Grüßt euch. Ein US-Arbeitskollege aus Mexico möchte unsere nächste Dienstreise benutzen, um sich Berlin anzusehen, für 2-3 Tage. Ich war schon Jahre nicht mehr in Berlin; wo sollte man sich am besten einquartieren? Ich tendiere ja automatisch immer zu Berlin-Mitte, Friedrichhain oder Charlottenburg. Was sollte man sich als Ausländer unbedingt ansehen? Nicht jeder ist notorischer Kulturfetischist und Museumsfan wie ich. Ich weiß nur, was ich ich mir ansehen würde... Gibt es den Tresor noch?
Wenn er Zeit und ein Faible für Technik hat: Technikmuseum. Wenn er einfach mal die Stadt an sich vorbeiziehen lassen möchte: Fahrt mit dem 100er oder 200er-Bus von Endstation zu Endstation. Wenn er dahin will, wo einem die besoffenen anderen Touristen vor die Füße kotzen: Friedrichshain, Simon-Dach-Kiez. Sollte sich aber vom RAW-Gelände fernhalten, das wird derzeit zu einer Art no-go-Area, vor allem nachts. Wenn er dahin will, wo auch alle anderen Touristen hingehen: Mitte-Mitte, zwischen Hackeschen Höfen und Brandenburger Tor. Wenn er gerne spaziert: Von U Hansaplatz die Spree stromaufwärts entlanggehen, bis zum sogenannten "Hauptbahnhof" oder weiter, bis zur Friedrichstraße. Da kommt man durch den Tiergarten (Berlins Antwort auf den "Central Park"), durchs Regierungsviertel (Beton, Beton, Beton und Überwachungskameras) ... und ins Touristengetrubel. Wenn er Gedrängel mag: Mitte-Mitte, Museumsinsel. Berliner Dom, Altes, Neues und sonstiges Museum. Ist wie in der DDR: Anstehen, Anstehen und warten. "Zeitfensterkarten". Wenn er interessante Ausblicke und ganz andere Ansichten mag: Von U Mehringdamm etwas südwestlich in den Viktoriapark und auf den dort befindlichen Kreuzberg. Interessanter Rundblick und künstlicher Wasserfall. Von dort aus kann man weiter nach Süden zum Flughafen Tempelhof gehen. Großer, sehr großer Park mit viel Wiese und einem der größten Feldlerchenvorkommen weit und breit - die dürften jetzt aber nicht mehr nisten, fallen also nicht weiter auf. Wenn er Straße mit Szeneläden, Szene-Cafés etc. mag: Ebenfalls U Mehringdamm, aber von dort aus zur Bergmannstraße. Die setzt sich hinter der Marheinekehalle fort, da wird es sehr viel ruhiger, aber es gibt ein nettes Café auf einem Friedhof. Schöne alte Friedhöfe übrigens. Wenn er gestapelte Rattenkäfige sehen will, und ein Gefühl für das Leben im Ostblock haben will: Eine Fahrt entlang der Landsberger Allee in den fernen Osten. Hat sich zwar viel verändert dort, aber stimmungsmäßig ist das da immer noch tausende von Kilometern von Berlin entfernt.
Eine prima Zusammenfassung! Sehr amüsant! Ich würde Euch empfehlen, am Anfang so eine Bus-Standtrundfahrt (city circle) z.B. ab Zoo zu machen, da sieht man recht viel und kann sich Notizen machen, was einem besonders gefällt / wo man dann länger bleiben will. Bei schönem Wetter auch mit dem Schiff. Ergänzen könnte man noch: Wenn er ein Hipster sein will - Prenzlauer Berg (aber bitte irgendwas von Apple benutzen!) Wenn er eine Wohnung kaufen will und durch Gentrifizierung die Ureinwohner ärgern: Kreuzberg. Wenn er gerne asiatisch isst: Kantstraße (Charlottenburg) Naja. gibt halt viel zu sehen hier...
