Forum: Offtopic Können wir noch einen Schritt zurück gehen ?


von Mani W. (e-doc)


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Können wir noch einen Schritt zurück gehen?


Wir haben es in den letzen Jahrzehnten geschafft - Oder geschaffen ?

Wir haben unsere Zukunft geplant und auch schon geschaffen...


Können Wir unser Leben so weiterführen, mit Hilfe der Elektronik
gescheiter oder dümmer werden ?

Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ?



Ich bitte um Eure geschätzte Meinung

Liebe Grüsse
Mani

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Mani W. schrieb:
> Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ?

Nein, aber dafür wie man effizient Analogkartoffeln produziert.

von Timm T. (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ?

Die Roten Tannenzapfen waren wie immer sehr gut und ertragreich. Die 
Dänischen Spargel, dieses Jahr erstmalig, sind vielversprechend. Die 
Vogtländischen Blauen sehen auch gut aus, aber da hat die Wühlmaus eine 
halbe Reihe weggemacht. Sieglinde bewährt und gut. Laura ist noch drin, 
mal sehen, ebenso die Roten Pommern. Die Agria ist jetzt nach 3 Jahren 
überaltert, aber wahrscheinlich mach ich die auch nicht wieder. 
Sieglinde ist besser.

Blaue Schweden kommen in unserem Boden nicht gut, die schwedische Amanda 
würde ich nochmal probieren, mit der finnischen Cara hatte ich kein 
Glück. Ebenso Versuche mit nepalesischen und chilenischen Sorten, wird 
bei unserem Boden nichts.

Achja, und Bamberger Hörnchen sind auch immer wieder gut. War es das, 
was Du wissen wolltest?

von (prx) A. K. (prx)


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Stefan H. schrieb:
>> Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ?
>
> Nein, aber dafür wie man effizient Analogkartoffeln produziert.

Noch nicht ganz. Manchen Verbrauchern, wie etwa Kantinen und Caterern, 
wäre es ganz recht, wenn sie kubisch in standardisierten Massen vom Feld 
kämen.

von (prx) A. K. (prx)


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Mani W. schrieb:
> Können Wir unser Leben so weiterführen, mit Hilfe der Elektronik
> gescheiter oder dümmer werden ?

Wann hast du das letzte Mal ein Schwein erlegt, zerlegt und dessen 
passendes Ende in schmackhaften Schinken umgewandelt?

Falls das noch nie der Fall gewesen sein sollte: Betrachtest du dich 
deshalb als dümmer als deine Vorfahren?

PS: Aber jenseits des Begriffs der Dummheit pflichte ich dir bei. Beim 
Untergang unserer Zivilisation haben die Bewohner der sogenannten 
dritten Welt die besseren Karten.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Die Süsskirschen waren dieses Jahr deutlich mehr und lecker. 
Kartoffelanbau beim Kumpel hat auch gut funktioniert. Leider sind die 
Äpfel von Baum 3 voller Maden, aber dafür sehen die Pflaumen zahlreich 
und lecker aus, sind wohl nächste oder übernächste Woche soweit.
Himbeeren und Brombeeren gibt es im Moment jede Woche eine schöne 
Schachtel.

Das gute an einer Zivilisation mit Speichern (Pergamentrollen, Bücher, 
Festplatten, Internet usw.) ist die Ansammlung und Akkumulation von 
Wissen. Nur, weil es viele Innovationen gibt (obwohl sich das in den 
letzten Jahrzehnten wieder verlangsamt) heisst das ja nicht, das altes 
Wissen verlorengeht.
Ob es sich allerdings lohnt, Socken zu stopfen, muss jeder für sich 
selbst entscheiden. Ich tue das nicht mehr, obwohl ich es in der Schule 
noch gelernt habe.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> Die Süsskirschen waren dieses Jahr deutlich mehr und lecker.
Lecker schon, aber wir hatten kaum Regen und deshalb nur verhalten wenig 
Ertrag. Und dann hat es genau vor der Ernte doch noch 3 Tage 
durchgeregnet, so dass viele Kirschen aufgeplatzt sind   :-(

> Leider sind die Äpfel von Baum 3 voller Maden
Auf dem Jakob-Fischer war nicht viel zu holen, Der Klarapfel verbrannte, 
vertrocknete und verfaulte schon am Baum, Gravensteiner sind ok, Die 
Gewürzluiken und der Jakob-Lebel kommen dieses Jahr schon viel früher, 
die Bohnäpfel und Brettacher sehen gut aus, aber die brauchen noch eine 
geraume Zeit.

