Siemens Simatic S5 Schaltnetzteil defekt

OP #4246579
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Hallo!

Habe ein altes Siemens Simatic Schaltnetzteil gefunden.

Eigentliche Spannung ist 24V.

Wenn ich es nun anstecke dann regelt das Netzteil in unregelmäßigen 
Zeitabständen hoch auf 20V (Dauer ca. 30s) dann hält es die Spannung uns 
sackt ab.
Häng ich nun einen Verbraucher an das Gerät, so bleibt die Spannung bei 
0V.

Ich hab es geöffnet --> leider keine Spuren auf einen defekt.

Trenntrafo, Oszilloskop(mit normalen tastkopf) , Multimeter ist 
vorhanden.

Die Kenntnis wie ein Schaltnetzteil funktioniert hab ich, lernt man ja 
an der Uni. ..

Könnt ihr mir weiterhelfen wie ich jetzt im Primärkreis vorgehe um den 
Fehler zu suche?

Und ja, ich weiß, dass ich es mit hohen Spannungen zu tun habe.


Mfg
Maximilian
(Firma: matzetronics) #4246584
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Maximilian K. schrieb:
> Könnt ihr mir weiterhelfen wie ich jetzt im Primärkreis vorgehe um den
> Fehler zu suche?

Tja, da gibt es einige Möglichkeiten, die ohne weitere Informationen 
und/oder Fotos nur Raterei sind. Es könnte z.B. sein, das zwar die 
Startschaltung funktioniert, der SMPS Controller aber beim Zünden des 
Haupttransistors einknickt, weil der Elko an seiner Vcc seine Kapazität 
verloren hat. Es könnte auch sein, allerdings weniger wahrscheinlich, 
das der Strommess-Shunt hochohmiger geworden ist. Auch ein Kurzschluss 
auf der Sekundärseite kann zu 'Motorboating' führen, der Controller 
schaltet dann immer wieder an, erkennt Überstrom und schaltet wieder ab.
Mach mal bitte Fotos und sag den genauen Typ des Netzteiles.
#4246728
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Maximilian K. schrieb:
> das dürfte ja nicht das Problem

Das meinst du nicht im Ernst.
Wie soll die Wärme den von dem
MOS-FET oder der Schottky-Diode
abgeführt werden? Wenn das Netzteil
so unter Last einige Zeit gelaufen
ist, würde ich den beiden nichts
mehr zutrauen.

Das Bild von der Platinenunterseite
ist zu unscharf. Aber ich vermute,
der MOS-FET hat sich schon ein wenig
ausgelötet.
Gast #4248870
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@ Maximilian K.

>Ja das War schon immer so, aber das dürfte ja nicht das Problem sein...

Wie sicher bist Du da?

Man kann im Bild erkennen das hinter den warmen Brüdern irgendetwas ist.

Kühlkörper mit Millimeter großem Luftspalt sind unüblich. Das macht man 
nur, wenn sich mitten in der Produktion ein Bauteil (z.B. kleinerer Ron) 
geändert hat.
(Firma: matzetronics) #4249067
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Maximilian K. schrieb:
> Ich hab nun alles ausgetauscht... Rein gar keine Veränderung!

So wird das dann nichts. Gehe nun systematisch vor und prüfe anhand des 
Datenblattes des SMPS Kontrollerchips, was da passiert.
* Bekommt er Startspannung (vermutlich ja)
* Gibt er Pulse aus, die den Leistungstransistor durchsteuern?
* Kommen an der Hilfswicklung, die den SMPS Kontroller dann versorgen 
sollen, Pulse an?
* Liefert die Diode an der Hilfswicklung eine Gleichspannung - wenn auch 
pulsierend?
* Sind auf der Sekundärseite Pulse zu messen?
* Sind auf der Sekundärseite etwa Dioden auf Kurzschluss?
* Sind am Shunt Pulse zu messen? Welche Höhe? - gibt Hinweise auf 
Überlast.

Usw.
#4249115
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das Teil ist wohl vom Vorbesitzer gekübelt worden, weil er es nicht 
hinbekommen hat. Man sieht ja, dass der SMPS Controller schon gesockelt 
wurde. Der hat vermutlich auch die TO220 abgemacht, die - erkennbar am 
Wärmeleitpasteabdruck - sehr wohl mal am Blech montiert waren.
Ist es Hobby, dann weitersuchen und lernen. Wirtschaftlich ist/wird es 
sicher nie.
Gast #4250026
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Es ist ein Netzteil einer S5-100U.
Ich habe da einige Defekte davon früher repariert.

In der Regel war der kleine Elko (47µF ?) auf der Primärseite defekt.
Das Netzteil startete ständig neu.

Das der TDA4605 gesockelt ist, ist ungwöhnlich, diese IC waren immer
verlötet.

Die TO220 Halbleiter sind hier original mit Clipsen befestigt.
Eine Silikonscheibe gehört auch noch dazwischen.
Gast #4250082
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Ich meine mich zu erinnern das der grössere unter dem IC 47µF hat.
Ist schon eine Weile her, die S5 SPSen werden meist gegen S7 
ausgetauscht.

Ich würde den kleinen und den grossen unterhalb des IC wechseln
und dann mal versuchen.
(Firma: matzetronics) #4250371
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Wenn da ein TDA4605 drin ist, dann ist der 47µF-100µF der 
wahrscheinlichste Kandidat. Serienfehler in nahezu allen Grundig und 
Siemens VHS Recordern mit diesem Chip. Allerdings meinte ich gelesen zu 
haben, das der TE schon alle C getauscht hat?

Maximilian K. schrieb:
> Ich hab nun alles ausgetauscht... Rein gar keine Veränderung!

Dann kann wirlich ein Kurzschluss auf der Sekundärseite eine Ursache 
sein, evtl. auch ausgelöst durch die nicht vorhandene Kühlung wg. der 
fehlenden Klammern.
Gast #4250387
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Sacht mal Leude, isses denn wirklich notwendig das Ihr hier einem 
totalen Laien ( lernt man ja an der Uni, nicht das Problem..) Hinweise 
zur Reparatur
von Schaltnetzteilen gebt? Hehe, das Zeuch kann böse beißen, und meist 
ist nach einer solchen Reparatur das Netzteil nicht mehr zu retten..

Gruß,

Holm, der zeimlich regelmäßig Schaltnetzteile repariert, traurigerweise 
etliche davon mit solchen Reparaturversuchen vorher.
Gast #4250863
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> Früher, und manchmal sogar heute, war das ein Problem.

Ist ja lustig, das dachte ich auch. Aber ich hatte meinen Beitrag wieder 
gelöscht, weil:

>Häng ich nun einen Verbraucher an das Gerät, so bleibt die Spannung bei
0V.
Gast #4250961
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Matthias S. schrieb:
> Maximilian K. schrieb:
>> Trenntrafo, Oszilloskop(mit normalen tastkopf) , Multimeter ist
>> vorhanden.
>
> Komm, Holm, das sieht doch gar nicht schlecht aus. Und wie der TE sagte,
> das ist nur für die Wissenschaft, wird also keinen weiteren Techniker
> belästigen.

Naja, evtl. steht dann auch auf seinem Grabstein "er opferte sein Leben 
der Wissenschaft.."

Mal im Ernst: scheißegal was der für Meßinstrumente an der Uni findet; 
wenn Jemand nicht weiß warum die Transistoren auf dem Blech 
festgeschraubt sein müssen udn warum da ne Folie dazwischen ist, der hat 
in einem Schaltnetzteil nicht das Geringste zu suchen.. Basta!


Gruß,

Holm
(Firma: matzetronics) #4251599
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fredfromflett schrieb:
> Bei dem TDA4605 geht gern mal der Widerstand (bei 230 v 820K)  an Pin 3
> des Ic kaputt.

Ich verstehe auch gar nicht, warum die Konstrukteure den Startwiderstand 
nicht auf zwei Stück verteilt haben. Immerhin versprechen die meisten 
Widerstandshersteller nur etwa 200V Spannungsfestigkeit, und das sind 
bei 325V beim Starten einfach zu wenig.
Allerdings würde bei einer Unterbrechung des Widerstandes das 
'Motorboating' des NT nicht stattfinden, das der TE oben beschreibt.

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