Ich möchte mit dem Max712 eine Ladeschaltung realisieren, aber ich frage
mich welchen Ladestrom soll ich den nehmen. z.b für die sanyo/eneloop
AAA Akkus mit 1900mAh oder welchen Ladestrom für 9V Block?
Ist es so das ich mit dem Max712 nur einen Ladestromfestlegen kann oder
kann ich azahl der zellen wählen oder wie geht das?
Welche ladeschlusserkennung beutzt man für NiMH Akkus?
Lies das Datenblatt, da steht alle drinnen.
Bis auf den Ladestrom so 0,7-1C ist gut, wenn du schnelladen willst
schau dir an was dein Akku max. aushält.
Mowl schrieb:> welchen Ladestrom soll ich den nehmen
Nun auf jeden Fall nicht mehr als der Hersteller des Akkus erlaubt.
Und nicht weniger als daß der Akku länger als 4 Stunden zum Volladen
braucht. Wenn du mit zu wenig Strom lädst, funktioniert die Ladeschluß-
erkennung nicht mehr zuverlässig. Bzw. beim MAX712 schlägt dann der
Timeout (maximal 264 Minuten nominal) zu und beendet die Ladung.
> Ist es so das ich mit dem Max712 nur einen Ladestromfestlegen kann oder> kann ich azahl der zellen wählen oder wie geht das?
Das steht im Datenblatt. Der Strom wird durch einen Widerstand in
Hardware festgelegt. Den Widerstand könnte man zwar umschaltbar machen,
aber in der Praxis will man das eher nicht. Die Anzahl der Zellen kann
man durch Schalter oder Steckbrücken festlegen. Allerdings will man
alles über 2 Zellen ohnehin nicht schnelladen, weil die Ladeschluß-
erkennung dann nicht mehr zuverlässig funktioniert.
> Welche ladeschlusserkennung beutzt man für NiMH Akkus?
Wenn du den MAX712 benutzen willst, dann kannst du ohnehin nur die
Methode verwenden die er implementiert. Lies das Datenblatt!
Ich kann noch hinzufügen, dass die Temperaturerhöhung der Akkus während
des Ladens nicht unerheblich ist und von Akku zu Akku ziemlich streuen
kann. Aus diesem Grund habe ich den Ladestrom für AA Zellen wieder von 1
A auf 0,75 A reduziert, was die Ladeschlusserkennung nicht beeinflusst
hat.
Axel S. schrieb:> Den Widerstand könnte man zwar umschaltbar machen,> aber in der Praxis will man das eher nicht. Die Anzahl der Zellen kann> man durch Schalter oder Steckbrücken festlegen.
Genau so wollte ich das machen das ich den Widerstand umschaltbar mache.
Genau das meinst du doch mit deinem zweiten Satz (..Schalter oder
Steckbrücken..) oder?
Noch etwas erschließt sich mir nicht aus dem Datenblatt. Die
Versorgungsspannung kann ich sie zu 12V festlegen und wenn ich 1-4
Zellen lade nimmt er sich die benötigte Spannung? Oder muss ich die
Versorgungsspannung genau für die Zellenzahl berechnen? DIe Formel ist
ja 1,5+(1,9*Anzahl der Zellen)
ths schrieb:> Ich kann noch hinzufügen, dass die Temperaturerhöhung der Akkus während> des Ladens nicht unerheblich ist und von Akku zu Akku ziemlich streuen> kann. Aus diesem Grund habe ich den Ladestrom für AA Zellen wieder von 1> A auf 0,75 A reduziert, was die Ladeschlusserkennung nicht beeinflusst> hat.
Danke, werde ich berücksichtigen!
Mowl schrieb:> Axel S. schrieb:>> Den Widerstand könnte man zwar umschaltbar machen,>> aber in der Praxis will man das eher nicht. Die Anzahl der Zellen kann>> man durch Schalter oder Steckbrücken festlegen.>> Genau so wollte ich das machen das ich den Widerstand umschaltbar mache.> Genau das meinst du doch mit deinem zweiten Satz (..Schalter oder> Steckbrücken..) oder?
Das ist ähnlich, aber im Detail grundverschieden. Die Schalter bzw.
Brücken mit denen man die Zellenanzahl und den Timeout für die
Schnelladung festlegt, führen nur Logikpegel.
Über den Schalter der den strombestimmenden Shuntwiderstand umschaltet,
fließt hingegen der Ladestrom. Und jeder Spannungsabfall der am Schalter
entsteht, führt zur Fehlmessung und darum Fehlregelung des Ladestroms.
