Ich hab mal, jung und naiv, zum campen so ne kleine USV mit nem großen
blei-akku praktisch als Wechselrichter auf dauer betreiben wollen.
Das ging für ca. ne stunde gut, dann hats den Magischen rauch
rausgelassen, ich hab dann Später erfahren das die dinger nicht für
Dauerbetrieb geeignet sind, das schaffen die thermisch nicht. die sond
so Dimensioniert das die unter Vollast nur einige Minuten laufen, eben
so lang bis der Akku leer ist, danach ist Zwangspause zum abkühlen
angesagt
USVs sind ja eigentlich auch nur dazu gedacht den PC/Server sicher
herunterfahren zu können und ggfalls offene Arbeiten zu speichern..
Und nicht als Wechselrichter
Ja, das weiß ich (jetzt) auch, aber wie gesagt, ich war Jung, brauchte
einen Wechselrichter und hatte eine USV, da war ich noch nicht
volljährig.
Aber die frage ist halt, wo hört der USV-Betrieb auf und wo fängt der
Wechselrichterbetrieb an...
Wenn ich jetzt einen kaputten Akku austauschen will und bekomme nur
einen in Passender Bauform mit 10% mehr Kapazität, ist das schon ein
Problem? 20%?
Ich würde vermuten, wenn die USV so betrieben wird wie gedacht ist das
relativ egal wenn der Akku mehr Kapazität hat. wenn der Strom Ausfällt
fährt der Rechner runter. das dauer egal mit welchem Akku gleich lang,
danach läuft die Kiste praktisch im Leerlauf.
Warum willst du einen Größeren Akku einbauen?
Weil du den da hast und der Andere kauptt ist, oder weil du die USV
länger betrieben willst?
Dicky D. schrieb:> Wenn ich jetzt einen kaputten Akku austauschen will und bekomme nur> einen in Passender Bauform mit 10% mehr Kapazität, ist das schon ein> Problem? 20%?
Das hängt vermutlich u.a. von der Aussentemperatur ab.
Ähnliches gilt übrigens auch für Autoanlasser. Hat dieser
eine Batterie "leergenuddelt", sollte man nicht unbedingt
eine zweite, volle anschliessen. Das könnte den Hitzetod
des Anlaasers verursachen.
Nur weil der Akku größer ist heißt das ja nicht das die USV auch
zwangsläufig länger im Wechselrichter Modus laufen muss.
Das einzige was passieren könnte, wie ich jedenfalls denke, ist, dass
die Ladezeit des Akkus länger dauert, bzw das die Akkufehler Anzeige
möglicherweise blöd macht.
Was könnte denn alles passieren wenn du es versuchst ?
Zwei Sachen fallen mir zu Deinem Problem ein:
1. Das Gerät wird versuchen, bei vorhandener Netzspannung den Akku
zu laden. Wäre schön, wenn die Ladeelektronik anschließend noch
lebt. "Darf's auch ein bisschen mehr sein" - ist bei Kühlkörpern
normalerweise unüblich. Auch die Endstufentransistoren sollten
passen.
2. Bei einer USV steht relativ genau fest, wieviel Wärme maximal
(eine Akkuladung) abgeführt werden muss. Eventuell kann man dabei
sogar einen Lüfter sparen. Geh' also mal davon aus, dass auch
hier kaum Reserve ist.
Fazit: Ein kleines bisschen mehr sollte gehen aber nur mit Augenmaß.
Also hier noch ein paar grundsätzliche Dinge zum Thema USV
es gibt 2 verschiedene Funktionstypen. Zum einen die Line Interactive,
zum anderen Online Dauerwandler
Die hier besprochene USV ist eine Line Interactive, heißt die schaltet
den Wandler erst ein wenn Netzausfall ist. Wobei das auch nicht so
knallhart läuft, meistens laufen die Wandler im Burst-Mode. Damit liegt
am Relais auch vom Wandler die Spannung nahezu in richtiger Höhe,
allerdings gepulst, vor. Bei Netzausfall wird der Wandler in Vollbetrieb
gebracht und das Relais schaltet um so dass nur wenige µs am Ausgang die
Spannung einbricht.
Da es sich bei der MI 600 nicht um ein Rackmount Gerät handelt und diese
USV anscheinend auch passiv gekühlt ist würde ich vorsichtig sein mehr
als die doppelte Akku Kapazität einzubauen, wobei ich mir schwer
vorstellen kann das der überhaupt mechanisch passt.
Wer wirklich mal eine USV als "Dauer" Spannungsquelle z.B. fürs
Gartenlicht etc. nutzen will sollte einen Online Dauerwandler nutzen,
der ist für Dauerbetrieb ausgelegt.
Edit... Online Dauerwandler sind für IT eh die bessere Lösung, da diese
auch gleichzeitig als Netzfilter wirken und zudem wirklich
unterbrechungsfrei versorgen. Selbst ein Aussetzer von 40µs kann IT aus
dem Takt bringen
Gruß René
Egal welche du nimmst, es wird so nicht gehen... Deine Ideen zeigen
auch, dass du in dem Bereich gefährliches Halbwissen hast. Bitte bastele
da nicht weiter...
APC SMART UPS 1500 geht statt mit original Bleigel-Akku 16Ah mit
Autobatterie 44Ah einwandfrei. Dauert eben länger beim aufladen...
Allerdings betreibe ich die USV nicht mit Volllast (1500VA) sondern nur
mit ca. 500W Last. Beim Umschalten auf Batterie geht auch gleich ein
Lüfter in der USV an.
Also schieß die in der Bucht eine SMART-UPS > 1000VA und mach 2
Autobatterien dran. Geht bei mir seit 8 Jahren mit 3 USV einwandfrei.
Aber ACHTUNG! auf den Batterien liegt Netzpotential!!!
Uwe
Hei,
nimm doch Leuchtdioden, dann siehst Du sogar aus welcher Quelle der
Rau## ähhh Strom kommt! ;-)
Allerdings ohne den Vorwiderstand, denn Du willst ja nicht, dass der
Strom ausgebremst wird. Quasi die Amper hochskillen! :-P
ufe: Vielen Dank für den Hinweis mit Netzpotential. Der hilft mir auch,
weil ich auch andere Batterien an meiner USV vorsehen wollte. Das muss
dann entsprechend berührsicher ausgeführt werden.
Grüße,
Tom