Bei älteren Schaltpläne sehe ich oft bei Halbbrücken, dass parallel zu
den IGBT's Kondensatoren geschalten sind (dürften
Keramik-Scheibenkondensatoren sein), damit die CE-Spannung nach dem
öffnen nicht zu schnell ansteigt.
Werden diese bei neuen IGBT's immer noch gebraucht? Falls ja, wie
dimensioniert man diese?
Anbei eine kurze Schaltung um das Ganze zu veranschaulichen.
Hugo schrieb:> hier handelt es sich eher um eine Ausschaltentlastungsschaltung.
... und um einen satten Kurzschluss des Kondensators durch den IGBT, was
dazu führen dürfte, das er mehr oder weniger schnell stirbt.
> Snubberschaltungen besitzen immer C und R
Ingo L. schrieb:> Hugo schrieb:>> hier handelt es sich eher um eine Ausschaltentlastungsschaltung.> ... und um einen satten Kurzschluss des Kondensators durch den IGBT, was> dazu führen dürfte, das er mehr oder weniger schnell stirbt.>>> Snubberschaltungen besitzen immer C und R
Interessant, dann scheinen Induktionskochplatten auf dem
Kurzschlussprinzip zu arbeiten...
Nein jetzt mal im ernst, ich hab diese Schaltungsvariante nicht
erfunden, diese wird nicht gerade selten bei IH's verwendet.
Hugo schrieb:> Nein jetzt mal im ernst, ich hab diese Schaltungsvariante nicht> erfunden, diese wird nicht gerade selten bei IH's verwendet.
Geht es dabei nicht vordergruendig um die kompensation parasitaerer
Induktivaeten durch die Leitungsfuehrung bzw. des Layouts und der
Bauteilanschluesse selber?
Sollte ja dann evtl. eher unabhaengig vom verwendeten Bauteil zu
betrachten sein, kenne mich da aber nicht weiter mit aus.
Seiten 18 / 21 Fig14a
www.cde.com/resources/technical-papers/design.pdf
Anscheinend handelt es sich dabei doch um einen turn-off snubber,
welcher bei IGBTs ohne Snubber-Widerstand verwendet wird.
Dimensioniert wird er über C = i/(du/dt)
Offen bleibt jedoch weiterhin, warum beim IGBT kein Snubber-Widerstand
gebraucht wird und wieso er beim leitenden IGBT keinen Kurzschluss
besitzt.
@ Hugo (Gast)
>Offen bleibt jedoch weiterhin, warum beim IGBT kein Snubber-Widerstand>gebraucht wird
Ist das WIRKLICH so? Da habe ich so meine Zweifel.
>und wieso er beim leitenden IGBT keinen Kurzschluss>besitzt.
??
Hallo,
ich denke, früher gab es noch keine Soft-Recovery-Dioden,
in IGBT-Modulen. Der Kondensator wird benötigt um induzierte
Spannungsspitzen und Oszillationen bei der Kommutierung zu vermeiden.
Gruß Walter
@Hugo (Gast)
>http://www.eemetric.com/_/rsrc/1378698514309/produ...
MOOOOOMENT! Das ist eine resonante Ansteuerung! Die IGBTs schalten hier
wahrscheinlich im Nulldurchgang der Spannung! Dann ist nahezu keine
Spannung und damit Energie in den Kondensatoren!
>http://www.linkfang.de/wiki/Snubber-Kondensator:>Zitat: "IGBTs oder mechanische Kontakte (z. B. KFZ-Zündspule mit>mechanischem Unterbrecher) haben als Snubber oft nur einen Kondensator>ohne Widerstand"
Diese Aussage möchte ich erstmal bezeifeln. Ein mechanischer Kontakt mag
das tolerieren, ein IGBT nicht unbedingt.
>Ich meine damit, dass wenn der IGBT leitend ist, sind Kathode und Anode>vm Kondensator direkt verbunden,
Ein Kondensator hat keine Anode und Kathode.
> was zu einem Kurzschluss führt, daher>zweifel ich an dem ganzen noch etwas.
Eben. Beim Einschalten des IGBT würde, wenn vorher volle Spannung
anliegt, ein kurzer, aber sehr heftiger Strom fließen. Das schadet dem
IGBT und dem Kondensator.
Falk B. schrieb:> MOOOOOMENT! Das ist eine resonante Ansteuerung! Die IGBTs schalten hier> wahrscheinlich im Nulldurchgang der Spannung! Dann ist nahezu keine> Spannung und damit Energie in den Kondensatoren!
Mein Fehler, hab gemerkt, dass ich das nirgendwo erwähnt habe, meine
natürlich eine Halbbrücke mit Schwingkreis.
Falk B. schrieb:> Ein Kondensator hat keine Anode und Kathode.
Stimmt natürlich, war in Gedanken bei einem Elko.