Hallo,
ich habe zwei Digitalkameras von Canon an denen man ein Video-Out Kabel
anschließen kann, Kabel sieht wie im Anhang gezeigt aus.
Die Canon Kameras können eine Livebild auf dem Video-Out Ausgang
ausgeben.
Nun möchte ich das Bild beider Kameras überlagern und auf einem
Fernseher anzeigen. Ich bräuchte also eine Art FBAS bzw. Composite
Mixer.
Mein Fernseher kann ebenfalls Composite Signal einlesen/darstellen.
Kann ruhig analog sein, die Video-Bildqualität ist nicht sooo
ausschlaggebend. Brauche das um die Kameras anhand des Bildinhaltes
(Schwarz-Weiß Markierungen) einander auszurichten.
Ich brauche nur das Video-Signal, kein Ton.
Wäre gut wenn man von einer Kamera (evtl. über ein Poti) auf die andere
Kamera überblenden könnte.
Kann man so etwas selber bauen oder muss ich da einen (teuren)
Video-Mixer kaufen?
Danke für Eure Ideen / Hilfe!
T. Baumbach schrieb:> Kann man so etwas selber bauen
Das Problem ist, dass zum Mixen die Videosignale synchron sein müssen.
Wenn due die Kameras nicht extern synchronisieren kannst, muss das der
Mixer machen, indem er ganze Bilder zwischenspeichert.
Georg
Der Georg hat vollkommen recht.
T. Baumbach schrieb:> Kann man so etwas selber bauen oder muss ich da einen (teuren)> Video-Mixer kaufen?
Beides Jein: Man kann fast alles selber bauen, es sei denn, die eigene
Lebenszeit reicht nicht mehr dafür. Und ein solcher Mixer ist verdammt
anspruchsvoll - ganz besonders für jemanden, der so wenig davon
versteht, dass er das nicht weiß (kann ja nicht jeder wissen). Bausätze
und Bastelanleitungen zähle ich nicht zu "selber machen".
Aber teuer kaufen, schätze ich, war einmal. Ich würde wetten, dass es
ein Überangebot an ehemals teuren Gebrauchtgeräten gibt, zu Preisen hart
an der Grenze dessen, wo der Verkäufer überlegt, ob Entsorgung direkt
oder über Ebay wirtschaftlicher ist.
Das WJ-AVE5 von Panasonic kann das auch, einfach mal bei den Auktionen
schauen, das Pult habe ich schon viele Jahre. Kann nach Setzen einer
internen Brücke auch Farbbalken ausgeben.
Ebenso WJ-AVE55, WJ-AVE3 usw.
Die Zeiten des analogen Videos sind anscheinend vorbei. Zuletzt gab es
das noch im Bereich Sicherheitstechnik - Überwachungskameras, z.B. bei
ELV.
Aber auch da ist die Digitalvideotechnik auf dem Vormarsch. Früher gab
es Monitore, die das Bild von vier Kameras auf einem Bildschirm
darstellten, es gab Einzelgeräte, die das konnten und nebenbei noch
Bewegungen im Bild erkannten (Conrad hatte sowas auch) und
PC-Steckkarten, die bis zu acht Kameras zusammenführten.
Gebraucht gibt es die immer noch irgendwo, such auch mal nach
"Bild-im-Bild".
T. Baumbach schrieb:> Ginge das auch? Kann ich damit zwei Videosignale mischen?
Nö, das Teil hat keinen Bildspeicher drin, das kann nur ein Bild in
schwarz faden, bzw Bildveränderungen anwenden.
T. Baumbach schrieb:> Kann ich damit zwei Videosignale mischen?
Was verstehst du eigentlich unter "mischen"? Wenn man Dinge mischt kommt
oft genug nur unbrauchbare Pampe raus. Was genau willst du eigentlich
erreichen?
