Hallo,
ich habe vor 2 Jahren einen Job angenommen. Konzern im Bereich
Projektierung Energietechnik in Baden-Württemberg.
Bin als Projektingenieur eingestiegen - Gehalt war "in Ordnung".
Habe dann einige Zeit mit Einarbeitung und Zuarbeit für Kollegen
gemacht.
Wollte dann eigentlich bald mehr Verantwortung übernehmen, allein aus
dem Grund weil ich die "Drecksarbeit" für andere machen musste (Etwas
bis morgen bestellen weil der Verantwortliche vergessen hat sich drum zu
kümmern).
Mein Chef hat mir zwei eigene Projekte gegeben, eines davon auf meinen
Wunsch, das andere nicht (Sonderprojekt mit Null Erfahrungswerten auf
die ich mich stützen könnte). Mit dem zweiten Projekt bin ich mehr als
gefordert bzw. sogar teilweise überfordert.
Mein Chef sieht das nicht so und kümmert sich nicht wirklich darum wie
es läuft. Ich habe schon mehrere Hundert Überstunden (Auszahlung
möglich) und auch einige Stunden an Wochenenden in meine Arbeit
gesteckt.
Wenn ich mich aktuell mit älteren Kollegen vergleiche, die einige
Gehaltsstufen über mir liegen und mit Dienstwagen durch die Gegend
fahren, fällt mir auf dass ich eigentlich die gleiche Arbeit mache wie
sie. Bei Fragen nach bestimmten technischen und innerbetrieblichen
Regelungen wissen diese meist sogar weniger Bescheid als ich. Irgendwie
hangeln Sie sich aber doch mit mehr Glück als Verstand durch ihre
Arbeit. Viele haben sogar Unterstützung durch Assistentinnen die deren
Papierkram erledigen.
Ich lerne aktuell sehr viel bei meiner Arbeit, die Arbeit macht mir auch
Spaß.
Mir stellt sich die Frage wieso ich mit einer Einstiegssposition und
entsprechendem Gehalt mir so viel Stress aufladen muss.
Eine Forderung nach einer Gehaltserhöhung (von schlechtem
Einstiegsgehalt auf normales/gutes Einstiegsgehalt) wurde von meinem
Chef abgewiesen. Er sieht dazu keine Veranlassung.
Jetzt die Frage welche Möglichkeiten mir bleiben:
Option A: Ich fordere wieder die Aufgaben welche meiner
Stellenbeschreibung entsprechend.
Vorteil: Hab keinen Stress mehr und mache eben Dienst nach Vorschrift.
Nachteile: Kann als Scheitern und Unfähigkeiten gesehen werden.
Gehaltserhöhung rückt in weite Ferne.
Option B: Ich bleibe bei meiner aktuellen Aufgabe. Fordere jedoch das
Gehalt das meiner Verantwortung entspricht.
Vorteile: Mehr Gehalt, mehr Anerkennung, Ausgleich für hohe Belastung.
Nachteile: Eher unwahrscheinlich da mein alter Antrag ebenfalls
abgelehnt wurde.
Option C: Weitermachen und auf einfachere Projekte/Besserung durch mehr
Erfahrung/Mehr Geld hoffen.
Wie würdet ihr euch entscheiden?
Mein Gott! Bring doch mal über längere Zeit einfach sichtbare Leistung.
Schau was die Dienstwagenfahrer anders machen als du. Fachwissen alleine
reicht da nicht. Einfach nur haben wollen auch nicht! Und hier rumheulen
erst recht nichts!
Bewirb dich doch intern auf andere Stellen. Es schadet auch nicht sich
bei Xing anzumelden und seinen Marktwert über Bewerbungen
herauszufinden.
Mit der Zusage im Rücken hast du gleich eine ganz andere
Verhandlungsposition bei deinem aktuellen Abteilungsleiter. Entweder er
gibt dir mehr oder du kriegst beim Wechsel 10-15% mehr.
PS: Ein Dienstwagen ist nicht immer ein gutes Geschäft. Ich habe
Bekannte wo es nach deren Aussage ein Minusgeschäft zum eigenen alten
Diesel war.
Marcus schrieb:> Mein Gott! Bring doch mal über längere Zeit einfach sichtbare Leistung.
