Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schnellster uC?


von Dumdi D. (dumdidum)


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Was wäre denn derzeit die schnellste Kategorie von Mikrocontrollern? 
Würde gerne eine Datenanalyse von PC auf kleinere Hardware bringen. Viel 
FFT würde da gebraucht werden.

von ... (Gast)


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Kannst du dir doch auswählen, welchen du auf einem FPGA sythetisierst..

von JJ (Gast)


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Ja, Analyse klingt mehr nach FPGA

von Meister (Gast)


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Nach dem schnellsten zu schauen ist nicht immer das Klügste. Was ist 
schnell genug ist die Frage? Du hast dir ja sicher mal angeschaut wie 
viele FFTs welcher Länge du pro Zeiteinheit rechnen musst. Dann schaust 
du dir FFT Benchmarks verschiedener uCsan und kannst abschätzen ob es 
mit einem uC geht. Sonst halt ein FPGA.

von (prx) A. K. (prx)


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Wobei FFT eher nach DSP als nach MCU riecht.

von ... (Gast)


Angehängte Dateien:

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Fuer FFT gibts auch FFT-Prozessoren.

So wie das schicke Exemplar im Bild.

von P. M. (o-o)


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Dumdi D. schrieb:
> Was wäre denn derzeit die schnellste Kategorie von Mikrocontrollern?
> Würde gerne eine Datenanalyse von PC auf kleinere Hardware bringen.

Mit irgendwelchen groben DSPs oder FPGAs lässt du sogar einen 
PC-Prozessor hinter dir. Du musst zuerst wissen, was du brauchst, dann 
kann man einen passenden Prozessor suchen.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Dumdi D. schrieb:
> Was wäre denn derzeit die schnellste Kategorie von Mikrocontrollern?

Gibts nicht. Das Problem geht doch schon damit los, was man noch als 
"Microcontroller" bezeichnen möchte. Und hört damit nicht auf, daß für 
eine spezifische Anwendung der eine Typ schneller sein kann als ein 
anderer, sich bei einer anderen Anwendung die Sache aber umkehrt.

> Würde gerne eine Datenanalyse von PC auf kleinere Hardware bringen.
> Viel FFT würde da gebraucht werden.

Und? Spezifiziere die geforderte Leistung und wähle dann einen µC der 
schnell genug ist. Wozu muß es denn der schnellste sein?

In der Praxis läuft es meist darauf hinaus, daß man einen Prototypen mit 
einem µC der "Hausmarke" baut. Und da einen aus der Linie nimmt, der 
eher am oberen Ende der Leistungsfähigkeit liegt. Also wenn man z.B. auf 
Cortex-M setzt, dann einen M3 oder M4 vom aberen Ende (was Speicher und 
Taktfrequenz angeht). Und wenn man dann wie zu erwarten feststellt, daß 
die Rechenleistung mehr als ausreichend ist, dann skaliert man auf einen 
kleineren Typ und/oder verringert die Taktfrequenz.

von Werner M. (Gast)


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Dumdi D. schrieb:
> Würde gerne eine Datenanalyse von PC auf kleinere Hardware bringen. Viel
> FFT würde da gebraucht werden.

Wieviel ist "viel" und was für eine FFT (Länge, Genauigkeit, Auflösung)?

von Dumdi D. (dumdidum)


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Axel S. schrieb:
> ähle dann einen µC der schnell genug ist. Wozu muß es denn der
> schnellste sein?

Muss es nicht. ich wuesste es nur gerne, damit ich weiss das ich nicht 
eine schnelle Klasse übersehen habe.
Gibt  es eine Liste von DSPs?

von Werner M. (Gast)


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Dumdi D. schrieb:
> Muss es nicht.

Warum fragst du dann danach, Troll?

von (prx) A. K. (prx)


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Dumdi D. schrieb:
> Gibt  es eine Liste von DSPs?

Da gibts nicht nur eine, da gibts sogar mehrere. Eine pro Hersteller. Zu 
den bekanntesten gehört sicherlich TI.

von (prx) A. K. (prx)


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Aber du kannst dich natürlich auch bei RasPi/Udroid/... umtun. Deren 
GPUs dürften dabei auch nicht schlecht abschneiden.
http://community.arm.com/groups/arm-mali-graphics/blog/2014/05/30/fast-fourier-transformation-vectorization-on-arm-mali-gpus

von Helmut S. (helmuts)


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Die wichtigste Voraussetzung in deiner Anwendung ist, daß der gewählte 
Prozessor eine schnelle Fließkommaeinheit hat.
Die Auswahl wird noch kleiner, wenn du statt einfacher Genauigkeit 
flota32, auch noch double(64bit) haben willst.
Für beide Fälle gibt es Prozessoren PIC32 und ARM-M die diese 
Anforderungen erfüllen. Praktisch alle anderen Prozessorfamilien haben 
keine Fließkommaeinheit.
Eines ist aber klar. Gegen die brachiale Fließkomma-Rechenleistung eines 
PCs (z. B. core i7) sind jegliche Mikrocontroller richtige Schwächlinge.

von (prx) A. K. (prx)


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Helmut S. schrieb:
> Eines ist aber klar. Gegen die brachiale Fließkomma-Rechenleistung eines
> PCs (z. B. core i7) sind jegliche Mikrocontroller richtige Schwächlinge.