Der Andere schrieb:> T. Baumbach schrieb:>> Kann ich damit zwei Videosignale mischen?>> Was verstehst du eigentlich unter "mischen"? Wenn man Dinge mischt kommt> oft genug nur unbrauchbare Pampe raus. Was genau willst du eigentlich> erreichen?
Was verstehst du unter "unbrauchbare Pampe"?
Ich verstehe das so, daß er das Bild von beiden Kameras gleichzeitig
anzeigen will (den Fader auf ca. 50%), um die beiden Kameras ausrichten
zu können. Beim Überblenden von einer auf die andere Kamera wird das
eine Bild schwächer, während das andere gleichzeitig stärker wird. Und
während des Fadens sieht man eben beide gleichzeitig, so als wenn man
zwei Folien auf den Overhead-Projektor legt. Genau das will er, nur eben
nicht stehende, unbewegte Folien, sondern zwei Videobilder. Dafür ist es
aber notwendig, wie oben schon gesagt wurde, daß die beiden Videosignale
synchronisiert werden. Also daß sie zeitmäßig gleich laufen.
In meinen Augen hat er sich eigentlich klar ausgedrückt.
Der Andere schrieb:> Was verstehst du eigentlich unter "mischen"? Wenn man Dinge mischt kommt> oft genug nur unbrauchbare Pampe raus. Was genau willst du eigentlich> erreichen?
Das klang schon grenzwertig. Wer das riskiert, sollte nicht im Glashaus
sitzen und belegen, dass er nicht des Lesens mächtig ist:
T. Baumbach schrieb:> die Video-Bildqualität ist nicht sooo> ausschlaggebend. Brauche das um die Kameras anhand des Bildinhaltes> (Schwarz-Weiß Markierungen) einander auszurichten.
Also mehr Vorsicht mit der dicken Lippe, das kommt dem Klima hier
zugute.
Georg A. schrieb:> Das Mischen der HF-Leute und das Mischen der Audio/Video-Leute> unterscheidet sicuh ziemlich ;)
Ja, die Mischprodukte sind recht grenzwertig. :-)
Der TE schrieb, dass er zwei Videobilder überlagern möchte, also beide
Videosignale zeitweilig gleichzeitig auf dem Schirm haben möchte.
Irgendwo hat er auf den Randseiten des Kamerabildes eine physisch
vorhandene Markierung, Sei es ein schwarz-weiss gestreifter Pfosten.
Dann nimmt er eine zweite Kamera, und er richtet sie genau mit der
linken Bildseite auf den rechten Pfosten des ersten Kamerabildes aus.
Damit kann er einen breiten Bereich abdecken.
DAs könnte er auch ohne Überlagerung machen indem er die Kameras einfach
so an dem Pfosten ausrichtet, dann kommt aber noch der Zoomfaktor ins
Spiel:
Wenn beide Bilder exakt gleich gross sein müssen, dann muss man
überlagern, um auch Die Länge der Pfosten deckungsgleich zu bringen.
So meine Vermutung, was der TR vor hat.
Hi,
danke erstmal an alle.
Was genau ich mache ist dafür nicht wichtig.
Es ist wie !?! (Gast) um Datum: 20.08.2015 10:52 geschrieben hat.
Ich will zwei Bilder überlagern ähnlich den Overhead-Folien.
Im Zentrum des von beiden Kameras aufgenommenen Bildes habe ich ein
Fadenkreuz auf einer Glasplatte. Jeweils eine Kamera auf einer Seite der
Glasplatte. Damit die Kameras (nahezu) exakt denselben Bildausschnitt
zeigen (aber halt auf zwei Seiten der Glasplatte), brauche ich diesen
Mixer. Was ich genau mache kann ich nicht sagen, da es sich um ein
Firmenprojekt handelt.
Ich justiere dann beide Kameras so, dass sich das Fadenkreuz deckt.
Also ich brauche einen Mixer, der zwei Videoquellen im Verhältnis 50:50
mixen kann und auf einem (z.B. Scart-) Ausgang ausgeben kann, so dass
ich das ganze auf EINEM Monitor bekomme. Mein Aufbau mit der Glaspaltte
ist so, dass ich des Öfteren nachjustieren muss, deshalb brauche ich das
gemixte Livebilde, damit das Justieren leicht und schnell von statten
geht.
