Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Voraussetzungen für das Chipdesign Studium.


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von Paul W. (atent123)


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Hallo ich interessiere mich sehr für Hardware und ihre Entwicklung.
Darum habe ich mir vorgestellt in der Hardware Entwicklung zu arbeiten.
Ich würde später gerne bei einer Firma wie AMD oder Intel arbeiten und 
dort CPUs und GPUs entwickeln.
Wo kann man so etwas studieren und welche Voraussetzungen braucht man 
dafür ?
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

von skep (Gast)


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Leider kann man das nicht einfach so studieren.
Klar die Grundlagen vernünftigen Chipdesigns lernt man in Fächern wie 
Digitaltechnik, das man sowohl in eine Etechnik studium mit Schwerpunkt 
digitale Systeme(bzw. Informationstechnik) als auch in einem sehr 
technischen Informatikstudium lernt.
Dann kann man sich im Master nochmal spezialiseren, HW Design, HW/SW 
Codesign etc.
Anfangen kann man dann mit FPGA Entwicklung, um mal zu testen was es 
überhaupt bedeutet einen funktionierenden µC zu bauen.

Und dann kommen noch die ganzen anderen Anforderungen hinzu...

In diesem sehr speziellen Bereich rutscht man wohl eher rein als das man 
zielstrebig dorthin studiert, das ist wahrscheinlich die größte Hürde.
Bei der ehemaligen Siemenstocher arbeiten ziemlich wenig Leute an allen 
Prozessoren.

von HolgerT (Gast)


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Klar kann man das studieren.
Beispiele:
https://www.tu-chemnitz.de/etit/leb/
https://www.tu-chemnitz.de/etit/sse/
https://www.tu-chemnitz.de/etit/microtec/

Musst Dich eben entscheiden, mehr in die Technologie oder die Topologie 
zu gehen.

von HolgerT (Gast)


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Achso, zu den Vorraussetzungen:
Sehr gutes Mathe- und Physikverständnis und den Willen, sich durch ein 
schwieriges, aber interessantes Studium zu kämpfen.

von Max M. (max_m1)


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Im Studium lernst du normalerweise nur veraltete Technik kennen. Die 
aktuellen Methoden im Chipdesign rücken die Hersteller nicht im detail 
heraus. Jeder hat da seine eigene Vorgehensweise.

Deshalb würde ich versuchen parallel zum Studium bei den entsprechenden 
Firmen ein Praktikum zu machen bzw. versuchen eine FH/Uni zu wählen 
welche Möglichst keine uralt-vorgehensweise im Chipdesign unterrichtet.

von egal (Gast)


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Max M. schrieb:
> bzw. versuchen eine FH/Uni zu wählen
> welche Möglichst keine uralt-vorgehensweise im Chipdesign unterrichtet.

Und wo die Professoren nicht über 60 Jahre alt sind wie bei mir damals.

von Chipdesigner (Gast)


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Max M. schrieb:
> Im Studium lernst du normalerweise nur veraltete Technik kennen.

Ich habe damals in den 90ern das Aktuellste studiert, was es gab. 
Allerdings gab es das damals auch nur an zwei Unis in Deutschland. Als 
ich fertig war, habe ich bei Siemens angefangen und sehr gut verdient. 
Später war ich bei Infineon, konnte mich aber rechtzeitig absetzen, 
bevor es mit Qimonda bergab ging.

Ob man heute noch HL studieren sollte, kann ich nicht sagen.

Ich würde es NICHT empfehlen!

Genau genommen, kann ich gar nicht empfehlen, Hardware zu studieren.

Besser Projektleitung und HW daheim entwicklen. Macht mehr Spass.

von egal (Gast)


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Wo kann man Projektleitung studieren, du Held?

von Panzer H. (panzer1)


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egal schrieb:
> Wo kann man Projektleitung studieren, du Held?

In tollen, erfolgreichen und börsennotierten Großunternehmen kann man 
Projektleitung eingehend studieren und sich seine eigene Meinung bilden.

Momentan die Referenz für Top-Projektleiterstudium: Flughafen BER.

von Joggel E. (jetztnicht)


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Man kommt auch spaeter noch in das Gebiet rein, nachdem man das 
Drum-Herum gelernt hat. Denn die Chips werden nicht Standalone im 
luftleeren Raum laufengelassen. Das Wissen dazu ist auf alle Faelle 
hilfreich.

Eine zunehmende Menge von Chips werden dafuer im luftleeren Raum 
designt. zB die Hochleistungs-FPGA im FBGA Gehause. Da steht im 
Datenblatt. Jeder Vcc Pin sollte mit zB 100pF unmittelbar am Pin gegen 
GND entkoppelt werden. Aeh .. toll. Wo soll der Platz dazu sein ? 
Zwischen den Pins auf der anderen Seite ? Dazu ist 0603 schon zu 
klotzig. Ah, 0402 ? mit NPO ? Dann haetten wir noch 2 Vias, macht 3nH. 
Alternativ koennte man die Kapazitaet auch per Lagenaufbau machen. Mit 
20um Prepreg/Substratdicke .. fertigt leider keiner.

von Anna C. (phusel)


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Max M. schrieb:
> Im Studium lernst du normalerweise nur veraltete Technik kennen. Die
> aktuellen Methoden im Chipdesign rücken die Hersteller nicht im detail
> heraus.
Eben. Darum geht es im Studium auch nicht. Mit einem abgeschlossenen 
-ing Studium hast du für deinen zukünftigen Arbeitgeber den Beweis 
erbracht, dass du dich gut in seine Themen einarbeiten kannst, also sein 
Top-Notch-Zeug, an dem er gerade entwickelt. Außerdem eine gewisse 
Portion Leidensfähigkeit, und ein Mindestmaß an Grips... immerhin hast 
du dich durch harte und trockene Materie gekämpft. (macht dich übrigens 
auch für nicht-technische Berufe interessant)

Wie von meinen Vor-postern bereits erwähnt, E-Technik-Studium + 
Spezialisierung um zu checken, wie Chip-Design theoretisch funktioniert. 
Mehr brauchst du auch nicht. Mach dir lieber mehr Gedanken darum, wie du 
die Grundlagen überstehst. Du hast zwar keinen NC (außer RWTH&LMU&Co), 
dafür wird aber früh und heftigst gesiebt, mit Mathe, Physik, E-Technik 
(Informatik-Klausur war immer die Erholung zwischendurch). 
Durchfall-Quoten von 80% sind bei den Ersties die Regel.

Daher sollte dein Hauptaugenmerk Anfangs auf folgendem liegen: Das 
Nackte Überleben!
- Vorkurse: Werden von fast jeder Uni angeboten. Kann man mitmachen. 
Hilft, sich einzugewöhnen und Leute kennenzulernen
- Erstie-Wochen: Pflicht. Leute/Lehrstuhl/Uni/Stadt kennenlernen.
- Zieh von zu hause aus! Ziehe in die Nähe deiner Uni. Es ist schon 
schlimm genug sich eigenverantwortlich aus dem Bett quälen zu müssen. 
Dann noch 1h pendeln? Keine Freunde dort, mit denen man mensen gehen 
kann? Kannst knicken... außerdem verpasst du die meisten 
Erstie-Veranstaltungen. Die sind wichtig. Siehe nächster Punkt:
- Finde eine Lerngruppe mit Leuten, die dir sympatisch sind. Sofort! 
Denn als Einzelkämpfer wirst du sehr schnell auf der Strecke bleiben. 
Geteiltes Leid ist halbes Leid.
- Du bist ein sozial unbeholfener Einzelgänger und Nerd? In der Schule 
gab es immer die Perfekten, den Rest und dich? Keine Sorge. Davon gibt 
es im Studium haufenweise. Und meistens sind es genau die, die am Ende 
übrig bleiben. And er Uni werden die Karten neu gemischt. Ihr müsst nur 
zusammenfinden. Am einfachsten gehts über gemeinsame Hobbies. 
(Steam-IDs,[MOBA-einsetzen]-Nicks austauschen, Pen&Paper-Runde an den 
Start bringen, Sport..  etc.)  und irgendwann, am ende des Studiums 
wirst du feststellen: hey, ich bin gar nicht mehr so verstrahlt wie am 
Anfang (aber immer noch Nerd)
- Du sitzt in der Vorlesung und hast keinen Plan? Kommst nicht mit? 
Raffst nix? Keine Sorge. Es geht allen so. Rechne alle Zettel mit deiner 
Lerngruppe! (Sowas wie Hausaufgaben) Mit der Zeit wird es besser. Zwar 
wird der Stoff nicht einfacher, aber man gewöhnt sich daran und fällst 
nicht sofort in Schockstarre. (Außerdem gibt es bei den meisten Fächer 
Bonuspunkte auf die Klausuren. Bei 80%+ Durchfallquoten: nichts, worauf 
man verzichten sollte)
- Verbeiß dich nicht in eine Richtung. Halt die Augen nach interessantem 
offen. Chip-Design? Schnöder VHDL-Programmier-Bimbo? Wie wärs z.B. mit 
der ganz untersten Ebene, Werkstoffe, Nano-Tubes, Materialien mit denen 
ganz andere Logik möglich ist als 0/1. Oder die völlig andere Richtung: 
du kommst auf den Geschmack von Mathe... Algorithmen, 
Optimierungsprobleme (kürzeste Pfade, viel-zeug-wenig-platz-Probleme), 
Beweise.. alles gefragtes Zeug beim Designen von Chips.
- Uni-Wahl: je technischer die Gesamtausrichtung deiner Uni, desto 
breiteres Angebot hast du später. Bei allem, was "T" im Namen hat, bist 
du prinzipiell gut aufgehoben (TH, TU, RWTH..) aber auch an allen 
anderen Unis mit größerem -ing Bereich. Worauf solltest du achten? Keine 
Ahnung. Musst du wissen. Du wählst den Ort, an dem du deinen nächsten 
Lebensabschnitt verbingen wirst. Du wirst einen völlig neuen Freundes- 
und Bekanntenkreis aufbauen. (s. Punkte oben!!!) Sieh daher lieber zu, 
dass du mit Stadt/Land/Leute halbwegs klar kommst.
- Wähle immer die Fächer, die dir aktuell am interessantesten 
erscheinen. Nochmals, verbeiß dich nicht auf Chip-Design. Fang einfach 
mit E-Technik an und schau was dabei rauskommt. Ich z.B. wollte früher 
immer Prinzessin werden, aber gelandet bin ich ganz wo anders (aber auch 
nicht schlecht :)))))

