Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Baugröße Elkos


von K. H. (hegy)


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Heute habe ich in meinem Vorrat 2 gleichgroße Elkos gefunden, die aber 
"leistungsmäßig" weit auseinander liegen.

Beide Elkos sind 16x25 mm groß (Durchm. x Länge), beide würde ich auf 
ähnlich alt schätzen, dennoch sind die Werte sehr unterschiedlich, wobei 
beim zweiten Spannung und Kapazität weit unterhalb vom ersten liegen. 
Übrigens sind beide baugleich (radial).

(1)
10µF
350V
Nippon Chemi-Con
85°C

(2)
3,3µF
50V
Jamicon
85°C


Warum sind die Unterschiede bzgl. der elektr. Werte bei gleicher 
Baugröße so groß?

Nur mal um zu vergleichen, wenn ich Spannung und Kapazität multipliziere 
komme ich auf
(1) 3500 µFV
(2) 165 µFV

Demnach liegt (1) gegenüber (2) um den Faktor 21 höher.

Ein dritter mit den selben Maßen hat 10µF/315V (Rubycon, 85°C), liegt 
also im Bereich von (1).

Kann man aufgrund der Größe in Bezug auf Kapazität und Spannung auf ein 
bestimmtes Einsatzgebiet schließen?

von Guck an (Gast)


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Klaus S. schrieb:
> Nur mal um zu vergleichen, wenn ich Spannung und Kapazität multipliziere
> komme ich auf
> (1) 3500 µFV
> (2) 165 µFV

Du mußt das Resultat auch noch durch die Temperatur teilen, sonst sind 
diese Rechnungen unbrauchbar.

von K. H. (hegy)


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Diese Rechnung ist wohl nichts offizielles, ist nur zum Vergleich. 
Außerdem ist bei beiden die Temperatur gleich.

von hinz (Gast)


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Klaus S. schrieb:

> (1)
> 10µF
> 350V
> Nippon Chemi-Con
> 85°C

Welche Serie?


> (2)
> 3,3µF
> 50V
> Jamicon
> 85°C

Welche Serie? Foto?



> Nur mal um zu vergleichen, wenn ich Spannung und Kapazität multipliziere

Milchmädchenrechnung.

von Michael B. (laberkopp)


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Klaus S. schrieb:
> Warum sind die Unterschiede bzgl. der elektr. Werte bei gleicher
> Baugröße so groß?

Eigentlich sind die nicht so gross.

Mit kommt der 3u3 "falsch" vor.

Allerdings gibt es von den Herstellern schon auf klein gezüchtete Elkos, 
und auf hohe Belastbarkeit bei mehr Baugrösse.

Schau halt mal welcher Elkotyp es ist (meist 2-buchstabig) und suche das 
Datenblatt, dann erfährst du genauer welche Unterschiede vorliegen.

Allerdings: 1960 waren die Elkos schon deutlich grösser....

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Vielleicht ist es auch ein bipolarer? Die waren meist recht gross, habe 
aber lange keinen mehr in der Hand gehabt.

von K. H. (hegy)


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hinz schrieb:
> Welche Serie?

> Welche Serie? Foto?

Foto müsste ich noch machen, aber zur Serie.... naja, es stehen auf den 
einen noch ein paar Buchstaben in winzig. Ob das aber die Serie wieder 
gibt müsste man mal nachforschen.

>> Nur mal um zu vergleichen, wenn ich Spannung und Kapazität multipliziere
>
> Milchmädchenrechnung.
Ist mir durchaus klar. Dass würde ja auch bedeuten, dass ein Elko mit 
der doppelten Spannung nur die halbe Kapazität haben müsste, aber so 
ganz passt das nicht. Dennoch ist der Unterschied nicht ohne, zumal bei 
(2) beide Werte (C und U) erheblich niedriger sind bei selber Größe.


Michael B. schrieb:
>> Warum sind die Unterschiede bzgl. der elektr. Werte bei gleicher
>> Baugröße so groß?
>
> Eigentlich sind die nicht so gross.
>
> Mit kommt der 3u3 "falsch" vor.
Was soll da falsch dran sein. Ich dachte auch erst, dass es 250V heißen 
müsste und nicht 50V aber das ist zweifelsfrei als 50V zu lesen. Da 
fehlt nichts.

Auf (2) steht das alles der Reihenfolge nach:
con Jamicon
P(S) BP(S)
µF50V 3.3µF50V
[UK] 85°C   [UK] 85°C
801KO(K) 801KO(K


Auf (1) das:

Nippon
Chemi-Con
C E W
3 5 0 V 1 0 µ F


Nippon
Chemi-Con
C E W
3 5 0 V 1 0 µ F

Nippon
Chemi-Con

*****
der dritte:

n Rubycon Rubycon
µF 315V10µF 315V10µF
--> (-) --> (-) --> (-)
 CE W   CE W  CE W   CE W
(?) 34 (?) 34 (?) 34 (?) 34
85°C    85°C   85°C   85°C

Der 2. und 3. hat was von CEW draufstehen, der erste (fragwürdige) 
BP(S).
Ich vermute mal, dass das ein Kürzel für die Serie ist.
Kann es sein, dass die herstellerübergreifend gleich ist?

> Schau halt mal welcher Elkotyp es ist (meist 2-buchstabig) und suche das
> Datenblatt, dann erfährst du genauer welche Unterschiede vorliegen.
>
> Allerdings: 1960 waren die Elkos schon deutlich grösser....
Also so alt sind die Teile jetzt nicht.

von K. H. (hegy)


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H.Joachim S. schrieb:
> Vielleicht ist es auch ein bipolarer? Die waren meist recht gross, habe
> aber lange keinen mehr in der Hand gehabt.

Das könnte es sein! BP(S) könnte Bipolar heißen und eine explizite 
Polungskennzeichnug sehe ich jetzt nicht. Das würde heißen, dass der 
fragwürdige 3,3µ/50V ein Elko z. B. aus einer Frequenzweiche ist. 
Wertemäßig könnte das ja passen und Baugröße ist da ja relativ egal. 
Dafür müssen diese Elkos ja anderen Anforderungen entsprechen, statt 
sieben/glätten von Impulse das durchlassen von Tonfrequenzen.

von Peter R. (pnu)


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Mann, Du hast Sorgen!

 Je nach Mut des Herstellers können die Angaben auf einem Elko 
mindestens um den Faktor drei verschieden sein. Auch die Dicke der mit 
Elektrolyt getränkten Folie zwischen Anode und Kathode spielt da eine 
Rolle. Dicke Folie hat halt viel Reserve an Elektrolyt. Auch die 
Konzentration spielt eine Rolle für die Lebensdauer. Dazu kommt: Wie ist 
die Anodenfolie hergestellt? rauhe Oberfläche hat gegenüber glatter 
Oberfläche ein mehr an aktiver Fläche, das mehr als das Vierfache 
beträgt.

Solange Du als Entwickler nicht um den letzten Kubik- oder 
Höhenmillimeter kämpfen musst, kanns Dir doch egal sein.

von Nase (Gast)


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ESR? Lebensdauer? Belastbarkeit?

Macht alles den Elko dicker :-)

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