Besser wäre es, wenn ich das eine oder andere Signal von 0/100 über
50/50 bis 100/0 faden könnte.
Danke nochmals...
Hallo,
@Matthias Sch.:
Habe mir in ebay mal den Panasonic WJ-AVE5 angesehen.
Da sehe ich als 'Source 1' und 'Source 2' aber nur so'n BNC Eingang und
jeweils zwei Buchsen für Audio.
Wie bekomme ich da mein Video-Signal mit den 3 Steckern (siehe Bild in
meinen ersten Post) eingespeist?
T. Baumbach schrieb:> Da sehe ich als 'Source 1' und 'Source 2' aber nur so'n BNC Eingang und> jeweils zwei Buchsen für Audio.
Genau, BNC ist die Norm für Composite Video, du brauchst so ein Adapter:
http://www.pollin.de/shop/dt/NjA5OTcyOTk-/Bauelemente_Bauteile/Mechanische_Bauelemente/Steckverbinder_Klemmen/BNC_Adapter.html
Übrigens kann das Hama vermutlich nur einzeln auf- und zu-faden, während
die Panasonic und Blaupunkt Pulte richtig mischen und überlagern können.
So gut wie keine Videokamera im Amateurbereich ist Genlock-fähig, das
ist nur im Profibereich üblich. Sicher können deine Canons nicht extern
synchronisiert werden.
Hallo Matthias Sch.,
danke nochmal, das hilft mir schonmal weiter!
Wenn ich mir die Rückseite vom Panasonic WJ-AVE5 ansehe, so sehe ich
über dem BNC-Stecker noch so eine schwarze Buchse. Ist das S-Video?
Kann / soll ich das lieber nehemen anstatt BNC?
Gibt es da auch Adapter?
T. Baumbach schrieb:> Ich will zwei Bilder überlagern ähnlich den Overhead-Folien.
Nein, willst du nicht. Du willst zwei VIDEOS überlagern, nicht zwei
Bilder.
Videos sind eine Folge von Bildern. Und die Einzelbilder dieser Folge
kann man natürlich nur dann problemlos überlagern, wenn diese Bilder
jeweils gleichzeitig, also synchron ankommen.
Dazu müssen die Quellen der Bilder miteinander synchronisiert werden und
damit das geschehen kann, müssen sie überhaupt erst einmal die Fähigkeit
besitzen, sich extern synchronisieren zu lassen. Diese Fähigkeit nennt
man englisch "genlock capable".
In deinem Fall würde es sogar reichen, wenn nur eine der Quelle diese
Fähigkeit besäße, dann wäre halt die andere der GENerator, also die
Quelle des gemeinsamen Taktes. Dann könntest du diese billigen
Videomischpulte aus den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts
verwenden, um ihre Signale zu mischen.
Dein Problem ist nun: normaler billiger Consumer-Rotz hat diese
Fähigkeit im Allgemeinen nicht. Also kaufst du entweder irgendwas, was
diese diese Fähigkeit besitzt, oder du kaufst den letzten Ausweg:
Ein Gerät, das die Bilder der beiden Quellen so zwischenspeichert, wie
sie halt gerade kommen und dann immer die jeweils letzten vollständigen
Bilder aus beiden Quellen überlagert und das Ergebnis entweder mit dem
Takt einer der beiden Quellen oder mit einem dritten, seinem eigenen,
wieder ausgibt.
So ein Gerät ist aber relativ teuer, denn es muß genug Speicher für die
Inhalte von insgesamt sechs Bildern haben und es benötigt zwei schnelle
AD-Wandler und einen genauso schnellen DA-Wandler. Dazu kommt dann noch
einiger Kleinkram, dessen Funktion du sowieso nicht verstehen würdest.
