BTM-222 Blaue LED

OP #4212703
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Hallo,

ich habe mir folgenden Artikel genauer angeschaut,
da ich demnächst selber das BTM-222 verwenden werde.
https://www.mikrocontroller.net/articles/BTM-222

Dabei ist mir was aufgefallen.
Ich weiß nicht, ob die Platine schon mal jemand aufgebaut hat,
aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die blaue LED funktioniert.

1.)
Laut Datenblatt 
(https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/KP-3216QBC-D.pdf) hat 
so eine blaue LED eine Durchlassspannung von 3.3V.
Bei 3.3V Betriebsspannung wird das also kaum funktionieren.

Es gibt glaube ich auch welche mit 3.2V Durchlassspannung, aber dabei 
bleibt auch nur 0.1V übrig für den Widerstand. Das würde bei 30mA auf 
einen 3 Ohm Vorwiderstand raus laufen wenn das überhaupt geht.

2.) Der in der Schaltung angegebene Widerstand von 10k ist auf jeden 
Fall viel zu groß.

Vielleicht sollte man den Artikel mal korrigieren.

Gruß,
Gerhard.
#4212734
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Gerhard G. schrieb:
> Ich weiß nicht, ob die Platine schon mal jemand aufgebaut hat,
Diese Platine nicht, aber auf meinen µC Testboard (Vdd = 3.3V), verwende 
ich blaue LEDs mit 10kΩ Vorwiderstand als PowerOn Anzeige.

> Bei 3.3V Betriebsspannung wird das also kaum funktionieren.
Meine Erfahrung zeigt was anderes.

> Das würde bei 30mA auf
> einen 3 Ohm Vorwiderstand raus laufen wenn das überhaupt geht.
Aber nur wenn man gerne geblendet wird. Moderne LEDs sind schon bei 
einem Bruchteil des Absolute Maximum Rating Strom hell genug als Signal 
LED.

> 2.) Der in der Schaltung angegebene Widerstand von 10k ist auf jeden
> Fall viel zu groß.
Siehe oben.
Gast #4213072
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Gerhard G. schrieb:

> Laut Datenblatt
> (https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/KP-3216QBC-D.pdf) hat
> so eine blaue LED eine Durchlassspannung von 3.3V.
> Bei 3.3V Betriebsspannung wird das also kaum funktionieren.

Das ist nur eine Frage einer geeigneten Schaltung. Mit nur zwei 
zusätzlichen Bauelementen kann man jedem GPIO-Pin wesentlich höhere 
Spannungen entlocken, als er nominell abgeben könnte.

Und diese zwei magischen Baulemente sind eine kleine Speicherdrossel und 
eine schnelle Schottky-Diode.

Der Rest ist eine geeignete Programmierung des Pins. Nämlich dergestalt, 
daß sich insgesamt ein brauchbarer Boost-Wandler ergibt. Quasi-konstante 
Betriebsspannungen eines µC und kleine LEDs als Lasten sind hier 
ziemlich ideal, um mit o.g. (ggf. noch um einen Kondensator ergänzten) 
minimalem Hardwareaufwand durchzukommen und trotzdem bei der 
Programmierung nicht in's Schwitzen zu geraten.
Gast #4213075
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Ich habs mal ausprobiert.

Eine weiße LED (also blau mit gelbem Leuchtstoff), klassische 5mm 
bedrahtet, fängt bei 2,2V an gerade erkennbar an zu leuchten. Bei 2,5V 
(2 NiMH-Zellen) leuchtet die schon gut sichtbar und es fliest rund 1mA.

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