Rainer U. schrieb: > Wenn er eine Wohnung kaufen will und durch Gentrifizierung die > Ureinwohner ärgern: Kreuzberg. Da kommst Du zwanzig Jahre zu spät. Der Zug ist schon längst abgefahren. Momentan findet so etwas weiter östlich statt, in Teilen von Neukölln (südlich der Sonnenallee bzw. deutlich östlich des Kottbusser Damms) oder im Wedding (wird jetzt "Mitte" genannt). Die Hipster sind aus Kostengründen auch schon lange nach Friedrichshain verdrängt worden. Im Prenzlauer Berg ist Bionade-Biedermeier und Kinderwagen-Rollkommando angesagt. > Ich würde Euch empfehlen, am Anfang so eine Bus-Standtrundfahrt (city > circle) z.B. ab Zoo zu machen Die Alternative, den 100er/200er nannte ich schon, die ist nicht so touristisch ausgerichtet und man braucht nur ein normales BVG-Ticket. Tageskarte AB ist hier übrigens sowieso ratsam. Kostet 6.90. Wenn ein Ausflug nach Potsdam mit auf dem Programm stehen soll, wird's ne Tageskarte ABC für 7.40. ABC braucht man auch, wenn man zum SXF will, die Flughafenbaustellenattrappe besichtigen. Asiatisch essengehen kann man in Nordamerika eindeutig besser, da hat jede größere Stadt ihr "Chinatown".
> Wenn er gestapelte Rattenkäfige sehen will, und ein Gefühl für das Leben > im Ostblock haben will: Eine Fahrt entlang der Landsberger Allee in den > fernen Osten. Arrogantes Arschloch, das rein zufällig auf der richtigen Seite der Mauer geboren wurde. So macht man sich Freunde unter den Ostberlinern - oder was sind deiner Meinung nach die Bewohner von Rattenkäfigen?
@ Bernd G. (Firma: LWL flex) (berndg) was denkst du denn, was wir Ossis zu diesen Vermehrungsregalen gesagt haben? Also Mäßigung in deiner Ausdrucksweise bitte.
> Also Mäßigung in deiner Ausdrucksweise bitte.
Ich war froh, als ich meine einsturzgefärdete Altbauwohnung verlassen
und eine solche Wohnung beziehen konnte.
Wenn dir das Glück zuteil wurde, in einer Villa am Ufer der Dahme zu
wohnen,
siehst du natürlich alles ganz anders.
Und wenn Herr Firefly dreimal ein Moderator ist, Nachdenken vor der
Tastaturbetätigung schadet auch ihm nicht.
Hallo Bernd, hallo Falk sorry, zufällig kommt ihr gerade beide arrogant rüber. Bei dir Bernd kommt es eher noch trotzig obendrein herüber. Ich weis zwar von deinem kleinem Reich welches du dir schaffen konntest. Aber hier im Süden legt man Wert auf Umgangsformen selbst wenn man sich nicht mag. Die Berliner Direktheit zählt da nicht zu den Aushängeschildern. Das geht im Kabarett noch durch, aber im Alltag ist der Ruf "Berliner" zu sein eher kontraproduktiv und es braucht viel Mühe sich zu rehabilitiren für diese Herkunft. Mein letzer Besuch vor 2 Jahren in Berlin lies mich als Exostberliner schwer erschrecken und ich war entzsetzt ob des in meiner Heimatstadt herrschenden Tones und Benehmens. Beste Grüße aus Vorarlberg Namaste
Rufus Τ. F. schrieb: > Die Alternative, den 100er/200er nannte ich schon, die ist nicht so > touristisch ausgerichtet und man braucht nur ein normales BVG-Ticket. Da bietet sich übrigens auch der 104er an. Fährt von Neu-Westend bis zur Tunnelstrasse in Stralau: http://www.bvg.de/?section=downloads&download=1304 Ich glaube, war eine Fahrzeit von etwa 2 Stunden.