Ergo: immer locker bleiben


Gruß,
Anna

PS: Geh dem Lehrpersonal bitte nicht all zu sehr auf den Keks, indem du 
ständig um Punkte feilschen gehst (-.-)

von Werktätiger (Gast)


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Paul W. schrieb:

> Darum habe ich mir vorgestellt in der Hardware Entwicklung zu arbeiten.
> Ich würde später gerne bei einer Firma wie AMD oder Intel arbeiten und
> dort CPUs und GPUs entwickeln.
> Wo kann man so etwas studieren und welche Voraussetzungen braucht man
> dafür ?

Such Dir ne Uni aus in deren Nähe Halbleiterfabs stehen - is gut fürs 
Praktikum und bietet Möglichkeiten als Werksstudent. Mir fallen dazu 
ein:

Dresden: AMD, Infineon,intel,X-Fab (wird abergrad nach M verlagert)
München: Infineon als Fertiger und designnahe fillialen von micron,Texas 
Instruments, ARM

Regensburg (?) infineon
Braunschweig(?) TOSHIBA
Freiburg:  (?) Micronas
Erfurt:    (?) x-Fab

Dann lohnt es sich natürlich zu BOSCH (Stuttgart) und NXP (Hamburg) zu 
schielen.

Gruß

von ex-Boschi (Gast)


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Ja, nach Reutlingen kann man "schielen". Da ist gerade erst vor nicht 
all zu langer Zeit was frei geworden, in Bereich Chip Design / MEMS.

Ich würde beim "Schielen" aber auf die Aufgabe fokussieren und nicht 
aufs Geld, nur so als Tipp.

Chip-Designer waren in Deutschland vor 20 Jahren noch gefragter, als 
Softwareprogrammierer. Heute ist es umgekehrt: Mit 
Softwareprogrammierern kann man die Strasse pflastern und für all die, 
die im Studium irgendwas mit Halbleier und Chipdesign studiert haben, 
gibt es bei Weitem nicht genug Stellen.

Chip ist in D auf dem Rückmarsch.

von P. M. (o-o)


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ex-Boschi schrieb:
> für all die,
> die im Studium irgendwas mit Halbleier und Chipdesign studiert haben,
> gibt es bei Weitem nicht genug Stellen.

Die Jobsituation ist vielleicht nicht mehr so einfach wie früher, aber 
wenn man sehr gut ist, findet man etwas gutes. Gilt wohl generell für 
die ET- und Inf-Ingenieure. Hier ist ein Winner-Takes-It-All-Prinzip am 
Werk: Um 10x so viele Leute medizinisch zu versorgen, brauche ich 10x so 
viele Ärzte. Um ein Technologieprodukt für Hintertupfingen oder aber die 
ganze Welt zu entwickeln, brauche ich hingegen genau gleich viele 
Ingenieure. Aber die müssen gut sein.

Man muss sich also fragen, ob man bereit und fähig ist, zu den 
deutschlandweit vielleicht 100, 200 Jahrgangsbesten zu gehören oder eben 
nicht.

von Axel L. (axel_5)


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Chipdesigner schrieb:
> Max M. schrieb:

>
> Ob man heute noch HL studieren sollte, kann ich nicht sagen.
>
> Ich würde es NICHT empfehlen!
>

Dem würde ich mich anschliessen. Digitalentwicklung wird in Deutschland 
(genau genommen der EU)  kaum noch gemacht, es gibt hier nur wenige 
Firmen, die die Millionenkosten für die Entwicklung eines aktuellen 
Digitalchips stemmen können.

Im Analogbereich sieht das noch ein bischen anders aus, aber richtig 
rosig ist das auch nicht.

Die wirklichen Technologieführer wie TSMC, UMC etc. haben Deutschland 
schon nicht mehr auf der Liste, die schauen nach Fernost, die USA oder 
Israel.

Zu den Voraussetzungen für die Chipentwicklung, also GPU oder 
Prozessoren: Die sind grundsätzlich nicht anders als bei 
Softwareentwicklung. Nur das ein Redesign eines vergurkten Chips richtig 
teuer ist, also dürfen Fehler nicht passieren. Der Grossteil der Arbeit 
besteht also in der Verifizierung von erstelltem Code. Wichtig ist also 
vor allem diszipliniertes Arbeiten.

Physik brauchst Du fast gar nicht, so nah kommst Du sowieso nicht an 
eine Fab.

Gruss
Axel

: Bearbeitet durch User
von Marcus H. (mharnisch) Benutzerseite


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Axel L. schrieb:
> Zu den Voraussetzungen für die Chipentwicklung, also GPU oder
> Prozessoren:

Nun sind aber die wenigsten Chips die, von denen wir in der Presse 
lesen. Insgesamt ist der Consumerbereich in Deutschland tatsächlich sehr 
wenig vertreten.

>                                                Der Grossteil der Arbeit
> besteht also in der Verifizierung von erstelltem Code.

Gutes Stichwort. Ist ja nicht so, dass alles oberhalb des Backends von 
“VHDL-Programmier-Bimbos” (danke Anna :) erledigt wird. Da gibt's 
immerhin die sehr komplexen Bereiche der Verifikation (funktional, 
formal) und das System Design. Da wird man natürlich nicht sofort hinein 
stolpern, sondern erst, nachdem man etwas Erfahrung in den “niederen 
Tätigkeiten” gesammelt hat.

von Jo S (Gast)


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Chipdesigner schrieb:
> Als ich fertig war, habe ich bei Siemens angefangen und sehr gut verdient.

> Ob man heute noch HL studieren sollte, kann ich nicht sagen.
> Ich würde es NICHT empfehlen!
> Genau genommen, kann ich gar nicht empfehlen, Hardware zu studieren.


1989 lagen die Anfangsgehälter in diesem Bereich bei 65k - 75k€ (auf 
aktuelle Werte umgerechnet).

Mitlerweile ist diese Branche in Dtl. weitestgehend zerstört, 
Arbeitsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in USA.

von Ungulf (Gast)


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Jo S schrieb:
> Chipdesigner schrieb:
> Als ich fertig war, habe ich bei Siemens angefangen und sehr gut
> verdient.
>
> Ob man heute noch HL studieren sollte, kann ich nicht sagen. Ich würde
> es NICHT empfehlen! Genau genommen, kann ich gar nicht empfehlen,
> Hardware zu studieren.
>
> 1989 lagen die Anfangsgehälter in diesem Bereich bei 65k - 75k€ (auf
> aktuelle Werte umgerechnet).
>
> Mitlerweile ist diese Branche in Dtl. weitestgehend zerstört,
> Arbeitsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in USA.

Traurig. Und die nächsten Branche könnte bald folgen. Was bleibt dann 
noch groß für Techniker?

von P. M. (o-o)


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Ungulf schrieb:
>> Mitlerweile ist diese Branche in Dtl. weitestgehend zerstört,
>> Arbeitsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in USA.
>
> Traurig. Und die nächsten Branche könnte bald folgen. Was bleibt dann
> noch groß für Techniker?

Bei allem Respekt - aber wenn man sich alleine die Stimmung und Probleme 
in diesem Forum anschaut, so wundert einem nicht, dass Deutschland im 
Ingenieursbereich nicht mehr Wettbewerbsfähig ist. Und damit meine ich 
nicht primär die paar Trolle, sondern z.B. seitenlange Diskussionen über 
die Kleidung beim Vorstellungsgespräch. Will der deutsche Ingenieur 
eigentlich entwickeln oder interessiert er sich eher für seinen 
Status?!?

von Jo S (Gast)


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P. M. schrieb:
> dass Deutschland im Ingenieursbereich nicht mehr wettbewerbsfähig ist

Wie kommst du darauf?

Bedenke die riesigen Exporte von Industriegütern und vor allem die 
gewaltigen Exportüberschusse. Das sind primär Ingenieurleistungen.

von Operator S. (smkr)


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Axel L. schrieb:
> Digitalentwicklung wird in Deutschland
> (genau genommen der EU)  kaum noch gemacht,

Was ist mit ST, NXP, Freescale und konsorten? Zudem gibt es durchaus 
mehr Firmen als man meinen möchte, die eigene Chips herstellen lassen. 
Phonak/Sonova um ein Beispiel zu nennen...

Axel L. schrieb:
> Die wirklichen Technologieführer wie TSMC, UMC etc.

