Können wir noch einen Schritt zurück gehen? Wir haben es in den letzen Jahrzehnten geschafft - Oder geschaffen ? Wir haben unsere Zukunft geplant und auch schon geschaffen... Können Wir unser Leben so weiterführen, mit Hilfe der Elektronik gescheiter oder dümmer werden ? Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ? Ich bitte um Eure geschätzte Meinung Liebe Grüsse Mani
Mani W. schrieb: > Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ? Nein, aber dafür wie man effizient Analogkartoffeln produziert.
Mani W. schrieb: > Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ? Die Roten Tannenzapfen waren wie immer sehr gut und ertragreich. Die Dänischen Spargel, dieses Jahr erstmalig, sind vielversprechend. Die Vogtländischen Blauen sehen auch gut aus, aber da hat die Wühlmaus eine halbe Reihe weggemacht. Sieglinde bewährt und gut. Laura ist noch drin, mal sehen, ebenso die Roten Pommern. Die Agria ist jetzt nach 3 Jahren überaltert, aber wahrscheinlich mach ich die auch nicht wieder. Sieglinde ist besser. Blaue Schweden kommen in unserem Boden nicht gut, die schwedische Amanda würde ich nochmal probieren, mit der finnischen Cara hatte ich kein Glück. Ebenso Versuche mit nepalesischen und chilenischen Sorten, wird bei unserem Boden nichts. Achja, und Bamberger Hörnchen sind auch immer wieder gut. War es das, was Du wissen wolltest?
Stefan H. schrieb: >> Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ? > > Nein, aber dafür wie man effizient Analogkartoffeln produziert. Noch nicht ganz. Manchen Verbrauchern, wie etwa Kantinen und Caterern, wäre es ganz recht, wenn sie kubisch in standardisierten Massen vom Feld kämen.
Mani W. schrieb: > Können Wir unser Leben so weiterführen, mit Hilfe der Elektronik > gescheiter oder dümmer werden ? Wann hast du das letzte Mal ein Schwein erlegt, zerlegt und dessen passendes Ende in schmackhaften Schinken umgewandelt? Falls das noch nie der Fall gewesen sein sollte: Betrachtest du dich deshalb als dümmer als deine Vorfahren? PS: Aber jenseits des Begriffs der Dummheit pflichte ich dir bei. Beim Untergang unserer Zivilisation haben die Bewohner der sogenannten dritten Welt die besseren Karten.
Die Süsskirschen waren dieses Jahr deutlich mehr und lecker. Kartoffelanbau beim Kumpel hat auch gut funktioniert. Leider sind die Äpfel von Baum 3 voller Maden, aber dafür sehen die Pflaumen zahlreich und lecker aus, sind wohl nächste oder übernächste Woche soweit. Himbeeren und Brombeeren gibt es im Moment jede Woche eine schöne Schachtel. Das gute an einer Zivilisation mit Speichern (Pergamentrollen, Bücher, Festplatten, Internet usw.) ist die Ansammlung und Akkumulation von Wissen. Nur, weil es viele Innovationen gibt (obwohl sich das in den letzten Jahrzehnten wieder verlangsamt) heisst das ja nicht, das altes Wissen verlorengeht. Ob es sich allerdings lohnt, Socken zu stopfen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich tue das nicht mehr, obwohl ich es in der Schule noch gelernt habe.
Matthias S. schrieb: > Die Süsskirschen waren dieses Jahr deutlich mehr und lecker. Lecker schon, aber wir hatten kaum Regen und deshalb nur verhalten wenig Ertrag. Und dann hat es genau vor der Ernte doch noch 3 Tage durchgeregnet, so dass viele Kirschen aufgeplatzt sind :-( > Leider sind die Äpfel von Baum 3 voller Maden Auf dem Jakob-Fischer war nicht viel zu holen, Der Klarapfel verbrannte, vertrocknete und verfaulte schon am Baum, Gravensteiner sind ok, Die Gewürzluiken und der Jakob-Lebel kommen dieses Jahr schon viel früher, die Bohnäpfel und Brettacher sehen gut aus, aber die brauchen noch eine geraume Zeit. > Leider sind die Äpfel von Baum 3 voller Maden Für Most-Obst gibt es überraschende 10€ pro Doppelzentner ;-) > dafür sehen die Pflaumen zahlreich und lecker aus, sind wohl nächste > oder übernächste Woche soweit. Die sind doch schon durch. Auf jeden Fall gibts heute schon zum dritten Mal Plaumenkuchen. > Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ? Wissen schon, aber es lohnt sich nicht mehr. Vor allem merkt man es den Kartoffeln am wenigsten an, ob sie im heimischen Garten ohne Biozide hergestellt wurden. Das Gemüse, das meine Angetraute angebaut hat, passt in ein (größeres) Gewächshaus und ein (größeres) Hoochbeet: Lauch, Zwiebel, Tomaten, Gurken, Paprika, Karotten, Salate, Kohl, Zuchini...
