Step-Up-Regler auswählen

Gast #275844
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Hi!

Habe absolut keine Erfahrung mit Schaltreglern. Habe aus div. Beiträgen
hier schon die sprut.de-Seite gefunden und schon einen Einblick
erhalten.
Konkretes Problem, welches mich zur Nachschulung zwingt: Ich möchte
einen LED-Strip (Osram) über Batterie betreiben. Nötige Spannung:
24VDC. Der Strom variiert entsprechend der Länge des Strips. Das kann
schon mal auf 3A ansteigen. Akkulebensdauer ist im Prinzip
vernachlässigbar. Das Gerät soll nur kurz über Taster eine Test
ermöglichen, kein Dauerbetrieb. Das ganze sollte aber noch als mobiles
Handgerät durchgehen. Eine simple Reihenschaltung von Blei-Gel-Akkus
kommt also wegen Baugröße und Gewicht nicht in Frage.
Dachte also an eine Versorgung mit einer Batterie aus z.B. 4 bis 8
Zellen a 1,5V.

Für einen Neuling im Gebiet Schaltregler ist es schwierig einen
Überblick über den Markt zu bekommen. Gibt es soetwas wie einen
Universal-Regler, der z.B. wie der 741 bei den OPAmp als Klassiker
genommen wird?
Was würdet Ihr empfehlen?

Und noch etwas: Was mal auf der Linear-Tech-Seite. Welches Kriterium
ist denn der "Switch current"? Ist es der maximal schaltbare Strom
des Chips, der beim Schalten der Drossel entstehen darf? Aber wieso ist
dieses Kriterium so viel wichtiger als der maximal mögliche
Ausgangsstrom? Wie bestimme ich denn nun, welche Eigenschaften der
Regler haben muß, wenn ich z.B. aus 6V inp 24V/1A outp haben möchte?

Danke für die Geduld beim Lesen und für Eure Antworten
Gralf
Gast #275847
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Für so was braucht man doch kein spezial IC.

Ich habe das mit einem Tiny15 gemacht, der macht aus 3,6V Lipo 32V.
Allerdings in meiner Auslegung nur 25mA, da er 9 LED's in Serie an
einer Zelle betreiben soll. Für mehr Strom muss man einfach Mosfet,
Spule und Diode anpassen... oder man lädt einen Elko auf wenn's nur
für einen Blitz sein soll.

Robert
Gast #275848
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@Robert
Mehr als ein Blitz sollte es schon sein. Geht halt darum zu prüfen, ob
eine LED-Installation korrekt funktioniert ohne erst das komplette
Steuersystem aufzubauen. Ein paar Sekunden sollte die LED schon
leuchten und der Akku/Kondensator schon für sehr viel mehr als nur ein
Blitz reichen.
Aber wie machst Du es denn mit einem AVR? Im Prinzip bildest Du doch
über Software einen Schaltregler nach, denn Spule/Kondensator/Diode
mußt Du doch auch beim AVR extern anschließen. Das finde ich dann doch
für den Zweck etwas oversized. Wenn bereits ein µC im Projekt wäre, ok,
aber es soll eigentlich nicht komplexer als eine Taschenlampe werden.
Will mit dem Schaltregler nur Batterien und damit Gewicht einsparen.

gralf
Gast #275849
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Hallo Gralf,

zu deinen Fragen oben:

a) warum ist der switched current (bzw. current limit, peak current)
wichtig?
Das ist max. Strom durch die Induktivität, d.h. du must eine zum peak
current passende Induktivität nehmen. Der peak current ist immer größer
als der max. Ausgangsstrom des Wandlers. Wenn deine Induktivität weniger
Strom verträgt funktioniert der Wandler nicht! (Bzw. er erfüllt seine
Spezifikation nicht mehr) Das liegt daran, dass der Kern der
Induktivität in die Sättigung geht und plötzlich der Wert deiner
Induktivität in den Keller fällt. Damit schiesst der Strom durch die
Induktivität in die Höhe und entweder greift die Strombegrenzung des
Wandlers oder er haucht sein Leben aus... :-(

b) µA741 der DC/DC Wandler?
Gibt es nicht, da die Anforderungen zu vielfältig sind.

c) Welchen nehmen?
Du hast praktisch keine Anforderungen an die Qualität der
Ausgangsspannung, daher kannst du praktisch jeden DC/DC der deine
Spezifikation gemäss Eingangsspannung / Ausgangsspannung und
Ausgangsstrom erfüllt nehmen.