Sind nur produzenten und haben wenig mit dem Arbeitsfeld des 
Chipdesigners zu tun.

von P. M. (o-o)


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Jo S schrieb:
> P. M. schrieb:
>> dass Deutschland im Ingenieursbereich nicht mehr wettbewerbsfähig ist
>
> Wie kommst du darauf?
>
> Bedenke die riesigen Exporte von Industriegütern und vor allem die
> gewaltigen Exportüberschusse. Das sind primär Ingenieurleistungen.

Na gut, "nicht mehr wettbewerbsfähig" ist etwas übertrieben. Aber es 
gibt schon eine starke Tendenz, dass "die Deutschen" (zu oft) lieber 
ihre Errungenschaften verwalten, als Innovation zu fördern. Status-, 
Hierarchie-, Krawattendenken kommt (zu oft) vor Leistung. Wie oft liest 
man hier, Vitamin B komme weit vor guten Noten? Falls das stimmt, dann 
ist das System krank. Falls es nicht stimmt, dann haben die Leute eine 
fehlerhafte Einstellung. In beiden Fällen ist es jedenfalls kein 
"Standortvorteil" für eine Entwicklungsabteilung.

von Axel L. (axel_5)


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Operator S. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Digitalentwicklung wird in Deutschland
>> (genau genommen der EU)  kaum noch gemacht,
>
> Was ist mit ST, NXP, Freescale und konsorten? Zudem gibt es durchaus
> mehr Firmen als man meinen möchte, die eigene Chips herstellen lassen.
Die entwickeln in Deutschland ?
Das ist doch alles nur Sales und Marketing. Und sicher, es gibt ja auch 
noch Infineon, manche entwickeln tatsächlich auch noch. Aber das wird 
weniger statt mehr. Und die Themen Grafikkarte und CPU sind aus 
Deutschland weg. Ich würde da für eine Ingenieurskarriere nicht mehr 
drauf setzen.

> Phonak/Sonova um ein Beispiel zu nennen...
>
Kenne die nicht, scheint aber eine Schweizer Firma zu sein, keine 
Deutsche.
Die meisten mittelständischen Firmen sind für die aktuellen Technologien 
schlicht zu klein, die können die Millionen für so eine Entwicklung gar 
nicht mehr stemmen.

> Axel L. schrieb:
>> Die wirklichen Technologieführer wie TSMC, UMC etc.
>
> Sind nur produzenten und haben wenig mit dem Arbeitsfeld des
> Chipdesigners zu tun.

Naja, wenn die grossen Produzenten Deutschland unter "andere" listen, 
was will uns das wohl sagen ?

Gruss
Axel
PS: Ich wäre durchaus froh drum, wenn ich unrecht hätte.

von Matthias (Gast)


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Naja TMSC... weshalb sollte Taiwan in der EU was produzieren?

Bei uns ist das Knowhow da, die Produktion wird aber allzu oft 
ausgelagert, da bei uns zu teuer, oder sehe ich das falsch?

Im Bereich Chip Design kommt es auch darauf an, welchen Bereich man 
meint... Geht es um digitale Designs? Dann ist wohl "Vhdl-Bimbo" zu sein 
gar nicht mal schlecht um einzusteigen...

von Axel L. (axel_5)


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Matthias schrieb:
> Naja TMSC... weshalb sollte Taiwan in der EU was produzieren?
>
> Bei uns ist das Knowhow da, die Produktion wird aber allzu oft
> ausgelagert, da bei uns zu teuer, oder sehe ich das falsch?
>
> Im Bereich Chip Design kommt es auch darauf an, welchen Bereich man
> meint... Geht es um digitale Designs? Dann ist wohl "Vhdl-Bimbo" zu sein
> gar nicht mal schlecht um einzusteigen...

Die sollen nichts in der EU produzieren.

TSMC ist einer der grössten Halbleiterhersteller der Welt, die machen 
keine eigenen Produkte, sondern fertigen lediglich Wafer für andere.

"Andere" kommmen aber nicht aus Deutschland, als Auftraggeber für 
Waferfertigung sind deutsche Firmen nicht relevant. Es ist eben NICHT 
so, dass deutsche Firmen die Fertigung auslagern, es gibt im 
Halbleiterbereich nichts, was man auszulagern könnte. Es gibt keine 
deutsche Apple, Broadcom, Nvidia etc.  Es ist schon bezeichnend, dass 
hier eine Schweizer Firma genannt wird, wenn man ein Beispiel sucht.

Wenn man sich Präsentationen von TSMC ansieht, wird Deutschland nicht 
mal mehr erwähnt, das läuft unter "Sonstige". Bei UMC und den anderen 
grossen Halbleiterherstellern sieht das nicht anders aus. Intel hat 
letztes Jahr ein Entwicklungszentrum in Deutschland geschlossen.

Fairerweise muss man erwähnen, dass das im analogen Bereich noch etwas 
besser auszusehen scheint.

Gruss
Axel

von Operator S. (smkr)


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Axel L. schrieb:
> Es ist schon bezeichnend, dass
> hier eine Schweizer Firma genannt wird, wenn man ein Beispiel sucht.

Darauf wollte ich nicht abzielen, die wurde nur genannt, da diese sich 
in 10km Umkreis von mir befindet.
Der Verweis darauf sollte eher zeigen, dass es viele Firmen gibt, die 
nicht für Chipdesign bekannt sind, sondern das als Entwicklungszweig für 
das Endprodukt benötigt wird. Die genannte Firma produziert Hörgeräte 
und ist nur dafür bekannt. Dass dabei eigens entwickelte Chips zum 
Einsatz kommen, dürfte für die meisten nicht bekannt sein, bzw. man 
würde auch nicht gleich davon ausgehen. Und ich bin mir ziemlich sicher, 
dass dies auch in Deutschland der Fall ist.

Deine Schlussfolgerung mit TSMC kann ich aber nicht nachvollziehen. Die 
Entwicklung und Produktion ist völlig getrennt voneinander, was eine 
Standortunabhängigkeit ermöglicht. Wenn die letzte 
Leiterplattenproduktion schliesst, würde man ja auch nicht davon 
ausgehen, dass es keine Jobs als Layouter in dem Land gibt.

von Werktätiger (Gast)


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Paul W. schrieb:
> Hallo ich interessiere mich sehr für Hardware

> Ich würde später gerne bei einer Firma wie AMD oder Intel arbeiten und
> dort CPUs und GPUs entwickeln.

Aktuell ist bei AMD weiter Stellanabbau angesagt:

http://www.sz-online.de/sachsen/stellenabbau-bei-globalfoundries-3213592.html

Gruß,

von Poster (Gast)


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Wollte ich auch gerade schreiben. 800 Arbeitsplätze weg. Bedeutet:

800 hochqualifizierte Techniker und Arbeiter und eine Handvoll 
Ingenieure stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, um den chronischen 
Fachkräftemangel zu beheben!

von Claymore (Gast)


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Digitales Chipdesign macht doch auch in Deutschland jede zweite 
Kleinklitsche (die großen sowieso). Nur wird der Chip eben nicht mehr 
fest auf einen Chip gebrannt, sondern in einen FPGA programmiert.

von Klaus (Gast)


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Claymore schrieb:
> Digitales Chipdesign macht doch auch in Deutschland jede zweite
> Kleinklitsche (die großen sowieso). Nur wird der Chip eben nicht mehr
> fest auf einen Chip gebrannt, sondern in einen FPGA programmiert.

Bei so einer Arbeit ist man aber nur schnöder VHDL-Programmier-Bimbo. 
Nicht empfehlenswert, da zu weit unten in der Nahrungskette, liegt nur 
knapp über Türgummifestklopfer.

von Claymore (Gast)


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Klaus schrieb:
> Bei so einer Arbeit ist man aber nur schnöder VHDL-Programmier-Bimbo.
> Nicht empfehlenswert, da zu weit unten in der Nahrungskette, liegt nur
> knapp über Türgummifestklopfer.

Das gilt aber für die meisten Entwickler. Wenn man im Konzern 
unterkommt, ist man wenigstens nach ein paar Jahren ein mit 70-80k 
bezahlter Bimbo. Damit kann man gut leben. Und wenn man mehr will und 
kann, macht man Team- oder Projektleitung kommt man auch an die 100k. 
Dafür muss man wo anders schon Geschäftsführer werden.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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P. M. schrieb:
> Die Jobsituation ist vielleicht nicht mehr so einfach wie früher, aber
> wenn man sehr gut ist, findet man etwas gutes.

Wenn ich sehr gut bin finde ich was Gutes.
Mit gut bekomme ich was Befriedigendes.
Mit .......

von Klaus (Gast)


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Man kann jedenfalls keinem jungen Menschen heutzutage guten Gewissens 
noch ein Studium aus dem MINT-Bereich empfehlen, dafür ist das Studium 
zu hart und die Aussichten mittlerweile zu schlecht.

Ich bin heilfroh, dass ich meine Schäfchen im Trockenen habe, aber wenn 
ich jetzt noch einmal Abiturient wäre, würde ich lieber eine 
handwerkliche Ausbildung machen, um später als Meister mein eigenes 
Geschäft zu haben, oder Medizin studieren, denn da sind die Aussichten 
ebenfalls noch sehr gut.

von Fpga K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Klaus schrieb:

>  würde ich lieber
 ...
>
> Medizin studieren, denn da sind die Aussichten
> ebenfalls noch sehr gut.

Ja die Aussicht stressbedingt alkohol- oder medikamentenabhängig zu 
werden:
http://www.aerzteblatt.de/archiv/80732/Alkohol-und-Medikamentenmissbrauch-bei-Aerzten-Gefaehrliche-Stressbewaeltigung

Das sollte man bei aller Freude über Medizinergehälter 
und-beschäftigungsquote nicht vergessen.