> Leider sind die Äpfel von Baum 3 voller Maden
Für Most-Obst gibt es überraschende 10€ pro Doppelzentner   ;-)

> dafür sehen die Pflaumen zahlreich und lecker aus, sind wohl nächste
> oder übernächste Woche soweit.
Die sind doch schon durch. Auf jeden Fall gibts heute schon zum dritten 
Mal Plaumenkuchen.

> Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ?
Wissen schon, aber es lohnt sich nicht mehr. Vor allem merkt man es den 
Kartoffeln am wenigsten an, ob sie im heimischen Garten ohne Biozide 
hergestellt wurden.
Das Gemüse, das meine Angetraute angebaut hat, passt in ein (größeres) 
Gewächshaus und ein (größeres) Hoochbeet: Lauch, Zwiebel, Tomaten, 
Gurken, Paprika, Karotten, Salate, Kohl, Zuchini...

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Lothar M. schrieb:
> Vor allem merkt man es den
> Kartoffeln am wenigsten an, ob sie im heimischen Garten ohne Biozide
> hergestellt wurden.

... und wundern sich warum sie Krebs Alzheimer, Gicht und sonstige 
Krankheiten bekommen.
Nicht speziell auf Kartoffeln, sondern alles was man so im Supermarkt 
kaufen kann ist ungesund.

Man ist was man isst.

Man isst über Jahrzehnte giftige Substanzen und braucht sich dann 
wirklich nicht wundern warum man schlimme Krankheiten bekommt, die einem 
Jahrzehnte im Alter quälen und langsam sterben lassen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Lothar M. schrieb:
>> dafür sehen die Pflaumen zahlreich und lecker aus, sind wohl nächste
>> oder übernächste Woche soweit.
> Die sind doch schon durch. Auf jeden Fall gibts heute schon zum dritten
> Mal Plaumenkuchen.

Hängt wohl von der Gegend ab. Z.B. ist es in Hessen wohl schon soweit, 
aber hier in Berlin dauerts noch. Freu mich auch schon auf 
Pflaumenkuchen :-)

Jedenfalls hat sich, seitdem ich den Garten habe, doch ein deutliches 
'Zurück zu den Wurzeln' hier breitgemacht. Während ich vorher etwa 15 
Jahre mehr oder weniger nur hinterm Rechner gesessen habe, drängts mich 
jetzt immer wieder, mir die Hände in der Erde schmutzig zu machen - von 
der interessanten Tierwelt mal ganz abgesehen.
Anbei ein Foto eines Malerfilz Diebes...

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Markus M. schrieb:
> alles was man so im Supermarkt kaufen kann ist ungesund.
Das so pauschal zu sagen sehe ich als Paranoia. Mir schmeckt das 
selbstgemachte Zeug einfach besser. Und das ist mir den Aufwand wert.

Markus M. schrieb:
> Man isst über Jahrzehnte giftige Substanzen und braucht sich dann
> wirklich nicht wundern warum man schlimme Krankheiten bekommt, die einem
> Jahrzehnte im Alter quälen und langsam sterben lassen.
Nicht das Essen lässt einen langsam sterben, sondern das 
Gesundheitswesen. Denn an Kranken verdient man da am Besten. Das ist 
mit ein Grund, warum wir heute "kränker" sind: wir werden auch mit 
schwerer Krankheit länger am Leben gehalten...
Wenn heute ein 80-jähriger stirbt, dann nicht einfach nur wegen des 
Alters, sondern er muss an einer Krankheit oder einem Herzversagen oder 
einem Schlaganfall gestorben sein.

von Luther B. (luther-blissett)


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Wir wissen wesentlich besser wie man Kartoffeln anbaut, als unsere 
Vorfahren:

http://www.unika-ev.de/index.php?option=com_content&view=article&id=88&Itemid=184

Kartoffelertrag pro ha hat sich ca. verdreifacht seit 1902. Die dadurch 
freiwerdenden Flächen stehen jetzt für Ökobauernhöfe und 
Aussteigerprojekte zur Verfügung.