Zu den Arbeiterschließfächern: Auch ich musste damals in die Pampa nach Ahrensfelde ziehen weil in Treptow eine bis unter die Decke korrupte Wohnraumlenkung jungen Menschen keine andere Wahl ließ. Zu Hause fühlte ich mich dort nie und der "Kom-fort" war auch eher von zweifelhafte Qualität. Da lebe ich jetzt um Etliches netter. Ich bereue nur in Berlin noch so lange ausgehalten zu haben. aber das ist ein anderes Kapitel. Namaste
Bernd G. schrieb: > Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Das ist altes Testament. Hier sagt man "Einem bösen Hund gibt man zwei Stückerl Brot." Und das hat seinen Sinn: Der "böse Hund" ist halt deshalb böse, weil er keine Liebe spürt. Spürt er sie hört er auf böse zu sein. Also nimm ah Zuckerl und sei brav. ;) Namaste
Rufus Τ. F. schrieb: >> Wenn er eine Wohnung kaufen will und durch Gentrifizierung die >> Ureinwohner ärgern: Kreuzberg. > > Da kommst Du zwanzig Jahre zu spät. Auch der Kreuzberg selbst (die höchste, natürliche Erhebung in Berlin) ist als grüne Insel im Häusermeer durchaus sehenswert. Ich würde als erstes bei dem Kollegen abklären, für was er sich am meisten interessiert. Nicht jeder hat Freude an ägyptischen Museen o.ä.
Rufus Τ. F. schrieb: > Wenn er gestapelte Rattenkäfige sehen will https://www.youtube.com/watch?v=JZSdrtEqcHU https://www.youtube.com/watch?v=Q4FoAr8i26g http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/kleinste-wohnung-in-manhattan-neun-quadratmeter-kein-fenster-1100-dollar-miete/12283128.html Wo gibt es sowas in Berlin zu sehen?
Bernd G. schrieb: > Küchenphilosophie. ich glaube nicht das Militärpsychologie hier wirklich weiterhilft allerdings könnt ich auch damit aufwarten, bin jedoch nicht stolz darauf. Meine Abschlußnote welche meine Vornote in diesem Fach kontakarierte war nicht fachlich begründet, sondern bewertete meine Entscheidung 1986 mein Seeoffiziersstudium abzubrechen und wieder wie zu vor auch einer ehrlichen Arbeit nach zu gehen. Von daher bin ich wenig geneigt dieses Wissen erneut anzuwenden, behersche es aber durch aus noch. Namaste
Peter D. schrieb: > Rufus Τ. F. schrieb: >> Wenn er gestapelte Rattenkäfige sehen will > > Youtube-Video "Simple life Manhattan: a 90-square-foot microstudio" > > Youtube-Video "Manhattan shoebox apartment: a 78-square-foot mini > studio" > > http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/kleinste-wo... > > Wo gibt es sowas in Berlin zu sehen? ... In Mahrzahn II wurden ein paar handvoll 1 Zimmer Zellen gebaut, inklusive Diele "Bad" ohne Fenster "Küche", alles auf 6*4m. In das Zimmer passte entweder ein Bett oder ein Schrank. Ein Kollege musste darin sein leben fristen. Platz für Besuch Fehlanzeige. Um das Zimmer zu wechseln blieb der Platz vor der Spüle oder das Klo. Einzimmerknast halt, was glaubt ihr warum der Laden zusammenbrach? Namaste
Bernd G. schrieb: > Es ist schön, dass aus dir dennoch ein guter Mensch geworden ist. finde ich auch ;) Namaste
Winfried J. schrieb: > mein Seeoffiziersstudium abzubrechen und wieder einer ehrlichen > Arbeit nach zu gehen. Sind denn alle Seeeleute unehrlich? So nach dem Motto: "In jedem Hafen eine Braut?"
> Ein Kollege hatte sowas 24m² inklusive Diele "Bad" ohne Fenster "Küche", > alles auf 6*4m. Äh, ja. Wird heute immer noch genauso vermietet. Es gibt auch jede Menge Mieter dafür. Du wirst es in deinem aus vollem Herzen gehassten Marzahn schwer haben, eine freie Wohnung anzumieten. Und nein, diese Wohnungen werden nicht ausschließlich von Asylbewerbern, Aussiedlern, Hartzern und Knastentlassenen bewohnt. Die Miete ist dazu noch ortsüblich, d.h. viel zu hoch. So what?
