Unter MS-DOS, mit dem Befehl:
copy con Datei.txt
werden alle nachfolgenden Eingaben in Datei.txt
umgeleitet, bis man mit der Tastenkombination:
Strg+z
die Datei.txt schließt, und damit die aktion
beendet. Wie macht man so etwas im Befehlsfenster
von Linux?
cat > datei.txt
Funktioniert prima, sogar auf Gerätedateien.
Da ich kein Terminalprogramm für die serielle
Datenübertragung auf meinem Linuxrechner habe,
benutze ich dies als Notlösung. Ich mache zwei
Befehlsfenster auf, verkleiner sie auf halbe
Bildschirmhöhe, so das ich sie gleichzeitig
sehen kann. Im unteren Fenster gebe ich dann:
cat > /dev/ttyUSB0
ein, und im oberen Fenster gebe ich:
cat /dev/ttyUSB0
ein, und kann nun gleichzeitig Text senden und
empfangen. Aber eins hätte ich gerne noch, daß der
ankommende Text, der auf dem oberen Fenster erscheint,
auch noch gleichzeitig in eine echte Datei gelenkt wird.
Ist sowas machbar?
Günter Lenz schrieb:> auch noch gleichzeitig in eine echte Datei gelenkt wird.> Ist sowas machbar?
Dann ist tee dein Freund:
tee /DEB/ttyUSB0 > input.log
Ansonsten
Günter Lenz schrieb:> Da ich kein Terminalprogramm für die serielle> Datenübertragung auf meinem Linuxrechner habe
Es muss ja nicht minicom sein, sehr angenehm ist auch picocom und für
deine Zwecke lohnt sich möglicherweise ein Blick auf cu (bei mir im
Paket taylor-uucp). Das verdient nicht den Namen "Terminalprogramm",
kann aber gut mit seriellen Ports umgehen und ist bidirektional. Tipp:
beenden mit ~. am Zeilenanfang.
Danke Malte S. für den Tipp mit tee.
Ich habe damit mal gespielt, und bin nun auf folgende
Lösung gekommen:
cat /dev/ttyUSB0 | tee datei.log
Diese Befehlszeile macht nun genau das,
was ich mir gewünscht habe. Ankommender Text
auf dem Bildschirm ausgeben und gleichzeitig
in die datei.log schreiben.
Programme unter Linux nachinstallieren war bei mir bisher
erfolglos. Dafür habe ich noch nicht genug Erfahrung.
Das ist einfach zu kompliziert. Da scheitert jeder
Linuxanfänger.
Günter Lenz schrieb:> Programme unter Linux nachinstallieren war bei mir bisher> erfolglos. Dafür habe ich noch nicht genug Erfahrung.> Das ist einfach zu kompliziert. Da scheitert jeder> Linuxanfänger.
So etwas habe ich noch nie gehört.
Ich weiß ja nicht welche Distri Du hast, aber bei Debian und Derivaten
geht das so:
> apt-get install DeinProgram
war doch nicht so schwer, oder?
Gruß
Andreas
Günter Lenz schrieb:> cat /dev/ttyUSB0 | tee datei.log
Passt schon, nur streng genommen ein Useless Use of Cat
http://linuxwiki.de/UselessUseOfCat
tee datei.log < /dev/ttyUSB0
tut's ohne. Nur für die B-Note :)
Edit: Oder in natürlicherer Reihenfolge:
< /dev/ttyUSB0 tee datei.log
Andreas B. schrieb:
>So etwas habe ich noch nie gehört.>Ich weiß ja nicht welche Distri Du hast, aber bei Debian und Derivaten>geht das so:>> apt-get install DeinProgram
Ich habe Linux-Xandros, das ist ein Debianderivat.
Ich bin dran gescheitert:
ein Terminalprogramm, Pyserial für Python, stdio.h und andere
Bibliotheken für gcc, nachzuinstallieren.
Andere Leute, die mehr Erfahrung mit Linux haben wie ich,
haben es auch versucht, und nicht geschaft.
Mit apt-get werde ich mich demnächst mal beschäftigen,
vielleicht klappt es doch noch mal irgendwann.
Ach du meine Güte! Xandros wurde Ende 2007 eingestellt.
Da würde ich keine Minute mehr investieren.
Meinst du nicht, Du solltest Dir mal was aktuelles installieren?
Damit hätte ich auch Probleme. Da müßte ich ja Ausgrabungen vornehmen,
um da noch Unterlagen zu finden.
Gruß
Andreas
> Programme unter Linux nachinstallieren war bei mir bisher> erfolglos. Dafür habe ich noch nicht genug Erfahrung.> Das ist einfach zu kompliziert. Da scheitert jeder> Linuxanfänger.
