Hallo, ich habe ein Hameg HM1508 Oszilloskop, bei dem die Drehgeber(Position, Voltage/DIV, Tim/DIV) nicht mehr funktionieren. Alle anderen Tasten und Bedienelemente funktionieren. Laut Aussage von dem Kundendienst ist die Frontplatine mit den Bedienelementen defekt und eine Reparatur soll 500€ aufwärts kosten. Hatte jemand schon mal das gleiche Problem und kann mir eventuell ein Tipp geben, ob man es selber reparieren kann? Gruß Alex
Seltsamer defekt. Alle potis gleichzeitig kaputt? Wie verhalten die sich denn?
Hameg macht sich das einfach und erklärt die ganze Frontplatte für defekt. Frag mal da (Problem schildern und um Kostenabschätzung bitten, der Mann hat echt Ahnung): http://www.brueck-ratundtat.eu/1.html Ich habe in 2011 meinen 1507 mit dem gleichen Fehler (1 Abschwächer und die Zeitbasis) dort reparieren lassen, hat damals so um die € 130.- (Endpreis einschl. Rückversand) gekostet. Läuft immer noch einwandfrei.
Der Defekt sollte sich finden und beheben lassen. Mach doch mal Fotos von der betroffenen Platine. Entweder handelt es sich um optische Encoder und deren gemeinsame Betriebsspannung ist ausgefallen. Oder die Auswertung der Drehencoder erfolgt über ein Spezial-IC, welches den Geist aufgegeben hat. Oder halt Flexkabel herausgerutscht / defekt.
Bei uns in der Firma liegt ein ganzes Paket an Alps encodern als Ersatz für die vielen Hamegs. Ist ein bekanntes Problem. Also Selbermachen ..
Hallo, ich habe ebenfalls das Problem bei meinem HM 1508 - mehrere Encoder wollen nicht mehr richtig bzw. nur, wenn man sie gleichzeitig radial belastet.. @Alex: Hast Du dein Hameg inzwischen repariert? Mir scheinen die PEC16 Encoder von BOURNS (PEC16-4015F-N0024 und PEC16-4215F-N0024) zu passen - die gibts bei Mouser; braucht sonst noch wer welche(oder irgendwas)? Im EEVBlog-Forum http://www.eevblog.com/forum/beginners/alps-rotary-encoder-gone-crazy/ heißt es zwar, man könnte die reinigen, ich tendiere aber eher zum Neukauf. Grüße, Martin
Das die Potentiometer solche Probleme machen ist mir nicht bekannt ,außer sie wären total mechanisch verschlissen mit massiven Einkerbungen der Lauffläche ,wenn die Potis durch feuchte Lagerung oxidiert sind kommt beim umschalten/drehen eine leichte minimale Verzerrung (knacken) vor ,was jedoch kein Defekt darstellt und mit Oszillin leicht behoben werden könnte. Hatte ein sehr gutes 1507-3 verkauft dann monierte der Käufer nach über einem Monat dubiose Fehlfunktionen des Messverstärkers, Regler sollten mehrere Positionen overswitschen obwohl ich diese manuell ohne Fehler geprüft hatte ,dann sollte die Signallinie zu schwach sein ,obwohl der Strahl hell intensiv bis oben hinaus steuerbar war ohne Strahlstrombegrenzung ,Readout war ihm zu dunkel und Tausend andere Sachen .....,dann kam er auf diese 500€ Reparatur Geschichte mit Hameg die ja eigentlich keine konkreten Summen nennen und direkt an Sky oder andere Werkstätten verweisen ,dann erzählte er mir er hätte im Netz eine Firma gefunden die Potentiometer zu selber einlöten vertreibt diese hat er verbaut und andere geputzt und alles war wieder in Butter ......sehr komisch das Ganze ...
Bei meinem HM 1507-3 lag es an einer kalten Lötstelle: Pin 8 am IC 8003, einem Z86C08. Ich habe sehr lange gesucht. Allen frohe Weihnachten! Andreas
Andreas R. schrieb: > Bei meinem HM 1507-3 lag es an einer kalten Lötstelle: Pin 8 am IC 8003, > einem Z86C08. Ich habe sehr lange gesucht. > Allen frohe Weihnachten! > Andreas Leider stellte sich heraus, dass dies doch nicht die Ursache war. Ich suche nun schon seit Monaten vergeblich nach der Ursache für den Fehler. Zeitweise ist alles in Ordnung, nach einer Weile fällt die Logik wieder in einen völlig konfusen Modus: die y-Pos-Geber wirken sich auf die y-Abschwächung aus, der x-Pos-Geber auf die Zeitbasis, der Helligkeits-Geber auf die y-Position, und das alles in wilden Sprüngen, im Uhrzeigersinn größer als anders herum. Nur mit Autoset ist dann wieder ein Bild zu bekommen. Anfangs sah der Fehler noch ganz anders aus: alle Geber waren regelrecht tot, nur der y-Abschwächer funktionierte noch gegen den Uhrzeigersinn, anders herum auch nicht mehr.