Harald W. schrieb: > Auch der Kreuzberg selbst (die höchste, natürliche Erhebung in > Berlin) Nein. Mit nur 66m ist der Kreuzberg nur die höchste natürliche Erhebung innerhalb des S-Bahn-Ringes. Die höchste natürliche Erhebung in Berlin sind die Müggelberge. Was das mit den gestapelten Rattenkäfigen angeht: Diese Bezeichnung wende ich auch bei der Beschreibung der Gropiusstadt und des Märkischen Viertels an. Das ist also, anders als es mir unterstellt wird, kein "Ost"-Seitenhieb. Allerdings wird mir niemand in Abrede stellen wollen, daß die Landsberger Allee städtebaulich vom Rest von Berlin so weit entfernt ist wie sonst nichts. Da geht es nicht nur um den Plattenbau, sondern um ... sozialistische Trostlosigkeit. In Murmansk oder irgendwelchen Vororten von Moskau sieht's auch nicht anders aus.
Harald W. schrieb: > Winfried J. schrieb: > >> mein Seeoffiziersstudium abzubrechen und wieder einer ehrlichen >> Arbeit nach zu gehen. > > Sind denn alle Seeeleute unehrlich? So nach dem Motto: > "In jedem Hafen eine Braut?" Harald "Seeleute" natürlich nicht. Aber das Militär als solches immer. Es missbraucht junge unerfahrene Menschen noch bvor sie das Leben schätzen lernen, und es existiert nur weil die Staaten es gegen die Menschen und gegenseitig einsetzen, wie man gerade wieder in Ungarn mittenin Europa sehen kann. Es hat nur nationalistischen Nutzen. Global ist es gesamtgessellschaftlich gesehen das Kostenträchtigste Kriminellste, Schädlichste und Schändlichste was staaten gegen die Menscheit gegen sich selbst hervorgebracht haben. Es gibt keine Gerechten `Kriege und schon gar keine Rechtfertigung für die Existenz des Militärs außer dessen Existenz als Bedrohung der Menschheit selbst. Namaste
Rufus Τ. F. schrieb: > Die höchste natürliche Erhebung in Berlin > sind die Müggelberge. Zu der Zeit, wo ich in Berlin gewohnt habe, war das ein völlig unbekanntes Gebiet irgendwo weit weg im roten Meer. :-)
> In Murmansk oder irgendwelchen Vororten von Moskau sieht's auch nicht > anders aus. Ich war schon dort, in Murmansk. Allerdings nur 4 Monate, auf zwei Jahre verteilt. Es sieht dort anders aus, auf eine gewisse Art auch sehenswert... Wenn du Murmansk gesehen hast, wird in dir tiefe Sehnsucht nach der Landsberger Allee aufkommen.
Auch der Schäferberg ist höher. Und der gehört zum Westpol. https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4ferberg Und hier gibt's eine Liste: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Erhebungen_in_Berlin Innerhalb des S-Bahn-Ringes ist dort der Kreuzberg in der Tat führend. Ha!
Bernd G. schrieb: > Wenn du Murmansk gesehen hast, wird in dir tiefe Sehnsucht nach der > Landsberger Allee aufkommen. Oh. Ich habe nur '90 mal Moskau gesehen. Danke. Reicht. Nie wieder.
Bernd G. schrieb: > Du wirst es in deinem aus vollem Herzen gehassten Marzahn > schwer haben, eine freie Wohnung anzumieten. Sehr schwer, eher nächtige ich am Abend meines Lebens unter einer Brücke am Tejo nahe Lissabon. Namaste
Rufus Τ. F. schrieb: > Auch der Schäferberg ist höher. Und der gehört zum Westpol. > > https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4ferberg > > Und hier gibt's eine Liste: > > https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Erhebungen_in_Berlin M.E. ist der Kreuzberg aber hübscher als die anderen, von Euch genannten Erhebungen. :-)
Harald W. schrieb: > M.E. ist der Kreuzberg aber hübscher als die anderen, Wenn man über den arg strapazierten und abgenutzten Park hinwegsiehst, hast Du natürlich recht -- ich werde Dir da sowieso nicht widersprechen, da kommt dann doch etwas Lokalpatriotismus hoch - schließlich komm' ich aus Kreuzberg. https://www.google.de/maps/@52.4903203,13.3823731,3a,19.1y,193.87h,92.42t/data=!3m6!1e1!3m4!1s9MTSbL8kiUIcZiVyXK3NUg!2e0!7i13312!8i6656 Jawoll!