Eine Alternative dazu ist die Verwendung eines PC mit zwei analogen
Videokarten. Die beiden Videokarten liefern die beiden AD-Wandler, der
PC den Speicher und den DA-Wandler. Der Rest ist eine geeignete
Software...
Das ist S-Video, aber Deine Kamera erzeugt kein S-Video.
Das Videosignal ("Composite Video" oder auch "FBAS" genannt) gibt Deine
Kamera auf dem gelben Cinch-Stecker aus; die beiden anderen Stecker
(rot/weiß) sind für Dich uninteressant, die sind für den Stereoton.
Adapter von Cinch auf BNC sind kein Problem:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=9031
c-hater: Das ist alles schon bekannt und wurde hier diskutiert.
Die genannten Panasonic und Blaupunkt Pulte haben digitale Framebuffer
und können zwei unabhängige Videoquellen mischen, wipen, Picture in
Picture usw.
Das WJ-AVE 5 lässt sich über einen dritten (Black-burst) Eingang auch
auf einen externen Takt synchronisieren, was hier nicht gebraucht wird.
Praktisch haben die Pulte zwei unabhängige Zeitbasis Korrekturen (TBC).
Das einzige Pult, was diese Fähigkeiten nicht besitzt, ist das kleine
Hama.
Matthias S. schrieb:> c-hater: Das ist alles schon bekannt und wurde hier diskutiert.
Nein.
Erstens schien's der TO auch nach der großen Zahl Postings immer noch
nicht verstanden zu haben, weil er auch nach diesen ganze, zum größten
Teil korrekten Postings immer noch irgendwas mit "Bilder überlagern"
laberte und zweitens wurde nicht alles aus meinem Posting bereits
diskutiert, nämlich nicht die Lösungsmöglichkeit mit einem PC und zwei
Grabberkarten.
c-hater schrieb:> immer noch irgendwas mit "Bilder überlagern" laberte
Was ist daran falsch? Den Begriff "Fernsehbild" kennst du? Und damit ist
mitnichten ein Standbild gemeint. Und das hat auch der TO nicht gemeint,
as er davon sprach, die Bilder zweier Kameras zu überlagern.
Das ganze ist analog viel aufwändiger als digital zu lösen. Wie c-hater
schon angesprochen hat: Kauf dir zwei FBAS Grabber (gibt's relativ
günstig als USB-Variante) und überlager die Streams Bild für Bild am
Rechner - z.B. mit AForge.NET.
Onkel Dittmeyer schrieb:> Das ganze ist analog viel aufwändiger als digital zu lösen. Wie c-hater> schon angesprochen hat: Kauf dir zwei FBAS Grabber (gibt's relativ> günstig als USB-Variante) und überlager die Streams Bild für Bild am> Rechner - z.B. mit AForge.NET.
Anstatt also
- an seinem schon bestellten Videomixer den Netzschalter zu drücken
- und mit dem Hebel wie gewünscht zwischen den beiden Videoquellen
umzublenden
soll der TE
- den schon bestellten Videomixer wieder zurückgeben
- zwei andere Geräte beschaffen
- dann bei jeder Benutzung einen PC hochfahren
- eine Software starten
- und mit Maus und Tastatur zwischen den Videoquellen umblenden.
Und das ist dann weniger aufwändig.
Alter Falter!
Daniel schrieb:> - eine Software starten
Falsch: Erstmal eine Software schreiben, die er dann starten kann.
Zitat:
AForge.NET is a C# framework designed for developers and researchers
Da halte ich den Videomixer doch für deutlich übertrieben ;-))))
?!? schrieb:> Da halte ich den Videomixer doch für deutlich übertrieben ;-))))
Zumal die Pulte als Nebeneffekt auch aus alten Bandaufnahmen
quarzstabile frische Signale generieren können. Mit ein WJ-AVE5 und
einem 'NTSC-Playback auf PAL TV' Recorder kann man sogar NTSC Video in
PAL wandeln. Von den spassigen Schnitteffekten mal ganz abgesehen.