:
Bearbeitet durch User
> Zeitweise ist alles in Ordnung, nach einer Weile fällt die Logik wieder > in einen völlig konfusen Modus: die y-Pos-Geber wirken sich auf die > y-Abschwächung aus, der x-Pos-Geber auf die Zeitbasis, der > Helligkeits-Geber auf die y-Position, und das alles in wilden Sprüngen, Sowas kann man sich eigentlich nur vorstellen wenn der Speicher Alzheimer bekommt. Allerdings soll die MCU wohl maskenprogrammiert sein, was eigentlich dagegen spricht. Vanye
Jetzt bin ich vielleicht der Lösung des Rätsels einen Schritt näher gekommen. IC 8003 ist der Prozessor, der die Drehgeber-Signale auswertet und daraus resultierende Befehle weiter reicht. An dem Port, das dafür zuständig ist, geht im Fehlerzustand ein Bit (Pin 17) bei low nicht auf 0V, sondern auf 2V, während an den drei anderen das Spannungs-Niveau plausibel ist.
Bernd M. schrieb: > Das die Potentiometer solche Probleme machen ist mir nicht bekannt > ,außer sie wären total mechanisch verschlissen mit massiven Einkerbungen > der Lauffläche Was haben Potis mit den Drehgebern für die Bereichswahl zu tun? Alex schrieb: > ich habe ein Hameg HM1508 Oszilloskop, bei dem die Drehgeber(Position, > Voltage/DIV, Tim/DIV) nicht mehr funktionieren. p.s. Leerzeichen und Komma erscheinen bei dir regelmäßig vertauscht. Knoten in den Fingern?
:
Bearbeitet durch User
Kurios: Seit ich den Prozessor in ein „Doppelstockbett“ gesetzt habe, ist der Fehler bis jetzt nicht mehr aufgetreten. Scheinbar waren Versuche, mit Tunerspray den originalen Sockel zu reinigen, nicht wirksam genug. Es kommt mir vor, als hätten die zylindrischen Beinchen des Zwischen-Sockels die female-pins des Original-Sockels entscheidend gereinigt. Da es sich bei dem Stapel-Sockel um ein Neuteil handelt, hat das IC darin offensichtlich besseren Kontakt als im alten originalen.
> ist der Fehler bis jetzt nicht mehr aufgetreten. Scheinbar waren > Versuche, mit Tunerspray den originalen Sockel zu reinigen, Warum solltes das auch was reinigen, das ist doch viel zu schwach. Da musst du schon zu Kontakt60 greifen, allerdings musst du das hinterher abspuelen! Du solltest aber vor allem auch mal die Beine des ICs vorsichtig reinigen. Die laufen auch gerne mal etwas an. Vanye
Klar, Vanye. Pardon, dass ich nur einen Sammelbegriff verwendet habe. Natürlich habe ich auch K60 und alles mögliche andere bis hin zu Bremsenreiniger versucht und das IC dabei mehrfach aus- und eingesteckt.
Andreas R. schrieb: > Kurios: Seit ich den Prozessor in ein „Doppelstockbett“ gesetzt habe, > ist der Fehler bis jetzt nicht mehr aufgetreten. Das sollte man eigentlich nicht machen. Die Pins der IC-Fassung sind deutlich dicker als die IC-Beinchen und leiern die untere Fassung dauerhaft aus. Teilweise geht das soweit, dass die ICs später bei leichtem Klopfen herausfallen. In Deinem Fall hat es geholfen, weil die untere Fassung ohnehin einen weg hatte. Also entweder so lassen, oder die untere Fassung raus und die obere direkt einlöten.
:
Bearbeitet durch User
Inzwischen hat sich herausgestellt, dass auch die IC-Fassung nicht das Problem verursacht, denn nach einiger Zeit tritt die Macke wieder auf. Nun habe ich eine Räubermethode angewandt und hinter den instabilen Ausgang (Port) des Prozessors einen zweistufigen Schaltverstärker gesetzt. Dieser säubert sehr schön das Signal. Allerdings ist seitdem auch das Original-Signal wieder eindeutig - weil der Verstärker den Port entlastet? Nun warte ich darauf, dass die Macke am Prozessor wieder erscheint, um mich überzeugen zu können, dass mein Schwellwert-Schalter das Symptom kuriert.
Toll, ganzes Oszi wegen einem gammligen Z8 OTP Mikrocontroller am Arsch. Willkommen in der modernen Zeit...
:
Bearbeitet durch User
Man kann das Gerät auch fernsteuern über Interface. Also nicht alles verloren.
> Toll, ganzes Oszi wegen einem gammligen Z8 OTP Mikrocontroller am Arsch. > Willkommen in der modernen Zeit... Naja, wenn man nicht zur Horde der Unfaehigen gehoert dann sollte man dessen Funktionalitaet auch mit irgendeinem beliebigen anderen Controller nachbilden koennen. Es kann aber auch sein das es irgendein Haariss an der Platine ist. Sowas kann sich auch beheben wenn man mit Sockeln rumspielt und dran rumdrueckt. Vanye
Wenn IC8003 schon immer gesockelt war, wurde der Sockel dann schon mal nachgelötet?
Wolf17 schrieb: > Wenn IC8003 schon immer gesockelt war, wurde der Sockel dann schon mal > nachgelötet? Selbstverständlich.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.


