Hallo Leute,
ich habe da einmal eine spezielle Frage.
Ich habe ein Objekt, das wie eine Pyramide aussieht, aber sechs Seiten
statt vier einer Pyramide besitzt.
Auf jeder Seite sitzen Solarzellen - Jede Seite stellt einen eigenen
String da. Jeder String hat einen eigenen MPP Tracker mit einer
Booststufe (aufbauend auf einem µC) - also alles sechs fach vorhanden.
Die Pyramide ist Stationär und kann nicht zusätzlich zur Sonne
ausgerichtet werden. Output jedes Strings Mit MPP Bost Stufe ist im MPP
24Vdc bei ~2A (also knapp unter 50W).
Aktuell sind alle Ausgänge über Dioden "verodert", so das "der höchste
und kräftigste" Regler gewinnt.
Jetzt würde ich aber gerne, auch die wesentlich weniger Energie des
Nachbarstrings mit verwenden, bzw im Übergang der Sonne von zwei Strings
eher die Summe beider Strings haben wollen. Jetzt habe ich unter
Umständen nur einen Bruchteil von 50W da ein String noch nicht voll
bestrahlt wird, ein anderer aber zu wenig liefert - was die Energiemenge
nicht immer ausreichen lässt. - Und das ist leider schlecht :-(
Meine Idee wäre aktuell den Ausgangs der MPP Boost Stufe als so genannte
"Constant Current Constant Voltage" Ausgang umzudesignen, in der
Hoffnung, das ich so die Zusätzliche Veroderungsdiode entfernen kann
(was schon rund 1-2W Eff. pro String ausmacht) und so auch die Energie
von mehreren (nicht optimal ausgerichteten) Strings nutzen kann.
Ich habe gesehen, das es spezielle Chips von u.A. TI gibt, habe aber die
Hoffnung, das ich die Funktionalität auch im µC abbilden kann. - alleine
schon weil diese Chips gar nicht mal einfach für Privatleute
aufzutreiben sind und genauso viel kosten wie der µC samt
Leistungsentstufe.
Vielleicht auch noch gut zu wissen ist, das die µCs der MPPs an einem
seriellen Bus hängen (RS485) und so auch eine Kommunikation möglich
wäre. Es gibt neben der eigentlich zu versorgenden Last auch ein Akku
der einen bidirektionalen Lade / Entladeregler hat, so das die 24V auch
ohne Sonne anstehen könnten. Die Last braucht <10W und per RS485 wird
dem Lade/Entladeregler gesagt wieviel Energie er sich zum Laden nehmen
darf so das die Last immer versorgt ist.
Geht das, so wie ich mir das vorstelle?
Warum so kompliziert? Scheint die Sonne bei dir 360°?
Warum nicht so, wie es alle machen, nämlich mit nur einem, dafür aber
richtig dimensionierten und ausgerichteten Solarpanel (maximal zwei)?
Hallo tmomas,
ich sagte zwar stationär, doch damit meinte ich das es keine aktive
Nachführung / Ausrichting zur Sonne gibt.
Es ist jedoch eine schwimmfähige Plattform, die sich durch Strömung und
Wind ggf drehen kann.
Marc schrieb:> und so auch die Energie> von mehreren (nicht optimal ausgerichteten) Strings nutzen kann.
Was du suchst ist im Prinzip eine Netzeinspeisung - aber fertig gibt es
das wohl nur für 230V-Wechselstromnetze, das dürfte sich bei dir nicht
lohnen ein lokales Netz einzurichten. Es ist aber nicht gesagt, dass das
grösser wird als bisher, es gibt Standalone-Module.
Ansonsten ist es eine Regelaufgabe, jeder Ausgang müsste so geregelt
werden, dass er gerade die verfügbare Leistung in das gemeinsame Netz,
in dem Fall 24V DC, einspeist. Ich glaube nicht, dass man das extern
über RS485 steuern kann (zu langsam), dass müsste der Regler selbst
können. Die Technologie redundanter parallel schaltbarer Netzteile wäre
das Passende (Load balance), aber damit habe ich mich nur als User
(Server) beschäftigt.
Verodern über Dioden zieht nicht die verfügbere Leistung ab,
wahrscheinlich wird immer nur ein Modul benutzt. Diffuses Sonnenlicht
wird so sehr schlecht ausgenutzt.
Georg
Marc schrieb:> die sich durch Strömung und Wind ggf drehen kann.
Also keine Nordseite. Trotzdem wäre erst mal zu überlegen ob die nötige
Energiemenge überhaupt mit dieser Fläche und den zugehörigen Akku auch
für einige trübe Tage reicht.
Marc schrieb:> 24Vdc bei ~2A (also knapp unter 50W).
Die hohe Leistung aus dem Datenblatt wirst Du nur bei Sonne im richtigen
Winkel erzielen. Den Rest würde ich erst mal messen! Wegen 3mA lohnt
sich kein großer Aufwand. Wenn die Leistung jetzt schon knapp ist,
reicht ein Möwenschiss um Deine Anlage außer Betrieb zu setzen.
oszi40 schrieb:> Die hohe Leistung aus dem Datenblatt wirst Du nur bei Sonne im richtigen> Winkel erzielen.
Das erzeuge ich auf dem ersten Test des Aufbaus mit einem Pannel und dem
MPP Tracker.
Hab gerade eben überlegt, das ich aus den sechs Gruppen nur noch drei
mache.
Die gegenüber liegenden Strings werden vor dem Tracker mit Dioden
verodert. Denn die gegenüber liegenden Strings werden vermutlich nie zur
selben Zeit versorgt.
Was meinst du immer mit "verodert"? Schaltest Du auf das stärkste Panel
um?
Wenn die beleuchtete Seite zu wenig Strom liefert, so kommt der
Reststrom normalerweise von den übrigen Panels zusätzlich. Sie entlasten
quasi das Hauptpanel.
Zudem solltest du die Panels so verbinden das die gegenüber verbunden
sind.
Da sich das Ding offenbar dreht wird die Rückseite somit kaum Sonne
bekommen und somit unbrauchbar.
Aber normalerweise macht man an die Plusleitung jedes "Strings" eine
fette Diode, und die Dioden-Kathodenseite wird mit den anderen Dioden
Richtung Verbraucher verbunden, ggf. Pufferakku. Fertig...
Was macht denn die Boje, wenn es mal einige Tage lang Schmuddelwetter
gibt? Wenn es schon bei Sonnenschein grenzwertige Engpässe gibt, dürfte
die Reserve gegenüber ausgedehnt eingeschränkter Einstrahlung bei Null
liegen?
Falls die Boje nur die Sonnenstunden erfassen soll, wäre das ja ok.
Ergo: Da brauchts etwas mehr an Infos von deiner Seite, gerade was den
Einsatzzweck innerhalb welcher Rahmenbedingungen betrifft...
Marc schrieb:> Jeder String hat einen eigenen MPP Tracker> Aktuell sind alle Ausgänge über Dioden "verodert", so das "der höchste> und kräftigste" Regler gewinnt.
Nein. Wenn es MPP Tracker sind, dann speisen alle 6 Regler ihre maximal
aktuell aus ihrer Solarzelle rausholbare Leistung an diesem Knotenpunkt
(an dem hoffentlich ein Akku hängt) ein.
> Meine Idee wäre aktuell den Ausgangs der MPP Boost Stufe als so genannte> "Constant Current Constant Voltage"
Völlig falsch, wahrscheinlich machen deine angeblichrm MPP Tracker
derzeit so einen Quatsch wenn es nicht funktioniert.
Marc schrieb:> Aktuell sind alle Ausgänge über Dioden "verodert", so das "der höchste> und kräftigste" Regler gewinnt.
Woher weisst du das? Wenn es MPP Lader sind, die ihre Energie in einen
Akku speisen, dann werden alle Lader genau die Energie (abzüglich)
Verlusten in den Akku schieben, die entnehmbar ist. Die Dioden dienen
nur der Rückstromverhinderung.
Hast du das mal gemessen? Sicher dass nur ein Regler Strom liefert?
Dann sind es keine richtigen MPP Laderegler
Marc schrieb:> Jeder String hat einen eigenen MPP Tracker mit einer> Booststufe (aufbauend auf einem µC)
Vieleicht ist da die Crux, manchmal macht es Sinn was funktionierendes
zu kaufen statt alles selbst bauen zu wollen.
MPP bedeutet maximum power point. Ein MPP wandelt also die solare
Leistung so, dass die maximale Leistung aus dem Panel gezogen wird.
Daher kann man MPP parallel haengen. Die jeweils maximale Leistung wird
an diesem Punkt addiert. Ich wuerd da neben einer Batterie auch einen
kleinen Kondensator haben wollen.