Hallo zusammen,
ich bin langsam echt am verzweifeln. Ich habe nach einer Ausbildung zum
Mechatroniker bei Siemens ein Mechatronikstudium angefangen.
In dem Glauben danach ohne Probleme einen Job zu finden.
In 2 Monaten werde ich mein Studium beenden mit einen Notendruchschnitt
von ca. 1,7. Nebenbei war ich in den Ferien immer bei meiner alten
Abteilung arbeiten.
Jetzt habe ich mich bei Siemens, Schaeffler, usw vor ca. 2 Monaten
beworben und so gut wie keine Rückmeldung bekommen. Teilweiße sind die
Stellenangebote auch nicht mehr online und ich habe nicht mal dazu eine
Rückmeldung bekommen.
Hatte ihr gleiche Erfahrungen? Bekommt man ohne Vitamin B keine Jobs?
Wo ist der Fachkräftemangel?
Gruß
Der Fachkräftemangel ist tatsächlich nur ein Mangel an billigen
Arbeitskräften. Sollte noch in der Mediathek von 3SAT zu finden sein
:-\.
Die großen Firen lassen sich leider gerne viel zeit. Bei Dräger in
Lübeck ist die Wartezeit auch eher bei 3 Monaten...
Timo Sämann schrieb:> In 2 Monaten werde ich mein Studium beenden mit einen Notendruchschnitt> von ca. 1,7. Nebenbei war ich in den Ferien immer bei meiner alten> Abteilung arbeiten.
Im Dunstkreis deiner alten Abteilung gibt es keine Ing-Stelle für dich?
Timo Sämann schrieb:> Nebenbei war ich in den Ferien immer bei meiner alten> Abteilung arbeiten.
Dann besuche die doch mal, sprich mit deinen (Ex) Chefs wenn möglich,
schau auf die internen Stellenausschreibungen.
Nutze deine Verbindungen.
Habe gerade eine Wespe erschlagen ... und das an einem 3.November
... die Eiszeit (2001-2012) scheint vorbei zu sein ...
den Göttern sei gedankt!
Wundervoll!
Ingenieur schrieb:> klausr schrieb:> Im Dunstkreis deiner alten Abteilung gibt es keine Ing-Stelle für dich?>> Nein, gerade da nicht, denn sie kennen Timos Arbeit.
So wie du?
Timo Sämann schrieb:> Meine alte Abteilung hat nur Stellen für den weltweiten Service Einsatz.
Das wäre aber ein gutes Sprungbrett in die "weite Welt".
Timo Sämann schrieb:> Jetzt habe ich mich bei Siemens, Schaeffler, usw vor ca. 2 Monaten> beworben und so gut wie keine Rückmeldung bekommen.
Anrufen und nachfragen! Hättest du eigentlich schon vor Wochen machen
sollen. In so großen Unternehmen gibt es eigenständige
Personalabteilungen in denen Leute sitzen, die auch dafür bezahlt werden
Fragen von Bewerbern zu beantworten.
Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen, wie bei irgend so einer
Klitsche, von ner mürrischen Alten, die neben dem Personal noch fünf
andere Aufgaben hat oder dem Eigentümer, der überhaupt nicht versteht
was du eigentlich willst, abgefertigt zu werden.
Timo Sämann schrieb:> Hatte ihr gleiche Erfahrungen? Bekommt man ohne Vitamin B keine Jobs?> Wo ist der Fachkräftemangel?
Die Jobsuche braucht Zeit. Bewirb Dich in ganz Deutschland, schaue auch
ins Ausland.
Der Fachkräftemangel existiert leider nicht. Es gibt mehr Ingenieure als
offene Stellen.
Timo Sämann schrieb:> Jetzt habe ich mich bei Siemens, Schaeffler, usw vor ca. 2 Monaten> beworben
Da musst Du dich an längere Laufzeiten gewöhnen. Hatte ich auch
unterschätzt. Nach meiner Erfahrung steigt die Bearbeitungszeit mit der
Größe des Unternehmens.