Winfried J. schrieb: > Es missbraucht junge unerfahrene Menschen noch bvor sie das Leben > schätzen lernen, und es existiert nur weil die Staaten es gegen die > Menschen und gegenseitig einsetzen, wie man gerade wieder in Ungarn > mittenin Europa sehen kann. Mir scheint, Du hast am gestrigen Tage keine Nachrichten gesehen. http://www.tagesschau.de/ausland/fluechtlinge-939~magnifier_pos-0.html
Paul B. schrieb: > Mir scheint, Du hast am gestrigen Tage keine Nachrichten gesehen. > http://www.tagesschau.de/ausland/fluechtlinge-939~... Und was soll uns das jetzt sagen? Dass der Krieg, den die USA und die EU in deren Heimatländer getragen oder wenigstens befördert haben, nun hier weitergeht? Scheisse ist das schon, aber irgendwie auch folgerichtig ...
Frank E. schrieb: > Und was soll uns das jetzt sagen? Das soll uns sagen, daß das Herumkritteln am Verhalten Ungarns und dessen Polizei (fälschlicherweise von Winfried für Militär gehalten) vollkommen unangebracht ist.
Dipl.- G. schrieb: > Ich bin ein Berliner. Das ist aber eine ziemlich gefährliche Aussage. "Berliner" werden bei uns zu Silvester und Karneval verspeist. :-)
Harald W. schrieb: > Das ist aber eine ziemlich gefährliche Aussage. Als Einwohner von Paris würde ich mit einer solchen Aussage auch vorsichtig sein.
Paul B. schrieb: > Polizei (fälschlicherweise von Winfried für Militär gehalten) vollkommen > unangebracht ist. Falls es dir nocht nicht aufgefallen ist, Polizei und Militär unterscheiden sich kaum noch. Das ist einer der feuchten Träume von Schäuble (u.a. Volkszertretern), als er noch Innen-Kasper war. Die Mutation vom "Freund und Helfer" zum Bürgerkriegsbüttel ist fast abgeschlossen. Sind nette Zeiten, die da auf uns zukommen ... Die MadMax-Filme werden uns in Kürze wie Fantasien aus dem Paradies erscheinen. Aber das wird schon, immer schön BILD lesen und Mutti wählen, dann kann garnix passieren.
Frank E. schrieb: > Sind nette Zeiten, die da auf uns zukommen ... Absolut. :-(( Die sind aber nicht Militär oder Polizei geschuldet -das sind die , die den Kopf hinhalten müssen für die Fehler und den Größenwahn Anderer. Auf fremdem Arsch ist gut durch's Feuer reiten... Frank E. schrieb: > Aber das wird schon, immer schön BILD lesen und Mutti wählen, dann kann > garnix passieren. Da bist Du vollkommen an der falschen Adresse.
Leute ... haltet Euch einfach ein bisschen zurück, wenn Ihr diesen Thread am Leben erhalten wollt. Hier geht es um sehenswertes in Berlin. Ja, den Fernsehpümpel kann man sich auch ansehen. Oder den deutlich älteren Fernsehturm nebst des Rundfunkmuseums an seinem Fuß.