MfG,

: Bearbeitet durch User
von Klaus (Gast)


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Fpga K. schrieb:
>> Medizin studieren, denn da sind die Aussichten
>> ebenfalls noch sehr gut.
>
> Ja die Aussicht stressbedingt alkohol- oder medikamentenabhängig zu
> werden.

Ist das bei den Ingenieuren etwa anders, vor allem beim Alkohol?

von Anna C. (phusel)


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> Man kann jedenfalls keinem jungen Menschen heutzutage guten Gewissens
> noch ein Studium aus dem MINT-Bereich empfehlen, dafür ist das Studium
> zu hart und die Aussichten mittlerweile zu schlecht.
...zumindest mit "I" kommt man ganz passabel unter. Ich kann jetzt nur 
für E-Technik sprechen, aber bisher habe ich noch von keinem aus meinem 
Umfeld gehört, der Schwierigkeiten gehabt hätte irgendwo unterzukommen, 
selbst ein 16-Semester-Bachelor-Typ hatte innerhalb eines Monats einen 
recht guten Job.

Es ist eher umgekehrt. Die Studis werden direkt von der Uni abgeworben, 
im Moment häufig von "Nobel"-Zeitarbeitsfirmen wie Hays&Co. Dort ist man 
fest angestellt, wird richtig gut bezahlt, weitergebildet und für viel 
Schotter ausgeliehen oder weitervermittelt.

Vor einiger Zeit wurde bei uns sogar das Praxis-semester aus dem 
Bachelor-Studium gestrichen, weil viele Studenten direkt nach dem Ba. in 
die Betriebe gegangen sind und zu wenig für den Master übrig blieben.

Außerdem wildern derzeit viele "nicht-technik"-Firmen wie Berater in 
unseren Gefilden herum. Ich hab mal einen gefragt, warum die denn nicht 
rüber zu den BWLern gehen, immerhin studieren die Sachen mit "Betrieben" 
und Geld. Er hat dann über die Qualität geklagt, BWL "zu einfach", 
Massenbetrieb und die Noten der Absolventen sagen auch immer weniger 
aus. Man schätze halt die "Ingenieurs-Denke", weil es weniger darum geht 
sich mit Betrieben auszukennen, sondern darum komplexe Systeme zu 
durchauen, auf Einzelprobleme herunterzubrechen, zu optimieren etc. bla. 
Konnte mir nicht alles merken.

"Junge Menschen" werden fast überall gut unterkommen. Und Geld? Man wird 
überall genug bekommen, dass es zum Leben reicht. Was den meisten 
wichtiger ist, zu mindest denen die ich kenne: der Job muss Bock machen. 
Die Firma muss korrekt sein. Immerhin verbringe ich dort viel 
Lebenszeit, die will ich nicht mit mieser Laune verschwenden. Ab jetzt 
kommen die geburtenschwachen Jahrgänge. Also seit nett zu den Syrern :P

Zu AMD, Infineon & Co... ich kann mir nicht vorstellen, dass die Arbeit 
dort wirklich abwechslungsreich ist. Die größte Abwechslung ist 
wahrscheinlich, wenn alle paar Jahre die Strukturgröße um einige 
Nanometer runtergesetzt wird. Ansonsten: so viel und so dicht wie 
möglich packen und viel MHZ, GB, eben alles was man quantifizieren und 
vergleichen kann, weil verbesserte Architektur lässt sich schlechter 
vermarkten.

Was oft unterschätzt wird: viele mittelständische Unternehmen brauchen 
Chip-Designer. Steuerelektronik entwerfen... Zwar oft nur für Klein- 
oder Kleinstserien, (SoC [System-on-a-Chip],FPGA/VHDL..) aber dafür hast 
du mehr Freiheiten, Verwantwortung und Abwechslung. Von Kaffee-maschine 
bis Ernte-Maschine, Chipse sind überall drin.

Zum Thema Ingenieure und Alkohol/Drogen: Ich hab eine ziemlich unruhige 
Hand. Die ersten Tipps die Google für Löten und zittrige Hände 
ausspuckt: Bier und Gras, dafür weniger Kaffee und Energy Drinks. -.-

von Fpga K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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Klaus schrieb:
> Fpga K. schrieb:
>>> Medizin studieren, denn da sind die Aussichten
>>> ebenfalls noch sehr gut.
>>
>> Ja die Aussicht stressbedingt alkohol- oder medikamentenabhängig zu
>> werden.
>
> Ist das bei den Ingenieuren etwa anders, vor allem beim Alkohol?

Ja, die Arbeistbedingungen eines Mediziners sind berufsbedingt 
stressiger. Noteinsätze, Wochenenddienst, 40 Stunden Woche als große 
Utopie, hinzu die ständige Konfrontation mit Tod ... . Und wenn dir als 
Chirug das Werkzeug abrutscht ist gleich ein Menschenleben dahin, als 
Elektroniker nur die gute Laune.

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/assistenzaerzte-leiden-unter-arbeitsbedingungen-in-kliniken-a-955563.html

http://www.gutefrage.net/frage/ist-krankenhausarzt-sein-wirklich-so-anstrengend

von Klaus (Gast)


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Fpga K. schrieb:
> Ja, die Arbeistbedingungen eines Mediziners sind berufsbedingt
> stressiger. Noteinsätze, Wochenenddienst, 40 Stunden Woche als große
> Utopie, hinzu die ständige Konfrontation mit Tod ... . Und wenn dir als
> Chirug das Werkzeug abrutscht ist gleich ein Menschenleben dahin, als
> Elektroniker nur die gute Laune.
>
> http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/assiste...
>
> http://www.gutefrage.net/frage/ist-krankenhausarzt...

Mein Mitleid hält sich stark in Grenzen. Typische Jammerberichte, das 
gehört zur Lobbyarbeit. Ausbeutung, befristete Verträge und unbezahlte 
Überstunden gibt es bei Ingenieuren ebenfalls.

Das mit der größeren Verantwortung ist der einzige Punkt, den ich gelten 
lasse. Aber das weiß man ja nun wirklich vorher und kann einschätzen, ob 
man das abkann. Manch einer gefällt sich sogar in der Rolle, "Gott" 
spielen zu können.

von A. K. (prx)


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Jo S schrieb:
> Arbeitsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in USA.

Und in China. ;-)

von Jo S. (Gast)


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Welche Firmen?

von A. K. (prx)


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Anna C. schrieb:
> weil verbesserte Architektur lässt sich schlechter vermarkten.

Was sich bei CPUs und GPUs am besten vermarktet sind
- Reduktion des Stromverbrauchs bezogen auf Rechenleistung
- Steigerung der Rechenleistung bei gegebener Verlustleistung
Was eigentlich bloss 2 Betrachtungsweisen der selben Sache sind, nur 
liegt man beim ersten Punkt eher im Mobilbereich.

Dafür hoch relevant sind dabei einerseits die Halbleitertechnik selbst, 
andererseits genau das, was du als "schlecht vermarktbar" betrachtest.

Bei der Entwicklung der Halbleitertechnik dürften Physiker deutlich 
besser Karten haben als Ings. Ist aber weltweit nicht grad ein grosser 
Arbeitsmarkt, zudem mit Tendenz zu sehr bildhafter schriftlicher 
Ausdrucksweise.

Etwas oberhalb davon werkeln die Architekten auch heute noch. Intel 
beispielsweise schraubt bei jeder zweiten CPU-Generation nicht per 
Shrink sondern an der Architektur, mal mehr und mal weniger. Deren Werk 
wird freilich nicht direkt vermarktet, sondern in Form der Resultate. 
Das muss nicht immer spannend sein. Zeugs wie die Optimierung von 
Sprungbefehlen dürfte heute eher auf langwieriger Simulation als auf 
besonderer Kreativität beruhen.

: Bearbeitet durch User
von HPC-Spezi (Gast)


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Anna C. schrieb:
> Was oft unterschätzt wird: viele mittelständische Unternehmen brauchen
> Chip-Designer. Steuerelektronik entwerfen... Zwar oft nur für Klein-
> oder Kleinstserien, (SoC [System-on-a-Chip],FPGA/VHDL..) aber dafür hast
> du mehr Freiheiten, Verwantwortung und Abwechslung. Von Kaffee-maschine
> bis Ernte-Maschine, Chipse sind überall drin.

Hättest Du da Adressen in Norddeutschland? Möchte mich verändern.

von Paul W. (atent123)


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Hallo und entschuldigung das ich mich so lange nicht gemeldet habe.
Verstähe ich das richtig das man dafür entweder Technische Informatik 
oder
Elektrotechnik studieren muss ? Ich wäre auch bereit ins Ausland zu 
ziehen um dort in der Chip Entwicklung zu Arbeiten also bei 
Intel,IBM,AMD und co.
AMD hat für nächstes Jahr ein interessantes lineup mit einer komplett 
neuen GPU und CPU Architektur im 14nm Prozess. Ich denke es wird ihnen 
2017 entweder wieder gut gehen oder sie sind insolvent.
Aber um wieder auf das Studium zurückzukommen.
Welche Unnis haben einen guten Ruf in diesen bereichen ?
Bei welchen Bereichen also Technische Informatik oder Elektrotechnik 
gibt es mehr Möglichkeiten für einen Plan B ?
Ich hoffe auf eine Antwort.

von polb (Gast)


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Schau doch einfach wo diese Firmen einen Standort in Deutschland oder 
der EU haben. Dann studierst du an einer dortigen Uni einfach einen 
generalistischen Elektro- und Informationstechnik Bachelor-Studiengang. 
Anschließend kannst du dich z.B. mit einem Master in den USA vor Ort 
vertiefen.

von old fart (Gast)


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Anna C. schrieb:
> Es ist eher umgekehrt. Die Studis werden direkt von der Uni abgeworben,
> im Moment häufig von "Nobel"-Zeitarbeitsfirmen wie Hays&Co. Dort ist man
> fest angestellt, wird richtig gut bezahlt,
Wass heisst "richtig gut" ?