Das bewirkt gar nicht. Man muss fordern, sonst gibt es nichts.
polb schrieb:
> Entweder er> gibt dir mehr oder du kriegst beim Wechsel 10-15% mehr.
Erpressung funktioniert nicht bei vernünftigen Arbeitsverhältnissen, da
diese auf Vertrauen basieren.
> PS: Ein Dienstwagen ist nicht immer ein gutes Geschäft. Ich habe> Bekannte wo es nach deren Aussage ein Minusgeschäft zum eigenen alten> Diesel war.
War der Diesel von VW? Dann glaube deinen Bekannten besser kein Wort.
Bernd schrieb:> Mein Chef hat mir zwei eigene Projekte gegeben, eines davon auf meinen> Wunsch, das andere nicht (Sonderprojekt mit Null Erfahrungswerten auf> die ich mich stützen könnte). Mit dem zweiten Projekt bin ich mehr als> gefordert bzw. sogar teilweise überfordert.
Tja, dumm gelaufen, wa? Erst groß die Klappe aufgerissen, "Chef ich habe
keinen Bock auf die Drecksarbeit. Ich bin der geilste Zuchtbulle, lass
mich mal an echte Projekte ran", dann merken das man es doch nicht so
drauf hat.
> Mein Chef sieht das nicht so und kümmert sich nicht wirklich darum wie> es läuft.
Der schaut schon hin. Der will wissen, ob deine Klappe oder deine
Fähigkeiten größer sind. Du sollst mal die Realität zu spüren bekommst
und wenn es schief geht hofft er, dass du ruhiger wirst. So ein reales
Projekt kann ganz schön erden. Danach motzt du vielleicht nicht mehr so
rum über Drecksarbeit wenn du mal für jemand anderen was bestellen
musst.
> Ich habe schon mehrere Hundert Überstunden (Auszahlung> möglich) und auch einige Stunden an Wochenenden in meine Arbeit> gesteckt.
Es würde mich nicht wundern, wenn er dir die Überstunden bei Gelegenheit
unter die Nase reibt und dich mit deinen Kollegen vergleicht die für so
ein Projekt keine brauchen.
> Wenn ich mich aktuell mit älteren Kollegen vergleiche, die einige> Gehaltsstufen über mir liegen und mit Dienstwagen durch die Gegend> fahren, fällt mir auf dass ich eigentlich die gleiche Arbeit mache wie> sie.
Das glaube ich nicht. Die kommen mit der Arbeit zurecht, du nicht.
> Bei Fragen nach bestimmten technischen und innerbetrieblichen> Regelungen wissen diese meist sogar weniger Bescheid als ich. Irgendwie> hangeln Sie sich aber doch mit mehr Glück als Verstand durch ihre> Arbeit.
Nein, die spielen ihre Erfahrung aus. Die quatschen nicht über formale
innerbetriebliche Regelungen, sondern wissen ganz genau was technisch
und organisatorisch geht und was nicht. Die verschwenden keine Zeit mit
dem Bohren dicker Bretter und navigieren implizit richtig im Labyrinth.
Das ist kein Glück, das ist Erfahrung.
> Viele haben sogar Unterstützung durch Assistentinnen die deren> Papierkram erledigen.
So ist das nun mal wenn der Chef glaubt man leistet gute Arbeit und
würde mit Unterstützung noch bessere Arbeit leisten.
> Mir stellt sich die Frage wieso ich mit einer Einstiegssposition und> entsprechendem Gehalt mir so viel Stress aufladen muss.
Weil du die Klappe über "Drecksarbeit" und "Verantwortung übernehmen"
aufgerissen hast und damit gegenüber deinem Chef klar gemacht hast, dass
du was besseres werden möchtest. Der ist sogar so nett und gibt dir die
Gelegenheit zu zeigen dass du mehr kannst.
> Eine Forderung nach einer Gehaltserhöhung (von schlechtem> Einstiegsgehalt auf normales/gutes Einstiegsgehalt) wurde von meinem> Chef abgewiesen.
Warum auch? Er sieht dazu keine Veranlassung. Bisher hast du das Projekt
doch nicht fertig, oder? Erst mal was leisten. Überstunden an sich sind
keine Leistung. Überstunden die sogar bezahlt werden sind erst mal nur
Kosten.
