Hallo Leute, eventuell kann mir der eine oder andere helfen. Letztes Wochenende ist mein Opa bei der Hitze umgekippt. Der Notarzt hat auf dem EKG einige Auffälligkeiten festgestellt und war sich nicht sicher ob diese Veränderung etwas mit dem umkippen zutun hat oder schon alters- bzw. krankheitsbedingt ist. Deshalb hat er meinem Opa empfohlen, vorsichtshalber im Krankenhaus das Blut untersuchen zu lassen. Wir haben in der Stadt drei Krankenhäuser, die alle etwa gleich weit entfernt sind. Doch als wir sagten, dass wir gerne in ein bestimmtes Krankenhaus wollten, wo man ihn schon kannte, wurde es abgelehnt. "Entweder XZY oder garnicht". XYZ wollte ich aber nicht, da dort vor wenigen Tagen meine Oma gestorben ist. Zugegeben bei der Erstuntersuchung war eine kompetente Ärztin in der Notaufnahme. Doch dann kam irgend ein anderer Arzt zur Schichtübernahme, den diese Ärztin nicht kannte. Er holte sich dann noch eine Assistenzärztin dazu. Zusammen gaben die mir zu verstehen, dass mein Opa eventuell nicht einmal die Nacht überleben wird. Bis dann am nächsten Tag der Oberarzt sich den Fall angeschaut hat und nur meinte, dass mein Opa eine Lungenentzündung hat. Und beim EKG bestehe kein Risiko. Da mein Opa sich noch über Schmerzen im Beim beklagt hat, wollte man es auch noch abklären. Was macht das Krankenhaus? Es röntgt das falsche Bein. Und heute haben die den Vogel abgeschossen. Er sollte zu einer Untersuchung, von der wir nichts wussten. Er wird abgeholt und zur entsprechenden Abteilung gebracht. Obwohl überall in seiner Akte die Allergien stehen, wird er dort gefragt, was die sind. Er sagt, er weiß das nicht, ich würde es wissen und "nachher" ins Krankenhaus kommen. Also entschied sich der Arzt Schwester wer auch immer zu warten. Da ich meinen Opa telefonisch nicht erreichen konnte, bin ich 2 Stunden früher ins Krankenhaus gefahren. Auf der Station hat man mir gesagt, dass mein Opa gerade untersucht wird. Wo oder was wollte man mir (ich bin sein gerichtlich bestellter Betreuer) nicht sagen. Und ich sollte vor allem auf der Station warten. Darauf hatte ich keine Lust und begab mich auf die Suche. Ich fand ihn kurze Zeit später. Er lag mit eine Bettlacken zugedeckt direkt unter der Klimaanlage auf dem Gang. Ohne dass man sich um ihn gekümmert hat, lag er dort ca. eine Stunde und zitterte wegen der Kälte. Ja, langes Vorwort. Aber ich habe jetzt mal eine Frage die mich angeht. Ich bin privat krankenversichert. Mit Chefarztbehandlung, freier Klinikwahl, Zweibett Zimmer, etc. Doch wie ist es bei einem Notfall? Kann ich tatsächlich nicht sagen, dass ich lieber in ein anderes Krankenhaus möchte, wenn es z.B. medizinisch vertretbar ist? Denn dieses Krankenhaus möchte ich - hoffentlich verständlicher Weise - nicht mehr sehen. Und wie ist es bei der Chefarztbehandlung? Kommt dann tatsächlich der Chefarzt z.B. in der Nacht ins Krankenhaus oder was muss ich darunter verstehen?
Frank H. schrieb: > Doch wie ist es bei einem Notfall? Kann ich tatsächlich nicht sagen, > dass ich lieber in ein anderes Krankenhaus möchte, wenn es z.B. > medizinisch vertretbar ist? Wenn du da noch reden kannst, dann kannst du das logischerwese schon sagen. Aber wenn die dann dort im Notfall gerade voll sind, oder dorthin ein Stau ist, dann wirst du in eines der anderen Krankenhäuser eingeliefert. > Wir haben in der Stadt drei Krankenhäuser Mal im Ernst: euch geht es doch unglaublich gut, oder nicht? Es gibt Dörfer und Städte, wo das nächste Krankenhaus 40km weit weg ist. Überhaupt irgendeines... > Und wie ist es bei der Chefarztbehandlung? Kommt dann tatsächlich der > Chefarzt z.B. in der Nacht ins Krankenhaus oder was muss ich darunter > verstehen? Meinst du, dass der Chefarzt automatisch der bessere Arzt ist? > Kommt dann tatsächlich der Chefarzt z.B. in der Nacht ins Krankenhaus Ist das jetzt dein Ernst oder nur mal naiv dahingefragt? Sei dir sicher: weil du nicht der einzige privat Versicherte bist, und die privat Versicherten aber nicht alle gleichzeitig eingeliefert werden, wird der Chefarzt nicht jede Nacht zu beliebiger Zeit bei jedem privat Versicherten antanzen. Und weil der Chefarzt sowieso gerade bei seiner zweiten Flasche Wein mit seinen Golffreunden zusammensitzt, wirst du es gar nicht wollen, dass der dich um 23:49 nochmal genauer ansieht. Und entscheidet, dass das Bein jetzt amputiert werden muss. Und das gleich selber macht...
Frank H. schrieb: > Doch wie ist es bei einem Notfall? Kann ich tatsächlich nicht sagen, > dass ich lieber in ein anderes Krankenhaus möchte, wenn es z.B. > medizinisch vertretbar ist? Denn dieses Krankenhaus möchte ich - > hoffentlich verständlicher Weise - nicht mehr sehen. Das mit dem Krankenhaus kann ich sehr gut verstehen! Als echter Notfall mit RTW kommst Du ins nächste verfügbare Krankenhaus. Warum Umwege fahren, Zeit vergeuden für eventuell andere Notfälle. > Und wie ist es bei > der Chefarztbehandlung? Kommt dann tatsächlich der Chefarzt z.B. in der > Nacht ins Krankenhaus oder was muss ich darunter verstehen? Chefarztbehandlung ist da oft eher lebensgefährlich! Da muss der Chefarzt entscheiden, was zu tun ist, zumindest vom Oberarzt informiert werden, Anruf reicht aus. Ohne Chefarztbehandlung entscheidet der Oberarzt sofort, was zu tun ist! Der Chefarzt hat eine längere Erfahrung, der Oberarzt aber mehr Praxis in den letzten Jahren.
Wie oben schon gesagt per RTW kommst du immer ins näste freie Krankenhaus, kannst du selber hin hast du freie Auswahl, wir haben hier grob gezählt 6stk. glaub sind sogar noch mehr, meine Kreis KH ist für denn A..., versuche auch immer in ein anderes zu kommen solange es geht.
Frank H. schrieb: > der Chefarztbehandlung? Kommt dann tatsächlich der Chefarzt z.B. in der > Nacht ins Krankenhaus oder was muss ich darunter verstehen? Je weiter du in einer Hierarchie steigst, desto mehr wird aus fachlicher Tätigkeit eine administrative. Weshalb ich den Sinn einer solchen Chefarztbehandlung nicht wirklich verstehe. Willst du unbedingt von jemandem behandelt werden, der seit Jahren mehr Chef als Arzt ist?