Lothar M. schrieb: > Vor allem merkt man es den > Kartoffeln am wenigsten an, ob sie im heimischen Garten ohne Biozide > hergestellt wurden. ... und wundern sich warum sie Krebs Alzheimer, Gicht und sonstige Krankheiten bekommen. Nicht speziell auf Kartoffeln, sondern alles was man so im Supermarkt kaufen kann ist ungesund. Man ist was man isst. Man isst über Jahrzehnte giftige Substanzen und braucht sich dann wirklich nicht wundern warum man schlimme Krankheiten bekommt, die einem Jahrzehnte im Alter quälen und langsam sterben lassen.
Lothar M. schrieb: >> dafür sehen die Pflaumen zahlreich und lecker aus, sind wohl nächste >> oder übernächste Woche soweit. > Die sind doch schon durch. Auf jeden Fall gibts heute schon zum dritten > Mal Plaumenkuchen. Hängt wohl von der Gegend ab. Z.B. ist es in Hessen wohl schon soweit, aber hier in Berlin dauerts noch. Freu mich auch schon auf Pflaumenkuchen :-) Jedenfalls hat sich, seitdem ich den Garten habe, doch ein deutliches 'Zurück zu den Wurzeln' hier breitgemacht. Während ich vorher etwa 15 Jahre mehr oder weniger nur hinterm Rechner gesessen habe, drängts mich jetzt immer wieder, mir die Hände in der Erde schmutzig zu machen - von der interessanten Tierwelt mal ganz abgesehen. Anbei ein Foto eines Malerfilz Diebes...
Markus M. schrieb: > alles was man so im Supermarkt kaufen kann ist ungesund. Das so pauschal zu sagen sehe ich als Paranoia. Mir schmeckt das selbstgemachte Zeug einfach besser. Und das ist mir den Aufwand wert. Markus M. schrieb: > Man isst über Jahrzehnte giftige Substanzen und braucht sich dann > wirklich nicht wundern warum man schlimme Krankheiten bekommt, die einem > Jahrzehnte im Alter quälen und langsam sterben lassen. Nicht das Essen lässt einen langsam sterben, sondern das Gesundheitswesen. Denn an Kranken verdient man da am Besten. Das ist mit ein Grund, warum wir heute "kränker" sind: wir werden auch mit schwerer Krankheit länger am Leben gehalten... Wenn heute ein 80-jähriger stirbt, dann nicht einfach nur wegen des Alters, sondern er muss an einer Krankheit oder einem Herzversagen oder einem Schlaganfall gestorben sein.
Wir wissen wesentlich besser wie man Kartoffeln anbaut, als unsere Vorfahren: http://www.unika-ev.de/index.php?option=com_content&view=article&id=88&Itemid=184 Kartoffelertrag pro ha hat sich ca. verdreifacht seit 1902. Die dadurch freiwerdenden Flächen stehen jetzt für Ökobauernhöfe und Aussteigerprojekte zur Verfügung. "Zurück zu den Wurzeln" bedeutet: Hunger, Krankheit, Armut.
>wenn sie kubisch in standardisierten Massen vom Feld kämen.
Für Tomaten gibt es das schon. In der Folge "Monk auf Rädern" sieht man
in einem Agrarlabor rechteckige Tomaten, wo Monk begeistert über die
Symmetrie ist.
Lothar M. schrieb: > Nicht das Essen lässt einen langsam sterben, sondern das > Gesundheitswesen. Ja, das liegt in der Natur der Sache. Leben verlängern zu können bedeutet in Alter oft, Krankheit zu verlängern. Wobei das ein sehr wohl ein lebenswertes Leben sein kann, nicht Siechtum bedeuten muss. Ein gutes Gesundheitssystem macht prinzipbedingt krank, statistisch betrachtet. Ein Beispiel, las ich vor Jahren mal: Land X hat ein begrenztes Kontingent an Dialysegeräten, mit Warteschlange. Wer zu alt dafür ist oder zu lange warten muss, der stirbt. Ab da zählt er in der Statistik als tot, nicht als krank. Land Y hat genug Dialysegeräte und schleppt sie alle auf lange Zeit durch. Land Y hat also mehr Kranke als Land X - darf Land X folglich als gesünder gelten, habe also das bessere Gesundheitssystem? > Denn an Kranken verdient man da am Besten. Ja, spielt eine Rolle, aber das ist ein Sekundäreffekt. Das Prinzip bleibt auch ohne Geldfrage erhalten. So lange man nicht auf Soylent Green setzt.
