Wie schützt man ein Netzteil vor Überlastung?

Gast #4287714
Lesenswert?

Wenn ich ein Netzteil für Kleinspannung habe, dass eine Spannung von 5 V 
und einen Strom von 500 mA liefern kann, wie schütze ich dann das 
Netzteil vor Überlastung, wenn eine bestimmte Zahl von Verbrauchern 
angeschlossen wird, die zusammen mehr als 500 mA Strom benötigen?


Ich spiele nämlich mit dem Gedanken die Batteriebetriebene LED Kerzen 
meiner Mutter auf eine Versorgung mit dem Strom von der Steckdose 
umzuschalten.
Dafür würde ich so ein oben genanntes Kleinspannungsnetzteil verwenden, 
weil ich diese in ausreichender Zahl (Ladegerät und so) da habe, dann 
einen Spannungswandler mit einem LM317 realisieren und die Spannung auf 
etwa 1,8 V für den LED Betrieb umwandeln.
An den 1,8 V Ausgang sollen dann eine bestimmte Anzahl von LED Kerzen im 
parallelbetrieb angeschlossen werden. Da ich aber keinen Kabelsalat 
haben möchte, sollen die Kerzen Stück für Stück mit einem entsprechend 
konfektionierten Stecksystem daran aneinandergereiht angeschlossen 
werden können.

Wenn eine LED nun z.B. 20 mA benötigt, wie verhindere ich dann aber, das 
meine Mutter mehr als 500mA/20mA = 25 LED Kerzen anschließt bzw. dies zu 
einer Überlastung des Netzteils führt?
Gast #4287722
Lesenswert?

Gaxt schrieb:
> Dafür würde ich so ein oben genanntes Kleinspannungsnetzteil verwenden,
> weil ich diese in ausreichender Zahl (Ladegerät und so) da habe, dann
> einen Spannungswandler mit einem LM317 realisieren und die Spannung auf
> etwa 1,8 V für den LED Betrieb umwandeln.
> An den 1,8 V Ausgang sollen dann eine bestimmte Anzahl von LED Kerzen im
> parallelbetrieb angeschlossen werden.

Darüber noch mal schlafen. Die Lösung sieht garantiert anders aus.

Danach gehts zum Problem "Überlast verhindern".
Gast #4287724
Lesenswert?

Gaxt schrieb:
> Wenn eine LED nun z.B. 20 mA benötigt, wie verhindere ich dann aber, das
> meine Mutter mehr als 500mA/20mA = 25 LED Kerzen anschließt bzw. dies zu
> einer Überlastung des Netzteils führt?

gar nicht. Achte einfach darauf das das Netzteil kurzschlussfest ist. 
(ist meist der Fall)
Gast #4287756
Lesenswert?

LEDs werden mit Strom angsteuert, nicht mit fester Spannung. Einfach so 
parallel schalten geht fast nicht, weil sich der Strom in der Regel 
nicht gleichmäßig aufteilt.
Moderne LEDs kommen oft auch mit weniger als 20 mA aus - es kommt auf 
die Helligkeit die man haben will. Das schöne an LEDs ist gerade das man 
über einen weiten Bereich die Helligkeit einfach über den Strom 
einstellen kann, ohne das sich die Farbe oder der Wirkungsgrad groß 
ändert.

Bei mehr LEDs hat man in der Regel jeweils mehrere in Reihe und dann 
einen Widerstand um den Strom einzustellen.
Gast #4287961
Lesenswert?

Wolfgang schrieb:
> Dann sollte man doch lieber gleich konsequent eine Konstantstromquelle
> verwenden, der es bei Reihenschaltung von LEDs egal ist, wie viele davon
> dran hängen, jedenfalls solange die Maximalspannung für die Anzahl
> ausreichend ist.

ja in der Theorie. Er will aber eine beliebige Anzahl von LEDs die, sich 
auch regelmäßig ändern kann, anschließen dabei man bei eine Stromquelle 
die LEDs in Reihen schalten muss wird das ganze wesentlich 
komplizierter.

Da ist es wohl einfacher jeder LED eine Vorwiderstand zu spendieren und 
den LM317 wegzulassen
Gast #4287973
Lesenswert?