> weitergebildet und
Was heisst "Weiterbildung" ?

> für viel Schotter ausgeliehen oder weitervermittelt.
Und was sieht der Sklave davon auf seinem Konto?


> Vor einiger Zeit wurde bei uns sogar das Praxis-semester aus dem
> Bachelor-Studium gestrichen, weil viele Studenten direkt nach dem Ba. in
> die Betriebe gegangen sind und zu wenig für den Master übrig blieben.
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

> Außerdem wildern derzeit viele "nicht-technik"-Firmen wie Berater in
Nicht nur derzeit schon seit über 20 Jahren, den Deppenjob dort kann 
jeder nach Einarbeitung machen.

> aus. Man schätze halt die "Ingenieurs-Denke", weil es weniger darum geht
Ne man schätz die Naivität und leichte Abzockbarkeit der 
Ingenieursdummbeutel.

> "Junge Menschen" werden fast überall gut unterkommen.
> Und Geld? Man wird überall genug bekommen, dass es zum Leben reicht.
Ach echt? Und was wilst du uns mit diesem tautologischen Geschwätz 
eigentlich sagen?

> Was den meisten wichtiger ist, zu mindest denen die ich kenne: der Job
> muss Bock machen. Die Firma muss korrekt sein. Immerhin verbringe ich
> dort viel Lebenszeit, die will ich nicht mit mieser Laune verschwenden.
q.e.d Naivität und leichte Abzockbarkeit. Stell nen Kicker hin und die 
Kinder sind begeistert vom Arbeitsplatz. Bezahlung knapp über 
Taschengeld+Bafög schon sind die Ingenieurskinder begeistert, reicht für 
das neueste Technikspielzeug, gewohnt wird in einer Kaschemme oder 
daheim.


> Was oft unterschätzt wird: viele mittelständische Unternehmen brauchen
> Chip-Designer. Steuerelektronik entwerfen... Zwar oft nur für Klein-
> oder Kleinstserien, (SoC [System-on-a-Chip],FPGA/VHDL..) aber dafür hast
> du mehr Freiheiten, Verwantwortung und Abwechslung. Von Kaffee-maschine
> bis Ernte-Maschine, Chipse sind überall drin.
Unter Chipdesign verstehe ich was anderes als auf nem FPGA-Klotz 
rumzustümpern oder nen SoC zu verbauen. Chipdesign beim Traktor oder 
Kaffeemaschinenhersteller, ja klar. Du hast absolut keinen Plan.

von Dipl.- G. (hipot)


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Paul W. schrieb:
> Hallo und entschuldigung das ich mich so lange nicht gemeldet habe.
> Verstähe ich das richtig das man dafür entweder Technische Informatik
> oder
> Elektrotechnik studieren muss ? Ich wäre auch bereit ins Ausland zu
> ziehen um dort in der Chip Entwicklung zu Arbeiten also bei
> Intel,IBM,AMD und co.
> AMD hat für nächstes Jahr ein interessantes lineup mit einer komplett
> neuen GPU und CPU Architektur im 14nm Prozess. Ich denke es wird ihnen
> 2017 entweder wieder gut gehen oder sie sind insolvent.
> Aber um wieder auf das Studium zurückzukommen.
> Welche Unnis haben einen guten Ruf in diesen bereichen ?
> Bei welchen Bereichen also Technische Informatik oder Elektrotechnik
> gibt es mehr Möglichkeiten für einen Plan B ?
> Ich hoffe auf eine Antwort.

Ahoi!

Ich weiß genau, was Dir vorschwebt - vergiß es! :-(
Architekturdesign, Innovation usw. wird von wenigen Superexperten 
gemacht; ich habe mich nämlich auch mal für diesen Bereich interessiert, 
bevor ich das Studium anfing. Intel hatte vor vielen vielen Jahren - in 
der Zeit als der Pentium 4 vorgestellt wurde - mehrere Stellenanzeigen 
für Prozessorenentwickler auf der Internetseite, z.B. für einen "Experte 
für Hyperpipeline-Architekturen" mit 10 oder besser 20 Jahren BE.
In dieses Zeug kommst Du nicht über eine bewußte Karriereentscheidung 
rein, sondern Du schlitterst nach und nach dorthin. Intel läßt definitiv 
keine Anfänger ran. Man muß als Bananenfachkraft quasi auf Arbeit 
reifen.
Oder glaubst Du hyperthreading wäre von nem Ingenieur mit 5 Jahren BE 
entwickelt und implementiert worden? An so etwas sitzen echte Köpfe.

Wenn es jedoch unbedingt die Big Player sein müssen, gehe nach Chemnitz 
oder Dresden, um in Reichweite von AMD & Co. zu sein.

Vergiß auch nicht die Leistungselektronik (Semikron, IXYS, ...). Dort 
entwickelst Du vielleicht keine Prozessoren, aber Halbleiterbauelemente 
für höchste Anforderungen. Das ist nicht minder physikalisch wie 
Chipdesign.

von Student (Gast)


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Wenn du nicht zu 100% auf Intel und AMD fixiert bist, gibt es noch 
kleinere Firmen wie Semikron, die Leistungshalbleiter machen. Soviel ich 
weiß werden Teile vom LTE-Chip(satz) in München entwickelt.

Vor kurzem habe ich mich mit einem von TI unterhalten, dort gibt es z.B. 
ein extra Studenten/Absolventenprogramm, er ist damals auch als 
Absolvent (E-Technik) genommen worden, ohne einen speziellen Studiengang 
belegt zu haben.

Ich kenne paar Leute aus dem alten Infineon/Qimonda, die meisten von den 
Bekanten arbeiten in anderen Gebieten. Es ist nicht nur die 
Chip-Entwicklung, sondern auch die Fertigung und Testen etc. Gerade im 
Leistungs-Bereich hat z.B. Continental mit Halbleitern (thermische 
Anbindung, Prozessoptimierung) zu tun. Mit GPU-Konzepten hat das wenig 
zu tun.

St hat in Deutschland keine Entwicklung, aber die dürften in 
Frankreich/England etwas haben. Ansonsten wurden übliche Verdächtige 
schon genannt (NXP). Es gibt auch überraschend "viele" kleinere Firmen, 
die Full-Custom-Design machen. Aber Boom sieht anders aus. Schau doch 
einfach mal auf die Karriere Seite von Intel & co. Die bieten teils auch 
ein Studentenprogramm.

Da Du mit einem Chip-Design Studiengang vermutlich genauso wenig kannst, 
wie mit einem E-Technik Master Fachrichtung Chip-Design würde ich eher 
den allgemeineren Abschluss wählen, wenn die letzen Firmen aus Europa 
gehen, findest du einfacher einen Job. Mit Berufserfahrung ist das 
später auch egal.

von Andreas F. (chefdesigner)


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Student schrieb:
> Es gibt auch überraschend "viele" kleinere Firmen,
> die Full-Custom-Design machen. Aber Boom sieht anders aus.
Das sind die traurigen Reste der ehemaligen großen bedeutenden 
HL-Industrie.

- Vor 30 Jahren verkündete Eva Herrmann mit einem Versprecher die 
Erfindung des weltweit ersten Mega-Bit-Chips an

- Vor 20 Jahren kündigte Ulrich Schumacher den Börsengang Infineons an 
mit einem Versprechen auf gewaltige Gewinne und rosige Zeiten

- Vor 10 Jahren platzte die Blase und Infineonteile wurden ausgelagert 
und begonnen, es stückweise zu verkaufen. Sozusagen ein kontrolliertes 
Erbrechen

- Nächste Woche kommt Jo Käser und verkündet uns, womit die Siemens die 
nächsten 10 Jahre kein Geld verdienen wird

von Dipl.- G. (hipot)


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von Cyblord -. (cyblord)


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Dipl.- G. schrieb:

>
>
> Das Zeug ist aber für echte Männer - hohe Spannungen und hohe Ströme.
> Keine Klingelelektrik.

Jawoll. Die kacken dort alle Schrauben. Is so!

von Paul W. (atent123)


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Es tut mir leid das ich mich eine Zeit lang nicht gemedet habe.
Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher das ich entweder E-Technick oder 
Technische Informatik studieren will.
Momentan tendiere ich eher für Technische Informatik.
Weiß jemand was Firmen wie Intel,NVIDIA;AMD und co. für Gehälter zahlen 
?
Was muss man tun um ein Arbeisvisum für die USA zu bekommen ?
Und dann stellt sich immernoch die Frage wo ich studiere.
Ich würde gerne einen Master machen.

Am besten wäre es natürlich wen sich jemand der in dem Bereich Arbeitet 
hier melden würde.
Danke an alle die bisher geantwortet haben.

von Paul W. (atent123)


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@Dipl- Gott

Wo arbeiten dann die über 100.000 Mitarbeiter von Intel ?
Kurz nach dem P4 war die Lage bei Intel  eine komplett andere als Heute.
Damals mussten sie ums überleben kämpfen (hauptsächlich mit nicht ganz 
legalen Mitteln) heute können sie es sich leisten 2/3 der DIE Fläche nur 
mit der integrierten Grafikeinheit zu belegen.

