Wasserstand mittels Heizung erheben

OP #4322550
Lesenswert?
• ▲
▼
Moin,

mit follgender Frage beschäftige ich mich seit einigen Tagen.
Ich habe einen kleinen Boiler in dem eine Heizung steckt, diese wird mit 
230V AC betrieben. Mein wunsch wäre es, mittels des Wiederstandes der 
Heizung zuverlässig den Wasserstand zu ermitteln. Sprich ist sie zu 100% 
mit Wasser bedeckt.
Gibt es hier Möglichkeiten den Wasserstand auch während des Betriebes zu 
messen?

Beste Grüße
Gast #4322563
Lesenswert?
• ▲
▼
Karim E. schrieb:
> Mein wunsch wäre es, mittels des Wiederstandes der
> Heizung zuverlässig den Wasserstand zu ermitteln.

"Wiederstand" schon mal gar nicht. Die Schreibweise löst hier im Forum 
gerne Allergien aus.

Und dann kommt es drauf an, wie der Widerstand der Heizung auf den 
Wasserstand reagiert. Nur du kennst deinen Boiler.
Gast #4322566
Lesenswert?
• ▲
▼
@ Karim
Sollten die Konstrukteure des Boilers auch nur einen Funken Verstand 
haben, so haben sie die Heizung am tiefsten Punkt des Gerätes montiert.

Also ist – das ist sehr sinnvoll – die Heizung immer vollständig mit 
Wasser bedeckt.

Oder anders herum: Ist der Boiler leer, so berechnet sich die 
Lebensdauer der Heizung in Sekunden bzw. Minuten.
#4322586
Lesenswert?
• ▲
▼
Karim E. schrieb:
> Mein wunsch wäre es, mittels des Wiederstandes der
> Heizung zuverlässig den Wasserstand zu ermitteln.

Da bleibt es beim Wunsch...

Da sich mit steigender Themperatur auch der Widerstand je nach
Heizwendel ändert, wird das nix...

Und steht die Heizwendel im Boiler nur ein Drittel in der Luft,
wird der Heizstab abdanken...

Aber Du könntest ja eine zusätzliche "Anode" einbauen, die den
Wasserstand "oberhalb oder unterhalb detektieren kann und diese
so lange angemessen, dass der Heizstab auf jeden Fall unter Wasser 
ist...
#4322587
Lesenswert?
• ▲
▼
Wie soll das funktionieren?
Mit dem Innenwiderstand der Heizwendel ?
Ok, wenn die Heizwendel halb aus dem Wasser
schaut wird sie heißer.
So könnte man vielleicht erkennen ob der Wasserstand zu niedrig ist.
Aber der genaue Wasserstand läst sich dadurch nicht ermitteln.

Gruß
Thomas
Gast #4322684
Lesenswert?
• ▲
▼
Einfach einen Endschalter außen am Tank montieren. Wenn zu wenig Wasser 
drin ist, dehnt sich der Tank aus.

Oder ein Klatschschalter. Der kann auch in einigem Abstand montiert 
werden; mit etwas Glück ist der dann wiederverwendbar.

Mikrocontroller-Freaks würden wahrscheinlich mit einem RPi2 "boom.mp3" 
an eine App auf ihrem SmartPhone schicken wenn ein "Smart Meter IC" 
verdächtige Strom- und Spannungswerte misst...
Gast #4322728
Lesenswert?
• ▲
▼
Wer das Prinzip eines Boilers kennt, weiß das das mechanisch durch das 
Überlaufrohr gegeben ist.
Also immer voll.
Bei einem Druckboiler ist immer Wasser da. Normalerweise.
Wo ist das Problem?
Der TE muß einen komischen Boiler haben.
Gast #4322805
Lesenswert?
• ▲
▼
> Also immer voll.

Wollte ich auch gerade schreiben. Boiler sind immer voll, außer die 
Wasserkocher, die man sich über dem Waschtisch an die Wand hängt, wo man 
2-3 Liter manuell einfüllen muss und dann auf einen Start Knopf drückt.
Gast #4322823
Lesenswert?
• ▲
▼
Mani W. schrieb:
> Und was ist, wenn der TE einen Brunnen nützt?
> Was ist, wenn der Brunnen kein Wasser mehr hergibt?
>
> Was ist, wenn Arbeiten an der Wasserleitung im Ort die Wasserversorgung
> "abstürzen" lassen?