Das wundert mich etwas, denn gerade das ist bei den meisten Distros
eigentlich sehr einfach.
Rolf Magnus schrieb:
>Es reicht auch:>>tee datei.log < /dev/ttyUSB0
OK habe ich ausprobier, funktioniert.
>Das wundert mich etwas, denn gerade das ist bei den meisten Distros>eigentlich sehr einfach.
Zwei Jahre lang versuche ich schon Pyserial für Python
auf Linux zu installieren, und habe es noch nicht geschaft.
Bei meinen Windows-XP-Rechner ging es ohne Probleme.
Andreas B. schrieb:> Ach du meine Güte! Xandros wurde Ende 2007 eingestellt.
@Günter: Das Problem besteht darin, dass diese Linux-Variante sehr alt
ist und nicht mehr gepflegt wird. Wenn die sog. Repositories (die
Server, von denen Updates und überhaupt die Software kommen)
abgeschaltet sind, kann man das Linux nicht mehr sinnvoll erweitern.
Neuere Programme erfordern nämlich oft einigermaßen aktuelle Versionen
von zentralen Komponenten, die man eben nirgendwo mehr her bekommt. Oder
nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand.
Ich schrieb:> Das Problem besteht darin, dass diese Linux-Variante sehr alt ist und> nicht mehr gepflegt wird.
Gleiches gilt auch für
Günter Lenz schrieb:> Bei meinen Windows-XP-Rechner ging es ohne Probleme.das ging vielleicht noch ohne Probleme. Anderes wird zunehmend welche
machen und das Fehlen von Sicherheitsupdates ist auch nicht ohne.
Günter Lenz schrieb:>>Das wundert mich etwas, denn gerade das ist bei den meisten Distros>>eigentlich sehr einfach.>> Zwei Jahre lang versuche ich schon Pyserial für Python> auf Linux zu installieren, und habe es noch nicht geschaft.> Bei meinen Windows-XP-Rechner ging es ohne Probleme.
Bei mir reicht ein sudo apt-get install python-pyserial, um es
automatisch runterzuladen und zu installieren. Allerdings habe ich nicht
so ein uraltes System.
Günter Lenz schrieb:> Mit apt-get werde ich mich demnächst mal beschäftigen,> vielleicht klappt es doch noch mal irgendwann.
Das ist das erste, was man bei Debian-Derivaten benutzt, um Software zu
installieren, nicht etwas, wo man nach zwei Jahren erfolglosen Versuchen
mal anfängt, sich damit zu beschäftigen.
Allerdings gilt auch, was "Ich" sagt. Bei deinem veralteten System
wird's vermutlich schwierig sein, noch was zu aktualisieren.
Günter Lenz schrieb:> Ich habe Linux-Xandros, das ist ein Debianderivat.
Mich wuerde interessieren wo du das her hast/wer dir das empfohlen hat?
Ich meine, Du wirst das bestimmt nicht vor 7 oder 8 Jahren mal
installiert haben und hast es seit dem nicht mehr genutzt...
Nimm dir z.B. openSUSE, Manjaro, Mint und alles wird gut
apt-get geht jetzt auch kuerzer: nur noch apt.
und vorm installieren imme rerst updaten. und wenn man schon beim
updaten is, immer gleich alles auto upgraden lassen, mit -y fuer
autoaccept.
also diese Reihenfolge:
'sudo su' damit man sich das daemliche nervige sudo vor jedem befehl
spart....
dann:
'apt update; apt upgrade -y; apt install irgendwas'
naja, diese update und upgrade Zeugs mach ich so 1 mal in der Woche
vielleicht. im alltag reicht dann:
'sudo su; apt install irgendwas'
also ich benutze seit vielen Jahren Linux Mint mit dem XFCE. absolut
super Sache.
angefangen hab ich 2002 mit Suse Linux, dann zu Ubuntu KDE gewechselt,
aber jetzt wie gesagt, seit vielen Jahren bei Linux Mint XFCE. in der
Arbeit muss ich mich immer mit Windows 7 rumquaelen, furchtbar. zum
Programmieren und zum Arbeiten generell is einfach Linux das beste.
Stefan E. schrieb:> .....
viele interessante Dinge, die den TO nicht mehr interessieren dürfte.
Er hatte vor 4 Jahren ein Problem mit einem damals 8 Jahre altem Linux.
Stefan E. schrieb:> also diese Reihenfolge:> 'sudo su' damit man sich das daemliche nervige sudo vor jedem befehl> spart....
Es ist nicht nötig, sich doppelt root-Rechte zu verschaffen. Ein sudo -s
reicht voll und ganz.