: Bearbeitet durch User
von Wurzelpeter (Gast)


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Als potenziellen AG würde ich auch:
http://careers.ti.com/germany/
nicht vergessen

von Paul W. (atent123)


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@Wurzelpeter

Wie viel zahlt Texas Instruments eigentlich ?
Muss es mir peinlich sein das ich nichtmal wusste das es die noch gibt ?
Gehe ich recht in der Annahme das die hauptsächlich 
Taschenrechner,Elektromotoren,DC-DC Wandler,Chips für Sensoren und 
anderes "kleines" Zeug entwickeln ?

von Texaner (Gast)


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Paul W. schrieb:
> Muss es mir peinlich sein das ich nichtmal wusste das es die noch gibt ?


Aber sowas von.
Deutlich größer als AMD und Nvidia zusammen und existieren seit den 
Anfängen der Halbleiterindustrie...

von Wurzelpeter (Gast)


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Paul W. schrieb:
> Wie viel zahlt Texas Instruments eigentlich ?
> Muss es mir peinlich sein das ich nichtmal wusste das es die noch gibt ?
> Gehe ich recht in der Annahme das die hauptsächlich
> Taschenrechner,Elektromotoren,DC-DC Wandler,Chips für Sensoren und
> anderes "kleines" Zeug entwickeln ?

Ich kann dir jetzt da nicht so viel Info geben, die Firma ist "um die 
Ecke" aber ich hatte bis auf meinen TI Taschenrechner nicht viel damit 
zu tun.
Gehalt soll wohl gut sein. Kein IGM, halt Amifirma, aber gut. Das 
erzählen mir die paar die ich kenne die da arbeiten, aber genaue Zahlen 
kann ich nicht liefern.

Ansonsten:
https://en.wikipedia.org/wiki/Semiconductor_sales_leaders_by_year#Ranking_for_year_2014

von Paul W. (atent123)


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@Wurzelpeter
IGM heißt was ?

von Cyblord -. (cyblord)


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Paul W. schrieb:
> @Wurzelpeter
> IGM heißt was ?

ProTipp: Schon mal IGM bei Google eingegeben.

von Paul W. (atent123)


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Ich finde da nur eine Metallfirma und das macht in dem Zusammenhang 
keinen Sinn.

von Cyblord -. (cyblord)


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Paul W. schrieb:
> Ich finde da nur eine Metallfirma und das macht in dem Zusammenhang
> keinen Sinn.

Was ist den der 1. Treffer? Poste mal den Link.

von Wurzelpeter (Gast)


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Der erste Link bei google ist (zumindest bei mir)
https://www.igmetall.de/

Und wenn man meint das ist eine Metall Firma, dann weiß ich nicht ob da 
einer trollt oder man vielleicht sich doch vom Ing. Studium 
verabschieden sollte.

von Cyblord -. (cyblord)


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Wurzelpeter schrieb:
> Der erste Link bei google ist (zumindest bei mir)
> https://www.igmetall.de/

Bei mir auch...

> Und wenn man meint das ist eine Metall Firma, dann weiß ich nicht ob da
> einer trollt oder man vielleicht sich doch vom Ing. Studium
> verabschieden sollte.
Ja...

von Paul W. (atent123)


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Okay ich hatte bei IG Metall mit Sitz in Krefeld an eine Stahlfirma 
gedacht und nicht auf den Link geklickt.
In der Schule lernt man leider überhaupt nichts mehr zum Thema 
Gewerkschaften oder überhaupt über das Arbeiten und alles damit 
verbundene.

von PeterPan (Gast)


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Paul W. schrieb:
> In der Schule lernt man leider überhaupt nichts mehr zum Thema
> Gewerkschaften

In BaWü nennt man das Fach Gemeinschaftskunde.

Paul W. schrieb:
> oder überhaupt über das Arbeiten und alles damit
> verbundene.

Auf dem Gymnasium eher weniger.

Mal im Ernst, hier wirst du nicht viel Info bekommen. Wie hier schon 
geschrieben wurde machen das nur wenige Leute und in BRD ist das nahezu 
ausgestorben. Wenn du das wirklich machen willst, solltest du ins 
Ausland gehen und dir die richtigen Leute suchen. Da musst du aber 
selber recherchieren (sollte im Jahre 2016 allerdings nicht allzu schwer 
sein). Und vergiss nicht, die Chancen stehen eher schlecht, mach dir 
keine falschen Hoffnungen. Wenn du dann mal anfängst zu studieren kann 
das alles wieder anders aussehen, dann willst du vielleicht doch was 
anderes machen. Also erst mal was allgemeines studieren und dann 
spezialisieren.

von Wort Sprenglerei (Gast)


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Paul W. schrieb:
> Okay ich hatte bei IG Metall mit Sitz in Krefeld an eine Stahlfirma
> gedacht und nicht auf den Link geklickt.


> In der Schule lernt man leider überhaupt nichts mehr zum Thema
> Gewerkschaften

Ja leider, da assoziert man IG Metall auch mit "I.G. Farben" und die hat 
sogar nichts mit Gewerkschaft zu tun; InteressenGemeinschaft != 
IndustrieGewerkschaft. "Gewerkschaft" wird auch gern d 
"Arbeitnehmervertretung" oder Interessenvertretung der ANB" genannt, 
klar das da die Konfusion steigt.

von Defätist (Gast)


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In Deutschland ist die Informationstechnologie in all ihren Facetten 
(Netzwerk, embedded Systems, Softwareengineering) nicht zu Hause ganz im 
Gegensatz zu Ostasien und USA.

Während Du hier erst zu studieren beginnst, haben nur unwesentliche 
ältere Mitbewerber von Dir in den besagten Regionen Paper in 
internationalen Tagungen vorgetragen und veröffentlicht.

Es ist hier ein strukturelles Problem in Deutschland, wir sind in der 
Dynamik schon zu lange abgehängt, um noch bei den neuesten Technologien 
mitreden zu können.

Um es kurz zu sagen: Du bist in speziell dieser Hinsicht in einem 
bildungsfernen Umfeld sozialisiert worden, um bei Chipdesign überhaupt 
noch Fuß fassen zu können.

von Axel L. (axel_5)


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Defätist schrieb:
> In Deutschland ist die Informationstechnologie in all ihren Facetten
> (Netzwerk, embedded Systems, Softwareengineering) nicht zu Hause ganz im
> Gegensatz zu Ostasien und USA.
>
> Während Du hier erst zu studieren beginnst, haben nur unwesentliche
> ältere Mitbewerber von Dir in den besagten Regionen Paper in
> internationalen Tagungen vorgetragen und veröffentlicht.
>
> Es ist hier ein strukturelles Problem in Deutschland, wir sind in der
> Dynamik schon zu lange abgehängt, um noch bei den neuesten Technologien
> mitreden zu können.
>
> Um es kurz zu sagen: Du bist in speziell dieser Hinsicht in einem
> bildungsfernen Umfeld sozialisiert worden, um bei Chipdesign überhaupt
> noch Fuß fassen zu können.

Dem würde ich mich anschliessen. Der Zug ist in Deutschland lange 
abgefahren (falls er denn jemals wirklich gefahren ist).

Allenfalls den Bachelor würde ich noch hier machen (oder evtl. den 
Dipl.-Ing.), dann so schnell es geht in die USA und dort zu Ende 
studieren.

Gruss
Axel

von Andreas F. (chefdesigner)


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Paul W. schrieb:
> ie viel zahlt Texas Instruments eigentlich ?

Wir hatten hier vor Jahren mal mit der örtlichen TI zu tun und man hat 
mir damals sogar ein Angebot gemacht. Das war nicht schlecht, hat mich 
allerdings nicht bewegen können, meine Freiberuflichkeit auzugeben.

Wie es heute ist, weiß ich nicht. Aber wenn man dort als Erfahrener 
einsteigt, wird man nicht zu den Geringverdienern gehören.

von Laser (Gast)


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Falls du Lust hast in England zu studieren, an der University of 
Southampton werden Kurse, wie 'System on Chip', 'Microelectronic System 
Design', 'Embedded Systems' und ähnliches angeboten. In relativer Nähe 
zur Uni (Cambridge und co.) sind auch die entsprechenden Firmen wie ARM 
und Imagination angesiedelt, welche den Unis "raten" welche Kurse sie am 
besten anbieten sollten, dafür versprechen ne gewisse Anzahl von 
Studenten aufzunehmen. Naja in Deutschland ist das Studienangebot 
spärlich, ab und zu findest du mal einen Kurs im Master, der etwas FPGA 
Programmierung enthält, aber ja ... Chipdesign an sich ist das nicht.

von Jannis (Gast)


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Hey ich weiß ich bin ein wenig fehl am Platz, aber ich steh vor der 
selben Entscheidung und hab ein ähnliches Problem wie du. Ich wollte mal 
wissen wie du dich entscheiden hast und ob du es quasi empfehlen kannst, 
falls du rein zufällig über so einen alten Beitrag noch informiert wirst 
xD

von Rolf R. (dankobum)


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Jannis schrieb:
> ich steh vor der
> selben Entscheidung und hab ein ähnliches Problem wie du.

Lass es lieber sein und studier etwas anderes oder E-Technik mit einer 
anderen Vertiefung.

