Hallo,
ich bräuchte mal kurz eure Meinung.
Es geht mir um die Zündung eines Mazda V6 KLDE Motors.
Warum? Weil dir originalen Zündverteiler nur Zeitbomben sind und
andauernd kaputt gehen.
Im originalen sitzt Transistor, Zündspule und Verteiler alles im
Zündverteiler direkt am Motor.
Im Anhang ist eine Zeichnung der aktuellen Zündung.
Als Transistor ist ein M67580 (von Mitsubishi) verbaut.
Nun zu meinem Plan:
Aktuell wird ja das Hochspannungssignal im Zündverteiler den einzelnen
Zündkabeln zugeordnet.
Dadurch sitzen alle Bauteile nah beieinander bei starker Hitze im
Zündverteiler.
Ich würde es nun gerne etwas anders machen.
Ich würde den Zündimpuls vom Steuergerät über den Verteilerfinger den
einzelnen Zylindern zuordnen. (also Niederspannung, dadurch sollte der
Verteilerfinger und die Kontakte schonen).
Ich würde dann pro Zylinder (also 6x) ein Transistor + Zündspule
verbauen, die dann von dem Signal nach dem Verteilerfinger geschaltet
werden.
Somit brauche ich zwar mehr Material, ich denke das ganze sollte aber
auch der Lebensdauer zugute kommen.
Schließlich würden so jeder Transistor+Zündspule nur 1/6 so oft und
vorallem nur 1/6 so schnell zünden müssen.
Was haltet ihr Grundsätzlich von der Idee?
Sehr ihr ein Problem?
Da der M67580 nur schwer zu bekommen ist, würde ich gerne einen anderen
verbauen. Hättet ihr da evt. einen passenden Typ?
Danke :)
klde schrieb:> Was haltet ihr Grundsätzlich von der Idee?
Was wir von der Idee halten ist unerheblich.
klde schrieb:> Sehr ihr ein Problem?
Ausser dass die Betriebserlaubnis erlischt nichts weiter.
Wieso sollte ich dadurch die Betriebserlaubnis verlieren?
Die Ansteuerung bleibt ja exakt gleich, also ändert sich für das Auto ja
nichts. Dadurch werde ich ja keinerlei Mehrleistung o.ä. erhalten.
Ich will einfach nur eine haltbare Zündung...
klde schrieb:> Wieso sollte ich dadurch die Betriebserlaubnis verlieren?> Die Ansteuerung bleibt ja exakt gleich, also ändert sich für das Auto ja> nichts. Dadurch werde ich ja keinerlei Mehrleistung o.ä. erhalten.> Ich will einfach nur eine haltbare Zündung...
Allerlei Bastelei an der Elektronik vom Auto sollte unterlassen werden
wenn man dafür erstmal in einem Forum nachfragen muss und auf
'Bestätigung' hofft.
klde schrieb:> Ich würde den Zündimpuls vom Steuergerät über den Verteilerfinger den> einzelnen Zylindern zuordnen.
Geht nicht.
Der Verteilerfinger gibt zu den Kontakten der einzelnen Zündkabel keinen
Kontakt, sondern da springt schon der Funke über.
Jo, da muß man sich was einfallen lassen. Z.B. anstatt der 6 Kontakte
kleine Reflexlichtschranken aufkleben und anstatt des Fingers eine
rotierende weiße Fläche. Einen echten Vorteil sehe ich angesichts
Laufzeiten von 50-100tkm der konventionellen Verteilerkappen aber nicht.
Da könnte man ja aus einer alten Zündverteilerkappe und Verteilerfinger
eine Abnahme per Hallgeber oder so bauen.
Das Problem mit dem Erlöschen der Betriebserlaubnis ist aber korrekt.
Das kommt einfach daher, daß der Eigenbau keinerlei Zulassung zum
Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr hat. Da das aber Vorschrift für
alle im Auto verbauten Teile ist, erlischt die Betriebserlaubnis.