Meine Beobachtung der Reaktionszeit:
<100 MA ~3 Wochen
5.000 MA 3 Monate
10.000 MA 4 Monate
Spitzenreiter war die Niederlassung eines amerikanischen Konzerns mit >6
Monaten. Da hatte ich schon bei meinem neuen AG angefangen und
garnichtmehr mit Antwort gerechnet.
Timo Sämann schrieb:> Bekommt man ohne Vitamin B keine Jobs?
Prinzipiell nicht mehr, dafür hat die Wirtschaft durch ihren
übertriebenen Lobbyismus doch gesorgt. Sozialverhalten stört
nur in der Geschäftswelt. Man ist immer mehr nur noch Sklave
irgend eines Herrn.
> Wo ist der Fachkräftemangel?
Das Thema ist doch durch und tatsächlich nur im schlecht bezahlten
Pflegebereich zu finden. Das wurde schon ganz offiziell durch alle
Medien geprügelt. Das das aber immer noch einige glauben?
Wie das schon angedeutet wurde, muss man im Bewerbungsverfahren
heutzutage eine aktivere Rolle einnehmen, weil das als ernsthaftes
Interesse am Unternehmen gewertet und auch erwartet wird, quasi
eine Huldigung an den künftigen Arbeitgeber dem man künftig
Untertan sein soll, bzw. will. Ackern bis zum Umfallen ist da
Pflicht, Bezahlung eine Gunst.
Mal wieder zurück zum Thema. Angerufen habe ich nach ca. 4 Wochen und
es hieß immer in 1 bis 2 Wochen gibt es eine Antwort. Aus den 1 bis 2
Wochen sind jetzt schon fast 4 Wochen geworden.
Ich will nicht gefühlt jede Woche in der Personalabteilung anrufen. Ich
glaube dass kommt auch nicht gut.
Hab mich mit nem 1,1er Maschinenbau Master mit Spezialisierung
technischer Berechnung bei Siemens beworben. Nach einem halben Jahr und
mehreren Nachfragen meinerseits bekam ich dann die Absage. Top Prozesse
sag ich nur :)
Du arbeitest also in der alten Abteilung schon als Werkstudent. Wie wärs
wenn du von intern einfach den Stellenmarkt anschaust, im
Mitarbeiterverzeichnis dann den verantwortlichen Ansprechpartner
raussuchst und anrufst?
Warum den externen Weg gehen wenn du gleichzeitig extrem abkürzen
kannst?
Einfacher gehts echt nicht....
Wie realistisch ist denn bei Siemens nach einer Werkstudententätigkeit
übernommen zu werden? Fange diesen Dezember dort als Werkstudent an.
Kann dem Threadersteller leider nicht weiterhelfen bezüglich
ausstehender Rückmeldung. Bekam ca. 10 Tage nach Einreichen der
Unterlagen einen Anruf vom Abteilungsleiter. Direkt nächsten Tag
Bewerbungsgespräch und 4-5 Tage danach bereits die Zusage. War
überrascht wie gut das alles lief. Die Anzeige war binnen weniger
Stunden nach meiner Zusage bereits aus den Stellenauschreibungen raus.
BenIng schrieb:> Wie realistisch ist denn bei Siemens nach einer> Werkstudententätigkeit übernommen zu werden? Fange diesen Dezember dort> als Werkstudent an. Kann dem Threadersteller leider nicht weiterhelfen> bezüglich ausstehender Rückmeldung. Bekam ca. 10 Tage nach Einreichen> der Unterlagen einen Anruf vom Abteilungsleiter. Direkt nächsten Tag> Bewerbungsgespräch und 4-5 Tage danach bereits die Zusage. War> überrascht wie gut das alles lief. Die Anzeige war binnen weniger> Stunden nach meiner Zusage bereits aus den Stellenauschreibungen raus.