>> Wir haben in der Stadt drei Krankenhäuser Lothar M. schrieb: > Mal im Ernst: euch geht es doch unglaublich gut, oder nicht? > Es gibt Dörfer und Städte, wo das nächste Krankenhaus 40km weit weg ist. > Überhaupt irgendeines... Was soll das? Hat der TO Einfluss darauf, ob und wo die Krankenhäuser gebaut wurden? Beschwere Dich bei dem Gesundheitspolitiker, der den Mißstand in Deiner Gegend zu verantworten hat! @TO Der Notarzt legt fest, in welches Krankenhaus der Patient gebracht wird. (Krankenhäuser der Grundversorgung) Wenn er dort ausreichend behandelt werden kann, bleibt er dort, sonst wird eine Verlegung in ein Krankenhaus mit erweiterter Versorgung veranlasst. Als Patient bzw. dessen Angehöriger/Vertreter kannst Du das nicht bestimmen. MfG Paul
Paul B. schrieb: >>> Wir haben in der Stadt drei Krankenhäuser > > Als Patient bzw. dessen Angehöriger/Vertreter kannst Du das nicht > bestimmen. > > MfG Paul Klar kannst Du das, bist ja schliesslich kein Gefangener. Was wer mit dir wo macht entscheidest Du selbst. Wär ja noch schöner. Gruss Axel
Axel L. schrieb: > Klar kannst Du das, bist ja schliesslich kein Gefangener. > > Was wer mit dir wo macht entscheidest Du selbst. > Noch mal: Wenn der NOTARZT gerufen wurde, entscheidet der NOTARZT, was jetzt passiert und wo Du eingeliefert wirst! > Wär ja noch schöner. Ja, das IST schön -vor Allem ist es GUT, weil Du als Laie die Einschätzungsfähigkeit gar nicht besitzt, welches Krankenhaus in der konkreten Situation das Beste ist. MfG Paul
Ich bin privat versichert, habe aber diesen ganzen Scheiß mit der Chefarztbehandlung und Einzelzimmer etc abgewählt. Voriges Jahr ar ich in einem KH und habe rausbekommen wie das mit der Chefarztbehandlung dort so funktioneiren sollte. Der Chefarzt ist schlicht "behandelnder Arzt" und das wird auf die Rechnung geschrieben.. das wars aber auch. Meine behandelnde Ärztin, Fra Prof. Strasser im Herzzentrum in DD habe ich nie gesehen, die mich auch nicht weil ich mir dachte das die nicht soo hybsch ist, das ich stundenlang auf sie warten müsse damit sie einen Haken unter meine Entlassungspapiere macht..behandelnder Arzt war sie trotzdem, die Rechnung hat sie auch unterschrieben, das wars. Die Arbeit haben Andere gemacht, z.B. ein recht kompetenter Oberarzt, wohl Iraner.. Gruß, Holm
Paul B. schrieb: > Axel L. schrieb: >> Klar kannst Du das, bist ja schliesslich kein Gefangener. >> >> Was wer mit dir wo macht entscheidest Du selbst. >> > Noch mal: Wenn der NOTARZT gerufen wurde, entscheidet der NOTARZT, was > jetzt passiert und wo Du eingeliefert wirst! Wie will der das denn durchsetzen, mir Handschellen oder eine Zwangsjacke anlegen ? > >> Wär ja noch schöner. > > Ja, das IST schön -vor Allem ist es GUT, weil Du als Laie die > Einschätzungsfähigkeit gar nicht besitzt, welches Krankenhaus in der > konkreten Situation das Beste ist. > > MfG Paul Das Dumme ist nur: Der Notarzt weis das auch nicht. Notarzt ist in Deutschland kein eigener Bereich im Rahmen der ärztlichen Fachausbildung, sondern das machen Ärzte, die eigentlich was ganz anderes machen. Da kann dann schon mal ein Gynäkologe Deinen Knochenbruch oder Herzinfarkt behandeln. Der fährt dann natürlich ins nächste Krankenhaus, weil der Dich so schnell wie möglich von seiner Bahre haben will, auch wenn eine besser geeignete Spezialstation nur 100 Meter weiter wäre. Das weis der als Gynäkologe ja nicht. Vielleicht wissen es die Rettungssanitäter, aber da würde ich mich nicht drauf verlassen. Gerade im deutschen Gesundheitssystem ist es teilweise überlebensnotwendig, sich nicht an die Regeln zu halten. Wer das nicht kann, weil er bewustlos oder zu gutgläubig ist, hat ein Problem. Gruss Axel
Paul B. schrieb: > Der Notarzt legt fest, in welches Krankenhaus der Patient gebracht wird. Nicht wirklich. Oft genug weisen Krankenhäuser Rettungswagen mit Patienten ab, weil sie keinen Bock auf die Geldausgabe für Notfallpatienten haben, das wird dann mit angeblich überfüllt verargumentiert, und der Rettungswagen muss zusehen wo er heute seinen Patienten abkippen darf. Klar ist das kriminell, aber wir leben im Kapitalismus...
Axel L. schrieb: > Das Dumme ist nur: Der Notarzt weis das auch nicht. Ja, da hast Du natürlich vollkommen Recht. > Notarzt ist in > Deutschland kein eigener Bereich im Rahmen der ärztlichen > Fachausbildung, sondern das machen Ärzte, die eigentlich was ganz > anderes machen. Da kann dann schon mal ein Gynäkologe Deinen > Knochenbruch oder Herzinfarkt behandeln. Genau -und in der Urlaubszeit kann es sogar vorkommen, daß der Betriebselektriker oder der Mann, der sonst auf dem Rasenmäher sitzt, einspringen muß. Axel L. schrieb: > Der fährt dann natürlich ins > nächste Krankenhaus, weil der Dich so schnell wie möglich von seiner > Bahre haben will, auch wenn eine besser geeignete Spezialstation nur 100 > Meter weiter wäre. Nein, das macht der nicht -schließlich hast Du ja weiter oben schon selbst festgestellt, daß der Patient bestimt, was geschieht: Axel L. schrieb: > Was wer mit dir wo macht entscheidest Du selbst. Wär ja noch schöner. Richtig! Wenn Du in Rostock einen Herzinfarkt erleidest, was willst Du dann in der dortigen Uniklinik? Du bestimmst eben, daß Du nach Cottbus möchtest, weil Du da noch nie warst und eine gemütliche Fahrt mit Blaulicht und Tatütata ist doch mal eine Abwechslung... ------------------------------------------------------------------------ - Wenn ich nicht schon mehrfach diese Dienste hätte in Anspruch nehmen müssen, würde ich das sogar glauben. MfG Paul
Axel L. schrieb: > weil der Dich so schnell wie möglich von seiner Bahre haben will, Auf ner Bahre wirst Du nur zum nächsten Leichenschauhaus gebracht. Dort wirst Du dann aufgebahrt.
Einen habe ich noch: Aus Wikipedia: Wer als Notarzt tätig ist, muss zusätzlich zu seiner ärztlichen Ausbildung über eine besondere Qualifikation verfügen. In Deutschland handelt es sich dabei je nach Bundesland um den Fachkundenachweis Rettungsdienst oder die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Die Zusatzweiterbildung Notfallmedizin setzt in Deutschland nach der zuletzt im Januar 2006 aktualisierten Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer eine 2-jährige Weiterbildung in einem Gebiet der stationären Patientenversorgung bei einem Weiterbildungsbefugten voraus, davon sechs Monate Weiterbildung in Intensivmedizin, Anästhesiologie oder in der Notfallaufnahme, zusätzlich die Teilnahme an 80 Stunden Kurs in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung sowie unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes 50 Einsätze im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber. Die Inhalte dieser Musterweiterbildungsordnung sind allerdings in den ausschlaggebenden Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern unterschiedlich umgesetzt. Ende Zitat MfG Paul
Paul B. schrieb: > Axel L. schrieb: >> Das Dumme ist nur: Der Notarzt weis das auch nicht. > > Ja, da hast Du natürlich vollkommen Recht. > Richtig! Wenn Du in Rostock einen Herzinfarkt erleidest, was willst Du > dann in der dortigen Uniklinik? Du bestimmst eben, daß Du nach Cottbus > möchtest, weil Du da noch nie warst und eine gemütliche Fahrt mit > Blaulicht und Tatütata ist doch mal eine Abwechslung... > Spannend wird es dann, wenn die Dich zum Klinikum Südstadt fahren würden, weil die vielleicht näher liegt, nur haben die dummerweise kein Herzzentrum. Dann würdest Du das wahrscheinlich ganz toll finden und in Ehren sterben. > ------------------------------------------------------------------------ - > Wenn ich nicht schon mehrfach diese Dienste hätte in Anspruch nehmen > müssen, würde ich das sogar glauben. > > MfG Paul Mein Bruder ist seit 20 Jahren Rettungssanitäter, der kann Dir zu solchen Dingen abendfüllende Geschichten erzählen. Deswegen war meine Wortwahl zum Thema "Bahre" durchaus bewusst gewählt. >Die >Zusatzweiterbildung Notfallmedizin setzt in Deutschland nach der zuletzt >im Januar 2006 aktualisierten Musterweiterbildungsordnung der >Bundesärztekammer eine 2-jährige Weiterbildung in einem Gebiet der >stationären Patientenversorgung bei einem Weiterbildungsbefugten voraus, >davon sechs Monate Weiterbildung in Intensivmedizin, Anästhesiologie >oder in der Notfallaufnahme, zusätzlich die Ja, hört sich gut an, ist aber durch die übliche Facharztausbildung im Krankenhaus weitestgehend abgedeckt. >Teilnahme an 80 Stunden Kurs >in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung Wow, das ist ja fast so lang wie mein erste Hilfe Kurs. Aber im Ernst, würdest Du dich nach einer 80 Stunden Vorlesung in HF Technik als HF-Ingenieur bezeichnen, dem Du Dein Leben anvertrauen würdest ? Ich will hier auch nicht die Ärzte in Deutschland generell schlecht machen, die sind im Schnitt nicht schlechter als wir Ingenieure. Man sollte aber nicht vergessen, dass es ganausoviele schlechte Ärzte wie schlechte Ings gibt, und es gibt auch viele, die nur mit Ach und Krach durch die Prüfungen gekommen sind (wie auch solche, die einfach nur gut auswendig lernen können und ansonsten vollkommene Fachidioten). Um solchen Ärzten mein Leben kompromisslos anzuvertrauen, ist es mir zu schade. Aber das kannst Du ja anders halten. Gruss Axel
Ich weiß nicht, ob das vor allem an den Ärtzen liegt oder viel mehr an dem Optimierungswahn in Richtung Billigmedizin und der daraus folgenden Personalknappheit und nicht zuletzt dem überbordenden Bürokratismus, der die Leute von produktiver Arbeit abhält.