> Jetzt die Frage welche Möglichkeiten mir bleiben:> Option A: Ich fordere wieder die Aufgaben welche meiner> Stellenbeschreibung entsprechend.
Im Fordern bist du ganz stark. Im abliefern von Ergebnissen vielleicht
nicht?
> Option B: Ich bleibe bei meiner aktuellen Aufgabe. Fordere jedoch das> Gehalt das meiner Verantwortung entspricht.
Siehe oben.
> Option C: Weitermachen und auf einfachere Projekte/Besserung durch mehr> Erfahrung/Mehr Geld hoffen.>> Wie würdet ihr euch entscheiden?
Mund halten, gute Ergebnisse bringen. Sich ungefragt nicht zu fein sein
"Drecksarbeit" zu machen. Ohne Gequatsche von wegen "Verantwortung
übernehmen" auch anspruchsvolle Projekte erfolgreich zu ende bringen.
Nicht quatschen, nicht fordern, machen.
Richtiger Ingenieur schrieb:> Das bewirkt gar nicht. Man muss fordern, sonst gibt es nichts.
Man muss aber auch liefern, sonst gibt es höchstens einen Arschtritt!
Klaus schrieb:> polb schrieb:> Entweder er gibt dir mehr oder du kriegst beim Wechsel 10-15% mehr.>> Erpressung funktioniert nicht bei vernünftigen Arbeitsverhältnissen, da> diese auf Vertrauen basieren.
Was ist daran Erpressung? Mein Arbeitgeberwechsel sah genau so aus. Ich
hatte ne Zusage, hab dem Chef frühzeitig von meiner anstehenden
Kündigung erzählt und er hat ungefragt nachgebessert.
Das ist absolut üblich. Anders würde man ja ewig beim gleichen Geld
festhängen.
Bernd schrieb:> Mir stellt sich die Frage wieso ich mit einer Einstiegssposition und> entsprechendem Gehalt mir so viel Stress aufladen muss.> Eine Forderung nach einer Gehaltserhöhung (von schlechtem> Einstiegsgehalt auf normales/gutes Einstiegsgehalt) wurde von meinem> Chef abgewiesen. Er sieht dazu keine Veranlassung.
Würde mehr Geld an Deiner Situation aktuell etwas ändern?
Das wäre dann nur ein höheres Schmerzensgeld.
Ändere etwas an Deiner Situation,
fordere Unterstützung ein, mehr Infos, mehr Zuarbeit anderer, ...
bewerben kann man sich immer noch nebenbei.
Was steht in deinem Arbeitsvertrag zum Thema Aufgabenbeschreibung?
Bernd schrieb:> Ich habe schon mehrere Hundert Überstunden (Auszahlung> möglich) und auch einige Stunden an Wochenenden in meine Arbeit> gesteckt.
Selber schuld.
> Mir stellt sich die Frage wieso ich mit einer Einstiegssposition und> entsprechendem Gehalt mir so viel Stress aufladen muss.
Mir wäre es egal ob Einstiegsposition oder viel Gehalt, den Stress würde
ich mir auch so nicht antun wollen. Hab ja auch noch andere Igel zu
bürsten.
> Vorteil: Hab keinen Stress mehr und mache eben Dienst nach Vorschrift.
Was hindert dich daran, das jetzt auch so zu tun? Massig Überstunden
sind entweder ein Zeichen von zuviel Arbeit oder Unfähigkeit.
Es ist schon ein Kreuz mit dem Arbeitsmarkt. Große Töne auf
Arbeitgeberseite und Versprechen die nicht eingehalten werden,
sind schon beinahe normal.
Hier kann nur das Einfordern eines Arbeitszeugnisse Bewegung
in die Angelegenheit bringen. Der Schuss kann zwar auch nach
hinten los gehen, aber dann hätte man wenigsten Gewissheit.
Bernd schrieb:> Ich habe schon mehrere Hundert Überstunden (Auszahlung> möglich) und auch einige Stunden an Wochenenden in meine Arbeit> gesteckt.
Dann würde ich die mir mal baldigst in kleineren Schüben
auszahlen lassen und zwar so, dass nicht der Eindruck
entsteht, du raffst die Arbeit nur mit Mehraufwand, den
die Firma ohne Murren nicht zahlen will. Auch hier kann
der Schuss nach hinten los gehen, wenn die zusätzlichen
Kosten für die Firma zu offensichtlich werden.