Wenn es der Abteilung gut geht und du dich gut anstellst dann sehr gut.
Ansonsten die Beziehungen in der Abteilung nutzen und schauen dass sie
dir helfen in einer anderen Abteilung unterzukommen.
Am besten du kommunizierst frühzeitig vor Abschluss dass es dir in der
Abteilung gefällt und du unbedingt hier weitermachen möchtest.
Nutze außerdem jede Gelegenheit um zu der Truppe zu gehören z.B. am
Feierabendbier teilnehmen.
Nemesis schrieb:> Timo Sämann schrieb:>> Bekommt man ohne Vitamin B keine Jobs?> Prinzipiell nicht mehr, dafür hat die Wirtschaft durch ihren> übertriebenen Lobbyismus doch gesorgt. Sozialverhalten stört> nur in der Geschäftswelt. Man ist immer mehr nur noch Sklave irgend> eines Herrn.
Ganz genau. Hab das auch beobachten können, dieses ganze saublöde Getue
verschlimmert das alles noch. Ich will mich nicht versklaven, ich will
bloss eine Arbeitsstelle. Ich hasse auch diesen ganzen Ksing und Linkin
Schrott. Dient doch nur zur selbstbeweihräucherung.
> Wie das schon angedeutet wurde, muss man im Bewerbungsverfahren> heutzutage eine aktivere Rolle einnehmen, weil das als ernsthaftes> Interesse am Unternehmen gewertet und auch erwartet wird, quasi> eine Huldigung an den künftigen Arbeitgeber dem man künftig Untertan> sein soll, bzw. will. Ackern bis zum Umfallen ist da Pflicht, Bezahlung> eine Gunst.
Oft wünsche ich ich wäre noch in den 60ern geboren oder so.
Timo schrieb:> Ich habe mich nur intern beworben. Direkt gleich den zuständigen> in der Fachabteilungen anzurufen ist glaubig sehr aufdringlich.
Dann schreib ihm halt eine nette Email von wegen die Stelle interessiert
dich. Du arbeitest gerne mit SPS und willst deshalb bei der
DigitalFactory anfangen.
Ob du dich mal unverbindlich vorstellen darfst.
Du musst dich von der Menge abheben!
Manuel schrieb im Beitrag #4334899:
> Ganz einfach, kauf die nen syrischen Pass, als Quotenflüchtling> der nicht auf den Kopf gefallen ist, ist man in jedem Unternehmen gern> gesehen...
Ja, das lässt sich demnächst auch steuerlich absetzen.
Timo schrieb:> Direkt gleich den zuständigen in der> Fachabteilungen anzurufen ist glaubig sehr aufdringlich.
Kann sein, muss aber nicht. So mancher Abteilungsleiter fühlt
sich von der eigenen Personalverwaltung hin und wieder auch
verarscht und weiß Eigenbemühen von Bewerbern durchaus zu
schätzen. Versuch macht klug und wenn man höflich bleibt
kann der verkürzte Entscheidungsweg ohne weiteres erfolgreich
sein. Ein übertriebener Bürokratismus ist in vielen Betrieben
eher ein Spielverderber, so das man sich über mangelnde
Entscheidungsflexibilität und Sozialempathie eigentlich
nicht wundern muss. Initiative kann dagegen gut ankommen.
Autor schrieb:> Du musst dich von der Menge abheben!
Gilt das auch im negativen Sinne, so wie in der Werbung (nervig, aber
hauptsache es bleibt im Gedächtnis)?
Timo schrieb:> Ich habe mich nur intern beworben. Direkt gleich den zuständigen in der> Fachabteilungen anzurufen ist glaubig sehr aufdringlich.
Nee, da muss man vorbeigehen, nicht anrufen. Mal ein paar nette Fragen
stellen zu der Stelle, Interesse zeigen. wenn er keine Zeit hat, fragen,
wann man kommen kann.
Nur keine Angst haben, wenn es passt, kommt das nicht aufdringlich
rüber. wenn nicht, ist es auch egal.