Axel L. schrieb: >> Noch mal: Wenn der NOTARZT gerufen wurde, entscheidet der NOTARZT, was >> jetzt passiert und wo Du eingeliefert wirst! > > Wie will der das denn durchsetzen, mir Handschellen oder eine > Zwangsjacke anlegen ? Wenn du nicht im RTW mitfahren willst musst du nicht ... so einfach ist das. Dann bekommst du noch zwei Leerfahrten berechnet und Basta. Wenn du aber der Meinung bist doch ernsthaft erkrankt zu sein, dann entscheidet im Allg. der Fahrer (der den Notfall auch im Krankenhaus anmeldet und dort erfährt, ob zur Zeit Kapazitäten sind. Und diese Behauptung: > Oft genug weisen Krankenhäuser Rettungswagen mit > Patienten ab, weil sie keinen Bock auf die Geldausgabe für > Notfallpatienten haben kasst du sicher irgendwie belegen! > Aber im Ernst, würdest Du dich nach einer 80 Stunden Vorlesung in HF > Technik als HF-Ingenieur bezeichnen Schon mal aufgefallen, dass Ärzte zuvor 6 Jahre studieren und dort schon einiges bzgl. Notfallmedizin lernen. (Und in den 5 Jahre Facharztausbildung vmt. auch nicht nur Däumchen drehen). > > Um solchen Ärzten mein Leben kompromisslos anzuvertrauen, ist es mir > zu schade. Aber das kannst Du ja anders halten. Aber du musst dein Leben natürlich niemandem anvertrauen. Selbsthilfe ist ja eh grad in :-) Sei froh, dass es überhaupt noch "genügend" Notärzte gibt, die das in aller Regel auch ehrenamtlich nebenbei zum Schichtdienst machen und dann sicher nur drauf warten, mit einem "todkranken" Patienten in einem "Notfall" über die Krankenhauswahl zu debattieren*. *Wer dazu noch in der Lage ist, sollte sich m.M.n. ein Taxi rufen und hinfahren, wo er will.
Uhu U. schrieb: > Ich weiß nicht, ob das vor allem an den Ärtzen liegt oder viel mehr an > dem Optimierungswahn in Richtung Billigmedizin War das in der "Guten Alten Zeit" wirklich besser als heute?
A. K. schrieb: > War das in der "Guten Alten Zeit" wirklich besser als heute? Witterst du wieder eine Verschwörungstherorie?
Uhu U. schrieb: > Witterst du wieder eine Verschwörungstherorie? Nicht alle deine Beiträge können derart abgebucht werden. ;-) Dass Wahrnehmung und Wahrheit nicht unbedingt identisch sind, insbesondere rückwärts gewandt, muss dir aber nicht erklären? Es ändert sich auch nicht nur die Medizin, sondern ebenso die Ansprüche. Heute drohen dem Personal Prügel durch die Eltern, wenn Sohnemann nicht sofort rankommt. War das immer so? http://www.derwesten.de/gesundheit/notaufnahmen-schlagen-alarm-aimp-id10311423.html Michael K. schrieb: > *Wer dazu noch in der Lage ist, sollte sich m.M.n. ein Taxi rufen und > hinfahren, wo er will. Ich habe das anders mitgekriegt, zumindest wenn man es eilig hat: Notaufnahme in horizontaler Lage betreten, nicht in vertikaler. Von den Sanis reingeschoben funktioniert besser als selber reingehumpelt.
Michael K. schrieb: > Axel L. schrieb: >>> Noch mal: Wenn der NOTARZT gerufen wurde, entscheidet der NOTARZT, was >>> jetzt passiert und wo Du eingeliefert wirst! >> >> Wie will der das denn durchsetzen, mir Handschellen oder eine >> Zwangsjacke anlegen ? > Wenn du nicht im RTW mitfahren willst musst du nicht ... so einfach ist > das. Dann bekommst du noch zwei Leerfahrten berechnet und Basta. > Wenn du aber der Meinung bist doch ernsthaft erkrankt zu sein, dann > entscheidet im Allg. der Fahrer (der den Notfall auch im Krankenhaus > anmeldet und dort erfährt, ob zur Zeit Kapazitäten sind. > Na, vielleicht solltet ihr erstmal untereinander ausmachen, wer das nun entscheidet. Allerdings finde ich es fast schon lustig, dass das irgendwer anders entscheiden sollte als der Patient, bzw. sein Vertreter. Schon die Vorstellung ist irgendwie abstrus. Das heisst ja nicht, dass man die Vorschläge des Notarztes grundsätzlich ablehnen sollte. Aber wenn man gute Gründe dafür hat, würde ich mich durchsetzen. Gruss Axel
A. K. schrieb: > Es ändert sich auch nicht nur die Medizin, sondern ebenso die Ansprüche. > Heute drohen dem Personal Prügel durch die Eltern, wenn Sohnemann nicht > sofort rankommt. War das immer so? War es denn auch immer so, dass in den Notaufnahmen riesengroße Wartezimmer eingerichtet sind, in denen die Patienten und Angehörigen warten sollen - oft über Stunden. A. K. schrieb: > Je weiter du in einer Hierarchie steigst, desto mehr wird aus fachlicher > Tätigkeit eine administrative. Weshalb ich den Sinn einer solchen > Chefarztbehandlung nicht wirklich verstehe. Willst du unbedingt von > jemandem behandelt werden, der seit Jahren mehr Chef als Arzt ist? Wenn ich ins Krankenhaus kommen sollte, dann möchte ich für mich die beste Behandlung. Ich möchte nicht, dass in einem nicht all zu dringendem Notfall irgendwelche möchtegern Ärzte irgendwelche gefährlichen Diagnosen stellen oder statt einer Diagnose die Worte "... ist ernsthaft Krank. Übrigens gibt es eine Patientenverfügung und sollen wir ihn wiederbeleben" fallen lassen. Und dann vom Oberarzt dann eine richtige Diagnose gestellt wird. A. K. schrieb: > Es ändert sich auch nicht nur die Medizin, sondern ebenso die Ansprüche. Noch einmal kurz zu den Ansprüchen. Jetzt nicht nur die medizinische Seite, sondern auch verwaltungstechnisch denke ich, dass ich erwarten kann, dass z.B. in einem Krankenhaus auf den Datenschutz geachtet wird und ich nicht beim Reinkommen in einen Behandlungsraum eine halbe Stunde alleine warte, mit einem Windows 7 Rechner ohne Kennwort, auf dem noch die Daten des Patienten aufgerufen sind, der vor uns in dem Zimmer war.
