verhalten.Manche Caps schlagen durch und dies kann man mit viel Glueck mit einem Ohmmeter ausmessen. Sollten sich auf der Rueckseite der Platine noch SMD-Bausteine befinden - insbesondere Spezial-IC fuer die HV-Erzeugung - wuerde ich auch die Rueckkopplungskondensatoren fuer die HV-Regelung ins Visier nehmen. Sicherstellen,dass die Caps auch entladen sind,bevor man misst.Fuer den Anfang kann man sie auch im eingebauten Zustand messen.Es geht lediglich mal darum zu sehen ob zwischen identischen Schaltungen ohm'sche Differenzen festzustellen sind.... Der Zeitaufwand ist minimal und damit ein Versuch wert.
Aaalso. Ich habe jetzt nochmal ein bisschen weiter getestet und einzelne Röhren mal abgesteckt. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich 3 & 4 nur einschalten, wenn auch 1 & 2 angeschlossen sind. 1 & 2 dagegen lassen sich alleine betreiben. Darauf kann ich mir keinen Reim machen. Das Verhalten ist aber in jedem Fall das gleiche: Abschaltung der Beleuchtung nach 5 Sekunden. Außerdem scheint das Kontrollprogramm abzustürzen. Normalerweise wechselt das Gerät ohne Signal nach einigen Sekunden in Standby. Seit dem Defekt tut es das allerdings nicht mehr und die Kein-Signal-Anzeige bleibt auch nachdem sich die Beleuchtung abgeschaltet hat unbegrenzt lange stehen. Auch Einstellungsmenüs lassen sich nicht aufrufen. Nur das Abschalten funktioniert. Zischen kommt übrigens definitiv vom Netzteil, nicht vom Panel. Falls das alles hier jemandem weiter hilft...
Stecker der Röhren 1&2 und 3&4 tauschen FALLS die Steckerbelegung die Gleiche ist (vgl. Kabeldicke) und testen, ob sich das Verhalten bei den verschiedenen Konfigurationen ändert.
Bachsau N. schrieb: > Zischen kommt übrigens definitiv vom Netzteil Und was zeigt das Oszilloskop nach dem Netzteil an? Falls Du wegen der Lötstellen unsicher bist, stelle doch mal 3.264px × 2.448px von der L-Seite des PCB ins Netz.
Wird wohl eine defekte CFL sein, um dies zu prüfen einfach ein Widerstand von 100 bis 500 Ohm an der CFL anschließen und wenn das zischen nicht mehr zu hören ist wird es wohl an der CFL liegen die mit den Widerstand gebrückt ist, sollte dies nicht der Fall sein dann liegt es eher am SPW.
Toxic schrieb: > Es sieht so aus als wenn 2 identische Schaltungsstufen fuer die > HV-Erzeugung vorhanden sind. Das ist tatsächlich so. Vor den Convertern teilt sich die Schaltung auf. Jeder versorgt dann zwei Röhren. Insgesamt gibt es also vier. Leider besitze ich derartige Messwerkzeuge nicht. Müsste ich erst anschaffen. Ich habe noch nicht so viel Erfahrung mit dem Löten elektrischer Schaltungen. Viel mehr als offensichtlich geplatzte Elkos oder Widerstände zu tauschen habe ich bisher nicht gemacht. Allerdings befürchte ich inzwischen auch, dass es wirklich an den Röhren liegt, weil... _Gast schrieb: > Stecker der Röhren 1&2 und 3&4 tauschen FALLS die Steckerbelegung die > Gleiche ist (vgl. Kabeldicke) und testen, ob sich das Verhalten bei den > verschiedenen Konfigurationen ändert. Tatsächlich hängt es nicht davon ab, wo ich sie anschließe, sondern welche. Tatsächlich schalten sich die Röhren 3 & 4 immer ein, auch wenn sie alleine an Anschluss 1 & 2 hängen. 1 & 2 funktionieren nur, wenn 3 & 4 ebenfalls angeschlossen sind. Torsten C. schrieb: > Falls Du wegen der Lötstellen unsicher bist, stelle doch mal 3.264px × > 2.448px von der L-Seite des PCB ins Netz. Ist im Anhang. Ich wusste nicht, dass diese Seite für euch interessanter ist. Habe es mit JPEG-Kompression etwas kleiner gemacht. Toxic schrieb: > Waehle einen Widerstandsbereich von 20Mohm - 40 Mohm und messe vor allen > Dingen mal die blauen Caps durch. Die sind wahrscheinlich direkt in > Kontakt mit der HV und zeigen manchmal aufgrund der hohen Feldstaerke > ein sehr unberechenbares(!) Verhalten.Manche Caps schlagen durch und > dies kann man mit viel Glueck mit einem Ohmmeter ausmessen. Die kleinen blauen? Das sind Keramik-Kondensatoren, oder? Gehen die gerne kaputt?
Hmm... L855 rechts oben sieht verdächtig aus. Löt die doch mal nach. Und wenn du schon dabei bist, die L856 mitte rechts gleich mit.
Bachsau =. schrieb: > Tatsächlich hängt es nicht davon ab, wo ich sie anschließe, sondern > welche. Tatsächlich schalten sich die Röhren 3 & 4 immer ein, auch wenn > sie alleine an Anschluss 1 & 2 hängen. 1 & 2 funktionieren nur, wenn 3 & > 4 ebenfalls angeschlossen sind. Scheint wohl an den CCFLs zu liegen. Probier trotzdem noch die Tipps von Toxic, asdfasd (Gast) und was sonst noch genannt wurde aus. Solltest du passende CCFLs finden, tausche gleich alle 4, falls finanziell nicht zu afwändig. Sollten die CCFL nicht leicht zugänglich sein (eine Art Serviceklappe o.Ä., oder einfach seitlich am Display vorsichtig rausziehen) rate ich dir das Display bei Tageslicht und ohne Zeitdruck mit Sorgfalt auseinander zu nehmen und die Reihenfolge der verschiedenen Folien und Bauteile nicht durcheinander zu bringen bzw. zu dokumentieren. Die einzelnen Teile können schmutz- und kratzempfindlich sein. Für die Austauschröhren benötigst du Länge und Durchmesser der Originalen. Das Zusammenlöten der Komponenten ist durchaus möglich (Google hilft, wie man dabei vorgehen sollte), ich bevorzuge aber Austauschsätze, wie in dem Link oben von mir, da ich HV immer den gebotenen Respekt zolle. Kapton Tape Streifen, falls vorhanden, gleich ersetzen. Die Kleben nach dem erstmaligen Lösen nicht mehr so gut Viel Glück beim Instandsetzen und gute Nacht, ich bin erst mal raus.
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