Guten Abend, da wir hier leider auch in absehbarer Zeit kein Trinkwasserzugang näher als 300m haben, habe ich schon seit ein paar Jahren eine entsprechende Installation im Keller. Die Infrastruktur unserer Hauswasserversorgung sieht grob so aus: -Wasseranschluss ans Netz (tröpfelt nur noch, nicht trinkbar) -Wasser tröpfelt in 3x200l Fässer -8 stufiger Wasserstandssensor im Fass -Pumpe fernsteuerbar -2 Stationen, an denen der Wasserstand im Fass ablesbar ist und die Pumpe eingeschaltet werden kann -alles über I2C Bus vernetzt -zentraler Mikrocontroller mit Anbindung über RS-232 an (Windows-)Server -[zukunft]Abfrage und Beeinflussung über Intra-/Internet[/zukunft] Da sich in den letzten Wochen die Situation zugespitzt hat, und auch mit sparsamsten Umgang das Nachtröpfeln nicht mehr unseren Verbrauch decken kann, haben wir 200m Schlauch gekauft, mit dem wir die Fässer füllen können. Jetzt habe ich das Gefühl, dass manche Familienmitglieder erst mit Wassersparen anfangen, wenn es schon fast keins mehr hat, statt IMMER, möchte ich das statistisch erfassen. Ich kann softwaremässig abfragen, WELCHE Station WIE lange die Pumpe eingeschaltet lässt, und wie lange diese dann läuft, sowohl auch den Wasserstand. Ich kann auch, wenn nötig, einen gefälschten Wasserstand an den Stationen anzeigen lassen :-)) Ich habe nur absolut keine Idee, wie ich das auswerten kann. Kann man dafür eine Software verwenden, oder kann man das einfach irgendwie zusammenrechnen? Das Ganze ist aus reiner Neugier, wird nicht gegen irgendwelche Personen verwendet und ist auch kein Schul-/Studentenprojekt! Gruss Chregu
Pumpe abschalten und die Familie laufen lassen. Da sieht jedes Familienmitglied in Live-View wie viel Wasser noch da ist und ob es das Wert ist, das Wasser von Hand über 300m eigenständig zu transportieren.
300 m Trinkwasserleitung, in alten Heimatfilmen kamen Holzleitungen zum Einsatz. Für 200l Wasser am Tag pro Person würde ich die Anlage auslegen. Kann die Leitung gereinigt werden? Irgendwie mit Chemie von innen und dann mit Plastik versiegeln. Gibt sicherlich Firmen. Und in Zukunft für einen genügend großen Wasserverbrauch sorgen, damit sich kein Schmutz in der Leitung ablagern kann.
Was spricht denn dagegen, die Wasserleitung zu erneuern? Das ist doch kein Zustand, und unlecker ist es auch, wenn Du nicht weißt, was da alles in dem tröpfelnden Wasser, dem Faß und der Pumpe so wächst. Wäre das nicht Aufgabe des Wasserversorgers, sich darum zu kümmern? Oder fühlt der sich in den Schweizer Bergen nicht zuständig?
Also, wenn bei mir am Hauptanschluss des Wassers nur noch Tropfen rauskommen würden - würde ich umgehend bei den Stadtwerken anrufen. Das ist ggf. was in der Zuleitung verstopft oder sonst etwas. Alles andere ist doch ein Herumdoktoren an den Symptomen.
Timm T. schrieb: > Wäre das nicht Aufgabe des Wasserversorgers, sich darum zu kümmern? Oder > fühlt der sich in den Schweizer Bergen nicht zuständig? Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, kommt er aus Rumänien. Da kann sich der Standard der Wasserversorgung in Teilen sicher vom hiesigen unterscheiden.
Ja fast :-)) Wohne hier, bin aber Schweizer :-)) Und inzwischen sind auch die letzten Hoffnungen gestorben, dass wir (unser Quartier) dieses Jahr noch Wasser bekommen. Wir sind nicht in das (EU-)Projekt integriert. Und ja, die Leitung ist irgendwo verstopft. Weil dieser ominöse Hahn, der da irgendwo aus dem Boden schaut, an der gleichen Leitung hängt, nur vornedran. Es richt doch langsam nach buddeln, d.h. ca. 90m Graben graben... Gruss Chregu
Dann würde ich lieber nach unten buddeln, sprich: einen eigenen Brunnen bauen (lassen).