Gerade schließt ein ganzer Halbleiterstandort mit ca. 200 Leuten: Intel 
Duisburg

Es sieht in der Branche in Deutschland im Moment wirklich nicht gut aus.

von Rosinenzähler (Gast)


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Rolf R. schrieb:
> Gerade schließt ein ganzer Halbleiterstandort mit ca. 200 Leuten: Intel
> Duisburg

Und bei den billigen Dresdnern wird grad ne neue Chipbude für 700 
Bappnasen hochgezogen, das kompensiert den Rückbau in Duisburg mehr als 
genug.

von Kik mich an wenn ik mit dir rede (Gast)


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Rosinenzähler schrieb:
> Und bei den billigen Dresdnern wird grad ne neue Chipbude für 700
> Bappnasen hochgezogen, das kompensiert den Rückbau in Duisburg mehr als
> genug.

Welche soll denn dit sein?

von Rosinenzähler (Gast)


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Kik mich an wenn ik mit dir rede schrieb:
> Rosinenzähler schrieb:
>> Und bei den billigen Dresdnern wird grad ne neue Chipbude für 700
>> Bappnasen hochgezogen, das kompensiert den Rückbau in Duisburg mehr als
>> genug.
>
> Welche soll denn dit sein?

Die von Bosch.

von Kik mich an wenn ik mit dir rede (Gast)


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Rosinenzähler schrieb:
> Kik mich an wenn ik mit dir rede schrieb:
>> Rosinenzähler schrieb:
>>> Und bei den billigen Dresdnern wird grad ne neue Chipbude für 700
>>> Bappnasen hochgezogen, das kompensiert den Rückbau in Duisburg mehr als
>>> genug.
>>
>> Welche soll denn dit sein?
>
> Die von Bosch.

Sitzen die ganzen ASIC Leute von denen nicht in Reutlingen?

Jaja, alle auf in's Silicon Saxony!

von Rosinenzähler (Gast)


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Kik mich an wenn ik mit dir rede schrieb:

> Sitzen die ganzen ASIC Leute von denen nicht in Reutlingen?
>
> Jaja, alle auf in's Silicon Saxony!

Nein, du Blitzmerker.

von Werner (Gast)


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Verstehe die Schwarzredner hier auch nicht. Wer sucht kann genug Firmen 
finden die Chipdesigns machen, einige davon auch in Europa. Es gibt 
genug, oftmals weniger bekannte, Firmen, die eigene ASICs entwickeln, 
z.B. Oticon/Bernafon (Medizintechnik, Hörgeräte, very low power), oder 
-- mehr Richtung Computer/Rechnernetzte -- Switchhersteller (Arista, 
Mellanox; very low latency, high frequency trading), Hersteller von 
Netzwerkcontrollern/NICs für 40 GbE aufwärts (Intel, Broadcom, Mellanox, 
...). Andere entwickeln hochempfindliche Infrarot-CCDs, die einzelne 
Photonen detektieren; da wird auch irgendwas gebraucht (Zynq-FPGA, 
ASIC?), das die ausliest.

Interessante Felder gibt es genug.

von derp (Gast)


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Hier im Thread sind ja wieder die großen Spezialisten unterwegs...

von Helwein V. (forgoden)


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Ihr müsst halt mal irgendwo von vorne anfangen. Es gibt sicherlich 
gebrauchte Entwicklermaschinen für ICs die einst für 4004 und 4040 
verwendet wurden. Allerdings werdet ihr diesmal nur 20 Jahre brauchen 
bis ihr an Intel rankommt und nicht 70 Jahre wie Silicon valley mal 
gebraucht hat. Mit den heutigen Präzisionswerkzeugen, insbesondere 
3D-Druck geht das viel schneller. Und nur dann kann Deutschland endlich 
wieder eine Zukunft haben!

von Zaun Winker (Gast)


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"Hotel Mama" ist Schuld das hier nur noch Schwachmaden schreiben:
https://www.nzz.ch/zuerich/remo-largo-analysiert-den-film-wir-eltern-ld.1513598

von Risikomanager (Gast)


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Matthias schrieb:
> Naja TMSC... weshalb sollte Taiwan in der EU was produzieren?

Wenn TSMC seine Fabs nicht bald über die Kontinente verteilt fallen die 
bald als ernsthafter Hersteller raus. Die Risikomanager der Kunden von 
TSMC scheinen im Moment im Tiefschlaf zu sein.

Ein fettes Erdbeben in der Region oder China kommt zu Besuch und TSMC 
und ein paar seiner Kunden sind Geschichte.

von Der Name Gottes is 0x2A (Gast)


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Risikomanager schrieb:

> Ein fettes Erdbeben in der Region oder China kommt zu Besuch und TSMC
> und ein paar seiner Kunden sind Geschichte.

Du bist ein Depp der keine Ahnung hat.
Die Japaner betreiben seit Jahrzehnten Fabs mitten in der Erdbebenzone. 
Klar da muss man mal Liefertermine verschieben, weil die Stepper neu zu 
justieren sind, aber daran geht keine Lagerhaltung zu Grunde.

https://www.elektroniknet.de/elektronik/halbleiter/bilder/halbleiterproduktion-4534-Bild-3.html

von Volker S. (sjv)


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Laser schrieb:
> Naja in Deutschland ist das Studienangebot
> spärlich, ab und zu findest du mal einen Kurs im Master, der etwas FPGA
> Programmierung enthält, aber ja ... Chipdesign an sich ist das nicht.

Es gibt in D etliche Unis die Chipdesign anbieten, da kannst Du auch als 
Student mit professionellen Design Tools Chips entwerfen.

http://europractice-ic.com/about/who-we-are/

von Markus (Gast)


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Scheiße, schon wieder auf so einen aus der Versenkung geholten Thread 
reingefallen...

von Axel L. (axel_5)


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Der Name Gottes is 0x2A schrieb:
> Risikomanager schrieb:
>
>> Ein fettes Erdbeben in der Region oder China kommt zu Besuch und TSMC
>> und ein paar seiner Kunden sind Geschichte.
>
> Du bist ein Depp der keine Ahnung hat.
> Die Japaner betreiben seit Jahrzehnten Fabs mitten in der Erdbebenzone.
Jepp, und die sind da auch schon mit richtig auf die Schnauze gefallen.

> Klar da muss man mal Liefertermine verschieben, weil die Stepper neu zu
> justieren sind, aber daran geht keine Lagerhaltung zu Grunde.
Natüüüürlich.

Ich glaube, du hast noch keine Fab nach einem richtigen Erdbeben 
gesehen.

Gruß
Axel

von rbx (Gast)


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Markus schrieb:
> Scheiße, schon wieder auf so einen aus der Versenkung geholten Thread
> reingefallen...

Finde ich nicht schlimm bei der Thematik. Richtig spannende Threads zum 
Thema sind ja auch schon älter (68000er Entwicklung und ähnliche z.B.)

von Der Name Gottes is 0x2A (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Der Name Gottes is 0x2A schrieb:
>>> Ein fettes Erdbeben in der Region oder China kommt zu Besuch und TSMC
>>> und ein paar seiner Kunden sind Geschichte.
>>
>> Du bist ein Depp der keine Ahnung hat.
>> Die Japaner betreiben seit Jahrzehnten Fabs mitten in der Erdbebenzone.
> Jepp, und die sind da auch schon mit richtig auf die Schnauze gefallen.
>
>> Klar da muss man mal Liefertermine verschieben, weil die Stepper neu zu
>> justieren sind, aber daran geht keine Lagerhaltung zu Grunde.
> Natüüüürlich.
>
> Ich glaube, du hast noch keine Fab nach einem richtigen Erdbeben
> gesehen.

Es genügt das man Deutschland nach 1945 gesehen hat um zu wissen das 
eine Katastrophe kein Weltuntergang ist. Erdbeben in China, egal ob 
durch Seismik oder Reissäcke verursacht sind für die Studiumsfachwahl 
irrelevant.

von Andreas F. (chefdesigner)


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Der Name Gottes is 0x2A schrieb:
> der Reissäcke verursacht sind für die Studiumsfachwahl
> irrelevant.

Erdbeben nicht, aber globaler Markt! Ich würde nicht auf die Idee 
kommen, in DE heute noch Chip Design zu erlernen. Designed wird in 
China, Japan und der USA sowie hier in Singapur.

von schfdesigner (Gast)


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Andreas F. schrieb:
> Ich würde nicht auf die Idee
> kommen, in DE heute noch Chip Design zu erlernen. Designed wird in
> China, Japan und der USA sowie hier in Singapur.

Absoluter Quatsch.
Allein im Raum München sind 6 grosse Chipdesign-Firmen unterwegs:
Infineon, TI, Intel, Apple, Freescale/NXP und Dialog.

Sonst noch Stellen inn D:
Littlefuse, Creativechips, ALTEN Engineering, Fraunhofer, Osram, IBM, 
Micron,
SiliconLine, Trinamic, Bosch, Cypres, Globalfoundries, Elmos, Xfab, ZMD, 
...

Ach google doch selbst
https://de.indeed.com/Chip-Design-Jobs

https://www.wlw.de/de/firmen/asic-design


Aber klar wenn wir in D noch mehr zu Jammerlappen werden und es deshalb 
lauter kleine Angsthasen kein MINT-Studium mehr anfangen, werden die 
Firmen in D auch bald keine ASIC_Designer mehr finden

von Der Name Gottes is 0x2A (Gast)


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schfdesigner schrieb:

> Sonst noch Stellen inn D:
> Littlefuse, Creativechips, ALTEN Engineering, Fraunhofer, Osram, IBM,
> Micron,
> SiliconLine, Trinamic, Bosch, Cypres, Globalfoundries, Elmos, Xfab, ZMD,

ZMD ist nicht mehr, gehört jetzt zu IDT, die sich so einen etablierten 
Hersteller in Old-Europe zugekauft haben.