Paul B. schrieb: > Frank E. schrieb: >> Und was soll uns das jetzt sagen? > > Das soll uns sagen, daß das Herumkritteln am Verhalten Ungarns und > dessen > Polizei (fälschlicherweise von Winfried für Militär gehalten) vollkommen > unangebracht ist. Ich habe mich nicht auf die gestrigen Auseinadersetzungen bezogen. Viel mehr auf vorherigen die Ankündigungen von Herrn Orban, auch Millitär gegen die Flüchtlinge einzusetzen zu wollen. Die Eskalationen werden von Ungarn nicht nur billigend in Kauf genommen sondern bewust herbeigeführt, um mit der Angst der Flüchtlinge diese in nationalistischer Weise vom Weg durch Ungarn abzuhalten. Ihm wird es auch legitim erscheinen einen Befehl zu erteilen auf Frauen und Kinder zu schießen, dessen bin ich sicher. Hier bin ich froh endlich mal eine Menschliche regung an Frau Merkel zu bemerken, auch wenn ich nicht weiß wieviel Kalkül dieses Handeln determiniert hat. Und Schäubles seither unkommentierte Aussagen zum Zinsverbot scheinen auch ein Testballon zu sein. Ob da noch was kommt man darf gespannt sein? Namaste
Paul B. schrieb: > Frank E. schrieb: >> Und was soll uns das jetzt sagen? > > Das soll uns sagen, daß das Herumkritteln am Verhalten Ungarns und > dessen > Polizei (fälschlicherweise von Winfried für Militär gehalten) vollkommen > unangebracht ist. Vor allem wird uns mal wieder ein (Berliner) Bär aufgebunden, nach dem Motto, der "arme geschundene Flüchtling" vs. der "schlimmen Ungarn", die nur böses wollen, weil die richtigen Bilder erst gar nicht gezeigt werden, oder so kommentiert werden, dass der Flüchtling immer das Opfer ist. Die Leute wollten aber einfach mit Gewalt den Grenzzaun durchbrechen, sieht man hier sehr schön http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/16/fluechtlinge-versuchen-durchbruch-an-ungarischem-grenzuebergang/ Was den Besuch von Berlin betrifft, Dipl.- Gott's Kumpel sollte sich damit beeilen, bevor die Wohnungsnot auf die soziale Lage durchschlägt und das ach so schöne "arm aber sexy"-Berlin zum Unruheherd der vernachlässigten Massen wird. Das Klima wird härter werden im Verteilungskampf der Entrechteten.
Winfried J. schrieb: > Ich habe mich nicht auf die gestrigen Auseinadersetzungen bezogen. Ja, das ist das Problem -daher auch das Verwechseln von Ursache und Wirkung weiter unten im Text. Man könnte sogar von Realitätsverlust sprechen.
Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Als eingeborener Berliner fällt mir zum Thema, was man besuchen oder ansehen sollte, nicht allzuviel ein. Der Berliner nimmt alles als gegeben und selbstverständlich hin. Für mich ist Berlin genauso aufregend wie Hannover, nur eben größer. Gewiss, andere sehen das anders, z.B. einer meiner Kunden aus der Schweiz empfindet Berlin sosehr als Weltstadt, dass er mit seiner Frau hier ins Theater geht. Dänische Kollegen waren auch sehr begeistert von der Stadt.
Wenn man nachdenkt findet man in Berlin schon das Eine oder Andere sehenswerte. In Berlin ist es nur Alles extrem weitläufig und damit ziemlich anstrengend - da lobe ich mir Rom, wo man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten beuqem zu Fuß ereichen kann. Ich wohne in Mitte und muss beim Verlassen des Hauses quasi aufpassen, mich in die vorbeifließenden Touristenströme einzuflechten oder umgerannt zu werden. Ich habe aber mehr den Eindruck dass die alle nur shoppen wollen und weniger auf Geschichte und Architektur aus sind. In meiner unmittelbaren Wohnumgebung gibts nahezu ausschließlich schräge Klamottenläden oder Kneipen, keinen Bäcker oder Supermarkt, keine Post ... ist schon Mist.
Frank E. schrieb: > Ich wohne in Mitte Mitte? Mitte-Mitte, oder den einverleibten Bezirken Tiergarten oder Wedding? (Die Bezirksreform ist genial, jedenfalls wenn man überteuerte Wohnungen im Wedding an ahnungslose Neuzuzöglinge verkaufen will)
Rufus Τ. F. schrieb: > Frank E. schrieb: >> Ich wohne in Mitte > > Mitte? Mitte-Mitte, oder den einverleibten Bezirken Tiergarten oder > Wedding? Ne, die wirkliche historische Mitte, Alte Schönhausr/Ecke Müntzstraße.
Mein Beileid. Das dürfte ja vor lauter Touristenhorden kaum auszuhalten sein. Dürfte nur noch von Venedig getoppt werden. (Ich bin schon lange aus Kreuzberg weggezogen und lebe in einer ruhigen, aber innenstadtnahen Ecke von Wilmersdorf) Dafür kommst Du gut an Schwarzweißfilme und anderen Photokram, wenn Dich denn so etwas interessieren sollte; Fotoimpex ist ja ziemlich genau dort.