Du musst dich in die Situation des Abteilungsleiters versetzen, wenn der
die Stelle erstmal bewilligt bekommen hat, brennt bei dem die Kutte.
Wenn dann jemand mit Referenzen kommt und sagt, er könnte gleich
anfangen, hat der ein Problem gelöst.
Gruss
Axel
Timo Sämann schrieb:> Hatte ihr gleiche Erfahrungen? Bekommt man ohne Vitamin B keine Jobs?> Wo ist der Fachkräftemangel?
Schreib an Frau Merkel und bitte sie, Dir einen Job zu nennen. Sie ist
ja der Ansicht, dass wir einen Mangel haben.
Hi, ich will auch mal meine Erfahrungen mit Siemens mitteilen. Ich hatte
mich im strategischen Controlling beworben und wurde nach rund 6 Wochen
per Telefon zu einem Interview eingeladen. Das Telefongespräch selber
war auch bereits ein kleines Interview und hat meine Motivationen
abgesteckt. Das eigentliche Gespräch hat 3 Wochen später stattgefunden
mit einer HR Mitarbeiterin und 2 Mitarbeitern aus dem Fachbereich. 1,5h
Stunden ging das Gespräch - in den ersten 45 Minuten ging es eigentlich
nur um persönliche Dinge. Die letzten 45 Minuten bestanden eher aus
fachlichen Fragen. Mit hatte kununu.de bei der Vorbereitung geholfen,
weil es dort relativ viele Erfahrungsberichte gibt. Alternativ kann man
auch noch dabego.de für Siemens ausprobieren - vielleicht gibt es da
auch Erfahrungsberichte für Bewerbungen. Ansonsten wünsche ich alle viel
Erfolg und die Daumen sind gedrückt. Achja, ich hatte am Ende des Tages
kein Angebot von Siemens bekommen :(
Elmo L. schrieb:> Achja, ich hatte am Ende des Tages kein Angebot von Siemens bekommen :(
Das ist nach dem ersten persönlichen Gespräch auch nicht üblich,
jedenfalls nicht bei großen Firmen. Es fehlt ja noch das Gespräch über
die vertraglichen Details inklusive Gehalt.
Wenn sie Dich zur nächsten Runde einladen, ist das quasi wie eine
Zusage. Dann kann man es eigentlich nur noch verbocken wenn man extrem
überzogene Forderungen stellt.
Mark B. schrieb:> Das ist nach dem ersten persönlichen Gespräch auch nicht üblich,> jedenfalls nicht bei großen Firmen. Es fehlt ja noch das Gespräch über> die vertraglichen Details inklusive Gehalt.
Bei Siemens ist der Vorort-Termin üblicherweise auch der letzte Termin,
dort werden alle Details festgehalten. Wenn mans ins strukturierte
Interview (so wie die das nennen) geladen wird, kann man zumindest von
sich behaupten definitiv Interesse geweckt zu haben.
Obs geklappt oder nicht erfährt man dann irgendwann. Irgendwann bedeutet
in dem Fall irgendwas zwischen 1 Tag und 7 Wochen. Das sind meine
Erfahrungen bisher mit den diversen Bewerbungen die ich bei Siemens
hatte.
Jedenfalls sollte man es nicht persönlich nehmen bei großen Konzernen
wenn es nicht beim ersten Versuch klappt. Die Bewerberauswahl und
entsprechend Konkurrenz ist groß, so aber auch die Anzahl an
Abteilungen.
Abradolf L. schrieb:> Mark B. schrieb:>> Das ist nach dem ersten persönlichen Gespräch auch nicht üblich,>> jedenfalls nicht bei großen Firmen. Es fehlt ja noch das Gespräch über>> die vertraglichen Details inklusive Gehalt.>> Bei Siemens ist der Vorort-Termin üblicherweise auch der letzte Termin,> dort werden alle Details festgehalten.