Alex W. schrieb:> Gott wird ihm da sicher nicht helfen!
Als Gott, der Herr, die Arbeitsmarktverhältnisse inkl. der
niedrigen Gehälter hier sah, wandte er sich ab und weinte
bitterlich. ;-b (Sicher genauso alt wie das alte Testament).
Irgendwie kann ich mich in den TO hinein versetzten, aber wie schaut es
aus erst mal seine Arbeit 2,3,..,5 Jahre zu machen und dann erst etwas
einzufordern und nicht ständig nach links und rechts zu gucken was
andere machen/"verdienen". Stell dir vor du wechselst und bist auch mit
der neuen Aufgabe wieder überlastest und musst Überstunden machen, dann
ist der Teufelskreis nicht mehr weit...
Aus persönlichen Erfahrungen kann ich nicht sprechen, bei mir geht es in
vier Monaten mit einer Anstellung los.
Lieber Bernd,
ich bin Abteilungsleiter in einem Konzern und direkt der
Geschäftsführung unterstellt. Leider hast du keine entsprechende
Datenbasis geliefert, um dir einen sinnvollen Tipp zu geben. Dein Alter,
deine Berufserfahrung und das Projektbudget wären mindestens notwendig.
Daher eine allgemeine Fragen damit du selbst auf deine Lösung kommst:
Zwei Jahre - hast du es vielleicht zu eilig?
Welche Erfolge kannst du vorweisen?
Welchen Nutzen bringen deine Erfolge in T€?
Wieviel höher ist dieser Betrag als dein Gehalt?
Welche Entwicklungspotentiale hast du?
Personalverantwortung?
Beispiel:
Mitarbeiter ist 28 Jahre alt und soll zur Führungskraft entwickelt
werden:
Einarbeitung, Zuarbeit, Qualifikation, kleine Projekte, kleine wichtige
Projekte, mittelgroße Projekte...., fachliche Personalverantwortung....
Es geht nicht alles in zwei Jahren.
Hi!
Sag dir mal wie es bei mir gelaufen ist (könnt ihr zuhause nachmachen,
wenn ihr wollt) ;-)
Werkstudent, Praktika, Diplomarbeit bei renommierten Konzern. Währed
Studium schon Weiterbildung, Zertifikate.
Diplomabschluss.
0.5 J. Einarbeitung in Heimniederlassung. Danach Versetzung ins Ausland,
Projekting. 2 J. später Seniorentwickler, Automationsbranche, IBN.
Gelitten.
Weiteres Jahr später:
Gutes Angebot im IT Consulting, Wechsel. Guter neuer Chef.
Gehaltserhöhung, entwickeln tun nur mehr Lieferanten, obwohl ich auch
selbst gerne Anpassungen mache. Parallel dazu Fortbildungen...
Abteilungsleiter schrieb:> Dein Alter,
Nur, das diese Information für den Entscheidungsprozess zu verwenden
illegal wäre (AGG). Ich hab die Gesetze nicht gemacht, aber sie
müssen beachtet und befolgt werden.
Nemesis schrieb:>> Dein Alter,>> Nur, das diese Information für den Entscheidungsprozess zu verwenden> illegal wäre (AGG).
Nur dass das kein Mensch interessiert. Es können beliebig andere Gründe
erfunden und genannt werden, auch wenn in Wirklichkeit das Alter der
entscheidende Punkt war.
@Nemesis
das ist richtig. Ich ziehe hiermit meine Aussage zurück und formuliere
neu.
Wie lange liegt ein sozialversicherungspflichtiges
Beschäftigungsverhältnis als Ingenieur vor?
> Jetzt die Frage welche Möglichkeiten mir bleiben:> Option A: Ich fordere wieder die Aufgaben welche meiner Stellen-> beschreibung entsprechend.
das Wörtchen "fordern" kommt bei dir etwas zu oft und falsch platziert
vor!
> Vorteil: Hab keinen Stress mehr und mache eben Dienst nach Vorschrift.> Nachteile: Kann als Scheitern und Unfähigkeiten gesehen werden.
nach dem was du bis jetzt so "abgezogen" > gefordert hast wirst du dann
eher als ungeschickter Dickkopf oder fordernder Querulant eingestuft,
mit Unfähigkeit oder Scheitern hat das dann nur für dich persönl. zu
tun!