An so etwas hatte ich gedacht. http://www.sonne-rohrsanierung.com/?gclid=CL3pgPHhm8cCFa3MtAodXacPyg da sollte es ohne buddeln gehen. Schon mal den Wasserhahn ( das letzte Stück) am Ende abgeschraubt?Wenn der Schmutz sich auch den letzten cm angesammelt hat könnte das schon helfen.
Liebe Foraner, leider zerbrecht Ihr Euch den Kopf umsonst um eine Lösung, denn die Situation ist verzwickter als gedacht. Wir haben einen Brunnen! Also ein 12m tiefes Loch, aus dem aber fettiges, gelbes Wasser rauskommt. Wir wohnen gleich neben dem Bahnhof, wo früher viel Pyrit umgeschlagen wurde. Die Leute sagen, das kommt von dem. Dann kommt das Wasser von diesem ominösen Hahn weiter zu uns, wobei aber erst noch der halbe Bahnhof unterquert wird, um die Wassertürme zu versorgen. Hier ist einer links im Bild zu sehen: http://chregu.magnetmotor.ch/romania_2011/P1000314.JPG Auch weil sich das ganze zu nahe an der Eisenbahnlinie befindet, dürfte man gar nicht graben oder so. Das schert hier aber niemanden (Vorteil dieses Systems). Dem Bürgermeister ist jetzt auch der Bagger verreckt, mit dem er eigentlich zugesagt hatte, uns den zur Verfügung zu stellen. Und als letzt und schwierigste Hürde sind da noch ein paar Nachbarn, die natürlich weder mithelfen noch Geld geben, wenn wir dann allen Wasser verschaffen. Wieso sollten sie auch? Sie haben ja wie alle anderen auch mehr (oder eher weniger) Steuern bezahlt. Ich mach mir nicht die Nerven zur Sau. Aber graben würd ich sofort, kein Problem! Ich hoffe, Ihr versteht ein bisschen die Problematik. Das geht geht übrigens mit allem so, nur Wasser ist halt essentieller. Gruss Chregu
> Wir haben einen Brunnen! Also ein 12m tiefes Loch, aus dem aber > fettiges, gelbes Wasser rauskommt. Das ist kein Brunnen, das ist die Abwasserleitung des örtlichen McDoof-Schnellrestaurants.
magic s. schrieb: >> Wir haben einen Brunnen! Also ein 12m tiefes Loch, aus dem aber >> fettiges, gelbes Wasser rauskommt. > Das ist kein Brunnen, das ist die Abwasserleitung des örtlichen > McDoof-Schnellrestaurants. ...bzw. das, was nach Jahrzehnten des real gelebten Sozialismus, einer "nach-mir-die-Sintflut"- Einstellung und korruptionsgetriebener Vetternwirtschaft herauskommt. (leider!)
Brunnen verwenden, wasser in eigene Wasseraufbereitungsanlage geben, Wasser in zwei Qualitäten in der Hausanlage anbieten, Brauch- und Trinkwasser. Für die Toilettenspülung und Waschmaschinen reicht Brauchwasser.
Rufus Τ. F. schrieb: > wasser in eigene Wasseraufbereitungsanlage geben Also sorry, aber wenn Du da eine Wasseraufbereitung installieren willst, dürfte die Variante Wasserleitung neu verstecken billiger sein. Ist ja nicht wie bei uns, wo die Wasserwerke pro zusätzlichem Meter 100 Eur Verlegekosten verrechnen.
Timm T. schrieb: > dürfte die Variante Wasserleitung neu verstecken billiger sein. Kommt drauf an. Wenn die unter den Gleisen des Bahnhofs durchgeführt werden ... Ich würd' ja da nicht wohnen wollen.
Rufus Τ. F. schrieb: > Wenn die unter den Gleisen des Bahnhofs durchgeführt werden ... Nicht unbedingt notwendig: http://www.aan-forum.de/aan24/forum-pics/Schlauchbruecken.jpg Grüße Richard
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