"Zurück zu den Wurzeln" bedeutet: Hunger, Krankheit, Armut.

von Matthias L. (Gast)


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>wenn sie kubisch in standardisierten Massen vom Feld kämen.

Für Tomaten gibt es das schon. In der Folge "Monk auf Rädern" sieht man 
in einem Agrarlabor rechteckige Tomaten, wo Monk begeistert über die 
Symmetrie ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Lothar M. schrieb:
> Nicht das Essen lässt einen langsam sterben, sondern das
> Gesundheitswesen.

Ja, das liegt in der Natur der Sache. Leben verlängern zu können 
bedeutet in Alter oft, Krankheit zu verlängern. Wobei das ein sehr wohl 
ein lebenswertes Leben sein kann, nicht Siechtum bedeuten muss. Ein 
gutes Gesundheitssystem macht prinzipbedingt krank, statistisch 
betrachtet.

Ein Beispiel, las ich vor Jahren mal: Land X hat ein begrenztes 
Kontingent an Dialysegeräten, mit Warteschlange. Wer zu alt dafür ist 
oder zu lange warten muss, der stirbt. Ab da zählt er in der Statistik 
als tot, nicht als krank. Land Y hat genug Dialysegeräte und schleppt 
sie alle auf lange Zeit durch. Land Y hat also mehr Kranke als Land X  - 
darf Land X folglich als gesünder gelten, habe also das bessere 
Gesundheitssystem?

> Denn an Kranken verdient man da am Besten.

Ja, spielt eine Rolle, aber das ist ein Sekundäreffekt. Das Prinzip 
bleibt auch ohne Geldfrage erhalten. So lange man nicht auf Soylent 
Green setzt.

von (prx) A. K. (prx)


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Luther B. schrieb:
> Wir wissen wesentlich besser wie man Kartoffeln anbaut, als unsere
> Vorfahren:

Sicher, aber wenn die industrielle Infrastruktur und die Logistik im 
Eimer sind, dann nützt das nur noch begrenzt. Sei es, weil die 
Information nicht mehr leicht zugänglich ist. Sei es, weil einige 
verwendeten Methoden nicht mehr einsetzbar sind: Sei es, weil kein 
geeignetes selbst fortpflanzungsfähiges Saatgut mehr existiert.

> "Zurück zu den Wurzeln" bedeutet: Hunger, Krankheit, Armut.

Ja.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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wir werden alle sterben...

von (prx) A. K. (prx)


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☞ J-A von der H. schrieb:
> wir werden alle sterben...

.. manche früher, manche später.

von Matthias L. (Gast)


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☞ J-A von der H. schrieb:
> wir werden alle sterben...

Ja, und wie hiess es bei "Schreinemakers ihre Schwester"

Wir sind alle krank. Wir werden alle an demselben sterben:

Wir haben: Das Leben.

von Le X. (lex_91)


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Oh, ist es wieder Zeit für den Untergang des Abendlandes?

Markus M. schrieb:
> Man isst über Jahrzehnte giftige Substanzen und braucht sich dann
> wirklich nicht wundern warum man schlimme Krankheiten bekommt, die einem
> Jahrzehnte im Alter quälen und langsam sterben lassen.

Ich halte Waren aus dem Supermarkt nicht per se für minderwertig oder 
gar giftig.
Maggi-Fix Tütchen und Fertigpizzen brauch ich zwar auch nicht, aber, oh 
Wunder: es gibt auch bei Edeka & Co. noch "richtige" Zutaten zum 
Selberkochen.
Ich weiß, passt nicht ins Weltbild wenn junge Generationen sich nicht 
über einen Kamm scheren lassen.

Was ich aber meide wie die Pest sind Bio-Produkte. Ich halte diese für 
Abzocke.