Es ist schon erschreckend, wie spezialisiert große Kliniken sind und wie wenig allgemeinmedizinisches Wissen da ist. Ich hab mal den Fehler gemacht und bin mit Harnleiterverschluß in die nächste große Klinik gegangen. Dummerweise war das ne chirurgische Klinik. Die haben über 12h nur Schmerzmittel verabreicht und nicht die zum Bersten volle Niere im Ultraschall erkannt. Irgendwann kam aber doch einem die Idee, mich in die urologische Klinik zu überweisen und die haben mich dann noch um 20:30Uhr notoperiert.
A. K. schrieb: > Es ändert sich auch nicht nur die Medizin, sondern ebenso die Ansprüche. Die "Explosion der Kosten des Gesundheitswesens" sind ein Artefakt, dessen "Geburt" ziemlich genau datierbar ist. Es begann mit einem SPIEGEL-Titel, in dem das Wachstum der Kosten - die vorher jahrzehntelang mit der selben Rate gewachsen waren, wie das BIP der BRD - durch geschickte Wahl der Achsenteilung zu einer Apokalypse stilisiert waren, die in Kürze die Bonner Republik unter sich begraben würde. Ein gewisser Herbert Ehrenberg, seines Zeichens Arbeitsminister, nahm sich 1977 der Problematik an; Resultat war das Gesetz zur Dämpfung der Ausgabenentwicklung und zur Strukturverbesserung in der gesetzlichen Krankenversicherung (Krankenversicherungs-Kostendämpfungsgesetz - KVKG) vom 27. Juni 1977 - gemessen an dem, was wir heute kennen, eine Lappalie, aber der Anfang. Vorher war nix derartiges. Das strategische Ziel war, die Lohnnebenkosten möglichst niedrig zu halten - an offene Lohnkürzungen traute man sich damals noch nicht...
Frank H. schrieb: > Noch einmal kurz zu den Ansprüchen. Jetzt nicht nur die medizinische > Seite, sondern auch verwaltungstechnisch denke ich, dass ich erwarten > kann, dass z.B. in einem Krankenhaus auf den Datenschutz geachtet wird > und ich nicht beim Reinkommen in einen Behandlungsraum eine halbe Stunde > alleine warte, mit einem Windows 7 Rechner ohne Kennwort, auf dem noch > die Daten des Patienten aufgerufen sind, der vor uns in dem Zimmer war. Hast Du wirklich keine anderen Sorgen, als daß jemand (wer denn außer Dir) die Daten von dem Monitor mißbraucht? Du bringst jemand schwerkrank in's Krankenhaus -aber Dein Augenmerk gilt solchen Lappalien? Weißt Du, welche Daten von Dir auf allen möglichen Rechnern herumfliegen und von jedem Reddel eingesehen werden können? Ich fasse es nicht! :-( ------------------------------------------------------------------------ - Axel L. schrieb: > Um solchen Ärzten mein Leben kompromisslos anzuvertrauen, ist es mir zu > schade. Aber das kannst Du ja anders halten. Du willst um jeden Preis Recht habe? Gut -überhaupt keine Problem: Ich gebe Dir im Voraus für jede der nun von Dir folgenden Ansichten Recht und hoffe, daß Dich das zufrieden stellt. Eines WEISS ich aber mit Sicherheit: Einen ECHTEN Notfall kannst Du noch nicht erlebt haben, sonst kämen nicht laufend solche Parolen... Ab dafür. MfG Paul
Uhu U. schrieb: > Das strategische Ziel war, die > Lohnnebenkosten möglichst niedrig zu halten - an offene Lohnkürzungen > traute man sich damals noch nicht... Ich bin mal gespannt wann die auf den Trichter kommen auch bei Arbeitnehmern ALLE Einkünfte für den Kassenbeitrag anzusetzen. Da würde sehr viel Geld reinkommen und das System würde gerechter werden. Selbstredend hat der Arbeitnehmer diese Beiträge alleine zu entrichten. Dann geht aber die Luzi ab! Bei den Selbständigen wird das übrigens so gehandhabt. LG OXI
Frank H. schrieb: > Wir haben in der Stadt drei Krankenhäuser, die alle etwa gleich weit > entfernt sind. Doch als wir sagten, dass wir gerne in ein bestimmtes > Krankenhaus wollten, wo man ihn schon kannte, wurde es abgelehnt. > "Entweder XZY oder garnicht". Wie schon geschrieben wurde, in einem Notfall gibts keine freie Arztwahl. Hintergrund ist, dass der NA bei der Leitstelle anfrägt, welche KH verfügbar sind. Eventuell waren die anderen KH abgemeldet oder bereits so überfüllt, dass dein Opa nicht als Notfall versorgt werden könnte? > XYZ wollte ich aber nicht, da dort vor wenigen Tagen meine Oma gestorben > ist. Ist verständlich, ein guter NA hätte dann versucht zu erklären, warum es nicht anders geht. Funktioniert natürlich nur, wenn die Stimmung nicht zu aufgeladen ist. Normalerweise redet man dann miteinander und sagt dem Patienten und/oder Angehörigen, dass es deinem Opa nach der Notfallsituationfrei steht, in ein anderes KH zu gehen > Zugegeben bei der Erstuntersuchung war eine kompetente Ärztin in der > Notaufnahme. Doch dann kam irgend ein anderer Arzt zur Schichtübernahme, > den diese Ärztin nicht kannte. Er holte sich dann noch eine > Assistenzärztin dazu. Zusammen gaben die mir zu verstehen, dass mein Opa > eventuell nicht einmal die Nacht überleben wird. Bis dann am nächsten > Tag der Oberarzt sich den Fall angeschaut hat und nur meinte, dass mein > Opa eine Lungenentzündung hat. Und beim EKG bestehe kein Risiko. Drei Köche, eine Meinung. Gerade das Notfallsystem ist völlig überlastet. > Und heute haben die den Vogel abgeschossen. Er sollte zu einer > Untersuchung, von der wir nichts wussten. Er wird abgeholt und zur > entsprechenden Abteilung gebracht. Obwohl überall in seiner Akte die > Allergien stehen, wird er dort gefragt, was die sind. Er sagt, er weiß > das nicht, ich würde es wissen und "nachher" ins Krankenhaus kommen. Auch das ist völlig normal! Wer sagt denn, dass die Akte korrekt ist? Ein Arzt würde grob fahrlässig handeln, wenn er nicht selbst nochmal nachfragt. Du glaubst nicht wie oft ich es erlebt habe, dass der Patient zuerst gar keine Allergien hatte und dann, als der NA da war, ihm plötzlich ganz viele eingefallen sind. > Also entschied sich der Arzt Schwester wer auch immer zu warten. Da > ich meinen Opa telefonisch nicht erreichen konnte, bin ich 2 Stunden > früher ins Krankenhaus gefahren. Auf der Station hat man mir gesagt, > dass mein Opa gerade untersucht wird. Wo oder was wollte man mir (ich > bin sein gerichtlich bestellter Betreuer) nicht sagen. Ich glaube eher, dass die Schwester das nicht wusste. > Darauf hatte ich keine Lust und begab mich auf die Suche. Ich fand ihn > kurze Zeit später. Er lag mit eine Bettlacken zugedeckt direkt unter der > Klimaanlage auf dem Gang. Ohne dass man sich um ihn gekümmert hat, lag > er dort ca. eine Stunde und zitterte wegen der Kälte. Ist leider auch normal geworden. Du glaubst nicht was mit Menschen in Pfelgeheimen passiert, die keine Angehörigen haben, die nach dem rechten schauen :( > Doch wie ist es bei einem Notfall? Kann ich tatsächlich nicht sagen, > dass ich lieber in ein anderes Krankenhaus möchte, wenn es z.B. > medizinisch vertretbar ist? Im Notfall gibt es keinen Unterschied zwischen GKV und PKV. Da brauchst du nicht mal irgend eine Versicherung. Im Notfall entscheidet der NA. Es geht hier nicht nur um medizinisch vertretbar. Wenn ein weiter entferntes KH angefahren wird, wird das Rettungsmittel länger gebunden und steht für andere Notfälle nicht zur Verfügung. Ich wurde schon als First Responder zu relativ weit entfernten Notfällen gerufen, weil keine Rettungsmittel frei waren und der RTW 30min braucht. Ich bin zwar bisher nur 250h als Praktikant auf einem RTW mitgefahren aber ich habe es noch nie erlebt das nicht versucht wurde, auf die Wünsche der Patienten einzugehen. Wenn mehrere Krankenhäuser in etwa gleicher Entfernung liegen und dort auch Platz ist, wird schon versucht die Wunschklinik anzufahren.