Wer weiß, wie Wasserleitungen funktionieren, weiß das es in beiden 
Fällen Rückschlagventile gibt.
Gast #4322874
Lesenswert?
• ▲
▼
> Boiler sind immer voll

Im Wochenendhaus haben wir so ein Problem. Im Herbst Wasser abgelassen. 
Im Frühjahr zuerst Strom, dann Wasser aufgedreht - Boiler aufschrauben 
und Übertemperatursicherung zurücksetzen.
#4325080
Lesenswert?
• ▲
▼
Karim E. schrieb:
> Ich habe einen kleinen Boiler in dem eine Heizung steckt, diese wird mit
> 230V AC betrieben. Mein wunsch wäre es, mittels des Wiederstandes der
> Heizung zuverlässig den Wasserstand zu ermitteln. Sprich ist sie zu 100%
> mit Wasser bedeckt.

Wenn ich Dich richtig verstehe, interessiert Dich doch der Wasserstand 
im Boiler nur insoweit, als er wunschgemäß die Heizquelle jedenfalls 
überdecken sollte, damit die nicht überhitzt und dadurch beschädigt 
werden kann.

Um evtl. oder vermeintliche Probleme lösen zu können, lohnt es sich 
allemal, darüber nachzudenken, ob das Problem nicht bereits längst 
völlig unkompliziert und zuverlässig in vergleichbaren technischen 
Bereichen gelöst IST. :)


Wie in vorherigen Beiträgen ganz richtig genannt, wären 
Widerstandsmessungen an sich sinnlos bzw. das ganze Problem stellt sich 
bei Druckwasser-Boilern ohnehin NICHT.
Weil diese Art von Boilern in das Wasserleitungsnetz eingebunden ist und 
deshalb die Heizung - genauer gesagt, die Rohrheizkörper - IMMER mit 
Wasser bedeckt sind.
Denn selbst, wenn das Wasserwerk, z.B. bei Reparaturarbeiten, das Wasser 
"abstellt", ist es nur eingeschränkt möglich, dem Boiler Wasser 
entnehmen zu können.
Mehr als seinen Überdruck "abzubauen" geht in derlei Fällen gar nicht. 
;)

Was aber keinesfalls dazu führen KANN, daß kein Wasser mehr die/den 
Heizkörper bedeckt.

Womit sich das ganze Problem auf "halboffene" Boiler reduzieren läßt.
Die gibt es aber massenhaft.
Z.B. auch in Form von Waschmaschinen. ;)

In denen sind sogen. "Druckdosen" verbaut, die erst dann die Beheizung 
durchschalten/freigeben, wenn ein gewisser Wasserstand vorhanden ist.

Das funktioniert im Prinzip ganz simpel:
Die x-beliebige Wasserstands-Befüllung eines x-beliebigen Behälters 
erzeugt einen statischen Druck.
Dieser Druck wird dazu benutzt, um in einer Druckdose einen el. Kontakt 
durchschalten zu können (der dann die Beheizung "freigibt").
Millionenfach bewährt, "langlebig" und absolut zuverlässig. :)


Noch einer schrieb:
> Im Wochenendhaus haben wir so ein Problem. Im Herbst Wasser abgelassen.
> Im Frühjahr zuerst Strom, dann Wasser aufgedreht - Boiler aufschrauben
> und Übertemperatursicherung zurücksetzen.

Naja - entweder Zettel hinlegen:
"Erst Wasser aufdrehen und dann den Strom"
oder
Druckdose 
einbauen.https://de.images.search.yahoo.com/search/images;_ylt=A9mSs3Yz5y5WDTcAReEzCQx.;_ylu=X3oDMTByZmVxM3N0BGNvbG8DaXIyBHBvcwMxBHZ0aWQDBHNlYwNzYw--?p=Waschmaschinen+Druckdose&fr=moz35

Die Druckdosen haben meist mehrere "Durchschalter" drin, die bei 
unterschiedlichen Drücken schalten.
Je nachdem in welcher (relativen) Höhe zum Behälter (z.B. Boiler) sie 
"aufgehängt" werden, reagieren sie auf einen ganz bestimmten 
Wasserstand im Behälter.
Gast #4326181
Lesenswert?
• ▲
▼
Sobald der Heizstab aus dem Wasser ragt, steigt der dR/dt während des 
Heizens an - d.h. der Widerstand wächst schneller. Da ist das Kind aber 
schon in den Brunnen gefallen. Man könnte, wie im Benzintank des Autos, 
einen schwach heizenden NTC auf Höhe einer sinnvollen Warnschwelle 
platzieren.
Gast #4326206
Lesenswert?
• ▲
▼
>Im Wochenendhaus haben wir so ein Problem. Im Herbst Wasser abgelassen.
>Im Frühjahr zuerst Strom, dann Wasser aufgedreht - Boiler aufschrauben
>und Übertemperatursicherung zurücksetzen.
Gegen Fehler im Langzeitgedächtnis hilft ein einfacher Zettel neben dem 
Schalter. Allerdings ist die Montage nicht ganz einfach (Tesafilm vs. 
Nagel).

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren