In digitalen Filtern findet man ständig Verzögerungsglieder. Um was genau handelt es sich bei diesen Verzögerungsgliedern? Wieso werden sie in digitale Filter implementiert und wie realisiert man das? Habe genug recherchiert aber finde keine befriedigende Antwort ... https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Fir_filter_df1.png Hier als z hoch -1
In digitalen Filtern sind das FlipFlops, sie geben dir den Wert vom letzten Zeitpunkt aus
Du tastest das Signal ab, damit ist also nicht das aktuelle Signal gemeint, sondern das vorige.
Abtasten kenn ich nur von Sample und Hold Schaltungen. Wie ist das abtasten denn hier gemeint? Ich gib ein Signal in ein FlipFlop und nach einer Verzögerung erscheint es am Ausgang. Ist das richtig?
Kaffeemann schrieb: > Um was genau handelt es sich bei diesen Verzögerungsgliedern? z.B. um Schieberegister. An jedem Ausgang kommt das Signal einen Takt später an.
Kaffeemann schrieb: > Abtasten kenn ich nur von Sample und Hold Schaltungen. Wie ist das > abtasten denn hier gemeint? In einem digitalen Abtastsystem hast du das Signal entsprechend der Abtastfrequenz nur zu diskreten Zeitpunkten vorliegen. Die Sample-Schaltung pickt sich aus einem zeitkontinuierlichen System den Wert zu diskreten Abtastzeitpunkten heraus und stellt damit das Verbindungsglied zwischen zeitkontinuierlichem und zeitdiskretem System dar. Den Halteteil braucht man nur, wenn z.B. ein AD-Wandler den abgetasteten Analogwert stabil über längere Zeit benötigt, um ihn zu digitalisieren.
Also: Jedes dieser Verzögerungsglieder bewirkt eine "Verzögerung" am Ausgang in dem Sinne, dass die Signale erst nach einer Taktflanke übernommen werden. Ist es das was ich in der Digitaltechnikvorlesung gelernt habe?
Kaffeemann schrieb: > Werden solche Filter diskret aufgebaut oder in FPGA's > programmiert? Je nach dem, wie schnell man es braucht. Diskret wird man es - bis auf wenige Ausnahmen - wohl kaum noch machen. Man kann auch in einem µC rechnen. Gerade bei niedrigen Frequenzen ist das die einfachste Lösung.
Kaffeemann schrieb: > Jedes dieser Verzögerungsglieder bewirkt eine "Verzögerung" am Ausgang > in dem Sinne, dass die Signale erst nach einer Taktflanke übernommen > werden. Die Übernahme eines Signales erst mit einer Taktflanke bezeichnet man üblicherweise als Synchronisation (zum Verarbeitungstakt). Ein Verzögerungsglied in digitalen Filtern verzögert ein Signal um ganzzahlige Vielfache der Taktperiode.
Hallo Wolfgang geht das aber schonmal in die richtige Richtung mit der Synchronisation? Wie wird diese Verzögerung denn genau realisiert? Kannst du mir ein Schaltungsbeispiel zeigen?
Ein Verzögerungsglied stellt einen Zwischenspeicher dar und speichert immer den Wert von einem Abtastzyklus zum nächsten. Wenn du Z.B. ein FIR-Filter hast, besteht dein Ausgangswert y[k] nur aus dem aktuellen Eingangswert x[k] und vergangenen Eingangswerten ( x[k-1], x[k-2], ... ) gewichtet mit den Filterkoeffizienten. Damit du die vergangenen Werte für die Berechnung zur Verfügung hast, musst du diese zwischenspeichern. Ein Bsp. in Software:
1 | // Filterkoeffizienten
|
2 | float b0 = 0.5; |
3 | float b1 = 0.5; |
4 | |
5 | float fir(float x) |
6 | {
|
7 | static float x_old = 0; // Zwischenspeicher (z^-1) |
8 | |
9 | float y = x * b0 + x_old * b1; |
10 | x_old = x; |
11 | return y; |
12 | }
|
Kaffeemann schrieb: > Wie wird diese Verzögerung denn genau realisiert? Kannst du mir ein > Schaltungsbeispiel zeigen? Hier (Fig.1 S.28) werden D-Flipflops eingesetzt, um ein Signal um 1..8 Takte zu verzögern. http://archive.cmb.ac.lk/research/bitstream/70130/3256/1/2006Paper13.pdf
Also werden einfach mehrere D FF's hintereinander geschaltet um die gewünschte Verzögerung zu erhalten? Was genau machen denn die XOR Gatter ?
Kaffeemann schrieb: > Was genau machen denn die XOR Gatter? In dem verlinkten Beispiel stellen die ein Eingangssignal für die Verzögerungskette zur Verfügung.
Kaffeemann schrieb: > In digitalen Filtern findet man ständig Verzögerungsglieder. Um was > genau handelt es sich bei diesen Verzögerungsgliedern? Wieso werden sie > in digitale Filter implementiert und wie realisiert man das? Digitale Filter werden oft in Software realisiert, d.h. als Programm auf einem Mikroprozessor. Die Abtastwerte stehen dann als Variablen im Speicher. z hoch -1 heisst einfach nur: nimm den vorherigen Wert. Wenn dann nach Ablauf der Zeit T ein neuer Wert aufgenommen wird, werden vorher die alten alle im Speicher um eins nach hinten geschoben.
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