ArnoR schrieb:
> Die Eingangskapazität des OPV bildet mit dem Rückkoppelteiler einen
> Tiefpass. Dieser Tiefpass bewirkt eine Phasenverschiebung zwischen
> OPV-Ausgang und -Eingang, welche sich zu der inneren Phasendrehung des
> OPV addiert und damit die Phasenreserve des OPV reduziert. Die
> Schwingneigung nimmt zu.
>
> Der kleine Kondensator parallel zum Rückkoppelwiderstand hebt die
> Phasendrehung durch den Rückkoppelteiler wieder auf, wenn er so
> dimensioniert ist, dass sich insgesamt ein frequenzkompensierter
> Spannungteiler ergibt.
Also ich versuche das jetzt mal zu verstehen ;)
Benutze dazu das Datenblatt des LMV791....
1.Der Rückkoppelwiderstand und die Eingangskapazität bilden einen
Tiefpass. (Figure 57 LMV791 Datenblatt)
Die Phase dreht sich bei großen Frequenzen um +90°
2.Wenn sich die Phase von 1. zur Phasendrehung des OP addiert und die
Phasenreserve kleiner wird müss der OP eine interne Phasendrehung von
mindestens 90° haben? Damit kommt man dann auf eine Phase von insgesamt
180°, aus der gegenkopplung wir eine Mitkopplung und das Ausgangssignal
addiert sich zum Eingangssignal?
3.Nachdem der Feedbackkondensator im System ist wird der
Feedbackwiderstand Frequenzabhängig und bekomme eine Phasenverschiebung.
Z = R || Xc
Phase = tan(phi)= Xc/R
Bei zunehmender Frequenz wird der Feedbackwiderstand kleiner und
verringert so die Verstärkung?
Aber die Phase des Tiefpassdreht sich bei zunehmenden Frequenzen immer
noch um bis zu +90°?
Allerdings dauert es jetzt länger bis die +90° erreicht werden?
Allerdings drehen sich die ganzen Phasen doch bei recht hohen
frequenzen. Warum wirkt der kondensator dann bei einem DC Signal am OP
Eingang so stark stabilisierend?
Sorry wegen den ganzen Fragen, will es einfach richtig verstehen :P