Welchen Steckertyp verwendet Agilent/Keysight am Logic-Port von neueren MSOs? Das Originalkabel kostet 718 Euro (!) und bevor ich diese investiere, möchte ich zumindest sicherstellen dass es wirklich ein proprietärer Stecker und nicht einfach ein Mictor oder ähnliches ist. Vielleicht hat jemand ja auch das passende Kabel zur Hand und könnte mir ein paar bessere Fotos vom geräteseitigen Stecker machen? Danke schonmal!
Im Manual steht: MSO cable that ships with the oscilloscope (MSO models only) Keysight 54904-61622 Das bedeutet aber nicht zufällig das das Gerät als DSO gekauft wurde und die MSO Freischaltung mit zum Kabel gehört?
Nein, das bedeutet laut Agilent-Service nur, dass das Kabel halt ausschliesslich bei den MSOs dabei ist. Die reinen DSOs haben die Buchse gar nicht. Mir ist das Oszi zugelaufen, aber halt ohne besagtes Kabel. Der unverschämte Ersatzteilpreis ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass Otto Normalbürger das Kabel mit dem Scope dazu bekommt....
Sowas sollte mir auch mal zulaufen :-) Dann hilft wohl nur Pinabstand ermitteln und DIY.
Leider nicht ganz gratis zugelaufen :-) Für das Geld kann man viel DIY machen...
Wieviele Pins hat es denn und welchen Abstand haben die? So könnte man bei RS und Co mal suchen.
Die Frage ist auch, ob das ein rein passives Kabel ist, oder ob vorne im Pod irgendwelche Impedanzwandler sitzen. Jens
Habs glaube ich gefunden - ist ein Samtec 40pin Header im 1.27er Raster. Das Flachbandkabel dazu ist interessant: eine 16polige Koax-Flachbandleitung mit aussen jeweils einer Ader GND. Mal sehen, wo ich das herbekomme....
Samtec hat auch Koax-Flachbandkabel. Wollen die aber nicht einzeln hergeben, nur mit Steckerkonfektionierung. Ich gehe aber auch davon aus, daß am anderen Ende des Kabels noch etwas vor der Meßspitze eingebaut ist.
> Ich gehe aber auch davon aus, daß am anderen Ende des Kabels noch etwas > vor der Meßspitze eingebaut ist. Jein: An der Messspitze (CH-Tastatur, kein Eszett!) ist ein "Isolation network" eingebaut, diese ist aber nicht Teil des Kabels, sondern wird auf den 40-pol. Header aufgesteckt. Das Adapterkabel selber ist vermutlich elektronikfrei. Die Suche nach dem Koax-Flachbandkabel scheint sich schwierig zu gestalten. Daher habe mir jetzt bei Adafruit ein paar Meter dünnes Koaxkabel (1.2mm Aussendurchmesser) bestellt, dann werden halt 16 Leitungen gebündelt...
Nachmessen hat ergeben, dass es sich um einen normalen 1.27mm Samtec-Stecker handelt. Daraus - und aus 16 dünnen Koaxkabeln, einer D-Sub-Haube, ein paar Platinenstreifen und viel Heisskleber - ist ein Eigenbaukabel (siehe Bilder) entstanden. Ersparnis knapp 690 Euro :-)
Und die HF-Eigenschaften dieser Konstruktion sind vergleichbar mit der des 690-EUR-Originals?
Und dabei steht sogar noch extra dran: Use Recommended Cable Only! ;-) ;-P
Rufus Τ. F. schrieb: > Und die HF-Eigenschaften dieser Konstruktion sind vergleichbar mit der > des 690-EUR-Originals? Zumindest so gut, dass einwandfreie Funktion gewährleistet ist. 50 Ohm Impedanz, etwa gleiche ungeschirmte Länge und eine ähnliche Anbindung des Kabels an die Stecker (ähnlich der Konstruktion im Inneren des Scopes). Die eigentliche Impedanzanpassung ("Isolation network") ist im grauen "Pod" enthalten und nicht Bestandteil des Kabels.
Na dann ... Hut ab! (Verstehe ich das richtig: Das Kabel ohne Pod soll knapp 690 EUR kosten? Ist das aus Elfenhaar im Mondenschein geflochten?)
Das muß so teuer sein, um auch I2S von HeiEnd-HeiFei-Komponenten analysieren zu können. Dann muß auch das Netzkabel am Scope durch ein rechtsdrehendes, Sauerstoff-freies mit Baumwollumspinnung ersetzt werden. Nicht unter 690€ zu bekommen ;-)
Was kostet ein Agilent Oszi Tastkopf für EIN einziges Signal? Hier gehen sogar irrwitzige 16 Signale durch... und es steht auch Agilent drauf. Also supi günstig ;-)
Rufus Τ. F. schrieb: > Na dann ... Hut ab! > > (Verstehe ich das richtig: Das Kabel ohne Pod soll knapp 690 EUR > kosten? Ist das aus Elfenhaar im Mondenschein geflochten?) Noch schlimmer: Ohne Pod kostet das Teil 718 EUR (gegenüber meinen Invesitionen von ca. 28 EUR) habe ich also 690 EUR gespart, selbstverständlich ohne Pod. Was der und ggf. die Grabber neu kosten, will ich gar nicht erst wissen, die Dinger sind aber haufenweise in der Bucht für kleines Geld zu haben und seit TTL-Grab-Zeiten unverändert. Der Gipfel ist allerdings, dass die für mich zuständige Schweizer Vertretung für das Kabel sogar CHF 1099.- (nach Tageskurs ziemlich genau EUR 1000.-) aufruft. Prinzipiell bin ich ja damit einverstanden, dass Agilent/Keysight auch Ersatzteile für ältere Geräte - besagtes Scope war bis 2006 käuflich zu erwerben - noch liefert, aber die Preise bewegen sich doch in prohibitiven Sphären...
Leider unerfreuliche Nachrichten: Das Eigenbau-Kabel hat sich nicht bewährt - es tut nicht immer so wie es soll (Impedanz stimmt wohl nicht, manchmal gibt es unerklärliche Reflexionen - toll bei einem Logicanalyzer, wenn man zwei Flanken statt einer sieht). Bei eBay gibts grade Originalkabel (Agilent 54826-61605) für immer noch sportliche $249.-. Hab mir davon eins gegönnt und siehe da - alles ok. Also bitte nicht nachmachen, bringt nämlich nix.
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