Davon hat Elmo aber nichts gesagt. Also dass auch über die vertraglichen
Details inklusive Gehalt gessprochen wurde.
Hallo Timo
Nimm es nicht persönlich, wenn Du weder Zu- noch Absagen erhälst.
Bei mir bewerben sich auch ständig Menschen aus fernen Ländern
(z.B.Kongo,Kamerun etc.)
mit hervorragenden (deutschen) Zeugnissen und jede Menge Zertifikaten,
die tolle Projekte innerhalb weniger Monate durchgezogen haben, (selten
jedoch auch länger als ein paar Monate beim selben Arbeitgeber/
Institut), die
jetzt mit Mitte 30, also im besten Ing.- Alter, noch DEN Job suchen...
Kurz, die lösche ich auch einfach, ohne jede Zu- oder Absage.
Mark B. schrieb:> Davon hat Elmo aber nichts gesagt. Also dass auch über die vertraglichen> Details inklusive Gehalt gessprochen wurde.
HR war anwesend, das reicht als Info, da kommt üblicherweise die Frage
nach der Gehaltsvorstellung.
Abradolf L. schrieb:> HR war anwesend, das reicht als Info, da kommt üblicherweise die Frage> nach der Gehaltsvorstellung.
In Konzernen greift sowieso Tarif oder AT (eher selten).
Beantwortet man die Frage nach einem Gehaltswunsch, steckt
man in der Falle, denn man wird so zum Anbieter, aber nicht
auf Grundlage der eigenen Bedingung, sondern die des Arbeitgebers.
Das Angebot kann dann der AN annehmen oder nicht.
Besser wäre, wenn der Arbeitgeber seinen Gehaltswunsch kommunizieren
würde.
Cyborg schrieb:> Das Angebot kann dann der AN annehmen oder nicht.
Kleiner Fehler meinerseits: Es muss natürlich AG heißen.
Holger Ried schrieb:> Nimm es nicht persönlich, wenn Du weder Zu- noch Absagen erhälst.
Hm, was wäre Persönlicher als von Deinesgleichen diskriminiert
zu werden?
> Bei mir bewerben sich auch ständig Menschen aus fernen Ländern> (z.B.Kongo,Kamerun etc.)> mit hervorragenden (deutschen) Zeugnissen und jede Menge Zertifikaten,> die tolle Projekte innerhalb weniger Monate durchgezogen haben, (selten> jedoch auch länger als ein paar Monate beim selben Arbeitgeber/> Institut), die> jetzt mit Mitte 30, also im besten Ing.- Alter, noch DEN Job suchen...
Auch diese Menschen sind vor dem Gesetz gleich zu behandeln,
insbesondere wenn die fachliche Eignung passt.
> Kurz, die lösche ich auch einfach, ohne jede Zu- oder Absage.
Du kennst das Sprichwort mit dem Krug und dem Brunnen? Würde mich
nicht wundern, wenn irgendwann der Gesetzgeber gefordert ist,
das mal zu regeln. Dein Verhalten ist sicher so alt wie die
Menschheitsgeschichte und war dann auch Grund für Meinungs-
verschiedenheiten, Konflikte und Kriege. Dann fang mal an zu beten.;-b
Der Papst sieht das nämlich auch so und hat es erst letztes Jahr
kritisiert, aber deswegen muss man nicht Katholisch werden.
Cyborg schrieb:> Auch diese Menschen sind vor dem Gesetz gleich zu behandeln,> insbesondere wenn die fachliche Eignung passt.
Auf der Arbeit wirste bisweilen zu Tode gemobbt ... mit Gesetz und so
würde ich denen nicht kommen sondern lieber gleich abhauen ...
Dipl Ing ( FH ) schrieb:>> Bekommt man ohne Vitamin B keine Jobs?>> Schwierig bis nicht möglich ...>> Beziehungen , Glück sowas zählen aber sonst ???
Unsinn, wie immer.
Ich habe keinen meiner Jobs über "Vitamin B" bekommen.
