Forum: Offtopic Innenrohrtemperatur eines wasserdurchflossenen Rohres errechnen


von Sarah E. (meneymaus)


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Hey Leute,

ich möchte den Wärmeübergangskoeefizienten eines wasserdurchflossenen 
Kupferrohres ermitteln.
Das Rohr wird durch einen Induktor erwärmt. Dieser besteht aus 8 
Windungen und genau in der Mitte messe ich per Pyometer die 
Außenwandtemperatur.


Ich weiß

- die Wassereingangstemperatur
- die Wasserausgangstemperatur
- die Außenrohrtemperatur in der Mitte des Induktors

Mit Hilfe der Rohrein- und Rohrausgangstemperatur kann ich die Leistung 
ermitteln.


Ist es möglich mit diesen Angaben die Rohrinnentemperatur zu errechen?



LG Sarah

von Klempner Fritz (Gast)


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Qpunkt = mpunkt  m  c *deltatheta

Qpunkt => Wärmestrom = dQ/dt
mpunkt => Massestrom
c      => Spez Kap. von Wasser
deltatheta => Temperaturunterschied

von Klempner Fritz (Gast)


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Klempner Fritz schrieb:
> Qpunkt = mpunkt  m  c *deltatheta

Qpunkt = mpunkt*c*deltatheta

So muss es natürlich heißen.

von Sarah E. (meneymaus)


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Danke für die Antwort.

Mit der Formel bestimme ich den Wärmestrom des Kühlwassers.

Aber wie kann so die Rohrinnenwandtemperatur ermittelt werden? Oder ist 
das aus den gegebenen Angaben nicht herleitbar?



LG Sarah

von Pandur S. (jetztnicht)


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Bei einer laminaren Stroemung wird nicht der ganze Querschnitt 
gleichmaessig erwaermt.
Bedeutet, allenfalls muss man das Wasser mehrmals durchlassen um alle 
Waerme abzufuehren. Bei einem Kreiskuehler. Oder mit hoeherer Fluss 
Geschwindigkeit arbeiten.

Vereinfacht : Die gezeigten Rechnungen sind das theoretische Maximum an 
Kuehlung. Allenfalls wird das Rohr heisser wie errechnet.

von Klempner Fritz (Gast)


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Ah ok tut mir Leid, dann hab ich das falsch verstanden ich dachte es 
geht darum die Wassertemperatur mit den Daten zu ermitteln.
Man kann natürlich jetzt noch den Wärmeübergang zwischen Wasser und Rohr 
mit einbeziehen.. Dann Wärmemenge Innenrohr minus die, durch das 
Wasserabgeführte, Wärmemenge und dann auf die Temperatur schließen.

Geht bestimmt, aber ich bin überfragt.

von Klempner Fritz (Gast)


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Und ja jetzt nicht hat natürlich recht, das ganze muss korrekt mit 
Diffenrenzialgleichungen beschrieben werden -> E-Funktionen als Lösung.

Meine Rechnungen sind stark vereinfacht und beziehen keinerlei 
Zeitverhalten mit ein.

von Harald W. (wilhelms)


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Sarah E. schrieb:

> Ist es möglich mit diesen Angaben die Rohrinnentemperatur zu errechen?

Sicherlich kann man diesen Wert einfach über die Wärmedurchgangszahl
errechnen. Der Abweichungen zwischen Rohraussen- und Rohrinnentempe-
ratur dürfte aber so gering sein (irgerndwo im mK-Bereich) das man
sie getrost vernachlässigen kann.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Ich denk die Rohrinnen- und -aussentemperatur fuer ein Kupferrohr werden 
etwa identisch sein. Wenn die Waerme aufgrund der Induktion im Kupfer 
deponiert wird, steigt dessen Temperatur soweit, bis das Wasser im 
Steady State die Waerme abfuehrt. Und die wird hoeher sein, als mit 
einer kalorischen Rechnung errechenbar.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>ich möchte den Wärmeübergangskoeefizienten eines wasserdurchflossenen
>Kupferrohres ermitteln.

...

>Ist es möglich mit diesen Angaben die Rohrinnentemperatur zu errechen?

Was soll denn jetzt wirklich berechnet werden?


In Abwandlung der Gleichung von Klempner:

Qpunkt = Fläche  Wärmedurchgangskoeffizient  (Tinnen - Taußen)

von Uwe S. (regionalligator)


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Sarah E. schrieb:
> Ist es möglich mit diesen Angaben die Rohrinnentemperatur zu errechen?

Möglich ist so ziemlich alles. Aber die entsprechende Formel wäre länger 
als der bisherige Thread.
Es geht schon damit los, daß das Kupfer ja durch die induktive Erwärmung 
bei weitem nicht nur außen erwärmt wird, sondern innen nahezu gleich 
stark.
Das Rohr leitet nicht schlecht auch seitlich vom Induktor weg. Innen ist 
dann Wärmeleitung, Wärmestrahlung und vor allem natürlich Konvektion zu 
berechnen. Grenzschichteffekte mischen sich noch dazu heftig ein. 
Fließgeschwindigkeit, und sicher noch einiges mehr.

Alles zusammen ist es hohe Mathematik. Jeder der hier ernsthaft eine 
Formel liefert, denkt entweder nicht nach, oder will dich verklapsen.

Real wirst du noch froh sein, für mehrere dieser Faktoren je auch nur 
Pi-mal-Daumen-Richtwerte zu finden, nicht mal echte Formeln.

Das hier dürfte zu 99% oder höher gelten:

Jetzt N. schrieb:
> Ich denk die Rohrinnen- und -aussentemperatur fuer ein Kupferrohr werden
> etwa identisch sein.

von Bernd F. (metallfunk)


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Sarah E. schrieb:
> Hey Leute,
>
> ich möchte den Wärmeübergangskoeefizienten eines wasserdurchflossenen
> Kupferrohres ermitteln.
> Das Rohr wird durch einen Induktor erwärmt. Dieser besteht aus 8
> Windungen und genau in der Mitte messe ich per Pyometer die
> Außenwandtemperatur.
>
>
> Ich weiß
>
> - die Wassereingangstemperatur
> - die Wasserausgangstemperatur
> - die Außenrohrtemperatur in der Mitte des Induktors
>
> Mit Hilfe der Rohrein- und Rohrausgangstemperatur kann ich die Leistung
> ermitteln.
>
>
> Ist es möglich mit diesen Angaben die Rohrinnentemperatur zu errechen?
>
>
>
> LG Sarah

Hmm, mal so ganz ohne Rechnen.

Die Innentemperatur des Rohres wird am Anfang der Heizung
etwa der Wassertemperatur entsprechen ( Kupfer ist ein guter Wärmeleiter 
)

Am Ende der Geschichte etwa der Ausgangstemperatur.
( eventuell etwas höher )

Die Rohrinnentemperatur in der Mitte wird sich auch in der Mitte
dieser Werte bewegen.

Da spielen doch noch andere Faktoren mit.
Durchmesser des Wasserrohres ( Ein 6 mm Röhrchen, oder 80 mm
Durchmesser, Fließgeschwindigkeit des Wassers ? )

Ich könnte mir vorstellen, das bei genug Wassermenge die Innenfläche
stark runtergekühlt wird.

Da aber die Ausgangstemperatur ( gut durchmischt ) bekannt ist,
sollte der Rohrdurchmesser keine Rolle spielen?

Grüße Bernd

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