Hallo, ich habe folgendes vor: 10 Platinen mit 5V Versorgungsspannung und ca. 0,2 bis 0,5 A jeweils werden an ein Bussystem im Abstand von 1 m gehängt (ergibt nach Adam Riese 9m Gesamtlänge). Ich würde gerne die ganzen Platinen von einem Ende des Buses mit einem einzigen Netzteil (z.B. 5V/10A) versorgen. Dazu sehe ich parallel zum eigentlichen Bus einfach noch ein paar GND und eine 5V Leitung(en) vor. Um Stromschwankungen auszugleichen habe ich mir gedacht, jeder Platine einen etwas größeren Elko zu spendieren und die Frage lautet: Wie groß sollte der sein? Danke, Klaus
Klaus schrieb: > Um Stromschwankungen auszugleichen habe ich mir gedacht, Laß den Strom doch schwanken. Eine Pufferung brauchst Du doch garnicht?
Falsche Lösung. Versorge deine Leitungen mit 9V (oder 12V) und setze auf jede Platine einen Spannungsregler (7805), der gleicht den Spannungsabfall aus. ALLERDINGS: Der Spannungsabfall auf der Masseleitung wirkt auch auf den BUS mit seiner Datenleitung. Also muss der Bus seine eigene Masse haben über die wenig Strom fliesst oder es muss ein differentieller Bus her wie RS485. Möglichst verwendet man aber gleich die 12V Leitung als einzige bidirektionale Busleitung, siehe EIB/KNX. Oder gar kein Bus sondern nur Stromversorgung und Funkkommunikation, sollte ja bei 1m kein Problem sein.
Woher kommt eigentlich der Irrglaube dass Elkos Energiequellen sind die ohmsche Verluste ausgleichen können??? Sehr erstaunlich...
MaWin schrieb: > Also muss der Bus seine eigene Masse haben > über die wenig Strom fliesst oder es muss ein differentieller Bus her > wie RS485. Ja, es ist ein RS485. Tcf K. schrieb: > Woher kommt eigentlich der Irrglaube dass Elkos Energiequellen sind die > ohmsche Verluste ausgleichen können??? > Sehr erstaunlich... Wieso denkst Du eigentlich ich will die Spannung ausgleichen? Mit 4V laufen die ICs immer noch und mehr wird da auch nicht abfallen. Es ging mir eher darum, was passiert, wenn alle ICs auf einmal irgendwas schalten und jede Platine zeitgleich 0,2A o.ä. gleichzeitig ziehen. Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass das Schaltnetzteil das in jedem Fall schnell genug ausregelt. Wenn ich aber eure Antworten so sehe, scheint das kein Thema zu sein.
Das Schaltnetzteil schon, aber R*I-Verluste und den damit verbundenen Ground-Bounce kannst Du damit nicht verhindern -- ich hoffe die RS485-Interfaces sind auf der Platine galvanisch getrennt (über Optokoppler und DC/DC-Wandler), sonst könnte eben dieser Ground-Bounce für Ärger sorgen. Was Du mit Puffer- oder Blockkondensatoren vermeiden kannst sind di/dt*L-Spannungssprünge auf den Versorgungsleitungen. Dafür kannst und solltest Du sie einsetzen.
Klaus schrieb: > > Wieso denkst Du eigentlich ich will die Spannung ausgleichen? Mit 4V > laufen die ICs immer noch und mehr wird da auch nicht abfallen. > RS 485 wird wohl keine Probleme machen, aber du wirst einen Spannngsabfall, somit unterschiedlich Massebezüge der einzelnen Stationen zueinander, reinkriegen. Ob das bei Analogerfassung ein Problem macht hängt davon ab wie du erfasst. > Es ging mir eher darum, was passiert, wenn alle ICs auf einmal irgendwas > schalten und jede Platine zeitgleich 0,2A o.ä. gleichzeitig ziehen. > Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass das Schaltnetzteil das in jedem Fall > schnell genug ausregelt. Wenn ich aber eure Antworten so sehe, scheint > das kein Thema zu sein. Das Schaltnetzteil macht das wohl auch nicht, dazu sind deine "dicken" Elkos zuständig. Kurt
> Versorge deine Leitungen mit 9V (oder 12V) und setze auf jede Platine > einen Spannungsregler (7805), der gleicht den Spannungsabfall aus. Das scheint mir aber auch keine besonders zeitgemaesse Loesung zu sein. Ich wuerde 6V auf den Bus machen und vor Ort dann jeweils einen modernen Lowdropregler. Olaf
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