Und selbst wenn es ohne gar nicht ginge:
Es steht jedem Menschen frei, Beziehungen zu anderen Menschen
aufzubauen. Sei es zum Beispiel über ein Praktikum während des Studiums,
einen Nebenjob oder dergleichen. Des weiteren gibt es Headhunter und
Firmenkontaktmessen. Die funktionieren im Endeffekt über Kontakte
zwischen Menschen, und niemand ist davon ausgeschlossen es auf diese Art
und Weise zu versuchen.
> Auf diese Art und Weise zu versuchen.
Versuchen kann man ja , ob das aber etwas auch bringt ?
Meistens nicht , es soll Leute geben die es nach 500 und mehr
Bewerbungen es verstanden haben ...
Dipl Ing ( FH ) schrieb:>> Auf diese Art und Weise zu versuchen.>> Versuchen kann man ja , ob das aber etwas auch bringt ?>> Meistens nicht , es soll Leute geben die es nach 500 und mehr> Bewerbungen es verstanden haben ...
Wer 500 Bewerbungen geschrieben hat, hat das mit dem "Beziehungen
aufbauen" nicht verstanden.
Ich finde es ja schon erstaunlich, dass manche Leute nicht mal von der
Uni irgendwelche Kontakte haben. Zumindest ehemalige Kommilitonen sind
doch irgendwo untergekommen, da kann man doch ansetzen.
Dann braucht man auch keine Bewerbung, ich habe noch keinen Arbeitgeber
gesehen, der lieber ein Bewerbungsmarathon mit durtzenden unbekannten
Bewerbern durchzieht als auf Empfehlungen seiner bestehenden Mitarbeiter
zu hören.
Gruss
Axel
Axel L. schrieb:> Ich finde es ja schon erstaunlich, dass manche Leute nicht mal von der> Uni irgendwelche Kontakte haben. Zumindest ehemalige Kommilitonen sind> doch irgendwo untergekommen, da kann man doch ansetzen.
Was sollen die Kontakte ausrichten?
Die können Dir nur von offenen Stellen berichten bzw. wenn der Kontakt
auf Abteilungsleiterebene sitzt, könnte er Dich evtl. direkt in ein
Vorstellungsgespräch 'schleusen', wobei ich mir selbst das schon
schwierig vorstelle. Und sonst? Einfach nur 'Ein gutes Wort einlegen'
reicht heutzutage kaum aus.
Mark B. schrieb:> Ich habe keinen meiner Jobs über "Vitamin B" bekommen.
Weil du ein High-Performer bist? Glückwunsch, aber die Statistik
soll eine ca.50%-Quote an Vitamin-B-Jobabschlüssen ausweisen.
Die anderen Jobs kommen dann auf die andere Arten zustande.
> Und selbst wenn es ohne gar nicht ginge:> Es steht jedem Menschen frei, Beziehungen zu anderen Menschen> aufzubauen. Sei es zum Beispiel über ein Praktikum während des Studiums,> einen Nebenjob oder dergleichen. Des weiteren gibt es Headhunter und> Firmenkontaktmessen. Die funktionieren im Endeffekt über Kontakte> zwischen Menschen, und niemand ist davon ausgeschlossen es auf diese Art> und Weise zu versuchen.
Frei steht es jedem, aber nicht jedem, vor allem den Schüchternen
wird es schwer fallen, wenn nicht sogar unmöglich sein, sich
entsprechend zu verkaufen. Sicher ist schon jeder mal mit der
Stress-oder Killerfrage konfrontiert worden sein:
Chef zum Bewerber: Warum soll ich gerade Sie einstellen?
Wenn dann nicht die passende Antwort kommt, wird das auch nichts.
Schwache Persönlichkeiten würden sich emotional wohl dann am
liebsten gleich das Leben nehmen.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Versuchen kann man ja , ob das aber etwas auch bringt ?
Nach meiner Erfahrung, klares JA.
