Hallo,
möchte einen Spannungspeak von ~230V detektieren (Netzspannung) und zum
Verwursten an einen µC weiterleiten. Dabei würde ich zur Sicherheit gern
galvanisch trennen. Jeder zweite Peak reicht.
Die aus meiner Sicht sinnvollste Vorgehensweise wäre eine 1N4007 und ein
fetter Vorwiderstand vor einem Optokoppler (idealerweise mit
Transistorausgang).
Da der µC-Pin praktisch keine Leistung benötigt ist die Outputleistung
des Transistors egal (CTR spielt also keine praktische Rolle).
Allerdings wäre es mir lieb, wenn der OK mit einem geringen
Eingangsstrom zurechtkommt, weil dieser ganz erheblichen Einfluss auf
die Größe des Vorwiderstands hat.
Weiß jemand einen diesbezüglich sehr genügsamen Typen? Muss kein
Transistorausgang sein, normaler "Solarzellenausgang" genügt auch, kann
man ja auf der Niederspannungsseite problemlos mit einem Transistor
verstärken.
Danke.
@ eukaryotenhaufen (Gast)
>nein, der µC soll synchron zum Netz was machen.
Dann brauchst du einen Nulldurchgangsdetektor.
https://www.mikrocontroller.net/articles/230V#Siehe_auch
Dazu ist deine Fragestellung aber recht unglücklich formuliert.
Falk B. schrieb:> Dazu ist deine Fragestellung aber recht unglücklich formuliert.
Der Titel vom Thread passt dafür wieder :-(
Wie wär's mit dem hier - der ist um Größenordnungen sparsamer als ein
fetter Vorwiderstand:
http://www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm
Nimm doch einen kleinen Trafo für was weiß ich 6V oder falls Du das
Netzteil für den uC selber baust, dann gehe noch mal sekundär vor der
Grätzbrücke mit ner Diode raus, ohne Elkos. Nimm noch einen Widerstand
in Reihe, der uC hat dann intern Z-Dioden um die Spannung passend zu
machen.
eukaryotenhaufen schrieb:> Ich suche einen Optokoppler, der mit wenig Strom auskommt. Basta.>> Nicht einen Zerocrosser.eukaryotenhaufen schrieb:> nein, der µC soll synchron zum Netz was machen.
Ja, was denn nun. Dem µC kann das doch völlig egal sein, welche
Phasenlage der Puls hat, solange die Lage konstant ist.
Es geht um eine Halbwellensteuerung mit einem Thyristor, die durch eine
sich ändernde analoge Spannung gedimmt wird. Vor dem Steuern muss ich
die Spannung messen. Das dauert 0,3 ms. Wenn ich dann schon im Nullpunkt
bin hilft mir das nix.
eukaryotenhaufen schrieb:
> CTR spielt also keine praktische Rolle.>> Allerdings wäre es mir lieb, wenn der OK mit einem geringen> Eingangsstrom zurechtkommt
CTR ist schon wichtig. Du musst bei einem normalen Transistor-OK mit
100uA Dunkelstrom (Leckstrom) rechnen, je nach maximaler Temperatur.
Wenn du dann noch 1 und 0 unterscheiden willst, brauchst du mehr
Strom.
Wenn du keine sichere Trennung und keinen VDE-Stempel brauchst: SFH628
-- gibt's in SMD und THT und als Bonus hat er 2 antiparallele LEDs.
eukaryotenhaufen schrieb:> Ich suche einen Optokoppler, der mit wenig Strom auskommt. Basta.
Warum so sparsam mit dem Strom? Falls dir die Leistung Kopfzerbrechen
bereitet, solltest du dir klar machen, dass es die mittlere Leistung ist
und das ist Ladung pro Zeit. Beim OC brauchst du also nicht sonderlich
mit Strom zu sparen. Du musst nur dafür sorgen, dass er nur kurze Zeit
fließt. Und genau das macht http://www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm
@eukaryotenhaufen (Gast)
>Ich suche einen Optokoppler, der mit wenig Strom auskommt. Basta.
Mit seiner "Basta-Mentalität" hat sich anno dazumal auch schon der
Bundeskanzler Gerhards Schröder nicht nur beliebt gemacht, sondern auch
seine große Sachkenntnis und Überzeugungskraft unter Beweis gestellt!
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schr%C3%B6der
eukaryotenhaufen schrieb:> Da der µC-Pin praktisch keine Leistung benötigt ist die Outputleistung> des Transistors egal (CTR spielt also keine praktische Rolle).
Sowas sagt auch einer, der unbedarft 470kOhm Pullups in seine
Digitalschaltungen einbaut. Und sich wundert, wenn der Murks hinterher
spinnt odr beim EMV-Test durchfällt...
eukaryotenhaufen schrieb:> Ich suche einen Optokoppler, der mit wenig Strom auskommt. Basta.
JEDER Optokoppler kommt mit wenig Strom aus. Für eine brauchbare
Anwendung sollte er allerdings einen hohen CTR haben. Dieser Wert ist
mit die wichtigste Kennzahl eines Optokopplers.
eukaryotenhaufen schrieb:> Ich suche einen Optokoppler, der mit wenig Strom auskommt.
Jeder analoge Optokoppler kommt mit wenig Strom aus, und schaltet dann
seinen Ausgang halt nicht so stark durch.
Üblicherweise nimmt man für so etwas einen OK mit hohem CTR, damit die
Beschaltung des Ausgangs nicht zu kompliziert wird.
Optokoppler: Geläufige Typen sind CNY17 oder einer der vielen Klone
des PC817. Wenn du hohen CTR willst und keinen OK der entsprechenden
CTR-Klasse (CNY17-4, PC817-D) findest, nimmst du einen OK mit
Darlington-Ausgang, z.B. 6N138 oder 4N32.