Luther B. schrieb: > Wir wissen wesentlich besser wie man Kartoffeln anbaut, als unsere > Vorfahren: Sicher, aber wenn die industrielle Infrastruktur und die Logistik im Eimer sind, dann nützt das nur noch begrenzt. Sei es, weil die Information nicht mehr leicht zugänglich ist. Sei es, weil einige verwendeten Methoden nicht mehr einsetzbar sind: Sei es, weil kein geeignetes selbst fortpflanzungsfähiges Saatgut mehr existiert. > "Zurück zu den Wurzeln" bedeutet: Hunger, Krankheit, Armut. Ja.
☞ J-A von der H. schrieb: > wir werden alle sterben... Ja, und wie hiess es bei "Schreinemakers ihre Schwester" Wir sind alle krank. Wir werden alle an demselben sterben: Wir haben: Das Leben.
Oh, ist es wieder Zeit für den Untergang des Abendlandes? Markus M. schrieb: > Man isst über Jahrzehnte giftige Substanzen und braucht sich dann > wirklich nicht wundern warum man schlimme Krankheiten bekommt, die einem > Jahrzehnte im Alter quälen und langsam sterben lassen. Ich halte Waren aus dem Supermarkt nicht per se für minderwertig oder gar giftig. Maggi-Fix Tütchen und Fertigpizzen brauch ich zwar auch nicht, aber, oh Wunder: es gibt auch bei Edeka & Co. noch "richtige" Zutaten zum Selberkochen. Ich weiß, passt nicht ins Weltbild wenn junge Generationen sich nicht über einen Kamm scheren lassen. Was ich aber meide wie die Pest sind Bio-Produkte. Ich halte diese für Abzocke. Ich hab eher das Gefühl es gibt ein kleines Back-to-the-roots: Immer mehr Leute, vor allem Junge (20+) bauen wieder selbst an, im Garten oder auf dem Balkon. Subjektiv haben heute mehr Leute einen Grünen Daumen als bspw. in den 90ern, zu Hochzeiten von Fastfood und Fertigessen. Aber: pessimistischer Mensch ist pessimistisch. Edit: Die subjektive hohe Krankenrate im Alter liegt natürlich an der hohen Lebenserwartung des Einzelnen, aber das wurde ja oben schon ausreichend dargelegt. Wer mit 40 abtritt braucht natürlich später nicht jahrzehntelang Medikamente nehmen...
Luther B. schrieb: > Wir wissen wesentlich besser wie man Kartoffeln anbaut, als unsere > Vorfahren Zum Beispiel, indem wir sie totspritzen, damit das Kraut gleichmäßig abstirbt. Das Spritzmittel wird über die Blätter aufgenommen, in die Wurzeln und Knollen transportiert und stoppt dort den Stoffwechsel. Das Spritzmittel ist natürlich biologisch durch Bakterien abbaubar. Im Boden. Und in den Knollen? Laßt es euch schmecken. Lothar M. schrieb: > Wissen schon, aber es lohnt sich nicht mehr. Vor allem merkt man es den > Kartoffeln am wenigsten an, ob sie im heimischen Garten ohne Biozide > hergestellt wurden. Vergiß es. Den Geschmack von selbstgemachten Pommes aus frisch geernteten Kartoffeln oder Pellkartoffeln gerade aus der Erde geholt bekommst Du niemals mit einer Supermarktkartoffel hin. So abgestorben kann der Geschmacksinn gar nicht sein.
Timm T. schrieb: > Vergiß es. Den Geschmack von selbstgemachten Pommes aus frisch > geernteten Kartoffeln oder Pellkartoffeln gerade aus der Erde geholt > bekommst Du niemals mit einer Supermarktkartoffel hin. So abgestorben > kann der Geschmacksinn gar nicht sein. Doppelblindversuch?