> Noch etwas erschließt sich mir nicht aus dem Datenblatt. Die> Versorgungsspannung kann ich sie zu 12V festlegen und wenn ich 1-4> Zellen lade nimmt er sich die benötigte Spannung?
Alles was an Versorgungsspannung zuviel vorhanden ist, muß am Regel-
element (in der Standardschaltung ein pnp-Transistor) verheizt werden.
> Oder muss ich die> Versorgungsspannung genau für die Zellenzahl berechnen? DIe Formel ist> ja 1,5+(1,9*Anzahl der Zellen)
Das ist die Mindestspannung die auch unter widrigsten Umständen die
Zellen noch voll kriegt. Mehr Spannung kannst für die Versorgung
verwenden. Allerdings werden dann die Verluste auch größer.
Axel S. schrieb:> Das ist ähnlich, aber im Detail grundverschieden. Die Schalter bzw.> Brücken mit denen man die Zellenanzahl und den Timeout für die> Schnelladung festlegt, führen nur Logikpegel.>> Über den Schalter der den strombestimmenden Shuntwiderstand umschaltet,> fließt hingegen der Ladestrom. Und jeder Spannungsabfall der am Schalter> entsteht, führt zur Fehlmessung und darum Fehlregelung des Ladestroms.
Verstehe! Aber wie genau ist das realisierbar was müsste man umschalten
kannst du ein beispiel zeigen für 2 und 4 zellen? Im Datenblatt habe ixh
sazu nichts gefunden.
Mowl schrieb:> Axel S. schrieb:>> Das ist ähnlich, aber im Detail grundverschieden. Die Schalter bzw.>> Brücken mit denen man die Zellenanzahl und den Timeout für die>> Schnelladung festlegt, führen nur Logikpegel.>>>> Über den Schalter der den strombestimmenden Shuntwiderstand umschaltet,>> fließt hingegen der Ladestrom. Und jeder Spannungsabfall der am Schalter>> entsteht, führt zur Fehlmessung und darum Fehlregelung des Ladestroms.>> Verstehe! Aber wie genau ist das realisierbar was müsste man umschalten> kannst du ein beispiel zeigen für 2 und 4 zellen? Im Datenblatt habe ixh> sazu nichts gefunden.
Dann mußt du blind sein. Die Anzahl der Zellen wird über PGM0 und PGM1
eingestellt. Umschaltbare Ladeströme zeigt das Datenblatt nicht, weil
das in der Praxis auch niemand macht. Aber einen Schalter, der
verschiedene Werte für R_sense auswählt, wirst du ja wohl aus eigener
Kraft unterbringen können.
ths schrieb:> Ich kann noch hinzufügen, dass die Temperaturerhöhung der Akkus während> des Ladens nicht unerheblich ist und von Akku zu Akku ziemlich streuen> kann. Aus diesem Grund habe ich den Ladestrom für AA Zellen wieder von 1> A auf 0,75 A reduziert, was die Ladeschlusserkennung nicht beeinflusst> hat.
Eine gewisse Erwärmung führt indirekt zur Delta-U-Abschaltung.
Ohne Erwärmumg würde die Abschaltung nicht funktionieren.
40...50 Grad sollte den Zellen normalerweise nicht schaden.
Axel S. schrieb:> Die Anzahl der Zellen wird über PGM0 und PGM1> eingestellt.
Natürlich-.- Habe das falsch interpretiert. Aber ein Problem habe ich!
Wenn ich Ifast zu 850mA wähle und Rsense laut Datenblatt 0,25V/Ifast ist
kommen doch Widerstände die nicht exestieren.
0,25V/0,85A=0,29 Ohm. Was soll der Quatsch, was habe ich falsch gemacht?
Du könntest Dir auch eine MAx LAdestromerkennung bauen.
Dann ermittel der LAder selber wieviel Ladestrom der Akku maximal
verträgt. und könnte sich dann entsprechend anpassen.
Bzw Du könntest entschedient ob mit 1C oder 0,5C etc geladen wird.
Das wie verrate ich Dir aber nicht ;-)
Das geht dann aber mit dem MAX ic nicht, dazu müßtest Du dann
idealerweise einen XMEGA nehmen z.B:
Max S. schrieb:> Dann ermittel der LAder selber wieviel Ladestrom der Akku maximal> verträgt. und könnte sich dann entsprechend anpassen.
Hmm, nach welchem Algorithmus soll der Lader denn den maximal
zulässigen Laderstrom ermitteln?
Das mit dem Widerstand hat sich geklärt es ist wirklich so das man so
kleine Widerstände braucht.