Und gegen die brachiale Rechenleistung einer Highend-GPU sieht jeder 
core i7 sehr sehr traurig aus. Ich wäre nicht mal erstaunt, wenn manche 
Onchip-GPU eines simplen Handy- oder Tablet-Prozessors wie in den 
Udroids besser dasteht.

von Meister (Gast)


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Jo, hab recht entspannt 4 Millionen 256point float FFTs pro Sekunde auf 
einer alten NVIDIA 9800 ans Rennen gekriegt ;)

von (prx) A. K. (prx)


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Thomas N. schrieb im Beitrag #4279701:
> Ansonsten hier mal mein aktueller PC:

Der dann gegen den hier antritt:
http://www.hardkernel.com/main/products/prdt_info.php?g_code=G143452239825&tab_idx=1

Ok, der Wakü-PC ist natürlich schneller. Aber wenn die bisherige 
PC-Lösung schnell genug war stehen die Chancen gut, dass der Zwerg das 
auch packt.

Vergleich PC-CPU, PC-GPU und ähnliches Tablet-SoC:
http://indico.cern.ch/event/319744/contribution/1/attachments/616065/847693/gdb_110215_cesini.pdf

von m.n. (Gast)


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Helmut S. schrieb:
> Für beide Fälle gibt es Prozessoren PIC32 und ARM-M die diese
> Anforderungen erfüllen. Praktisch alle anderen Prozessorfamilien haben
> keine Fließkommaeinheit.

Mit dieser Formulierung solltest Du besser zurückhaltend sein. Renesas 
hat seit eh und je µCs mit FPU. Sei es die SH-Familie oder RX-µCs. Da 
findet man sicherlich auch passende Lösungen fürs o.g. Problem.

von Helmut S. (helmuts)


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m.n. schrieb:
> Helmut S. schrieb:
>> Für beide Fälle gibt es Prozessoren PIC32 und ARM-M die diese
>> Anforderungen erfüllen. Praktisch alle anderen Prozessorfamilien haben
>> keine Fließkommaeinheit.
>
> Mit dieser Formulierung solltest Du besser zurückhaltend sein. Renesas
> hat seit eh und je µCs mit FPU. Sei es die SH-Familie oder RX-µCs. Da
> findet man sicherlich auch passende Lösungen fürs o.g. Problem.

Ja die SH-Famile gibt es schon lange, aber die sind in D wenig 
verbreitet und durch den ARM-Hype den es seit einigen Jahren gibt werden 
die es noch schwerer haben.

von m.n. (Gast)


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Helmut S. schrieb:
> Ja die SH-Famile gibt es schon lange, aber die sind in D wenig
> verbreitet

Woher willst Du das denn schon wieder wissen? Nenn mal Zahlen ;-)
Und von RX hast Du wohl noch nie etwas gehört?

von W.S. (Gast)


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m.n. schrieb:
> Und von RX hast Du wohl noch nie etwas gehört?

Nanana..

GLYN hat vor 2..3 Jahren mal versucht, die Renesas-Teile mit viel Tamtam 
auf der Embedded den Leuten schmackhaft zu machen - mit näherungsweise 
NULL Erfolg.

Woran's liegt, dürfte eine Mischung aus Unbekanntheit und Vorurteilen 
und Mangel an bekannten Tools sein - die meisten hier in diesem Forum 
können bekanntlich nur an GCC für Atmel oder GCC für ARM denken.

Ja, ich hab auch so ein GLYN-Teil im Regal liegen und komme aus schierem 
Zeitmangel nicht dazu, mich damit zu befassen. Es den jungen Kollegen in 
die Hand zu drücken, hat auch keinen Zweck. Und bis ich mal Rentner bin, 
hat es wohl Grünspan angesetzt. Wahrscheinlich geht's recht Vielen genau 
so.

W.S.

von Schreiber (Gast)


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Dumdi D. schrieb:
> Würde gerne eine Datenanalyse von PC auf kleinere Hardware bringen. Viel
> FFT würde da gebraucht werden.

Ein großer FPGA.
Stromverbrauch und Wärmeentwicklung sollte man da aber nicht 
unterschätzen und die BGA-Gehäuse sind mit Hobbymitteln nicht ganz 
einfach zu löten.

Dumdi D. schrieb:
> Würde gerne eine Datenanalyse von PC auf kleinere Hardware bringen.
Wie sieht es mit einem Intel NUC aus? Ein ganz normaler PC im 
7*7cm-Format. Wenn man die GPU mitnutzt sollte der relativ schnell sein. 
Vorteil ist, dass kein zusätzlicher Entwicklungsaufwand für die Software 
anfällt.
Der Stromverbrauch ist erträglich und das teil kann passiv gekühlt 
werden.

von Schreiber (Gast)


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W.S. schrieb:
> GLYN hat vor 2..3 Jahren mal versucht, die Renesas-Teile mit viel Tamtam
> auf der Embedded den Leuten schmackhaft zu machen - mit näherungsweise
> NULL Erfolg.
>
> Woran's liegt, dürfte eine Mischung aus Unbekanntheit und Vorurteilen
> und Mangel an bekannten Tools sein - die meisten hier in diesem Forum
> können bekanntlich nur an GCC für Atmel oder GCC für ARM denken.

Warum was neues mit zusätzlichem Einarbeitungsaufwand verwenden, wenn 
man man mit vorhandenem ans Ziel kommt?

Das macht man nur wenn man muss (AVR => ARM wegen der Rechenleistung) 
oder bei Serienfertigung Geld sparen kann. Da ARMs immer billiger und 
schneller werden, ist da aber nicht mehr viel Luft nach unten.
Mit Benutzerfreundlichkeit kann man natürlich auch punkten, siehe 
Arduino.

Sonderanwendungen bei denen andere Anforderungen gestellt werden gibt es 
natürlich auch. ECC-Ram und RadHard-Versionen mit erweitertem 
Temperaturbereich sind bei µCs nicht sehr weit verbreitet, da muss man 
nehmen was lieferbar ist...

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