Und während Hans und Hänschen sich hier noch einen Kopf über Kartoffeln und Bio-Produkte und deren eventuelle vor- oder nachteile Wirkung aufs Allgemeinbefinden bzw. die Gesundheit machen, tönt es von anderer Seite schon längst "Wir haben die Kontrolle verloren!" Da wird es dann wohl demnächst heißen, rette sich wer kann! Wir sind bestürzt und sind beklommen, Hippie-Land hat sich wohl ein wenig übernommen.
g. c. schrieb: > Wir sind bestürzt und sind beklommen, ☞ J-A von der H. schrieb: > wir werden alle sterben...
Ich frage mich immer warum unsere Vorfahren kaum älter als 30 geworden sind, wo doch alles noch so unverseucht und absolut BIO war. Mit 30 ist Krebs, Gicht und Allzheimer noch nicht wirklich ein Thema. Das sind Alterskrankheiten die wir bekommen weil unsere Lebensumstände so über alle Maßen hervorragend geworden sind. Unsere gesammte Genetik hatte niemals den Selektionsdruck im Alter noch funktionieren zu müssen. Im Gegenteil, die schnell sterbenden Arten passen sich viel besser an neue Umweltbedingungen an als die Langlebigen. Blöd für den Einzelnen, gut für die Art. Packen wir noch die Ernährungsbedingten Krankheiten rauf die durch 'einfach viel zu viel von allem' verursacht werden und den wissenschaftlich überhaupt nicht herstellbaren Bezug zwischen Vitalität und Bio Ernährung weiß ich nicht woher diese Überzeugungen kommen. Das ist doch alles nur Gewissensberuhigung weil wir zu den 10% der Weltbevölkerung gehören die 80% der Recourcen verbrauchen. Ja, meinetwegen werden Kriege um Bodenschätze geführt, aber dafür verteidige ich die Rechte des Mastschweines. Schön, wenn man sich dann besser fühlt, kann man das ja machen. Ich persönlich finde das so sinnvoll wie im dunkeln zu pfeifen.
A. K. schrieb: > ☞ J-A von der H. schrieb: >> wir werden alle sterben... Denken sich polemisch diejenigen, die saturiert im Elfenbeimturm sitzen, während der Rest (der Pöbel) sich dann um alles kloppen darf, was einst sebstverständlich war. Ist eigentlich das Münchner Oktoberfest schon abgesagt?
A. K. schrieb: > Doppelblindversuch? Eine heiße Pellkartoffel spürt man auch mit geschlossenen Augen. ;-) mfG Paul
g. c. schrieb: > Ist eigentlich das Münchner Oktoberfest schon abgesagt? Sicher nach dem Wochende. MfG Paul
Paul B. schrieb: > g. c. schrieb: >> Ist eigentlich das Münchner Oktoberfest schon abgesagt? > > Sicher nach dem Wochende. Die Festzelte werden anderweitig gebraucht. Statt Schweinshaxe gibt es dieses Jahr Ziegenkeulen...
g. c. schrieb: > Ist eigentlich das Münchner Oktoberfest schon abgesagt? Bietet sich an. http://www.der-postillon.com/2015/09/munchen-zeltstadt-auf-theresienwiese.html
Die Kartoffel als Stein des Anstoßes? Mani W. schrieb: > Können Wir unser Leben so weiterführen, mit Hilfe der Elektronik > gescheiter oder dümmer werden ?
A. K. schrieb: > PS: Aber jenseits des Begriffs der Dummheit pflichte ich dir bei. Beim > Untergang unserer Zivilisation haben die Bewohner der sogenannten > dritten Welt die besseren Karten. Glaube ich nicht unbedingt. Solange das Wissen noch vorhanden ist, warum und wie etwas funktioniert, und nicht nur "dass" etwas funktioniert, ist das ein elementarer Vorteil. Vorausgesetzt du bist nicht die einizge Person, sondern es sind ein paar Fehlversuche möglich. Und sowas wie ein Schwein zu schlachten dürfte zwar für die meisten Normalbürger aktuell noch ein außerordentliches Problem darstellen. Aber wenn du das machen 'musst' (weil es eben ums Überleben geht), ist sowas kein Problem mehr. Ich habe sowas schon selber erlebt, wenn du z.B. als absoluter Blut-Phobiker im Notfall jemanden versorgen musst bei dem das Fleisch in Fetzen hängt, dann geht das doch irgendwie. Oder frag die Zivildienstleistenden, die früher von Null auf nix einen RTW fahren mussten und direkt zum Ort des Geschehens berufen wurden.
Thomas W. schrieb: > Aber wenn du das machen 'musst' (weil es eben ums Überleben geht), > ist sowas kein Problem mehr. Es ist nicht so sehr das Problem, das Viech tot zu kriegen, wenn es nicht fliehen kann. Aber schon danach wirds interessant, weil man ohne Erfahrung wahrscheinlich erst einmal ein paar Exemplare beim Versuch versaut, sie aufzukriegen. Und wenn du das Viech dann mal in Einzelteilen hast und nicht gleich alles en bloc wegfuttern kannst, dann geht es darum, das Fleisch haltbar zu machen. Ich hatte den Schinken erwähnt. Auch da wirst du zunächst Generationen von Fliegeneltern hoch beglückt darüber sehen, wie gut du ihren Nachwuchs versorgst, bis du ohne Anleitung den Dreh raus hast. Nope, da steckt schon Knowhow drin. Der Mensch hatte sein Grosshirn auch damals schon gebraucht. Beim Barras haben sie für den Betrieb der Gulaschkanonen keine gelernten Köche verpflichtet, sondern gelernte Metzger. So schmeckte es dann zwar auch, aber die Chancen standen besser, dass im Einsatz draussen mit lebenden Viechern als Rohmaterial auch noch was draus wird. Kann man alles lernen, keine Frage. Aber wär besser, wenn noch jemand da ist, der Kenntnisse hat. Oder zumindest Informationsmaterial existiert, das ohne Internet noch funktioniert. Geh mal davon aus, dass Wikipedia & Co grad nicht verfügbar sind und entsprechende Bücher auf Papier kaum noch existieren.
Mani W. schrieb: > Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ? Ja, aber nur bei couchpotatoes. :-)
Mani W. schrieb: > Können wir noch einen Schritt zurück gehen? Anhand der Bewertung ist das stark anzunehmen!
A. K. schrieb: > Beim Barras haben sie für den Betrieb der > Gulaschkanonen keine gelernten Köche verpflichtet, sondern gelernte > Metzger. Hmm, bei uns haben sie die eher in die Funkwerkstatt gesetzt. Gelernte Elektromechaniker hatten dann andere Aufgaben...
Das soll jetzt nicht herablassend klingen, aber ist das nicht ein Städterproblem? Wo kein Platz ist hat halt sowas wie Gärtnern - nunja, keinen Platz. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und kann mein eigenes Gemüse anbauen. Wenn ich rausgehe kann ich mich an selbst gezogenen Chilis aller Art bedienen, die gibt es schlicht in D als Frucht kaum zu kriegen. So viel anders ist anderes Grünzeug auch nicht. Eher einfacher weil man heimische Pflanzen nicht mit Kunstlicht vorzüchten muss. Als Dünger dient Kaninchenkot und der moderne Flüssigdünger ist dann eben Kaninchenpisse. Geht auch und kostet nix. Küchenabfälle kriegen wieder die Kaninchen, schon ist der Kreislauf geschlossen. Ein Schwein zerlegen kann ich nicht, aber ein Huhn zu schlachten traue ich mir zu, habe ich oft genug auf Farmen gesehen. Fische sowieso, das lernt jeder, der mal eine Angel in der Hand hatte. Das erste Mal ist eklig, danach versucht man die Schwimmblase so zu entnehmen, dass sie heil bleibt und einen möglichst lange mit ihrem Anblick auf dem Wasser erfreut. Hat mir mein Opa gelernt. Ich glaube aber auch, dass die älteren Semester grad in praktischen Dingen Wissen haben, das wir heute nicht mehr haben. Oder aber: Die Arbeitsteilung wird weiter ausgebaut. Das hat uns die vergangenen Jahrtausende weitergebracht. Warum sollte es also plötzlich den Elektroniker kümmern wie er aus einem Ackerboden wass essbares macht? Der entwickelt das Display, das den Landwirt mit dem neuesten Blockbuster beglückt während der GPS-gesteuerte Case-Traktor das Feld bestellt. Selbst erlebt. Das Teil nimmt man raus, programmiert es daheim und am Feld angekommen setzt man sich rein und kann derweil was anderes machen. Passiert alles vollautomatisch. Der Elektroniker sorgt dafür, dass der Landwirt was zum Arbeiten hat. Der Landwirt sorgt dafür, dass der Elektroniker was zum beißen hat. Warum muss man da jetzt ein Theater machen? Das Wissen ist immer noch da, es wird nur weiter spezialisiert.
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