Aber nun eine andere Frage. Ich will das Ladegerät universell machen
also mal Akku mit 1500mAh und mal mit 2500mAh.
Wenn ich jetzt zuerst den Strom festlege auf Ifast=800mA, ergeben sich
verschiedene Laderaten(Zeitdauer). zum Beispiel bei einem 1000mAh
C/1,25, 2000mAh C/2,5 und bei 2500mAh C/3,13.
Ist das so in Ordnung? Gibt es dabei keine Probleme?
ths schrieb:> Aus diesem Grund habe ich den Ladestrom für AA Zellen wieder von 1> A auf 0,75 A reduziert, was die Ladeschlusserkennung nicht beeinflusst> hat.
dito. Ich hatte vorher 1,2A was bei NiCd auch kein allzu großes Problem
ist.
NiMh AA (auch Eneloop) werden aber oberhalb 0,75 A einfach zu warm.
Der Eneloop Schnell-Lader hat selbst auch nur 0,7 oder 0,75 A.
Harald W. schrieb:> Hmm, nach welchem Algorithmus soll der Lader denn den maximal> zulässigen Laderstrom ermitteln?
Man könnte über verschiedene Ladeströme den Innenwiderstand messen.
Und dann für die jeweilige Baugröße (AA) den Strom so einstellen daß die
Leistung einer bestimmten Temperaturerhöhung entspricht.
Alternativ geht bestimmt auch eine Temperatur(gradienten)messung.
Bei 9V Zellen ist der Innenwiderstand der Blocks so hoch daß eine
vernünftige Schnell-Ladung sehr schwierig wird.
Hier verlasse ich mich auf den Ansmann Powerline 2 Lader.
Mowl schrieb:> Gibt es dabei keine Probleme?
0,75A ist ein guter Kompromiß solange es AA Zellen sind.
Gruß Anja
Anja schrieb:> 0,75A ist ein guter Kompromiß solange es AA Zellen sind.
Ich möchte es ja Universell machen. Gibt es den ein Problem wenn ich AAA
Zellen auch mit 800mA lade? Bei 1000mAh sind das 1,25 stunden Ladezeit.
Bei 2000mAh AA Zellen sind es 2,5 Stunden Ladezeit, somit wäre ich
ziemlich flexibel.
Und die Maximale Ladezeit würde ich auf die maximalen 264 Minuten
stellen.
Seht ihr ein Problem in dieser Konfiguration?
Wie macht ihr das mit dem Thermistor legt ihr ihn auf die Akkus drauf?
Mowl schrieb:> Anja schrieb:>> 0,75A ist ein guter Kompromiß solange es AA Zellen sind.>> Ich möchte es ja Universell machen. Gibt es den ein Problem wenn ich AAA> Zellen auch mit 800mA lade?
Liest du manchmal auch, was man dir schreibt? Der maximale Ladestrom
steht im Datenblatt des Akkus. Und der ist durchaus unterschiedlich für
unterschiedliche AAA Zellen. Wenn du ein universelles Ladegerät bauen
willst, dann mußt du den Ladestrom so auslegen, daß er nicht größer ist
als das was die "schwächste" Zelle verträgt. Andere Zellen werden dann
halt langsamer gekaden, aber in dieser Richtung gibt es ja Spielraum.
> Wie macht ihr das mit dem Thermistor legt ihr ihn auf die Akkus drauf?
Viele Ladegräte haben keinen. Durchaus auch aus eben diesem Grund, daß
es schwierig ist, eine Halterung für den Akku zu bauen die
a) kontaktsicher ist
b) endanwendertauglich ist und
c) einen Temperatursensor in Kontakt mit dem Akku bringt
Wenn man sich kaufbare Ladegräte mal ansieht, dann schwächeln viele
schon bei a) und b). Kein Wunder daß sie c) erst gar nicht versuchen.
Okay, dann werde ich den den Strom etwas niedriger setzen.
Ich würde gerne die Temperaturüberwachung hinzu nehmen. Aber im
Datenblatt steht nirgends wie mann R3, R4, R5 Dimmensioniert.
Und der Thermistor muss NTC und 10kohm haben mehr nicht?
Der MAX712 wird öfters empfohlen als Lade-IC. Scheint auch ein guter IC
zu sein, der aber vermutlich EOL ist, also ein Auslaufmodell und vom
Hersteller/Händler nicht für neue Designs empfohlen. Man sollte sich
also nicht mehr auf djeden spezialisieren.
Gibt's denn einen würdigen Nachfolger / Alternative?