Paul B. schrieb: > > ------------------------------------------------------------------------ - > Axel L. schrieb: >> Um solchen Ärzten mein Leben kompromisslos anzuvertrauen, ist es mir zu >> schade. Aber das kannst Du ja anders halten. > > Du willst um jeden Preis Recht habe? Gut -überhaupt keine Problem: > Ich gebe Dir im Voraus für jede der nun von Dir folgenden Ansichten > Recht und hoffe, daß Dich das zufrieden stellt. > > Eines WEISS ich aber mit Sicherheit: Einen ECHTEN Notfall kannst Du > noch nicht erlebt haben, sonst kämen nicht laufend solche Parolen... > > Ab dafür. > > MfG Paul Bei einem echten Notfall mit halbtot, rausguckenden Knochenfragmenten und bewusstlos redet niemand über Krankenhauswahl. Eine Stufe darunter hat man aber die Wahl und von denen habe ich leider mehr als genug erlebt, irgendwie habe ich mir immer Frauen mit Spezialproblemen ausgesucht. Daher weis ich auch definitiv, dass man jederzeit auch als GKV Versicherter eine Chefarztbehandlung innerhalb weniger Minuten bekommt, wenn der Fall nur interessant genug ist. Ich habe leider eher durchwachsene Erfahrungen mit unserem Gesundheitssystem gemacht, und wohl auch ziemlich viele Leute, die das Pech haben, sich häufiger auf unser Gesundheitssystem verlassen zu müssen, und die nicht so obrigkeitsgläubig sind wie Du. Die Agenda der Ärzte kennt man leider nicht, manch einer muss nur seine Zahl an OPs vollkriegen. Als ich übrigens letztes Jahr mit schwerwiegenden Symptomen bei meinem Hausarzt war und der direkt den RTW rief, hat der mir dringend vom nächstliegenden Krankenhaus abgeraten. Wir sind dann etwas weiter gefahren (was offensichtlich kein Problem war), ging aber auch in die Hose. Gruss Axel
Ich lese hier Interessante Betrachtungweisen und vor allem wie es bei euch zu geht. Hier bei uns kommt der RTW und bei unklaren Fällen auch der NA dann seperat. Gelobt sei hier die Auswahl zwischen zwei Unikliniken, eine Unfallklinik mit Hubschrauber für "harte" Fälle und div. andere Krankenhäusern. Das nächste von mir weggelegene ist 2 km und die Wache 3 km. Bisher (Herz) nur positive Erlebnisse mit NA und auch im KH gemacht. Die Frage stellte sich bei mir nie, habe aber von anderen erfahren das die, falls es die Situation zulässt, auch in andere Kliniken fahren. Ein gesundes Wochenende
Dass es auch anders geht, zeigt der Fall vom Vater meines besten Freundes. Er arbeitet als Abteilungsleiter eines Elektro(nik) Konzerns mit dem S. Während er bei uns in der Stadt im Werk war, hat er starke Brustschmerzen bekommen. Anstatt den Notruf zu wählen, hat er den Betriebsarzt angerufen. 3 Minuten später war der Arzt mit den Werkssanitätern vor Ort. Diagnose Herzinfarkt. Direkt in den Krankenwagen des Werkes rein und dann in die private Herzklinik (obwohl das städtische Klinikum näher wäre). Direkt nach der Ankunft wurde er in den OP geschoben und wurde notoperiert. Tilo L. schrieb: > Auch das ist völlig normal! Wer sagt denn, dass die Akte korrekt ist? > Ein Arzt würde grob fahrlässig handeln, wenn er nicht selbst nochmal > nachfragt. Du glaubst nicht wie oft ich es erlebt habe, dass der Patient > zuerst gar keine Allergien hatte und dann, als der NA da war, ihm > plötzlich ganz viele eingefallen sind. Sorry, aber sollte sich nicht genau das mit der neuen Gesundheitskarte ändern? Allergien, Diagnosen, etc. sollten doch irgendwo zentral und auf der Karte gespeichert werden, damit genau solche Nachfragen nicht nötig sind. Und wie du selbst sagst, ein "ich habe nichts, nerven Sie nicht" ist schneller und einfacher ausgeplappert, als die Liste der Allergien. Und wenn der Patient schon auf die Angehörigen verweist, so kann ich im Jahr 2015 erwarten, dass man da einfach mal anruft. Nummer steht übrigens auch zig Mal in der Akte. Tilo L. schrieb: > Im Notfall gibt es keinen Unterschied zwischen GKV und PKV. Da brauchst > du nicht mal irgend eine Versicherung. In der Theorie stimmt es schon, nur wird doch relativ zügig nach dem Eintreffen des Krankenwagens die Krankenkassenkarte verlangt. Tilo L. schrieb: > Funktioniert natürlich nur, wenn die Stimmung nicht > zu aufgeladen ist. Die Stimmung war ehrlich gesagt schon aufgeladen, als die Sanitäter reinkamen und gesehen haben, dass mein Opa das Bewusstsein wiedererlangt hat. So nach dem Motto: Wieso habt ihr uns überhaupt geholt sind die auch mit uns anfangs umgegangen, bis der Notarzt im zweiten Fahrzeug kam. Ich bin ehrlich gesagt auch mit dem Notrufsystem nicht zufrieden. Diesmal war alles Problemlos. Einige Wochen zuvor ist meine Nachbarin (Alkoholikerin) direkt vor meinem Haus gestürzt, hat sich die Nase gebrochen und einige Zähne ausgeschlagen. Ich rufe 112 an. Ganz kurzes Gespräch. Ich sage Wer ich bin, wo ich bin und was passiert ist. Erst Rückfrage: Ist die Frau Ansprechbar? Ja. Will Sie, dass der Krankenwagen kommt. Ich frage die Frau das direkt, die meint Nein. Das bekommt der Operator auf der anderen Seite mit und sagt direkt zu mir, dass wenn die Frau den Krankenwagen nicht will, er auch keinen schicken kann und legt direkt auf. 10 Minuten später kommt der Rückruf, dass ich einen Notfall gemeldet hätte, ob ich denn noch Hilfe benötige. Notruf beim Fall meiner Oma. Meine Mutter hat 112 angerufen und die Lage geschildert. "Wie ist denn Ihr Name?" => "Horn, wie das Horn". Können Sie das bitte buchstabieren..... "Wie ist denn Ihre Rufnummer" => "Die sehen Sie doch", "Ich brauche Ihre Rufnummer" => "Ich kenne die nicht" (ich glaube meiner Mutter, dass sie in dem Moment die eigene Rufnummer vergessen hat). Ohne die Rufnummer wollte der Operator keinen Krankenwagen losschicken. Obwohl die Leitstelle CLIRO hat, wie man bei meiner gestürzten Nachbarin gesehen hat. Wenn das ganze System so schlimm wäre, dann könnte ich es verstehen und damit auch leben. Aber es scheint ja so zu sein, dass es nur bestimmte Kliniken, Sanitäter (Unternehmen) und Personen das Gesundheitssystem verschlechtern. Und da kann ich es schon verstehen, wenn Eltern in den Notaufnahmen auf das Personal losgehen.
> Tilo L. schrieb: >> Auch das ist völlig normal! Wer sagt denn, dass die Akte korrekt ist? >> Ein Arzt würde grob fahrlässig handeln, wenn er nicht selbst nochmal >> nachfragt. Du glaubst nicht wie oft ich es erlebt habe, dass der Patient >> zuerst gar keine Allergien hatte und dann, als der NA da war, ihm >> plötzlich ganz viele eingefallen sind. > Frank H. schrieb: > Sorry, aber sollte sich nicht genau das mit der neuen Gesundheitskarte > ändern? Allergien, Diagnosen, etc. sollten doch irgendwo zentral und auf > der Karte gespeichert werden, damit genau solche Nachfragen nicht nötig > sind. Und wie du selbst sagst, ein "ich habe nichts, nerven Sie nicht" > ist schneller und einfacher ausgeplappert, als die Liste der Allergien. > Und wenn der Patient schon auf die Angehörigen verweist, so kann ich im > Jahr 2015 erwarten, dass man da einfach mal anruft. Nummer steht > übrigens auch zig Mal in der Akte. Bisher unterschiedet sich die neue Karte nicht. Die Karte hat zwar einen Bereich für Notfalldaten, wird aber noch nicht genutzt. > Tilo L. schrieb: >> Im Notfall gibt es keinen Unterschied zwischen GKV und PKV. Da brauchst >> du nicht mal irgend eine Versicherung. > In der Theorie stimmt es schon, nur wird doch relativ zügig nach dem > Eintreffen des Krankenwagens die Krankenkassenkarte verlangt. Weil da die Patientendaten drauf sind. Ist einfacher als alles von Hand abzuschreiben. Ausserdem wird schon versucht, den Einsatz über die Kasse abzurechnen. Wenn das nicht geht kommen dann die Alternativen. > Tilo L. schrieb: >> Funktioniert natürlich nur, wenn die Stimmung nicht >> zu aufgeladen ist. > > Die Stimmung war ehrlich gesagt schon aufgeladen, als die Sanitäter > reinkamen und gesehen haben, dass mein Opa das Bewusstsein wiedererlangt > hat. So nach dem Motto: Wieso habt ihr uns überhaupt geholt sind die > auch mit uns anfangs umgegangen, bis der Notarzt im zweiten Fahrzeug > kam. Das ist mit Sicherheit nicht professionell. Hat eventuell mit der Einsatzmeldung zu tun. Leider ist es heute so, dass viele wegen einem kleinen Kratzer den Rettungsdienst rufen oder zu faul sind zum Arzt zu gehen. Auf der andern Seite gibt noch viele der älteren Generation, die erst dann anrufen, wenn der Arm schon ab ist. > Ich bin ehrlich gesagt auch mit dem Notrufsystem nicht zufrieden. > Diesmal war alles Problemlos. Einige Wochen zuvor ist meine Nachbarin > (Alkoholikerin) direkt vor meinem Haus gestürzt, hat sich die Nase > gebrochen und einige Zähne ausgeschlagen. Ich rufe 112 an. Ganz kurzes > Gespräch. Ich sage Wer ich bin, wo ich bin und was passiert ist. Erst > Rückfrage: Ist die Frau Ansprechbar? Ja. Will Sie, dass der Krankenwagen > kommt. Ich frage die Frau das direkt, die meint Nein. Das bekommt der > Operator auf der anderen Seite mit und sagt direkt zu mir, dass wenn die > Frau den Krankenwagen nicht will, er auch keinen schicken kann und legt > direkt auf. 10 Minuten später kommt der Rückruf, dass ich einen Notfall > gemeldet hätte, ob ich denn noch Hilfe benötige. Alkoholiker sind im Bezug auf Notfälle eine üble Sache. Man darf keinen Patienten gegen seinen Willen mitnehmen, so fern die Person zurechenungsfähig ist. Letzteres muss mit der Polizei festgestellt werden. ein Arzt darf niemanden einweisen. Das darf nur die Polizei und dann auch nur für 24h. Spätestens dann muss ein Richter entschieden. Die Polizei wird sich natürlich an der Aussage des Arzts orientieren. Ich kann das Verhalten des Disponnenten nicht ganz verstehen. Rettungsmittel sind leider knapp. Das hat sich in den letzten Jahren durch die falschen Notfälle fauler Menschen leider verschlimmert. Vielleicht hatte er nur noch ein oder kein Rettungsmittel verfügbar, welches er für größere Notfälle freihalten wollte? Mit einer Alkoholikerin bindest du in so einer Situation einen Rettungswagen, Notarzt und Polizei für gut 2h. Eventuell kam der Rückruf, weil wieder Fahrzeuge frei waren (oder wegen einem schlechtem Gewissen)? > Notruf beim Fall meiner Oma. Meine Mutter hat 112 angerufen und die Lage > geschildert. "Wie ist denn Ihr Name?" => "Horn, wie das Horn". Können > Sie das bitte buchstabieren..... "Wie ist denn Ihre Rufnummer" => "Die > sehen Sie doch", "Ich brauche Ihre Rufnummer" => "Ich kenne die nicht" > (ich glaube meiner Mutter, dass sie in dem Moment die eigene Rufnummer > vergessen hat). Ohne die Rufnummer wollte der Operator keinen > Krankenwagen losschicken. Obwohl die Leitstelle CLIRO hat, wie man bei > meiner gestürzten Nachbarin gesehen hat. Die Leitstellen haben sogar etwas mehr. Die bekommen auch die Daten der Funkzellen für Personenortung im Notfall. > Wenn das ganze System so schlimm wäre, dann könnte ich es verstehen und > damit auch leben. Aber es scheint ja so zu sein, dass es nur bestimmte > Kliniken, Sanitäter (Unternehmen) und Personen das Gesundheitssystem > verschlechtern. Und da kann ich es schon verstehen, wenn Eltern in den > Notaufnahmen auf das Personal losgehen. Kann ich bei der ARGE sogar noch mehr verstehen. Das Hauptproblem ist, dass das Gesundheitssystem im Bereich Rettungsdiesnt total überlastet ist. Mit eine Ursache ist, dass bestimme 2/3 der Einsätze keine Notfälle sind. Der Abtransport mit Blaulicht ist die absolute Ausnahme. Bei einigen Nicht-Notfällen war die psychische Belastung der Betroffenen groß oder die Situation konnte nicht eingeschätzt werden (wie auch als Laie). Oft hat man aber folgende Situation: "Ihnen tut also seit 2Monaten der Rücken weh. Was hat sich geändert, dass Sie jetzt um 4Uhr Nachts den Rettungsdienst rufen?" Da bleiben die echten Notfälle auf der Strecke und das Personal ist frustriert. Hinzu kommt, dass gerade der Rettungsdienst von ehrenamtlichen Mitarbeitern lebt. Auf meiner nächstne Wache sind bestimmt 1/3 ehrenamtlich. Nur dadurch können die Festangestellten ein etwas höheres Gehalt bekommen, was meiner Meinung nach für die Arbeit viel zu wenig ist. Ohne Ehrenamtliche würde gar nichts mehr gehen, amn würde gar nicht das mehr an benötigten Personal bekommen, dass für so wenig Geld arbeitet. Zumindest bei den Menschen die ich bisher kennengelernt habe, machen mind. 80% ihre Arbeit gerne und helfen gerne anderen Menschen, sind freundlich und versuchen die Patienten würdevoll zu behandeln.
@Axel L., >... und es gibt auch viele, die nur mit Ach und Krach durch die Prüfungen >gekommen sind (wie auch solche, die einfach nur gut auswendig lernen >können und ansonsten vollkommene Fachidioten). >Ich habe leider eher durchwachsene Erfahrungen mit unserem >Gesundheitssystem gemacht, >Als ich übrigens letztes Jahr mit schwerwiegenden Symptomen bei meinem >Hausarzt war und der direkt den RTW rief, hat der mir dringend vom >nächstliegenden Krankenhaus abgeraten. Wir sind dann etwas weiter >gefahren (was offensichtlich kein Problem war), ging aber auch in die >Hose. Im Prinzip ist es doch völlig egal, in welches Krankenhaus du kommst. Sind doch nach deiner umfangreichen Erfahrung sowieso alles inkompetente Idioten.
Fatal E. schrieb: > @Axel L., > >>... und es gibt auch viele, die nur mit Ach und Krach durch die Prüfungen >>gekommen sind (wie auch solche, die einfach nur gut auswendig lernen >>können und ansonsten vollkommene Fachidioten). > >>Ich habe leider eher durchwachsene Erfahrungen mit unserem >>Gesundheitssystem gemacht, > >>Als ich übrigens letztes Jahr mit schwerwiegenden Symptomen bei meinem >>Hausarzt war und der direkt den RTW rief, hat der mir dringend vom >>nächstliegenden Krankenhaus abgeraten. Wir sind dann etwas weiter >>gefahren (was offensichtlich kein Problem war), ging aber auch in die >>Hose. > > Im Prinzip ist es doch völlig egal, in welches Krankenhaus du kommst. > Sind doch nach deiner umfangreichen Erfahrung sowieso alles inkompetente > Idioten. Das ist wie bei den Ingenieuren auch, nur 10% sind richtig gut, 10% sind lebensgefährlich. Für eine einfache Grippe sind die restlichen 80% ok, aber die letzten 10% versauen sogar das und im wirklichen Notfall sollte man versuchen, an die oberen 10% zu kommen. Wer nur den Weisungen des Notarztes folgt ohne eigene Initiative, bekommt im Normalfall die 80%, wenn man Pech hat die unteren 10%, aber niemals die top 10%. Das kann aber zu wenig sein. Aber im Prinzip muss ich ja Typen wie Dir und Paul dankbar sein, ihr beschäftigt die mittelprächtigen Ärzte und lasst die anderen frei. Gruss Axel
> Freie Krankenhauswahl?
Freie Wahl der Kleistertöpfe durch die bewaffneten Pinsel!
>Das ist wie bei den Ingenieuren auch, nur 10% sind richtig gut, 10% sind >lebensgefährlich. Für eine einfache Grippe sind die restlichen 80% ok, >aber die letzten 10% versauen sogar das und im wirklichen Notfall sollte >man versuchen, an die oberen 10% zu kommen. Hast du dir dann eigentlich eine App anhand der Dienstpläne geschrieben, wann du in welches KH gehst, um immer sicher die Koryphäen zu erwischen? Oder ist dein Spezialkrankenhaus nur von Genies bevölkert?
Frank H. schrieb: > War es denn auch immer so, dass in den Notaufnahmen riesengroße > Wartezimmer eingerichtet sind, in denen die Patienten und Angehörigen > warten sollen - oft über Stunden. zumindest war es so schon vor über 25 Jahren. Schwiegermutter hatte einen großen Cut über der Augenbraue vom Brillenglas, Wartzeit >5h mit Cut, meine Frage nach Erstbehandlung wurde beantwortet, sie hätte ja bei der Aufnahme ein Tuch bekommen zum Abdrücken.
Michael K. schrieb: > Und diese Behauptung: >> Oft genug weisen Krankenhäuser Rettungswagen mit >> Patienten ab, weil sie keinen Bock auf die Geldausgabe für >> Notfallpatienten haben > kasst du sicher irgendwie belegen! http://www.aerzte-pfusch.de/Opfer/07/Irrfahrt_kein_KKH_hilft_Tochter_tot_060307.html http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/der-lange-weg-zur-notaufnahme-id7804598.html http://www.fpoe-noe.at/news-detail/news/fp-huber-todesopfer-nach-kran/
Axel L. schrieb: > Na, vielleicht solltet ihr erstmal untereinander ausmachen, wer das nun > entscheidet. Das müssen wir nicht untereinander entscheiden, dafür gibt es Kompetenzen, die regional und von Fall zu Fall natürlich verschieden sein können. > Allerdings finde ich es fast schon lustig, dass das irgendwer anders > entscheiden sollte als der Patient, bzw. sein Vertreter. Schon die > Vorstellung ist irgendwie abstrus. Dann entscheidest du auch selbst, welche Krankheit du hast und welche Medikamente du nimmst? Was nun? > Die Agenda der Ärzte kennt man leider nicht, oder > manch einer muss nur seine Zahl an OPs vollkriegen. Wenn du keine Ahnung hast, warum dann so eine Aussage? Michael B. schrieb: >>> Oft genug weisen Krankenhäuser Rettungswagen mit >>> Patienten ab >> kasst du sicher irgendwie belegen! > http://www.aerzte-pfusch.de/Opfer/07/Irrfahrt_kein_KKH_hilft_Tochter_tot_060307.html > http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/der-lange-weg-zur-notaufnahme-id7804598.html Okay, zwei Fälle in den letzten 8 Jahren in Dtl. Bei deutlich über 5 Mio. Einsätzen p.a. sind das also 5e-6 % leidlich dokumentierte Fälle, und das als Beweis für eine Aussage, die mit "oft genug" beginnt :-) Aber da deine gesamten Erfahrungen ja von Nachbarn, Omas, etc. sind brauchen wir auf diesem Stammtischniveau nicht weiter zu diskutieren. Sicher werden z.T. Fehler gemacht, aber die gibt es in allen Lebensbereichen und für deine Verallgemeinerungen gibt es keine Grundlage. Also reg dich nciht auf, lies nochmal die Beiträge von Tilo L. (katagia) in Ruhe und sei froh dass es in Dtl. so ein gutes Gesundheitssystem gibt.
Michael K. schrieb: > sei froh dass es in Dtl. so ein gutes Gesundheitssystem > gibt. Ein Selbstbedienungsladen ist das. Stell Dir mal vor eine Imbissbudenmafia teilt sich die Region auf und erlaubt pro Bezirk nur eine Bude. Resultat: Hohe Preise, mässige Qualität und die Kunden stehen sich die Beine in den Bauch. Genau so läuft das aber im Gesundheitswesen. Jetzt wollen sie auch noch den freien Hebammen die Berufsausübung unmöglich machen damit WER noch mehr Geld kassieren kann? Unser Gesundheitswesen ist ein tiefer Sumpf. Von den Krankenkassen will ich gar nicht erst reden. LG OXI
OXI T. schrieb: > Hohe Preise, mässige Qualität Aha. > Ein Selbstbedienungsladen ist das. Du verarztest dich also im KH selbst. Ich stelle mir gerade vor, wie du dir einen Tumor aus dem Hirn pulst...
Michael K. schrieb: > Axel L. schrieb: >> Na, vielleicht solltet ihr erstmal untereinander ausmachen, wer das nun >> entscheidet. > Das müssen wir nicht untereinander entscheiden, dafür gibt es > Kompetenzen, die regional und von Fall zu Fall natürlich verschieden > sein können. > >> Allerdings finde ich es fast schon lustig, dass das irgendwer anders >> entscheiden sollte als der Patient, bzw. sein Vertreter. Schon die >> Vorstellung ist irgendwie abstrus. > Dann entscheidest du auch selbst, welche Krankheit du hast und welche > Medikamente du nimmst? Wenn ich an der Diagnose des Arztes Zweifel habe, suche ich mir eine zweite Meinung. Und Medikamente nehme ich nur, wenn mir die Einnahme sinnvoll erscheint. Ansonsten siehe 1. Grundsätzlich gibt es immer die Möglichkeit Fragen zu stellen, damit kann man so manchen Arzt aus der Reserve locken. Aber am Ende entscheide ich immmer selbst, welche Therapie ich bekomme und welche nicht. Wenn ich mit dem Arzt nicht klarkommme, verlasse ich so eine Praxis oder Krankenhaus sofort. Letztlich ist es mein Leben und meine Gesundheit (oder schlimmer, die meiner Kinder) um die es geht und da will ich mir nicht mehr vorwerfen lassen, ich wäre zu gutgläubig und vertrauensselig gewesen. Das hat es leider schon gegeben, das wird aber nicht mehr passieren. > > Was nun? >> Die Agenda der Ärzte kennt man leider nicht, > oder >> manch einer muss nur seine Zahl an OPs vollkriegen. > Wenn du keine Ahnung hast, warum dann so eine Aussage? Ich bin schon lange genug auf der Welt, und habe dank dreier Kinder mehr als genug Erfahrungen mit Ärzten und Krankenhäusern gemacht, um das beurteilen zu können. Und statistisch gesehen werden in einigen Landkreisen z. B. Kinder acht mal so oft an den Mandeln operiert wie in anderen. Da die Kinder sich nicht so stark unterscheiden, macht es als Eltern folglich durchaus Sinn, eine solche Operation zu hinterfragen. Und manches wird einfach unterschiedlich eingeschätzt. Ich kann mich an einen Arzt erinnern, der das Risiko einer Fruchtwasseruntersuchung mit "nur" 3% bezifferte. Ich finde eine Wahrscheinlichkeit von 3%, dass mein Kind stirbt, ganz schön hoch und habe das komplett anders bewertet. Ähnlich sieht das bei Vollnarkosen aus. Gruss Axel
