Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Negative Halbwelle in Gegentaktendstufe wird abgeschnitten


von Poritze (Gast)


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Hallo zusammen,

bin gerade am Verstärker rumsimulieren mit LTSpice und habe 
festgestellt, mir bei der Gegentaktendstufe bei zu großer Last die 
negative Halbwelle abgeschnitten wird, die positive bleibt aber noch 
dran.

Im Screenshot ist die Schaltung und die Simulation mit den Lasten 1meg, 
100k und 1k. Beim 1meg steht die negative Halbwelle noch, bei 1k ist sie 
fast komplett weg.

Kann mir jemand erklären, woher das kommt und wie ich was dagegen machen 
kann? Habs auch schon 3- und 4stufige Darlingtons aufgebaut, da passiert 
genau das Selbe...

Gruß
Der Poritz

von Einer (Gast)


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Bei Q3 und Q6  C und Vertauscht.

von Einer (Gast)


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Einer schrieb:
> Bei Q3 und Q6  C und Vertauscht

nochn versuch
Bei Q3 und Q6  C und E Vertauscht

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Und hast Du Dir schon einmal überlegt, wie viele Minuten oder Stunden 
Simulationszeit (und damit Wartezeit am PC eher Stunden oder Tage) der 
Ladevorgang von C2 dauert, bis sich ein einigermaßen stabiler 
Arbeitspunkt eingestellt hat?

Willst Du die Schaltung nur simulieren oder später auch in Hardware 
aufbauen? Dann solltest Du auch nicht unbedingt derart große 
Widerstandswerte verwenden.

von Poritze (Gast)


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@Einer

Dankeschön, ich Held, hab doch tatsächlich vergessen die Transistoren 
umzudrehen, bzw. Anschlüsse zu tauschen. Tausend Dank!

@Andreas Schweigstill

Der Kondensator soll nur DC entkoppeln, der Wert war mir erstmal egal, 
funktioniert auch mit 1u. Erstmal will ich auch nur ein bisschen 
simulieren, ob ich das dann tatsächlich mal realisier steht in den 
Sternen:-)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Poritze schrieb:
> Der Kondensator soll nur DC entkoppeln, der Wert war mir erstmal egal,
> funktioniert auch mit 1u.

Der Wert ist überhaupt nicht egal! Bei einem Kondensator mit 1F dauert 
es ewig, bis beide Seiten ihren jeweiligen DC-Arbeitspunkt erreicht 
haben. 1uF ist hingegen schon ein realistischer Wert für einen 
Koppelkondensator.

von oszi40 (Gast)


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10 MOhm sind etwas sehr hochohmig. Vergleiche mal Deine benutzten Werte 
mit einer funktionierenden Schaltung aus dem Elektonikkompendium und 
verschlimmbessere erst DANN die Werte nach Deine Wünschen. :-)

von Poritze (Gast)


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oszi40 schrieb:
> 10 MOhm sind etwas sehr hochohmig. Vergleiche mal Deine benutzten Werte
> mit einer funktionierenden Schaltung aus dem Elektonikkompendium und
> verschlimmbessere erst DANN die Werte nach Deine Wünschen. :-)

Die 10MOhm hab ich da nicht drin, weil sie so schön sind, sondern weil 
Spice mir sonst minimal timestep Errors schmeißt. Die Transistoren 
müssen da über nen Widerstand an Versorgung gehängt werden. Eigentlich 
würde ich die komplett weglassen, kanns dann aber nicht mehr 
simulieren...

von Marian (phiarc) Benutzerseite


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Poritze schrieb:
> Die 10MOhm hab ich da nicht drin, weil sie so schön sind, sondern weil
> Spice mir sonst minimal timestep Errors schmeißt. Die Transistoren
> müssen da über nen Widerstand an Versorgung gehängt werden. Eigentlich
> würde ich die komplett weglassen, kanns dann aber nicht mehr
> simulieren...

Denk mal nach, woher Q2 und Q3 ihren Basisstrom beziehen, und woher 
überhaupt der Arbeitspunkt dieser Stufe kommt.

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