> Meistens nicht , es soll Leute geben die es nach 500 und mehr> Bewerbungen es verstanden haben ...
...oder nie begreifen. Da sind viele einfach zu naiv.
Markus schrieb:> Ein gutes Wort einlegen'> reicht heutzutage kaum aus.
Die Ansprüche sind halt gewachsen und diese Hürde muss man dann eben
schaffen. Ist ja bisher nicht verboten. AG müssen ja niemanden
gegenüber Rechenschaft ablegen. Gesetze? Wirkungslos.
Markus schrieb:> Axel L. schrieb:>> Ich finde es ja schon erstaunlich, dass manche Leute nicht mal von der>> Uni irgendwelche Kontakte haben. Zumindest ehemalige Kommilitonen sind>> doch irgendwo untergekommen, da kann man doch ansetzen.>> Was sollen die Kontakte ausrichten?> Die können Dir nur von offenen Stellen berichten bzw. wenn der Kontakt> auf Abteilungsleiterebene sitzt, könnte er Dich evtl. direkt in ein> Vorstellungsgespräch 'schleusen', wobei ich mir selbst das schon> schwierig vorstelle. Und sonst?
Wenn der Dir von einem Job berichtet, bevor der bei Monster steht, ist
das schon ein entscheidender Vorteil. Die haben alle keinen Bock auf
wochenlange Bewerbersichtungen.
> Einfach nur 'Ein gutes Wort einlegen'> reicht heutzutage kaum aus.
Aber natürlich. Wenn ich bei uns einen Bekannten für eine offene Stelle
vorschlage, weil ich den für geeignet halte, wird der immer zum
Vorstellungsgespäch eingeladen.
Es ist ja nicht so, dass man einfach mal so jemanden einstellt. Der AG
hat genauso Angst, jemanden ungeeigneten zu bekommen, der dann
monatelang Geld und Aufwand kostet und nichts bringt. Und die sind sich
alle darüber im klaren, dass Zeugnisse oder Vorstellungsgespräche zur
Beurteilung nicht allzuviel beitragen. Dagegen hat die Beurteilung durch
einen geschätzten Mitarbeiter ein wesentlich schwereres Gewicht.
Gruss
Axel
Mark B. schrieb:> Es steht jedem Menschen frei, Beziehungen zu anderen Menschen> aufzubauen. Sei es zum Beispiel über ein Praktikum während des Studiums,> einen Nebenjob oder dergleichen. Des weiteren gibt es Headhunter und> Firmenkontaktmessen. Die funktionieren im Endeffekt über Kontakte> zwischen Menschen, und niemand ist davon ausgeschlossen es auf diese Art> und Weise zu versuchen.
Vor allem ist die Fähigkeit Beziehungen zu knüpfen für viele Jobs
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit. Wer aufgrund einer
sozialen Behinderung nicht in der Lage ist intensiv mit anderen zusammen
zu arbeiten ist dann eben völlig unqualifiziert.
Es wird immer wieder von Top-Noten für die guten Jobs geredet, aber die
sind alleine vollkommen Nutzlos, wenn der Kandidat ein introvertierter
Nerd ist, ist er alles andere als geeignet.
genervt schrieb:> wenn der Kandidat ein introvertierter> Nerd ist, ist er alles andere als geeignet.
Das ist aber auch die Praxis, weil Nerds nunmal nicht skalieren. In
einem größeren Projekt reicht ein Nerd nicht, aber mehrere kannst Du
nicht zu einem Team zusammenfassen, weil sie nicht kommunizieren können.
Es interessiert ihn auch nicht. Seine Arbeitsweise z.B. als Coder ist,
irgendwas Ultrageniales zurechtzuhacken, gerne auch in Rekordzeit, was
nach ihm keine Sau mehr nachvollziehen kann. Sein Code ist immer an der
Grenze zwischen Genie und Wahnsinn, und keiner kann beurteilen, auf
welcher Seite.