@TE: Falls du keine Anleitung bekommst, bei elektrotanya.com gibts das
Service Manual (in schlechter Qualität), in dem auch die Bedienung
erklärt wird:
http://elektrotanya.com/panasonic_wj-ave5_sm.pdf/download.html
Auf dem Digital Board ist ein Jumper, der, wenn gesetzt, die Erzeugung
eines Norm-Farbbalken als Hintergrundfarbe ermöglicht.
Matthias S. schrieb:> Zumal die Pulte als Nebeneffekt auch aus alten Bandaufnahmen> quarzstabile frische Signale generieren können.
Das macht die PC-Lösung ganz selbstverständlich nebenbei. Geht nämlich
garnicht anders...
Daniel schrieb:> Anstatt also> - an seinem schon bestellten Videomixer den Netzschalter zu drücken
Wenn er ihn schon bestellt hat, ist das einzig seine eigene Dummheit.
Viel Geld für wenig Nutzen.
Mit diesem verschissenen Videomixer geht nur wenig. Mit einem frei
konfigurierbaren PC mit reichlich Rechenleistung und Speicher geht viel
mehr.
Und einen PC hat der TO offensichtlich bereits...
Bleibt der Kauf zweier Video-Grabber. 50€. Schlimmstenfalls.
Die Software kostet übrigens garnix. Alles, was der TO braucht, geht
(z.B.) mit AVI-Synth. Und es geht noch viel mehr...
c-hater schrieb:> Das macht die PC-Lösung ganz selbstverständlich nebenbei. Geht nämlich> garnicht anders...
Das hängt sehr von der Qualität des Grabbers ab. Wenn die Syncauswertung
schlecht ist, kackt das Grabbing schon bei leichten Dropouts in der
Austastlücke ab.
Das Panasonic ist da erprobt recht robust. Da der TE die Ausgabe auch
auf einem Fernseher machen möchte, kommt da auch noch eine Graka mit
YUV, Composite oder RGB auf PAL dazu.
c-hater schrieb:> Mit diesem verschissenen Videomixer geht nur wenig. Mit einem frei> konfigurierbaren PC mit reichlich Rechenleistung und Speicher geht viel> mehr.
Du meinst also, daß mit der PC-Lösung das 50/50-Mischen zweier
Videosignale viel besser geht als mit dem "versch..." ...ähm bewährten
Videomixer?
Oder was meinst du mit "viel mehr"?
Der TO will nur zwei Videosignale mischen, mehr nicht.
c-hater schrieb:> Wenn er ihn schon bestellt hat, ist das einzig seine eigene Dummheit.> Viel Geld für wenig Nutzen.>> Mit diesem verschissenen Videomixer geht nur wenig.
Deine Ausdrucksweise hier lässt mehr und mehr zu wünschen übrig. Was ist
denn mit dir in letzter Zeit los, c-hater?
Es ist in einem Forum ganz normal, das immer wieder Neulinge
vorbeikommen, und eben nicht das alles hier kumulativ aufsaugen, sondern
einfach nur Fragen stellen.
Ok, du kannst C nicht leiden, aber das ist doch kein Grund, dauernd
Fäkalsprache zu benutzen.
Der Panasonic ist auch nicht 'verschi**en'. Das ist ein robustes Stück
Technik, was genau die Anforderung des TE erfüllt. Wenn du mit sowas nie
gearbeitet hast, wäre es evtl. an der Zeit, dich hier abzuseilen.
Ich kann, ehrlich gesagt, auch nicht verstehen, wie man so verbissen an
einer umständlichen Bastellösung für PC-Freaks festhalten kann, wenn es
eine so einfache, perfekte AEG-Lösung (Auspacken, Einschalten, Geht) für
Otto Normalverbraucher gibt. Privater oder beruflicher Frust? Kommt vor,
täte mir Leid - und geht vorbei.