Ich hab eher das Gefühl es gibt ein kleines Back-to-the-roots:
Immer mehr Leute, vor allem Junge (20+) bauen wieder selbst an, im 
Garten oder auf dem Balkon.
Subjektiv haben heute mehr Leute einen Grünen Daumen als bspw. in den 
90ern, zu Hochzeiten von Fastfood und Fertigessen.

Aber: pessimistischer Mensch ist pessimistisch.


Edit:
Die subjektive hohe Krankenrate im Alter liegt natürlich an der hohen 
Lebenserwartung des Einzelnen, aber das wurde ja oben schon ausreichend 
dargelegt.
Wer mit 40 abtritt braucht natürlich später nicht jahrzehntelang 
Medikamente nehmen...

von Timm T. (Gast)


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Luther B. schrieb:
> Wir wissen wesentlich besser wie man Kartoffeln anbaut, als unsere
> Vorfahren

Zum Beispiel, indem wir sie totspritzen, damit das Kraut gleichmäßig 
abstirbt. Das Spritzmittel wird über die Blätter aufgenommen, in die 
Wurzeln und Knollen transportiert und stoppt dort den Stoffwechsel. Das 
Spritzmittel ist natürlich biologisch durch Bakterien abbaubar. Im 
Boden. Und in den Knollen? Laßt es euch schmecken.

Lothar M. schrieb:
> Wissen schon, aber es lohnt sich nicht mehr. Vor allem merkt man es den
> Kartoffeln am wenigsten an, ob sie im heimischen Garten ohne Biozide
> hergestellt wurden.

Vergiß es. Den Geschmack von selbstgemachten Pommes aus frisch 
geernteten Kartoffeln oder Pellkartoffeln gerade aus der Erde geholt 
bekommst Du niemals mit einer Supermarktkartoffel hin. So abgestorben 
kann der Geschmacksinn gar nicht sein.

von (prx) A. K. (prx)


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Timm T. schrieb:
> Vergiß es. Den Geschmack von selbstgemachten Pommes aus frisch
> geernteten Kartoffeln oder Pellkartoffeln gerade aus der Erde geholt
> bekommst Du niemals mit einer Supermarktkartoffel hin. So abgestorben
> kann der Geschmacksinn gar nicht sein.

Doppelblindversuch?

von G. C. (_agp_)


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Und während Hans und Hänschen sich hier noch einen Kopf über Kartoffeln 
und Bio-Produkte und deren eventuelle vor- oder nachteile Wirkung aufs 
Allgemeinbefinden bzw. die Gesundheit machen, tönt es von anderer Seite 
schon längst

"Wir haben die Kontrolle verloren!"

Da wird es dann wohl demnächst heißen, rette sich wer kann!

Wir sind bestürzt und sind beklommen,
Hippie-Land hat sich wohl ein wenig übernommen.

von (prx) A. K. (prx)


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g. c. schrieb:
> Wir sind bestürzt und sind beklommen,

☞ J-A von der H. schrieb:
> wir werden alle sterben...

von Michael K. (Gast)


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Ich frage mich immer warum unsere Vorfahren kaum älter als 30 geworden 
sind, wo doch alles noch so unverseucht und absolut BIO war.

Mit 30 ist Krebs, Gicht und Allzheimer noch nicht wirklich ein Thema.
Das sind Alterskrankheiten die wir bekommen weil unsere Lebensumstände 
so über alle Maßen hervorragend geworden sind.

Unsere gesammte Genetik hatte niemals den Selektionsdruck im Alter noch 
funktionieren zu müssen.
Im Gegenteil, die schnell sterbenden Arten passen sich viel besser an 
neue Umweltbedingungen an als die Langlebigen.
Blöd für den Einzelnen, gut für die Art.

Packen wir noch die Ernährungsbedingten Krankheiten rauf die durch 
'einfach viel zu viel von allem' verursacht werden und den 
wissenschaftlich überhaupt nicht herstellbaren Bezug zwischen Vitalität 
und Bio Ernährung weiß ich nicht woher diese Überzeugungen kommen.

Das ist doch alles nur Gewissensberuhigung weil wir zu den 10% der 
Weltbevölkerung gehören die 80% der Recourcen verbrauchen.

