Hallo.
Ich möchte in mein Motorrad ein Totwinkelassistenten einbauen. Die
Systeme die man kaufen kann sind alle für PKW´s ausgelegt, und damit ist
der Bereich der Radarsensoren zu groß als das dass System sinnvoll
funktionieren würde.
Jetzt meine Frage. Kann ich die Leistung (und damit den Bereich) der
Radarsensoren einfach verkleinern? Habe mir in meinem Jungendlichen
Leichtsinn vorgestellt das man einfach einen Widerstand einbaut und
damit weniger Leistung hat. Funktioniert das so einfach?
Vielen Dank schonmal.
Mfg
@ Mario Werth (Gast)
>Ich möchte in mein Motorrad ein Totwinkelassistenten einbauen.
Hieß das früher nicht einfach Rückspiegel?
>damit weniger Leistung hat. Funktioniert das so einfach?
Nö.
Was der Mensch zum Leben braucht . . .
Mario Werth schrieb:> Jetzt meine Frage. Kann ich die Leistung (und damit den Bereich) der> Radarsensoren einfach verkleinern? Habe mir in meinem Jungendlichen> Leichtsinn vorgestellt das man einfach einen Widerstand einbaut und> damit weniger Leistung hat. Funktioniert das so einfach?
Nein. Das ist absolut aussichtslos. Um den Erfassungsbereich ändern zu
können, müsste man in die Software der Sensoren eingreifen können.
Falk B. schrieb:> Hieß das früher nicht einfach Rückspiegel?
Nö, die "toten Winkel" sind ja genau die Stellen, wo man auch mit den
Spiegeln nicht hinsieht. Z.B. neben sich, deshalb macht man ja auch den
Schulterblick.
Mario Werth schrieb:> Ich möchte in mein Motorrad ein Totwinkelassistenten einbauen. Die> Systeme die man kaufen kann sind alle für PKW´s ausgelegt, und damit ist> der Bereich der Radarsensoren zu groß als das dass System sinnvoll> funktionieren würde.
Ich denke nicht, dass das einfach klappt. Ich verstehe aber auch nicht,
warum der Bereich bei einem Motorrad zu groß sein soll. Wenn neben dir
im toten Winkel ein Auto fährt ist es doch egal, ob du selbst in einem
Auto oder auf einem Motorrad sitzt. Ganz im Gegenteil sollst du ja
trotzdem auf die Seite schauen, der Assistent ist nur die zusätzliche
Versicherung. Besser, der ist etwas empfindlicher.
Oder D. schrieb:> Weshalb wuerde man (Winkel-)Bereich und Distanz des Radars verkleinern> wollen?
Vieleicht hat er Bedenken sich die eigenen E.. äh Weichteile zu grillen.
40tonner schrieb:> einen Versuch hast du ja.
Das Problem ist, dass es bei einem Unfall nicht nur den TO erwischt,
sondern auch den, der völlig unschuldig neben ihm war.
Und wenn der Fahrer dann vor Schreck das Lenkrad verreisst, gibts ganz
schnell eine tote Familie mehr, und der TO fährt weiter ...
Radarsensoren arbeiten mit HF im Mikrowellenbereich. Sie senden einen
Funkpuls, und empfangen das Echo, also ein seeehr schnelles Echolot.
Wenn du da mit widerständen arbeitest, dann ändert sich nichts, ausser,
dass du die Radarfrequenz evtl vertrimmst, ich weiss auch nicht, wo du
mit den Widerständen ansetzt.
Du kannst jedoch den Radarbereich begrenzen, indem du die Sensoren etwas
abtaubst/die Richtwirkung veränderst.
Probieren kannst du das mal grob im Stand mit Alufolie, um da die
Peilrichtung zu eruieren, dann später mit kleinen Blechen oder Drähten
an den Sensoren, welche nicht grossmächtig auftragen. So könnte es
gehen, probiere es einfach mal aus.
Mikrowelle (Radar) lässt sich leicht umlenken.
Bei den alten Satschüsseln haben Blechfinger, welche sich um 90 Grad
gedreht haben, die Polarisatinsebene um ebenfalls 90 Grad gedreht. Radar
ist in einem ähnlichen Frequenzbereich.
Da kann ein Metallaufkleber, welchen der Kaminkehrer nutzt, um eine
gebohrte Messöffnung am Edelstahlkamin zu schliessen, auf dem
Radarsensor schon die Richtwirkung deutlich ändern.
Darf aber nicht komplett auf den Sensor geklebt werden, sondern nur
einen Bereich abdecken.
Wozu braucht man bei einem Fahrzeug, das weder A-, noch B- oder C-Säulen
hat, bei dem somit prinzipbedingt der Ausblick ungehindert in jede
Richtung möglich ist, einen Totwinkelassistenten?
Rufus Τ. F. schrieb:> Wozu braucht man bei einem Fahrzeug, das weder A-, noch B- oder C-Säulen> hat, bei dem somit prinzipbedingt der Ausblick ungehindert in jede> Richtung möglich ist, einen Totwinkelassistenten?
Ich hatte folgende Situation:
Autobahn : dreispurig, Ich auf der rechten Spur, ein anderer auf der
linken Spur ( fast gleich schnell ). Die Mittelspur war frei. Ich
wollte überholen und es gilt das Rechtsfahrgebot. Da kamen wir beide
gleichzeitig auf die Idee die Mittelspur zu nutzen, war ja frei. Zum
Glück ist es ohne Unfall ausgegangen.
So einen Sensor braucht man nicht unbedingt, aber er kann helfen.
wie wäre es mit einer rundum Kamera,
dann braucht man keinen Schulterblick bei dem man verreißen kann,
kenne ich auch vom Rennrad fahren,
wenn man sich umschaut und so ein bekloppter Autofahrer meint einen mit
70km/h in einer 30 er Zone zu überholen,
obwohl man selber schon 35-40 drauf hat und einen dann hupend überholt,
wobei man sich dann fast mault.
Da wäre mir nen Spiegel oder Kamera auch ganz lieb,
zumal man Autos von hinten nicht hört,
wenn man Rennrad fährt, durch das rauschen am Helm.
Lutz H. schrieb:> Da kamen wir beide> gleichzeitig auf die Idee die Mittelspur zu nutzen, war ja frei. Zum> Glück ist es ohne Unfall ausgegangen.> So einen Sensor braucht man nicht unbedingt aber er kann helfen.
Und wie signalisiert Dir der Radarsensor den worst-case?
Hupe oder Piepen, dann erschreckt reagieren und trotzdem Unfall?
Vielleicht läßt sich ein Radarsensor mit diversen Materialien
"verdunkeln",
es gibt ja auch Radar-Sensoren, die hinter einer Wand angebracht
werden...