Ich weiß der thread ist schon alt aber ich hätte einfach ein wechlser
relais genommen und immer hin und her geschaltet zwischen beiden
signaleingängen also
______ Cam1
Out /
------/ ______ Cam2
Конрад S. schrieb:> Ich weiß der thread ist schon alt aber ich hätte einfach ein> wechlser> relais genommen und immer hin und her geschaltet zwischen beiden> signaleingängen also> ____ Cam1> Out /> ------/ ____ Cam2
In welchen Zeitabständen willst du umschalten? Aller 10s wäre okay, da
kann man in aller Ruhe nacheinander die Bilder anschauen. Abgesehen, daß
es beim Umschalten jedesmal flackert, bis sich der Monitor auf die neue
Kamera synchronisiert hat. Aber der TO will die Bilder überlagern und
da ist eine Umschaltung mit Relais das falscheste, was man machen
könnte.
Конрад S. schrieb:> Ich weiß der thread ist schon alt
Das stimmt
Конрад S. schrieb:> immer hin und her geschaltet zwischen beiden> signaleingängen
Damit bei jedem Halbbild eine andere Kamera dran ist? Das ist aber nix
für Epileptiker :-P
Nein, Ernst beiseite, der TE wollte ja mischen (überblenden) und dazu
müssen beide Videoquellen absolut synchron (ja sogar bis zur Phasenlage
des Bursts) synchron laufen, dann geht es sogar mit einem Poti. Aber
absolut synchron kriegt man nur dafür ausgerüstete (Studio) Geräte und
kein Amateurequipment.
Hierfür sind die o.a. Pulte mit Framebuffer ideal.
Matthias S. schrieb:> absolut synchron kriegt man nur dafür ausgerüstete (Studio) Geräte und> kein Amateurequipment.
Kleiner Widerspruch: Auch in der Video-Überwachungstechnik waren,
zumindest vor einigen Jahren, vollständig FBAS-fremdsynchronsierbare
Kameras üblich. Nicht billig, aber auch nicht viel teurer, als
gleichwerige, nicht-synchronisierbare Kameras. Ich habe aus meiner
aktiven Zeit noch einige davon. (Nicht nur der Thread ist alt...)
Da hast du natürlich recht. Aber du hast ja selber in diesem Thread
mitgekriegt, das der originale TE dafür die beiden Canon Kameras
benutzen wollte, deren Genlock Fähigkeit zumindest zweifelhaft war (der
TE wusste ja nicht mal, was Genlock heisst).
Die alten CCTV Kameras hatten das für diese
'4-Kameras-auf-einem-Monitor' Fähigkeit, wimre.
Und die Kameras müssen es können, das hatte ich ja auch nur geschrieben:
Matthias S. schrieb:> Aber absolut synchron kriegt man nur dafür ausgerüstete (Studio) Geräte
Конрад S. schrieb:> hin und her geschaltet zwischen beiden> signaleingängen
Die Idee kam mir auch, bevor ich deinen Beitrag las. Ich hätte einen
NE555 und einen Analogschalter vorgeschlagen. Für den eigentlichen
Zweck, dem Ausrichten zweiter Kameras auf dieselben Marker, müsste es
ausreichend sein. Das Synchronisationsproblem wurde schon angesprochen:
dann fehlen halt ein paar Frames, wenn der Bildschirm dann nicht für
Sekunden abschaltet, dürfte es immer noch schnell genug sein. Ich
glaube, es gibt/gab ICs, die die Frames detektieren. Evtl. reicht dann
ein bisschen Logik, um die Quellen anhand ankommenden (ganzen) Frames
umzuschalten. Aktuelle Mikrocontroller schaffen die Detektion auch in
Software.
?!? schrieb:> c-hater schrieb:>> Mit diesem verschissenen Videomixer geht nur wenig. Mit einem frei>> konfigurierbaren PC mit reichlich Rechenleistung und Speicher geht viel>> mehr.>> Du meinst also, daß mit der PC-Lösung das 50/50-Mischen zweier> Videosignale viel besser geht als mit dem "versch..." ...ähm bewährten> Videomixer?