Rufus Τ. F. schrieb: > Dafür kommst Du gut an Schwarzweißfilme und anderen Photokram, wenn Dich > denn so etwas interessieren sollte; Fotoimpex ist ja ziemlich genau > dort. Ja die sind im Nachbarhaus. Vor einigen Jahren haben die noch Schulungen, div. Fotokurse in ihren hinteren Räumen gemacht. Da bin ich doch mal hin und habe gefragt, ob die nicht noch Dozenten für digitale Fotografie beötigen. Der Typ hat mich angesehen, als ob er mich gleich erwürgen wollte ... seitdem grüßen wir uns nur noch flüchtig :-)
Frank E. schrieb: > Da bin ich doch mal hin und habe gefragt, ob die nicht noch Dozenten > für digitale Fotografie beötigen. Das ist natürlich die komplett falscheste aller Fragen gewesen, die Du da stellen konntest ...
Harald W. schrieb: > Dipl.- G. schrieb: > >> Ich bin ein Berliner. > > Das ist aber eine ziemlich gefährliche Aussage. > "Berliner" werden bei uns zu Silvester und Karneval verspeist. :-) Njet! Das sind bei uns Pfannkuchen. Das Wort "Berliner" benutze ich dafür höchstens, um von Süd- und Westdeutschen verstanden zu werden. :-P Bemerkenswert finde ich eher, daß der letzte, der öffentlich bekanntgab, ein Berliner zu sein, in seinem Dienstwagen erschossen wurde. ;-) :D :D :D :D
@ Paul Ich schätze ja deinen Humor, aber deine Weltsicht scheintmir dann doch etwas verkürzt. Was du mir da als Ursache verkaufen möchtest stellt sich selbst nur als die Auswirkung einer völlig verfehlten globalen Politik der letzen 200 Jahre seitens der Industrienationen dar. Es handelt sich bei derjetzigen Situation um den Anfang von deren Show down. In sofern liegen Ursache und Wirkung zwar etwas anders als die Medien es verkürzt darstellen. Aber man muss schon etwas weter zurückschauen um Ursache und wirkung klar von einander zu trennen. Namaste Aber back to topic. Der Telespargel und eine Schifffahrt rund um die Müggelberge sind wirklich empfehlenswert. Namaste
Frank E. schrieb: > In Berlin ist es nur Alles extrem weitläufig und damit > ziemlich anstrengend M.E. einer der grossen Vorteile von Berlin - die weitläufigen Grünflächen und sogar Wälder im Stadtgebiet sind für mich einer der Gründe, die Stadt gerne zu haben und die vielen Wasserläufe locken meine Kunden an. Ich allerdings wohne auch weit draussen am westlichen Stadtrand - mit Schafen und Kühen vor der Tür.
Matthias S. schrieb: > M.E. einer der grossen Vorteile von Berlin - die weitläufigen > Grünflächen und sogar Wälder im Stadtgebiet sind für mich einer der > Gründe, die Stadt gerne zu haben Ist das nicht ein wenig so, als ob man sich mit dem Hammer auf die Zehen drischt, um danach zu geniessen, wie der Schmerz nachlässt? Also erst mitten in die Riesenstadt, um dort dann mühselig das Grün zu suchen?
A. K. schrieb: > Also erst > mitten in die Riesenstadt, um dort dann mühselig das Grün zu suchen? Man muss ja nicht groß suchen, es ist für 'ne Stadt doch überall recht grün. Umgekehrt - im Wald und auf der grünen Wiese Kultur und Geselligkeit zu finden ist auch nicht sooo leicht :-) Oder wie Reinald Grebe sang über Brandenburg "Da steh'n 3 Nazis auf den Hügeln / und finden keinen zum Verprügeln.. " duck und wech!