Axel L. schrieb > Da die Kinder sich nicht so stark unterscheiden, macht es als > Eltern folglich durchaus Sinn, eine solche Operation zu hinterfragen. Und, hast du es hinterfragt? Oder dir nur polemisch eine Meinung gebildet? Axel L. schrieb > Wow, das ist ja fast so lang wie mein erste Hilfe Kurs. > Aber im Ernst, würdest Du dich nach einer 80 Stunden Vorlesung in HF > Technik als HF-Ingenieur bezeichnen, dem Du Dein Leben anvertrauen > würdest ? Hier legst du Wert auf eine tiefgründige Ausbildung und machst dich lustig über die "nur" 80 Stunden eines Zusatzkurses und dann > Und Medikamente nehme ich nur, wenn mir die Einnahme sinnvoll erscheint. > am Ende entscheide ich immmer selbst, welche Therapie ich bekomme und > welche nicht. bildest du dir ein, allein aus deiner Lebenserfahrung die Entscheidungen eines Arztes anzweifeln zu können? Warum gehst du dann überhaupt noch (selbst oder mit deinen Kindern) zum Arzt, wenn du sowieso alles allein entscheidest und dir dein Leben so lieb ist und schließlich bist du > schon lange genug auf der Welt [...] um das beurteilen zu können. (Übrigens interesante Einstellung, dann bist du aufgrund deines Alters sicher nicht nur Mediziner, sondern auch Fachmann für Juristerei, 3-Sterne-Koch, Pilot und Profifussballer :-) )
Michael K. schrieb: > Axel L. schrieb >> Da die Kinder sich nicht so stark unterscheiden, macht es als >> Eltern folglich durchaus Sinn, eine solche Operation zu hinterfragen. > Und, hast du es hinterfragt? Oder dir nur polemisch eine Meinung > gebildet? Meine Kinder haben ihre Mandeln noch, keines hat irgendwelche besonderen diesbezüglichen Krankheiten. Aber ganz ogffensichtlich hast Du den Hintergrund meines Beispieles nicht verstanden. > > Axel L. schrieb >> Wow, das ist ja fast so lang wie mein erste Hilfe Kurs. >> Aber im Ernst, würdest Du dich nach einer 80 Stunden Vorlesung in HF >> Technik als HF-Ingenieur bezeichnen, dem Du Dein Leben anvertrauen >> würdest ? > Hier legst du Wert auf eine tiefgründige Ausbildung und machst dich > lustig über die "nur" 80 Stunden eines Zusatzkurses > und dann >> Und Medikamente nehme ich nur, wenn mir die Einnahme sinnvoll erscheint. >> am Ende entscheide ich immmer selbst, welche Therapie ich bekomme und >> welche nicht. > bildest du dir ein, allein aus deiner Lebenserfahrung die Entscheidungen > eines Arztes anzweifeln zu können? > Warum gehst du dann überhaupt noch (selbst oder mit deinen Kindern) zum > Arzt, wenn du sowieso alles allein entscheidest und dir dein Leben so > lieb ist und schließlich bist du >> schon lange genug auf der Welt [...] um das beurteilen zu können. Cool, da hast Du jetzt also den ganzen langen Thread durchgearbeitet, nur um Deine Obrigkeitshörigkeit und Titelgläubigkeit untermauern zu können ? Aber um Deine Frage zu beantworten: Ich kann entscheiden, wann ich eine zweite Meinung brauche. Gruss Axel
Michael K. schrieb: > Warum gehst du dann überhaupt noch (selbst oder mit deinen Kindern) zum > Arzt, wenn du sowieso alles allein entscheidest und dir dein Leben so > lieb ist und schließlich bist du Ich denke, dass es wohl daran liegt, dass man nicht mal eben in die Apotheke gehen und sich alle möglichen Medikamenten besorgen kann. Grundsätzlich finde ich es schon nicht schlecht, wenn man sich Gedanken über den Sinn bzw. die Sinnlosigkeit von irgendwelchen Maßnahmen Gedanken macht, sich informiert oder sich auch mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten einholt. Und was Medikamente oder Therapieformen angeht, so gibt es durchaus unterschiedliches. Aber stattdessen wird auf 0815 Behandlungsformen zurückgegriffen, da diese wohl einfacher für den Arzt sind. So wird z.B. mit dem Hammer eines Breitbandantibiotikums draufgehauen, wenn etwas infiziert ist, statt zu differenzieren.
Schlimm. Anmaßung und Selbstüberschätzung in Reinstform. Gute Besserung... -Paul-
Paul B. schrieb: > Schlimm. > Anmaßung und Selbstüberschätzung in Reinstform. > > Gute Besserung... > > -Paul- Paul, ich weis, als gelernter DDR-Bürger tust Du das, was man Dir sagt. Ist für Dich sicher auch ok. Aber man muss das nicht, viele Menschen haben zwischen den Ohren so ein Teil zum selber Denken. Gruss Axel
Axel L. schrieb: > Paul, ich weis, als gelernter DDR-Bürger tust Du das, was man Dir sagt. > Ist für Dich sicher auch ok. Wenn DU auf offener Straße einen Herzinfarkt erleidest, dann diskutierst DU mit NIEMANDEM, der Dir hilft über IRGENDETWAS Das ist so sicher, wie das "Amen" in der Kirche. Axel L. schrieb: > Aber man muss das nicht, viele Menschen haben zwischen den Ohren so ein > Teil zum selber Denken. Viele. Nicht alle! -Paul-
Paul B. schrieb: > Axel L. schrieb: >> Paul, ich weis, als gelernter DDR-Bürger tust Du das, was man Dir sagt. >> Ist für Dich sicher auch ok. > > Wenn DU auf offener Straße einen Herzinfarkt erleidest, dann diskutierst > DU mit NIEMANDEM, der Dir hilft über /IRGENDETWAS/ > Das ist so sicher, wie das "Amen" in der Kirche. > Darum geht es doch schon lange nicht mehr. > Axel L. schrieb: >> Aber man muss das nicht, viele Menschen haben zwischen den Ohren so ein >> Teil zum selber Denken. > > Viele. Nicht alle! > > -Paul- Du brauchst es ja nicht, tust ja immer, was man Dir sagt. Gruss Axel
Axel L. schrieb: > Darum geht es doch schon lange nicht mehr. Es ging von Anfang an um einen Notfall, aber Du gibst hier den unerschrockenen Helden, der sich trotz schwerster körperlicher Einschränkungen den anmaßenden Ärzten in den Weg stellt. Laß Dich untersuchen -es ist dringend nötig -nein, nicht vom Allgemeinmediziner! Paul
Fatal E. schrieb: > Im Prinzip ist es doch völlig egal, in welches Krankenhaus du kommst. man muss nur oft genug reinkommen und lange genug bleiben um sich sicher MRE einzufangen. Axel L. schrieb: > Und statistisch gesehen werden in einigen > Landkreisen z. B. Kinder acht mal so oft an den Mandeln operiert wie in > anderen. Da die Kinder sich nicht so stark unterscheiden, macht es als > Eltern folglich durchaus Sinn, eine solche Operation zu hinterfragen. Seit Igel ist es aber schwer nicht immer dieselbe sinnlose Antwort zu erhalten. Frank H. schrieb: > So wird z.B. > mit dem Hammer eines Breitbandantibiotikums draufgehauen, wenn etwas > infiziert ist, statt zu differenzieren. auch das habe ich leider zu oft erlebt und jedesmal Bauchweh wenn nur 5 Tagesdosen verordnet werden, ich kenne min. über 10 Tage und weiss nicht ob ich mit 5 Tagesdosen nicht selber MRE erzeuge.
Paul B. schrieb: > Axel L. schrieb: >> Darum geht es doch schon lange nicht mehr. > > Es ging von Anfang an um einen Notfall, aber Du gibst hier den > unerschrockenen Helden, der sich trotz schwerster körperlicher > Einschränkungen den anmaßenden Ärzten in den Weg stellt. > > Laß Dich untersuchen -es ist dringend nötig -nein, nicht vom > Allgemeinmediziner! > > Paul Hatte ich doch schon in Beitrag "Re: Freie Krankenhauswahl?" was zu geschrieben. Also, was soll der Scheiss ? Gruss Axel
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