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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik TLV320AIC23B Ausgangsspannung an ROUT/LOUT


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Autor: Wastl (Gast)
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Hallo,

ich bin mir sicher, ob es das richtige Forum ist, denke aber schon.

Ich habe eine Frage zur Ausgangsspannung an den Pins ROUT/LOUT des 
Codecs TLV320AIC23B von Texas Instruments:

Wie sieht der Spannungsverlauf an den genannten Pins aus? Ich habe 
testweise eine 1kHz Sinusspannung an die Lineinputs gegeben (Amplitude 
100mV). Am Ausgang bekomme ich jetzt ein Rechtecksignal mit Frequenz 
1kHz und Dutycycle 50%. Wenn ich die Frequenz des Eingangssignals 
variiere, ändert sich auch die Frequenz des Ausgangssignals 
entsprechend, die Form (Rechteck) bleibt aber gleich.

Ich bin mir nicht sicher, ob das korrekt ist. Der Codec arbeitet ja mit 
Delta-Sigma AD- bzw. DA-Wandlung. Ich hätte jetzt am Ausgang entweder 
ein höherratiges Bitstream-Signal erwartet, dass im Mittel meinem 
Eingangssignal entspricht oder wieder ein Sinussignal, da im Datenblatt 
auch etwas von interner Filterung steht.

Falls das Verhalten korrekt ist stellt sich mir die nächste Frage: 
Angenommen, ein Signale zwischen 100Hz und 1kHz sollen AD-gewandelt, 
verarbeitet und wieder DA-gewandelt werden. Um die störenden 
Frequenzanteile aus dem Rechtecksignal zu entfernen, benötige ich einen 
Tiefpass. Dieser müsste meinem Verständnis nach steilflankig sein, um 
die Störanteile zu unterdrücken. Allerdings wäre dann die Dämpfung eines 
Signals mit 1kHz schon extrem groß.
Wie wird in so einem Fall vorgegangen beim Filterentwurf?

Ich verwende den Codec zusammen mit dem TMS320C6713 DSK von Spectrum 
Digital (ist schon älter, ich weiß). Die Ansteuerung erfolgt über einen 
DSP von TI (C6713), Abtastrate ist 44,1kHz.

Danke.

Autor: Clemens L. (c_l)
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Wastl schrieb:
> Wie sieht der Spannungsverlauf an den genannten Pins aus?

Das hängt davon ab, wie du den Chip konfiguriert hast.

> Am Ausgang bekomme ich jetzt ...

Wie hast du das gemessen? Diese Line-Ausgänge wollen eine Impedanz von 
mindestens 10 kΩ sehen.

> Der Codec arbeitet ja mit Delta-Sigma AD- bzw. DA-Wandlung.

Aber nicht im "Bypass"-Pfad.

> Um die störenden Frequenzanteile aus dem Rechtecksignal zu entfernen,
> benötige ich einen Tiefpass. Dieser müsste meinem Verständnis nach
> steilflankig sein, um die Störanteile zu unterdrücken.

Wegen des Oversamplings benötigt ein Delta-Sigma-ADC eine viel geringere 
Flankensteilheit.

: Bearbeitet durch User
Autor: wastl (Gast)
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Hallo,

hier die fehlenden Infos:

Am Ausgang war Leerlauf, die 10kΩ minimale Last sollten also eingehalten 
sein. Eine maximale Last ist im Datenblatt nicht angegeben, Leerlauf 
sollte also kein Problem sein (oder doch?).

Der Bypas war nicht aktiviert (mute), funktioniert aber (habe ich 
getestet).

Im Moment AD-wandle ich das Sinussignal und gebe es über den DSP wieder 
zur DA-Wandlung zurück (also eine Schleife). Ich will hier nicht 
ausschließen, dass dort etwas schief läuft.

Nochmal zur Flankensteilheit:
Wenn das Ausgangssignal wie oben beschrieben ein Rechtecksignal 
bestimmter Frequenz und Dutycycle 50% ist, nutzt das ganze Oversampling 
doch nichts? Oder anders gefragt: wo im Ausgangssignal soll das 
Oversampling stecken?

Autor: Clemens L. (c_l)
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wastl schrieb:
> Im Moment AD-wandle ich das Sinussignal und gebe es über den DSP wieder
> zur DA-Wandlung zurück (also eine Schleife). Ich will hier nicht
> ausschließen, dass dort etwas schief läuft.

Mit der Ausgabe eines festen, bekannten Signals durch den DSP könnte man 
eine potentielle Fehlerquelle ausschließen.

> Wenn das Ausgangssignal wie oben beschrieben ein Rechtecksignal
> bestimmter Frequenz und Dutycycle 50% ist, nutzt das ganze Oversampling
> doch nichts?

Das Ausgangssignal ist analog.

Das Problem ist entweder ein Fehler beim Lesen/Ausgeben der digitalen 
Samples, oder eine falsche Gain-Einstellung.

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