ArnoR schrieb:
> Frequenzgangkorrektur (hier im Forum immer fälschlicherweise
> "Frequenzkompensation" genannt,
Nicht nur hier im Forum, sondern in fast der gesamten englisch- und
einem nicht unerheblichen Anteil der deutschsprachigen Literatur
(Ausnahme: Tietze & Schenk und davon abgeleitete Vorlesungsskripte).
> obwohl da gar nichts kompensiert wird)
Der Begriff ist sicher nicht sehr glücklich gewählt. Aber ist
"Frequenzgangkorrektur" so viel besser? Die "Korrektur" impliziert ja,
dass der Frequenzgang ohne sie fehlerhaft wäre. Aber ist ein
Frequenzgang fehlerhaft, nur weil ihm der durch die Korrektur bzw.
Kompensation hinzugefügte "Knick" fehlt?
Gerade im Ingenieurwesen haben sich im Laufe der Zeit so viele unsinnige
Begriffe etabliert, dass ich die meisten von ihnen als feststehende
Termini hinnehme, ohne sie sprachlich tiefer zu analysieren. Wenn fast
die ganze Welt "Frequenzkompensation" bzw. "frequency compensation" sagt
und im jeweiligen Kontext klar ist, was damit gemeint ist, hält sich
meine Abneigung gegen den Begriff in Grenzen.