Rainer U. schrieb: > im Wald und auf der grünen Wiese Kultur und > Geselligkeit zu finden ist auch nicht sooo leicht :-) Wie wärs mit mittendrin? Keine Grossstadt, trotzdem gutes Verkehrsnetz und die älteste durchgängig bespielte Bühne Deutschlands. Wasser wohin du schaust, Wälder und ein paar Berge. Also echte, nicht die Abraumhügel des Nordens. Und es ist die wohl einzige Stadt der Welt mit einer Prostituierten als touristisches Wahrzeichen. Das ist doch was, da kann die taz-Wand (*) nicht mithalten, auch wenn sie vom gleichen Urheber ist. ;-) *: Die wär vielleicht auch was für den Besucher, wird er daheim eher nicht öffentlich zu sehen kriegen.
Rufus Τ. F. schrieb: > Welche meinst Du? Also das müsstest du eigentlich mühelos rauskriegen können. Ich habe wirklich genug Hinweise eingebaut. Notfalls gehst du halt mal bei der taz vorbei und fragst, von wem das Werk ist, das da drauf prangt (nicht: wer es ist). ;-)
A. K. schrieb: > Wie wärs mit mittendrin? Okay, ich wohne da, deshalb weiß ich was du meinst ;) Aber mittendrin da würde ich an Kassel denken und nicht die Stadt, 5Km von der Schweiz entfernt. Das ist doch eher "etwas" südlich Mfg, Wolle
Wolle R. schrieb: > Das ist doch eher "etwas" südlich Nicht mittendrin in D, sondern mitten zwischen klein und gross. Gross genug um manches geboten zu bekommen und dennoch ohne Auto durchzukommen, klein genug um es auch zu Fuss zu schaffen.
Aha. Peter Lenk also. Die Gegend hat Berlin gegenüber einen tatsächlich unschlagbaren Vorteil: Es ist nicht so verdammt weit weg von irgendwo, wo es landschaftlich interessant wird. Ich kann auch der weiteren Umgebung von Berlin nichts abgewinnen, und auch die Ostsee ist für mich eines der deutlich langweiligen Oberflächengewässer. Insofern hat der Süden seine Vorzüge. München wäre auch nicht schlecht, wenn bloß die Münchner nicht wären ...
A. K. schrieb: > Also erst > mitten in die Riesenstadt, um dort dann mühselig das Grün zu suchen? Selbst im "alten" Westberlin gab es viel Grün, für das Berlin von anderen Grossstädten beneidet wurde. Seit der Wende ist da noch jede Menge dazugekommen.
> M.E. einer der grossen Vorteile von Berlin - die weitläufigen > Grünflächen und sogar Wälder im Stadtgebiet sind für mich einer der > Gründe, die Stadt gerne zu haben und die vielen Wasserläufe locken meine > Kunden an. Genau das ist es: die Weitläufigkeit macht Berlin für den Berliner erträglich und für den Touristen uninteressant. Ich wohne dort, wo Ostberlin am ödesten zu sein scheint, habe aber ein riesiges Parkgelände direkt vor der Haustür.
noch ein kleiner Tipp für die Touris: es gibt in Berlin die welcome-card. In erster Linie ist das eine 3- oder 5-Tages Dauer U- und S-Bahn, Bus- und Tram-Karte. Zusätzlich gibt es aber mit der welcome-card bei nahezu fast jeder Sehenswürdigkeit zwischen 10 und 25% Nachlass auf den Eintrittspreis, genauso bei den Bootsfahrten, Busrundfahrten und auch viele Restaurants machen mit. Wenn man nicht nur durch die Gegend (oder Mall) laufen möchte, ist das für Touristen optimal.... http://www.berlin-welcomecard.de und um sich im Verkehrsnetz zurecht zu finden ist das hier wohl die ideale app - tickets kaufen ist mit der app echt kacke (mit der welcome-card aber egal), aber die app zeigt dir optimal alle Verbindungen von "Standort hier" nach "xyz" - Verfahren fast nicht möglich. https://play.google.com/store/apps/details?id=de.eos.uptrade.android.fahrinfo.berlin&hl=de
Halte dagegen: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.schildbach.oeffi ist auch, aber nicht nur für Berlin und m.E. um Längen angenehmer als die Fahrinfo. Im Zweifelsfall beides ansehen.
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