Einen schönen guten Morgen,
Ich bin gerade auf der Suche nach einer Möglichkeit mittels eines
Raspberrys einen Stromausfall festzustellen und eine SMS zu senden.
Der Raspberry ist gepuffertund das SMS senden kein Problem. Nur ich weiß
nicht wie ich die Netzspannung auf Ausfall überprüfen kann.
Hat einer von euch eine Idee?
BG
AI
AI schrieb:> Nur ich weiß nicht wie ich die Netzspannung auf Ausfall überprüfen> kann.
Welche "Ausfälle" willst du erkennnen? Schone eine einzelne Halbwelle
oder eher im Sekundenbereich? Willst du nur eine einzelne Phase
überwachen, oder alle drei?
> Hat einer von euch eine Idee?
Wenn das mit der Überwachung des eigenen Netzteils nicht geht, dann
nimm eine Nulldurchgangserkennung. Wenn dann eine geraume Zeit keine
Nulldurchgänge mehr kommen, dann hast du einen Stromausfall.
Zwischen Phase und Neutralleiter der Steckdose einen Spannungsteiler
(500k:5k) und diesen über eine Diode an einen GPIO des Rasphberry. So
lange der Pin mit 50Hz getoggelt wird ist alles in Ordnung wenn nicht
--> sms
Christian V. schrieb:> Zwischen Phase und Neutralleiter der Steckdose einen Spannungsteiler> (500k:5k) und diesen über eine Diode an einen GPIO des Rasphberry. So> lange der Pin mit 50Hz getoggelt wird ist alles in Ordnung wenn nicht> --> sms
Das wäre dann die Suizid Methode.
Ein Netzteil auf vorhandene Ausgangsspannung überwachen ist ( wie weiter
oben schon erwähnt wurde ) wohl einfacher.
Kann man aber auch selbst drauf kommen, wenn man sich sogar mit
Raspberry auseinandersetzen kann...
Christian V. schrieb:> Zwischen Phase und Neutralleiter der Steckdose einen Spannungsteiler> (500k:5k) und diesen über eine Diode an einen GPIO des Rasphberry. So
Und damit die ganze Schaltung incl. ueber USB angesteckter Teile auf
Netzpotential legen.
Wie bescheuert muss man sein, um so etwas oeffentlich als Ratschlag zu
posten?
wendelsberg
Hmmm der Raspi ist gepuffert. Und der Rest? Hast Du ein GSM-Modul am Pi
oder geht das über Netzwerk? Wenn ja ist der Router auch gepuffert?
Meistens geht der Strom im ganzen Haus aus.
wendelsberg schrieb:> Wie bescheuert muss man sein, um so etwas oeffentlich als Ratschlag zu> posten?
Aber echt... Für sowas sollte man eine "rote Karte" bekommen!
Statt Steckernetzteile zu verwedenen, könnte man doch auch Hallsensoren
verwenden? Bzw. einfach das Magnetfeld der Leister auswerten. So hätte
man keine große Verlustleistung?
Sofern es aber reicht, würde ich auch die Überwachung des eigenen
Netzteils favorisieren.
Allerdings sollte man mal abklopfen, welchen Kenntnisstand der TS in
Sachen Elektronik hat. Da ich davon ausgehe, dass die Kenntnisse nicht
so groß sind, würde ich in jedem Fall von Selbstbaulösungen an 230V
abraten.
Frage an Radio Eriwan:
Geht denn Dein Netz bei Stromausfall überhaupt noch?
Deine Himbeere mag ja gepuffert sein...
Rund um die Nulldurchgangserkennung sollten sich jede Menge Schaltungen
finden lassen, mit denen man die Netzspannung überwachen kann.
Kein Nulldurchgang - keine Spannung.
Ansonsten Kondensator bzw. Kondensatornetzteil treibt Optokoppler.
Christian V. schrieb:> Zwischen Phase und Neutralleiter der Steckdose einen Spannungsteiler> (500k:5k) und diesen über eine Diode an einen GPIO des Rasphberry. So> lange der Pin mit 50Hz getoggelt wird ist alles in Ordnung wenn nicht
... dann ist der Stecker verkehrt herum in der Steckdose und der ganze
RPi demjenigen ums Ohr geflogen, der so dumm war, das unhinterfragt
nachzumachen.
Kurz: NEIN, SO MACHT MAN DAS NICHT
Hallo,
Vielen Dank mal für die Antworten. Ich möchte einen generellen
Stromausfall erkennen.