Texterfassendes Lesen ist nicht euer Ding.
Er will keine LEDs parallel schalten, sondern LED-Kerzen. Da diese mit 
jeweils einer Batterie betrieben werden, ist davon auszugehen daß sie 
eine entsprechende Schaltung zur Strombegrenzung schon besitzen. Ich 
glaube kaum daß der Innenwiderstand der Batterie der begrenzende Faktor 
ist.

Also geht es darum eine Anzahl Verbraucher mit konstanter 
Eingangsspannung parallel zu schalten. Der Ansatz des TO ist schon 
richtig.
Tipp: Nimm ein Netzteil mit eingebauter Strombegrenzung, fertig. Die 
meisten Wandwarzen sind mit Überstromerkennung/abschaltung ausgerüstet. 
Die Spannung bricht bei Überlastung einfach ein. Nach einer Sekunde 
startet das Teil neu und wenn der Fehler weiter besteht schaltet es eben 
wieder ab. Die LED-Kerzen deiner Mutter blinken dann lustig und sie 
merkt das etwas faul ist.
Gast #4287984
Lesenswert?

--o__o-- schrieb:
> Er will keine LEDs parallel schalten, sondern LED-Kerzen. Da diese mit
> jeweils einer Batterie betrieben werden, ist davon auszugehen daß sie
> eine entsprechende Schaltung zur Strombegrenzung schon besitzen.

wiederum gibt es keine weißen/orangen/roten LEDs die nur 1,8V brauchen. 
Auch keine Batterie liefert 1,8V.

Vermutlich sind dort 2 Batterien a 1,5V drin. Woher die 1,8V kommen ist 
die frage?
Gast #4287990
Lesenswert?

Peter II schrieb:
> --o__o-- schrieb:
>> Er will keine LEDs parallel schalten, sondern LED-Kerzen. Da diese mit
>> jeweils einer Batterie betrieben werden, ist davon auszugehen daß sie
>> eine entsprechende Schaltung zur Strombegrenzung schon besitzen.
>
> wiederum gibt es keine weißen/orangen/roten LEDs die nur 1,8V brauchen.
> Auch keine Batterie liefert 1,8V.
>
> Vermutlich sind dort 2 Batterien a 1,5V drin. Woher die 1,8V kommen ist
> die frage?

Ja, sorry. Mein Fehler.
Ich bin davon ausgegangen, dass ich für die LED etwa 1,8 V brauchen 
werde.


--o__o-- schrieb:
> Also geht es darum eine Anzahl Verbraucher mit konstanter
> Eingangsspannung parallel zu schalten. Der Ansatz des TO ist schon
> richtig.

Danke.

> Tipp: Nimm ein Netzteil mit eingebauter Strombegrenzung, fertig. Die
> meisten Wandwarzen sind mit Überstromerkennung/abschaltung ausgerüstet.
> Die Spannung bricht bei Überlastung einfach ein. Nach einer Sekunde
> startet das Teil neu und wenn der Fehler weiter besteht schaltet es eben
> wieder ab. Die LED-Kerzen deiner Mutter blinken dann lustig und sie
> merkt das etwas faul ist.

Kann man diese Netzteile am Typenschild irgendwie erkennen bevor man das 
testet und eines, das diese Funktion nicht bietet, beim Test abraucht?
Gast #4287996
Lesenswert?

Gaxt schrieb:
> Kann man diese Netzteile am Typenschild irgendwie erkennen bevor man das
> testet und eines, das diese Funktion nicht bietet, beim Test abraucht?

Ein Schaltnetzteil ist klein und leicht, so wie das Ladegerät von deinem 
Handy. Testen kannst du es in dem du es einfach kurzschließt :)
Gast #4288029
Lesenswert?

Unsere Altvorderen haben eine Blick auf das Typenschild geworfen und 
dann, wenn sie unsicher waren, eine Sicherung eingebaut.
Die Leitung auftrennen und so ein Teil einzuschleifen ist schrecklich 
kompliziert und extrem Aufwändig.
Gast #4288033
Lesenswert?