d) Hersteller
Alle grossen Halbleiterhersteller. Maxim, Linear Technology, National,
ST, TI usw.
Gast #275850
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die Application note Nr. 19 von www.linear.com ist sehr umfangreich, 72
Seiten, es geht um den Schaltregler LT1070
Sehr lesenswert vor allem die 13 dümmsten Fehler beim Entwurf von
Schaltreglern

z.B. Nr.12: Didn't Read the Datasheet --- Then you shall have no pie.

wer das Datenblatt nicht liest bekommt keinen Kuchen

oder Nr. 9:die Verwendung ungeeigneter Dioden

LT1070 will eat 1N4001 ... and not even burp
er rülpst nicht mal, wenn er sie frißt

aber der Rest ist durchaus ernsthaft
Gast #275851
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LM2585ADJ wäre mein Regler bei deinem Problem. Sehr einfach aufzubauen,
schafft die 3A, kleinste Eingangsspannung 4 Volt, also gut mit
Batterien zu betreiben. Aber die anderen Bauteile müssen auch
ordentlich sein..
Gast #275852
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2 Vorschläge:
 -  falls besonderes Interesse am Basteln und Kennenlernen von
Schaltreglern besteht, dann kannst du den im Anhang (hier auch Hinweis
auf Originalliteraturstelle) befindlichen Schaltregler nachbauen. Läuft
bei mir für ein Notebook an einer 12V KFZ –steckdose  problemlos.
-  nimm einen fertigen 12V KFZ Schaltregler für Notebook. Gibt es z.B.
bei Reichelt für 20€-- 70W oder 30€ -- 120W.
MfG
Wolfgang
Angehängte Dateien:
Gast #275853
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@Gralf
tiny15 habe ich genommen, da billig klein, (8Polig) und per software
flexibel anpassbar. Streng genommen kannst du dann quasi alles selbst
beeinflussen, was bei all den speziellen Lösungen nicht geht.

Mit Blitz meinte ich einen kurzen Moment, wie Kurz dieser ist hängt
ausschließlich von deiner Dimensionierung ab.

Robert
Gast #587564
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Hallo

Forsche momentan im Gebiet der Step-Up. Habe mir auch schon einen 
solchen selbst versucht zu bauen. Als Hilfe diente mir folgende Seite:
http://schmidt-walter.fbe.fh-darmstadt.de/smps/smps.html#Spw 
(Aufwärtswandler)

Bin aber mit dieser Schaltung auf Max. 150VDC gekommen (praktisch). Ich 
benötige aber einen Step_up mit einer Ausgangsspannung von 450VDC und 
einem möglichst grossen Strom (0.02A).
Zurzeit ist die Verzweiflung gross..... :-( ich komme einfach nicht 
weiter.

Die vielen IC`s die hier gennant wurden sind meist nicht für eine so 
hohe Ausgangsspannung ausgelegt... kann mir jemand Einen empfehlen den 
ich in der Schweiz erwerben kann und mit dem ich nicht all zu 
kompliziert an meine Werte komme.


Input: 12-24VDC
Output 450VDC
Iout: So gross wie möglich... denke mal so an 0.025

Würde mich über jeden Tipp freuen.
Gast #587749
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@Läubi (Gast)

...Robert hast du Software/aussenbeschaltung eventuell verfügbar? Weil 
son
Tiny kommt bald günstiger als ein "richtiger" Wandler...

Der tiny allein ist aber noch kein fertiger Wandler!


@Urs:

Da geht jeder, der für Step-up geeignet ist. Weil du für die 
Spannungsrückführung einen Spannungsteiler einsetzen kannst.
Bei richtiger Dimenionierung aller Bauteile sind deine Daten kein 
Problem. Es sind ja nur ~12Watt.
Aber sehr entscheidend ist der Primärkreis, hier fließen relativ hohe 
Ströme.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass dieser Wandlertyp für 12V=>450V 
(sehr ungünstiges Verhältnis) ungeeignet ist, da ein 
Betriebstastverhltnis von
Ua             1
---- =   ------------
Ue          1 - d

=> d = ~97% doch bei den meisten IC's aus nicht drin ist (gehen nur bis 
~90%) und auch nicht ratsam.

Ich würde dir eher eine andere Topologie vorschlagen, in der du mittels 
eines Trafos das Übersetzungsverhältnis angleichen kannst, also zB auf 
der Seite in deinem Post, der Sperrwandler, oder einfacher zu bauen, 
einer von den Flußwandlern..

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