So ganz einfach ist es mit dem PC auch nicht. Auch dann müsste man noch
synchen, weil man sonst beim frame-Überlauf Hakler bekommt.
Was passiert, wenn man frei laufende Kameras benutzt, kann man z.B. bei
der Aussendung amerikanischer 60HZ-Filme in 50Hz-TV sehen: Man musste
immer jedes 6. Bild weglassen und erhielt dann einen zitterndes Bild bei
Bewegungen oder auch mal einen satten Sprung.
Kann man auch öfters bei Animationen sehen, die nicht für das Zielformat
gerendert wurden.
Jürgen S. schrieb:> So ganz einfach ist es mit dem PC auch nicht. Auch dann müsste man noch> synchen, weil man sonst beim frame-Überlauf Hakler bekommt.
Nein, man muss eben nicht zwingend synchronisieren, sondern kann die
Framerate konvertieren. Also Zwischenbilder für einen beliebigen
Zeitpunkt zwischen zwei realen Bildern berechnen. Ein PC hat eben locker
genug Rechenleistung und Speicher, um das in Echtzeit und trotzdem in
hoher Qualität zu schaffen.
Die dazu nötigen Algorithmen (motion estimation) stecken in jedem
neuzeitlichen Videoencoder drinne. Man muss sie einfach bloss noch
benutzen.
> Was passiert, wenn man frei laufende Kameras benutzt, kann man z.B. bei> der Aussendung amerikanischer 60HZ-Filme in 50Hz-TV sehen: Man musste> immer jedes 6. Bild weglassen
Das ist die Steinzeit der Videoverarbeitung. Schon vor einem
Vierteljahrhundert war man weiter und hat wenigstens mit Halbbildern
herumgetrickst, um diesen Effekt zu minimieren.
> Kann man auch öfters bei Animationen sehen
Tja, da hat der einfache Trick mit den Halbbildern halt nicht
funktioniert, weil die bei Animationen oft identisch waren. Die Dinger
wurden aus Kostengründen mit nur 15 oder bestenfalls 30 fps Vollbildern
produziert.
Moin,
c-hater schrieb:> Also Zwischenbilder für einen beliebigen> Zeitpunkt zwischen zwei realen Bildern berechnen. Ein PC hat eben locker> genug Rechenleistung und Speicher, um das in Echtzeit und trotzdem in> hoher Qualität zu schaffen.>> Die dazu nötigen Algorithmen (motion estimation) stecken in jedem> neuzeitlichen Videoencoder drinne. Man muss sie einfach bloss noch> benutzen.
Vom akademischen Standpunkt her ist mir das Verfahren klar. Aber gibt's
Software, die das tatsaechlich nutzt? Welche?
Gruss
WK
none schrieb:> Die Idee kam mir auch, bevor ich deinen Beitrag las. Ich hätte einen> NE555 und einen Analogschalter vorgeschlagen. Für den eigentlichen> Zweck, dem Ausrichten zweiter Kameras auf dieselben Marker, müsste es> ausreichend sein. Das Synchronisationsproblem wurde schon angesprochen:
Wenn man nur zwei Bilder abwechselnd auf den Schirm bringen will (die
Astronomen nennen sowas 'Blinker'), dann reicht es, wenn man nur eine
Quelle per V-Sync auf die andere synchronisiert. So eine Modifikation
habe ich früher sogar mal in einen VHS Recorder eingebaut, dann konnte
man per Schalter in der Austastlücke wenigstens hart schneiden, ohne das
der Zielrecorder aus dem Tritt kam. Wenn man also das o.a. Relais (oder
besser einen elektronischen Schalter) mit V-Sync synchronisiert, klappt
das sogar nach jedem Halbbild.
Aber der Drops ist ja längst gelutscht - da der TE sich nicht mehr
gemeldet hat, gehe ich mal davon aus, das das gute alte Panasonic Pult
seinen Job macht.