Amateur schrieb:
> Unsere Altvorderen haben eine Blick auf das Typenschild geworfen und
> dann, wenn sie unsicher waren, eine Sicherung eingebaut.
> Die Leitung auftrennen und so ein Teil einzuschleifen ist schrecklich
> kompliziert und extrem Aufwändig.

nur das eine Sicherung nicht wirklich gegen Überlast schützt. eine 500mA 
Sicherung löst nicht mal bei 600mA aus.

In der Zeit kann das Netzteil schon abgebrannt sein. Aber wie andere 
schon geschrieben haben, sind die Netzteile eigentlich alles 
Kurzschussfest.
#4288082
Lesenswert?

Gaxt schrieb:
> Wenn eine LED nun z.B. 20 mA benötigt, wie verhindere ich dann aber, das
> meine Mutter mehr als 500mA/20mA = 25 LED Kerzen anschließt bzw. dies zu
> einer Überlastung des Netzteils führt?

Sag es einfach Deiner Mutter, die kann sicher zählen...

Und mit 1,8 Volt wird es wohl kaum Led-Kerzen geben, vor allem die,
die flackern...

Abgesehen davon, braucht jede Led einen Vorwiderstand, sonst werden
nicht alle leuchten, auch wenn es das selbe Fabrikat ist...
#4288086
Lesenswert?

Gaxt schrieb:
> Kann man diese Netzteile am Typenschild irgendwie erkennen bevor man das
> testet und eines, das diese Funktion nicht bietet, beim Test abraucht?

Mit etwas Übung kann man, wie schon angemerkt, am Gewicht merken ob es 
sich um ein Schaltnetzteil (klein und relativ leicht) oder um ein 
klassisches mit Trafo handelt.
Die Schaltnetzteile sind i.d.R. kurzschlussfest, die Trafonetzteile 
haben eine Thermosicherung drin die dann unwiderruflich durchbrennt. 
Diese Teile erkennt man einem Symbol mit einer Temperaturangabe, z.B. 
115°C (die Auslösetemperatur).

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fd/Symbol_Thermal_relay.svg
Gast #4288141
Lesenswert?

Gaxt schrieb:
> Wenn ich ein Netzteil für Kleinspannung habe, dass eine Spannung von 5 V
> und einen Strom von 500 mA liefern kann, wie schütze ich dann das
> Netzteil vor Überlastung, wenn eine bestimmte Zahl von Verbrauchern
> angeschlossen wird, die zusammen mehr als 500 mA Strom benötigen?

Zuerst mal den Kopf mit den Grauen Zellen einschalten.
Das NT brauchst du nicht zu schützen.
Entweder es raucht ab oder es geht in die Knie.
Kauf dir drei von der Sorte, die sind billig genug.
#4288146
Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Zuerst mal den Kopf mit den Grauen Zellen einschalten.
> Das NT brauchst du nicht zu schützen.
> Entweder es raucht ab oder es geht in die Knie.
> Kauf dir drei von der Sorte, die sind billig genug.

Sorry, aber die grauen Zellen widersprechen sich mit dem,
dass sich der TE gleich drei von den Netzteilen kaufen sollte!!!

Vielleicht solltest Du selbst Deine grauen Zellen einschalten,
Dein Post bringt nichts...
Gast #4288165
Lesenswert?

Gaxt schrieb:
> Wenn eine LED nun z.B. 20 mA benötigt, wie verhindere ich dann aber, das
> meine Mutter mehr als 500mA/20mA = 25 LED Kerzen anschließt bzw. dies zu
> einer Überlastung des Netzteils führt?

Gehirn der Mutter einschalten und bei 25 Stck. Schluß machen.
Ansonsten auf die Leidensfähigkeit der NT vertrauen.
Oder Junior, mach Gruppen zu 25 Kerzen, damit es nicht zu viel wird.
Wo ist das Problem?
Gast #4288259
Lesenswert?

Spaetestens wenn die Mutter sieht, was das fuer ein Strippengewirr wird, 
nimmt sie weder Wachskerzen. Frag sie wenigstens vorher, ob das so OK 
ist wenn Du z.B. zur Demonstration Bindfaeden zu jeder "Kerze" ziehst.

wendelsberg

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren