Leistungsverlust Kondensator

Gast #4267503
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Kondensatoooor schrieb:
> ja das schon, aber kann man nicht irgendwie schon einmal abschätzen wie
> der Leistungsverlust ist ?

Mit "Leistungsverlust" meinst du die Wirkleistung, die aufgrund 
parasitärer Effekte entsteht und den Kondensator aufheizt?

Bei einer festen Frequenz (unterhalb der Resonanzfrequenz) kannst du den 
Kondensator durch sein Ersatzschaltbild beschreiben.
Entweder Serienersatzschaltbild (C_Ser+R_Ser)
oder Parallelersatzschaltbild (C_Par||R_Par).
Diese Größen kannst du z.B. mit einem LCR-Meter bei der Frequenz messen.

Wenn du die Größen des Parallelersatzschaltbilds kennst, dann ist die 
"Heizleistung" U^2/R_Par, wenn du die Werte des SerienESB kennst ist die 
Heizleistung I^2*R_Ser. U und I sind jeweils die Effektivwerte der 
Spannung am bzw. des Stroms durch den Kondensator.

Die Frequenzabhängigkeit bekommst du, weil die Kenngrößen beim realen 
Kondensator frequenzabhängig sind. R_Ser hat also bei 1kHz einen anderen 
Zahlenwert als bei 100kHz.

Eine allgemeine Formel für die Frequenzabhängigkeit der parasitären 
Größen gibt es meines Erachtens nicht. Man kann sie aber ausmessen, und 
manche Bauelementehersteller liefern recht detaillierte Angaben - im 
Anhang z.B. eine Kurve zu R_Ser von einem Murata Kondensator.
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