> Gehaltserhöhung rückt in weite Ferne.
darüber würde ich mir nur nach erfolgreichem Abschluß mehrerer Projekte
Gedanken machen
> Option B: Ich bleibe bei meiner aktuellen Aufgabe. Fordere jedoch das> Gehalt das meiner Verantwortung entspricht.
und schon wieder am fordern
> Vorteile: Mehr Gehalt, mehr Anerkennung, Ausgleich für hohe Belastung.> Nachteile: Eher unwahrscheinlich da mein alter Antrag ebenfalls> abgelehnt wurde.> Option C: Weitermachen und auf einfachere Projekte/Besserung durch mehr> Erfahrung/Mehr Geld hoffen.> Wie würdet ihr euch entscheiden?
von deinen 3 Optionen kannst du alle bisher vergessen! Wenn du nicht mit
deinem Cehf oder der nicht mit dir klarkommt, du mit der Arbeit wohl
auch so gewisse Nöte hast, teste einfach mal deinen Nasenfaktor!
Wenn der auf negativ steht, kannst du machen was du willst....! Könnte
das vllt. der Grund des Ärgernisses sein?
Die meisten Chefs möchten ständig u.a. gebauchpinselt o. über die Maßen
angehimmelt > übertriebener Gehorsam und Untertänigkeit < werden.
Wenn das nicht richtig rüberkommt bei deinem Chef, kannst du der größte
Zambo dort bei euch sein, das Zwischenmenschliche spielt die
entscheidende Rolle!
Fachliche Größe und Leistung wird i.d.R. nirgends wirklich honoriert,
Analakrobatie und übermäßige Sympathie zum dem unmittelbaren
Vorgesetzten wirken dagegen erhebliche Wunder!
Realist schrieb:> Nur dass das kein Mensch interessiert. Es können beliebig andere Gründe> erfunden und genannt werden, auch wenn in Wirklichkeit das Alter der> entscheidende Punkt war.
Klar kann, aber lass mal die Altersfrage als Knackpunkt durchblicken.
Dann ist der Weg für eine Klage schon bereitet. Ob es auch eine Klage
gibt, hängt einfach dann davon ab, ob das dann einer auch durchzieht.
Verdient hätte es solche Säcke am laufenden Band, bis der Groschen
gefallen ist. Moralisch wie ethisch ist das auch nichts anders als
wie bei Abgaswerten zu tricksen auch wenn das eine andere Baustelle
ist. Der Fischkopf (ihr wisst, das mit dem Stinken), der das nämlich
entscheidet, ist nämlich immer derselbe.
Abteilungsleiter schrieb:> Wie lange liegt ein sozialversicherungspflichtiges> Beschäftigungsverhältnis als Ingenieur vor?
Das ist ja akzeptable, soweit man hier relativieren kann, also
nicht mit absoluten Kalenderzeiten glänzen muss.
Niemand schrieb:> Fachliche Größe und Leistung wird i.d.R. nirgends wirklich honoriert,> Analakrobatie und übermäßige Sympathie zum dem unmittelbaren> Vorgesetzten wirken dagegen erhebliche Wunder!
Das liegt m.E. an der Selbsteinschätzung des Arbeitnehmers. Diese ist
naturgemäß höher als die objektivere Einschätzung des Vorgesetzten.
Solche Frustfolgerungen, äh Schlussfolgerungen, resultieren dann
regelmäßig aus dieser Diskrepanz.
So vielen Dank für die zahlreichen Antworten (teweilweise hilfreich,
teilweise weniger hilfreich).
Zum mehrmals angesprochenen Thema "Fordern":
Dieser Begriff lässt mich wohl als arroganten Minderleister dastehen,
der nur fordert aber keine Arbeit abliefert.
Ich liefere auf alle Fälle eine Arbeit ab und trage auch zu 100% die
Verantwortung für meine Projekte inkl. schlechten Ergebnissen.
Ich arbeite jedoch nicht bei einem KMU wo der der Inhaber mir sagt was
zu tun ist und ich das Mädchen für alles bin.