Ja, meinetwegen werden Kriege um Bodenschätze geführt, aber dafür 
verteidige ich die Rechte des Mastschweines.
Schön, wenn man sich dann besser fühlt, kann man das ja machen.
Ich persönlich finde das so sinnvoll wie im dunkeln zu pfeifen.

von G. C. (_agp_)


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A. K. schrieb:
> ☞ J-A von der H. schrieb:
>> wir werden alle sterben...

Denken sich polemisch diejenigen, die saturiert im Elfenbeimturm sitzen, 
während der Rest (der Pöbel) sich dann um alles kloppen darf, was einst 
sebstverständlich war.

Ist eigentlich das Münchner Oktoberfest schon abgesagt?

von Paul B. (paul_baumann)


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A. K. schrieb:
> Doppelblindversuch?

Eine heiße Pellkartoffel spürt man auch mit geschlossenen Augen.
;-)
mfG Paul

von Paul B. (paul_baumann)


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g. c. schrieb:
> Ist eigentlich das Münchner Oktoberfest schon abgesagt?

Sicher nach dem Wochende.

MfG Paul

von Icke ®. (49636b65)


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Paul B. schrieb:
> g. c. schrieb:
>> Ist eigentlich das Münchner Oktoberfest schon abgesagt?
>
> Sicher nach dem Wochende.

Die Festzelte werden anderweitig gebraucht. Statt Schweinshaxe gibt es 
dieses Jahr Ziegenkeulen...

von (prx) A. K. (prx)


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g. c. schrieb:
> Ist eigentlich das Münchner Oktoberfest schon abgesagt?

Bietet sich an.
http://www.der-postillon.com/2015/09/munchen-zeltstadt-auf-theresienwiese.html

von Mani W. (e-doc)


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Die Kartoffel als Stein des Anstoßes?

Mani W. schrieb:
> Können Wir unser Leben so weiterführen, mit Hilfe der Elektronik
> gescheiter oder dümmer werden ?

von Thomas W. (thomas_v2)


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A. K. schrieb:

> PS: Aber jenseits des Begriffs der Dummheit pflichte ich dir bei. Beim
> Untergang unserer Zivilisation haben die Bewohner der sogenannten
> dritten Welt die besseren Karten.

Glaube ich nicht unbedingt. Solange das Wissen noch vorhanden ist, warum 
und wie etwas funktioniert, und nicht nur "dass" etwas funktioniert, ist 
das ein elementarer Vorteil. Vorausgesetzt du bist nicht die einizge 
Person, sondern es sind ein paar Fehlversuche möglich.

Und sowas wie ein Schwein zu schlachten dürfte zwar für die meisten 
Normalbürger aktuell noch ein außerordentliches Problem darstellen. Aber 
wenn du das machen 'musst' (weil es eben ums Überleben geht), ist sowas 
kein Problem mehr. Ich habe sowas schon selber erlebt, wenn du z.B. als 
absoluter Blut-Phobiker im Notfall jemanden versorgen musst bei dem das 
Fleisch in Fetzen hängt, dann geht das doch irgendwie.
Oder frag die Zivildienstleistenden, die früher von Null auf nix einen 
RTW fahren mussten und direkt zum Ort des Geschehens berufen wurden.

von (prx) A. K. (prx)


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Thomas W. schrieb:
> Aber wenn du das machen 'musst' (weil es eben ums Überleben geht),
> ist sowas kein Problem mehr.

Es ist nicht so sehr das Problem, das Viech tot zu kriegen, wenn es 
nicht fliehen kann. Aber schon danach wirds interessant, weil man ohne 
Erfahrung wahrscheinlich erst einmal ein paar Exemplare beim Versuch 
versaut, sie aufzukriegen.

Und wenn du das Viech dann mal in Einzelteilen hast und nicht gleich 
alles en bloc wegfuttern kannst, dann geht es darum, das Fleisch haltbar 
zu machen. Ich hatte den Schinken erwähnt. Auch da wirst du zunächst 
Generationen von Fliegeneltern hoch beglückt darüber sehen, wie gut du 
ihren Nachwuchs versorgst, bis du ohne Anleitung den Dreh raus hast.