>> Ich würde nicht auf die Idee
>> kommen, in DE heute noch Chip Design zu erlernen. Designed wird in
>> China, Japan und der USA sowie hier in Singapur.

Völliger Blödsinn!

von Münchner (Gast)


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Will mal kurz einbringen, was ich zumindest alles weiß wer wo was macht 
(zumindest bei den Größeren).

-> NXP in Hamburg: Ist definitiv ein wichtiger Standort für NXP 
innerhalb des Konzerns. Entwicklung läuft dort auch. Weiß nicht genau 
was aber ich weiß zumindest dass dort öfters die großen automotive OEMs 
zu Gast sind in Hamburg.

-> TI in Freising. Die haben dort hauptsächlich den Focus auf low power 
DC/DC Regler. Integrierte Buck/Boost Controller werden dort z.B. 
entwickelt.
Auch der MSP Microcontroller wurde dort designed.

-> ST in Aschheim. Ich weiß, dass dort in der Vergangenheit auf jeden 
Fall Entwicklung für automotive war, weil ich einige ex ST-Leute kenne. 
Wie es aktuell aussieht weiß ich nicht (könnte ich aber in Erfahrung 
bringen)

-> TDK/Micronas in Freiburg (Entwicklung teilweise auch in Haar). Machen 
Microcontroller mit integrierter Leistungselektronik für Motor-Control

-> Apple in München an der Hackerbrücke. Das wissen viele nicht, weil 
Apple sich ein bisschen undercover hält. Soweit ich weiß läuft da auch 
Entwicklung für diverse Powermanagement ICs für iPhone & Co.
Interessante Info am Rande: Seit einiger Zeit poppen bei mir im LinkedIn 
ständig Jobangebote auf für Design im Bereich 5G (ebenfalls für den 
Münchner Standort). Ich vermute, dass das mit der Apple Übernahme zu tun 
hat.

-> Intel in Neubiberg. Die haben hier ihren einen Teil ihres wireless 
Standort. Hier wird (oder wurde) viel analog front-end für die 4G modems 
designed. Wie es dort jetzt aber nach der Apple-Übernahme weitergeht 
weiß ich nicht.

-> Infineon in Neubiberg. Die haben dort ihr HQ. Was alles an 
Entwicklung dort läuft weiß ich nicht weil die wie die anderen Firmen 
eben auch viele kleinere Design-Offices überall verstreut haben. Habe 
z.B. aber gehört der Aurix wird wohl in Bristol (GB) designed.

-> Cypress in Langen. Ist kein großer Standort, hauptsächlich sales. 
Dort läuft aber teilweise IP Entwicklung für die Traveo uC's.. Cypress 
hat aber auch einen Standort in München wo offenbar Grafikmodule für 
ihre größeren Infotainment-uCs gemacht wird. Habe heute erst auf 
LinkedIn eine Stellenausschreibung für Verilog Verification gesehen im 
Bereich Grafikbeschleunigung.

-> Elmos in Dortmund. Ist auch sehr auf automotive spezialisiert. Macht 
soweit ich weiß alles dort.

von Andreas F. (chefdesigner)


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schfdesigner schrieb:
> ALTEN Engineering
Zeitarbeiter

> Fraunhofer
Absolventenbude mit mässiger Bezahlung

> Osram
im Abbau / Verkauf begriffen

von KeinMünchner (Gast)


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Münchner schrieb:
> Habe z.B. aber gehört der Aurix wird wohl in Bristol (GB) designed.

Dieser Kuchen ist sicherlich groß genug, mehrere Entwicklungsstandorte 
gut auszulasten.

von Marcus H. (mharnisch) Benutzerseite


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Es ja auch noch den Rest Europas. ¬Deutschland heißt ja nicht 
zwangsläufig Asien oder Nordamerika. Bei STM auf Sizilien, z.B., könnte 
ich es mir schon gut gehen lassen :) Oder an der Côte d’Azure (diverse). 
Da macht ja mit SiPearl wohl gerade wieder ein neuer Laden auf.

von zzz (Gast)


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schfdesigner schrieb:
> Andreas F. schrieb:
>> Ich würde nicht auf die Idee
>> kommen, in DE heute noch Chip Design zu erlernen. Designed wird in
>> China, Japan und der USA sowie hier in Singapur.
>
> Absoluter Quatsch.
> Allein im Raum München sind 6 grosse Chipdesign-Firmen unterwegs:
> Infineon, TI, Intel, Apple, Freescale/NXP und Dialog.
>
> Sonst noch Stellen inn D:
> Littlefuse, Creativechips, ALTEN Engineering, Fraunhofer, Osram, IBM,
> Micron,
> SiliconLine, Trinamic, Bosch, Cypres, Globalfoundries, Elmos, Xfab, ZMD,
> ...

ZMD->IDT->Renesas, gibt es aber noch.
Creativechips-> Dialog

Was noch fehlt:

IC-Haus
AMS
PMD
Continental
Thales
Etliche kleinere Firmen in Dresden
Fraunhofer an vielen Standorten

Dazu gibt es natürlich noch unzählige Dienstleister, FPGA-Entwickler und 
Vertriebsniederlassungen ausländischer Firmen.

Die Angst, keine Arbeit zu finden ist in der Tat ziemlich unbegründet. 
Allerdings ist es sehr wichtig, Designerfahrung zu sammeln. Diese wird 
deutlich höher bewertet als in anderen Bereichen. Daher bietet es sich 
an, erst einmal etwas mobil zu sein. In Europa ist neben den 
kommerziellen Firmen das IMEC

Ein Vorteil von IC-Design ist, dass man der Beruf auch sehr gut an 
entfernten Standorten ausführen kann. Viele Halbleiterfirmen haben eine 
Unzahl an Designcentern mit jeweils nur 1-2 Dutzend Mitarbeitern, die 
aus irgendwelchen historischen Gründen, personellen Gründen oder 
Übernahmen entstanden sind. (z.B. auf Mallorca oder den Kanaren...)

Der Personalkostenfaktor ist Design gar nicht so auschlaggebend. Dafür 
sorgen alleine schon die Toolhersteller (C******) mit horrenden 
Gebühren.

von zzz (Gast)


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Anna C. schrieb:
> Zu AMD, Infineon & Co... ich kann mir nicht vorstellen, dass die Arbeit
> dort wirklich abwechslungsreich ist. Die größte Abwechslung ist
> wahrscheinlich, wenn alle paar Jahre die Strukturgröße um einige
> Nanometer runtergesetzt wird. Ansonsten: so viel und so dicht wie
> möglich packen und viel MHZ, GB, eben alles was man quantifizieren und
> vergleichen kann, weil verbesserte Architektur lässt sich schlechter
> vermarkten.

Ich habe nach dem Studium auch gedacht, dass im Bereich 
Prozessorarchitektur nicht mehr viel passieren wird und mich anders 
orientiert. War aber dummerweise weit gefehlt.

- Es gab brutale Fortschritte im Bereich OOO und Prediction. Die CPI 
steigen immer weiter, ohne dass die Taktfrequenz erhöht wird.
- Gerade die Speicherhierachie wird im Moment sehr spannend. Da passiert 
in den nächsten paar Jahren viel.
- RISC-V
- Die ganzen Fortschritte bei den GPU-Architekturen. Die Entwicklung der 
letzten zwanzig Jahre war hier unglaublich.
- Im Moment gibt es den Hype um Machine Learning, vermengt mit 
neuromorphic Computing und neuen Speicherarchitekturen. Hier sind gerade 
dutzende von Startups unterwegs.

von zzz (Gast)


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Marcus H. schrieb:
> Bei STM auf Sizilien, z.B., könnte
> ich es mir schon gut gehen lassen

Die zahlen ungefähr die Hälfte von einem in D. üblichen Gehalt.

von Marcus H. (mharnisch) Benutzerseite


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zzz schrieb:
> Die zahlen ungefähr die Hälfte von einem in D. üblichen Gehalt.

In Schweden und Norwegen (auch gute Optionen) zahlen sie vermutlich 
mehr. Dafür ist das Leben dort teurer. Und: Jeder hat andere 
Prioritäten.

Vor allem wollte ich darauf hinweisen, dass insbesondere Einsteiger auch 
Erfahrungen außerhalb Deutschlands sammeln können, ohne sich gleich auf 
entfernte Kontinente begeben zu müssen. Lebenserfahrung und so.

von Viatorem K. (viatoremdiefa)


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Ich hoffe, dass die Hardware Design Branche ändert sich (dank Open 
Source), da gerade die wichtigsten Kostenfaktoren sind Software und IP 
kosten.

Es gibt wirklich kein Reiz für die Firmen mehr auszugeben für "gute" 
Hardware Designer. In meinen Umfeld (Automotive Hardware), die gleiche 
Leute sitzen bereit 20 Jahre in eine sehr ähnliche Rolle, und die 
Tätigkeiten haben sich nicht wirklich verändert. In solche Umfelder kann 
man nicht Wachsturm und Innovation erwarten.

Aktuell fast alle ausgeschriebene Stellen bei uns sind im Bereich 
Software, obwohl Hardware verkaufen. In meinem Sicht, die Hardware hat 
sich viel weiter entwickelt als die dazugehörige Software.

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