Mein Konzern hat detaillierte interne Richtlinien welche Aufgaben eine
Person mit einer bestimmten Position wahrnehmen muss und welche nicht.
Diese Position ist mit einer bestimmten IGM ERA Einstufung verbunden.
Aktuell ist es eben so, dass ich zahlreiche Aufgaben übernehme, die ein
bis zwei Positionen über meiner aktuellen liegen und damit auch meine
ERA Einstufung zu niedrig ist.
Diese Regelungen wurden nicht von mir sondern vom Betriebsrat bzw. dem
Unternehmen selbst aufgestellt, also kann ich sehr wohl EINFORDERN, dass
sich das Unternehmen an seine eigenen Regeln hält.
Zum Thema "Leiste erstmal was bevor du Ansprüche stellst".
1. Ich leiste etwas
2. Ich brauche nicht warten, dass mir irgendwer mehr Geld anbietet nur
weil ich etwas geleistet habe. Es kann sicher sein, dass das in manchen
Firmen so praktiziert wird. In meiner Firma wird erwartet dass wir den
Mund aufmachen wenn wir mehr Geld wollen. Von alleine wird einem das
sicher nicht angeboten.
> "Die meisten Chefs möchten ständig u.a. gebauchpinselt o. über die Maßen> angehimmelt > übertriebener Gehorsam und Untertänigkeit < werden.> Wenn das nicht richtig rüberkommt bei deinem Chef, kannst du der größte> Zambo dort bei euch sein, das Zwischenmenschliche spielt die> entscheidende Rolle!> Fachliche Größe und Leistung wird i.d.R. nirgends wirklich honoriert,> Analakrobatie und übermäßige Sympathie zum dem unmittelbaren> Vorgesetzten wirken dagegen erhebliche Wunder!"
Das trifft es ziemlich gut.
Die Frage ist nur:
1: Bietet man dem Chef war es sehen will und spielt den "Arschkriecher"?
2. Stellt man sich quer und zeigt dem Chef dass es so nicht läuft?
3: Ergreift man die Flucht und verlässt das Unternehmen?
Bernd schrieb:> Mein Konzern hat detaillierte interne Richtlinien welche Aufgaben eine> Person mit einer bestimmten Position wahrnehmen muss und welche nicht.> Diese Position ist mit einer bestimmten IGM ERA Einstufung verbunden.
Hallo Bernd,
das ist eine Illusion niemand, wirklich niemand macht nur das was in
seiner ERA Stellenbeschreibung steht.
Du noch viel lernen musst, junger Padawan - wie Meister Yoda zu sagen
pflegte.
Du bist seit zwei Jahren in der Firma/Abteilung und stellst hier die
Frage, ob du ein "Arschkriecher" bist, wenn du die vom deinem Chef
gestellte Aufgabe/Arbeit machst?
Igendwas läuft bei deiner Denkweise gewaltig schief!
Oder
> "Die meisten Chefs möchten ständig u.a. gebauchpinselt o. über die Maßen> angehimmelt > übertriebener Gehorsam und Untertänigkeit < werden.> Wenn das nicht richtig rüberkommt bei deinem Chef, kannst du der größte> Zambo dort bei euch sein, das Zwischenmenschliche spielt die> entscheidende Rolle!
Such den Fehler
wenn das die Arbeitseinstellung bei euch ist, wundert mich gar nichts...
Aber der Fehler liegt dann nicht beim Chef, sondern bei den nach eigenen
Angaben bei den Super-Duper ich weiß und kann alles besser wie Ihr und
ich krieg das nur nicht auf die Reihe, weil andere aus Neid meine arbeit
torpedieren, Sie mir nicht alle Infos zukommenlassen & mir nicht
vernünftig zuarbeiten - Oder?
> Fachliche Größe und Leistung wird i.d.R. nirgends wirklich honoriert,> Analakrobatie und übermäßige Sympathie zum dem unmittelbaren> Vorgesetzten wirken dagegen erhebliche Wunder!"
Noch mehr Schwachsinn, Leistung & Fachkompetenz zahlt sich immer aus!
Aber mit Egomanen die nur Dollerzeichen in den Augen haben, nur auf
persönliches Weiterkommen aus sind, die will keiner in seinem Team bzw
Abteilung haben.
Vielleicht mal darüber nachgedacht!
Peter