Nope, da steckt schon Knowhow drin. Der Mensch hatte sein Grosshirn auch 
damals schon gebraucht. Beim Barras haben sie für den Betrieb der 
Gulaschkanonen keine gelernten Köche verpflichtet, sondern gelernte 
Metzger. So schmeckte es dann zwar auch, aber die Chancen standen 
besser, dass im Einsatz draussen mit lebenden Viechern als Rohmaterial 
auch noch was draus wird.

Kann man alles lernen, keine Frage. Aber wär besser, wenn noch jemand da 
ist, der Kenntnisse hat. Oder zumindest Informationsmaterial existiert, 
das ohne Internet noch funktioniert. Geh mal davon aus, dass Wikipedia & 
Co grad nicht verfügbar sind und entsprechende Bücher auf Papier kaum 
noch existieren.

von Harald W. (wilhelms)


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Mani W. schrieb:

> Wissen Wir dann noch, wie Kartoffeln angebaut werden ?

Ja, aber nur bei couchpotatoes.
:-)

von Mani W. (e-doc)


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Mani W. schrieb:
> Können wir noch einen Schritt zurück gehen?

Anhand der Bewertung ist das stark anzunehmen!

von Harald W. (wilhelms)


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A. K. schrieb:

> Beim Barras haben sie für den Betrieb der
> Gulaschkanonen keine gelernten Köche verpflichtet, sondern gelernte
> Metzger.

Hmm, bei uns haben sie die eher in die Funkwerkstatt gesetzt.
Gelernte Elektromechaniker hatten dann andere Aufgaben...

von Korbi G. (Firma: Möhrchenzucht) (korbinian_g53)


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Das soll jetzt nicht herablassend klingen, aber ist das nicht ein 
Städterproblem? Wo kein Platz ist hat halt sowas wie Gärtnern - nunja, 
keinen Platz.

Ich bin auf dem Land aufgewachsen und kann mein eigenes Gemüse anbauen. 
Wenn ich rausgehe kann ich mich an selbst gezogenen Chilis aller Art 
bedienen, die gibt es schlicht in D als Frucht kaum zu kriegen.

So viel anders ist anderes Grünzeug auch nicht. Eher einfacher weil man 
heimische Pflanzen nicht mit Kunstlicht vorzüchten muss.

Als Dünger dient Kaninchenkot und der moderne Flüssigdünger ist dann 
eben Kaninchenpisse. Geht auch und kostet nix. Küchenabfälle kriegen 
wieder die Kaninchen, schon ist der Kreislauf geschlossen.

Ein Schwein zerlegen kann ich nicht, aber ein Huhn zu schlachten traue 
ich mir zu, habe ich oft genug auf Farmen gesehen. Fische sowieso, das 
lernt jeder, der mal eine Angel in der Hand hatte. Das erste Mal ist 
eklig, danach versucht man die Schwimmblase so zu entnehmen, dass sie 
heil bleibt und einen möglichst lange mit ihrem Anblick auf dem Wasser 
erfreut. Hat mir mein Opa gelernt. Ich glaube aber auch, dass die 
älteren Semester grad in praktischen Dingen Wissen haben, das wir heute 
nicht mehr haben.


Oder aber: Die Arbeitsteilung wird weiter ausgebaut. Das hat uns die 
vergangenen Jahrtausende weitergebracht. Warum sollte es also plötzlich 
den Elektroniker kümmern wie er aus einem Ackerboden wass essbares 
macht? Der entwickelt das Display, das den Landwirt mit dem neuesten 
Blockbuster beglückt während der GPS-gesteuerte Case-Traktor das Feld 
bestellt. Selbst erlebt. Das Teil nimmt man raus, programmiert es daheim 
und am Feld angekommen setzt man sich rein und kann derweil was anderes 
machen. Passiert alles vollautomatisch.

Der Elektroniker sorgt dafür, dass der Landwirt was zum Arbeiten hat.
Der Landwirt sorgt dafür, dass der Elektroniker was zum beißen hat.

Warum muss man da jetzt ein Theater machen? Das Wissen ist immer noch 
da, es wird nur weiter spezialisiert.

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