Der Raspberry hängt an einer "dummen" USV. Also leider keine Auswertung
wie bei einer APC möglich.
SMS werden mittels USB Modem verschickt.
Hintergrund:
Wir haben immer wieder Aufälle an umbemannten Aussenstationen und wissen
nie ob dort der Provider Router oder der Strom ausgefallen ist.
Die erste Frage des Providers ist dann immer ob der Router schon neu
gestartet wurde. Wenn nicht kommt kein Techniker vor Ort.
Hab ich nun einen Stromausfall schicke ich Firma A dort hin. Ist der
Strom da soll der Router mittels SMS neu gestartet werden. Funktioniert
es noch immer nicht kann ich den Provider hinschicken.
Danke
AI
Nimm einen einfachen Öffner eines Relais. Das Relais ist durch die
Netzspannung angezogen. Sobal das Netz abfällt, schließt der
Relaiskontakt automatisch und dein Pin am µC oder RaPi bekommt ein
Signal. Auf den geringen Stromverbrauch des Relais kommt es dir
sicherlich nicht drauf an?!
Zudem brauchst du dir keine Gedanken zwecks der galvanischen Trennung
machen.
Realisieren kannst du das ganze auch mit einem einfachen Mikrocontroller
und GSM Modul. Fertige Projekte hierfür solltest du via google finden
und das Relais dafür zu implemntieren ist nicht mehr viel. Oder du nimst
halt ein USM Modem, welches du an den RaPi klemmst. Hier gibt es viele
verschiedene Möglichkeiten.
>Vielen Dank mal für die Antworten. Ich möchte einen generellen>Stromausfall erkennen.
Was um alles in der Welt ist ein genereller Stromausfall?
Ein paar Millisekunden (Zyklen), die reichen um ein System abstürzen zu
lassen, oder ein paar Minuten die sich stromsparend auswirken.
Einfacher als die Steckernetzteile, wären doch vielleicht auch 3 kleine
Relais? Für die Steckernetzteile müsste man bei 3 Phasen ja auch 3
Steckdosen setzen. Ich denke Relais sind da einfacher einzubauen und
zudem auch Ausfallsicherer?
Für 3 phasige Überwachung gibt es sog. Netzüberwachungsrelais. Diese
setzen wir in Schaltschränken ein. Sie überwachen z.B. vorhandensein
aller Phasen, Drehrichtung, N-Leiter, Über- / Unterspannung
>in Schaltschränken ein. Sie überwachen z.B. vorhandensein>aller Phasen, Drehrichtung, N-Leiter, Über- / Unterspannung
Wer überwacht die Drehrichtung in einem Schaltschrank?
Amateur schrieb:> Wer überwacht die Drehrichtung in einem Schaltschrank?
Warum denn nicht? Das kann durchaus wichtig werden, je nachdem für was
die Motoren o. ä. zuständig sind...
In größeren Hallen können doch beim Umbau mal zwei Phasen vertauscht
werden. Auschließen würde ich sowas nie...
Wenn es also nicht nur um eine kleine private Bastelei geht, sondern um
einen Einsatz in irgendwelchen Installationen, sollte man lieber nicht
mit irgendwelchen diskreten Bauteilen herumbasteln, sondern entweder
Hutschienenrelais oder besser richtige Spannungswächter (z.B. von
Siemens) verwenden. Letztgenannte gibt es in unzähligen Ausführung.
Daher sollte man sich im Klaren sein, welche Netzparameter überwacht
werden sollen:
- Unterspannung
- Überspannung
- Netzfrequenz
- Phasenzahl
- Phasenausfall
- Phasenfolge ("links" oder "rechts")
- Nullleiterverschiebung
- Ausfallzeit
Ich empfehle einen Blick auf die folgenden Produkte (gesamte Baureihe
5TT3 und nicht nur die reinen Spannungsrelais:
https://mall.industry.siemens.com/mall/de/WW/Catalog/Products/10007350
Fotodiode auf den Leuchtschalter einer Steckerleiste kleben.
Ansonsten: Es gibt ein Open Source Projekt (RPi basiert, Strom und
Spannungsüberwachung) für genau das was du vorhast:
http://openenergymonitor.org/
Man kann auch fertige Module bestellen oder die selbst nachbauen. Dort
findest du auch eine Diskussion der Methoden, Strom oder Spannung zu
überwachen.