Was sind Verzögerungsglieder?

Gast #4260044
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In digitalen Filtern findet man ständig Verzögerungsglieder. Um was 
genau handelt es sich bei diesen Verzögerungsgliedern? Wieso werden sie 
in digitale Filter implementiert und wie realisiert man das?

Habe genug recherchiert aber finde keine befriedigende Antwort ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Fir_filter_df1.png

Hier als z hoch -1
Gast #4260060
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Abtasten kenn ich nur von Sample und Hold Schaltungen. Wie ist das 
abtasten denn hier gemeint?

Ich gib ein Signal in ein FlipFlop und nach einer Verzögerung erscheint 
es am Ausgang. Ist das richtig?
Gast #4260070
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Kaffeemann schrieb:
> Abtasten kenn ich nur von Sample und Hold Schaltungen. Wie ist das
> abtasten denn hier gemeint?

In einem digitalen Abtastsystem hast du das Signal entsprechend der 
Abtastfrequenz nur zu diskreten Zeitpunkten vorliegen. Die 
Sample-Schaltung pickt sich aus einem zeitkontinuierlichen System den 
Wert zu diskreten Abtastzeitpunkten heraus und stellt damit das 
Verbindungsglied zwischen zeitkontinuierlichem und zeitdiskretem System 
dar. Den Halteteil braucht man nur, wenn z.B. ein AD-Wandler den 
abgetasteten Analogwert stabil über längere Zeit benötigt, um ihn zu 
digitalisieren.
Gast #4260073
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Also:

Jedes dieser Verzögerungsglieder bewirkt eine "Verzögerung" am Ausgang 
in dem Sinne, dass die Signale erst nach einer Taktflanke übernommen 
werden. Ist es das was ich in der Digitaltechnikvorlesung gelernt habe?
Gast #4260078
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Kaffeemann schrieb:
> Jedes dieser Verzögerungsglieder bewirkt eine "Verzögerung" am Ausgang
> in dem Sinne, dass die Signale erst nach einer Taktflanke übernommen
> werden.

Die Übernahme eines Signales erst mit einer Taktflanke bezeichnet man 
üblicherweise als Synchronisation (zum Verarbeitungstakt). Ein 
Verzögerungsglied in digitalen Filtern verzögert ein Signal um 
ganzzahlige Vielfache der Taktperiode.
Gast #4260085
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Ein Verzögerungsglied stellt einen Zwischenspeicher dar und speichert 
immer den Wert von einem Abtastzyklus zum nächsten.

Wenn du Z.B. ein FIR-Filter hast, besteht dein Ausgangswert y[k] nur aus 
dem aktuellen Eingangswert x[k] und vergangenen Eingangswerten ( x[k-1], 
x[k-2], ... ) gewichtet mit den Filterkoeffizienten. Damit du die 
vergangenen Werte für die Berechnung zur Verfügung hast, musst du diese 
zwischenspeichern.

Ein Bsp. in Software:
1
// Filterkoeffizienten
2
float b0 = 0.5;
3
float b1 = 0.5;
4

5
float fir(float x)
6
{
7
   static float x_old = 0; // Zwischenspeicher (z^-1)
8

9
   float y = x * b0 + x_old * b1;
10
   x_old = x; 
11
   return y;
12
}
Angehängte Dateien:
Gast #4260382
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Kaffeemann schrieb:

> In digitalen Filtern findet man ständig Verzögerungsglieder. Um was
> genau handelt es sich bei diesen Verzögerungsgliedern? Wieso werden sie
> in digitale Filter implementiert und wie realisiert man das?

Digitale Filter werden oft in Software realisiert, d.h. als Programm auf 
einem Mikroprozessor. Die Abtastwerte stehen dann als Variablen im 
Speicher. z hoch -1 heisst einfach nur: nimm den vorherigen Wert.

Wenn dann nach Ablauf der Zeit T ein neuer Wert aufgenommen wird, werden 
vorher die alten alle im Speicher um eins nach hinten geschoben.

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