Gibt's eine Blechparty, Dein Auto wird sichergestellt und Deine
Bastelei bemerkt, wird sich die Versicherung das Geld von Dir
wiederholen. Der Crash könnte ja passiert sein, weil Dein Motor
plötzlich möglicherweise wegen dem Ausfall Deiner Zündanlage versagt
hat. Da gibt's dann viele teuere Gutachten und bei Personenschäden
zahlst Du unter Umständen Dein Leben lang. Strafe wegen Verstoß gegen
die KFZ-Zulassungsverordnung gibts obendrauf. Dem interessierten TÜVer
wird die umgebastelte Zündung ebenfalls auffallen, gibt dann keinen TÜV.
Ich würd mir das überlegen und evtl. lieber ein zuverlässigeres Auto
kaufen...
batman schrieb:> Machts eigentlich einen Unterschied, die Primäranschlüsse der Zündspule> zu vertauschen? Wechselt die Polarität der Funkenspannung?
Naja, wenn Primär- und Sekundärspule eine gemeinsame Masse haben,
dann wird sich einiges ändern...
Okay, danke für die Antworten.
Das Signal über den Verteiler zuzuordnen ist kein Problem, da lasse ich
mir etwas einfallen.
> Allerlei Bastelei an der Elektronik vom Auto sollte unterlassen werden> wenn man dafür erstmal in einem Forum nachfragen muss und auf> 'Bestätigung' hofft
Ich hoffe nicht auf Bestätigung, sondern versuche einfach Erfahrung
auszutauschen, falls jemand soetwas schonmal gemacht hat.
Das es grundsätzlich funktioniert ist mir klar und ich weiß auch, was
ich an meinem Auto mache... nungut...
Danke für den Link zur Transistorzündung, das bringt mir aber nicht
wirklich etwas. Das ist ja nur was für Unterbrecherzündungen, wie zB. im
Mofa.
Ich würde vom Grundaufbau her bei der original Zündung bleiben. Ich
brauche also lediglich Transistoren.
Kann mir jemand einen geeigneten Typ (der besser erhältlich ist, als der
M67580) nennen?
Ich werde auch mal Rücksprache mit meinem TÜVler halten, dann kann ich
das ganze von rechtlicher Seite nochmal überdenken.
Evt. ist es ja sogar irgendwie möglich es einzutragen.
Gruß
magic s. schrieb:> Das Problem mit dem Erlöschen der Betriebserlaubnis ist aber korrekt.
Es soll Autos geben die vor dem 1.10.2002 erstmals zugelassen wurden.
hinz schrieb:> magic s. schrieb:>> Das Problem mit dem Erlöschen der Betriebserlaubnis ist aber korrekt.>> Es soll Autos geben die vor dem 1.10.2002 erstmals zugelassen wurden.
kannst du mehr dazu sagen? welche regel trat da in kraft?
Ich habe mal gegoogelt weil es mich interessiert hat, von den 3 Mazdas
die ich hatte gab es bei Keinem solch ein Problem, allerdings hatte nur
der 623GE einen Zündverteiler in der Art wie Du ihn hast (logischerweise
nur mit 4 Zylinderanschlüssen).
Die Jungs hier:
http://forums.probetalk.com/showthread.php?t=1700965608
empfehlen einen TIP3055 als Ersatz.
Ich habe mal einen Zündmodul einer Suzuki LS650 (Savage) repariert und
den defekten Transistor durch einen BU?65? ersetzt in dessen Datenblatt
stand das er für Transistorzündungen gedacht war..das Ding war nie
wieder kaputt.
Ich kriege aber wirklich nicht mehr zusammen wie der Transistor komplett
hieß..
Über das Original ist wohl nichts heraus zu bekommen, mich würde vor dem
Ersatz schon noch interessieren ob das evtl. ein Darlingtontransistor
ist oder gar ein FET (unwahrscheinlich).
Gruß,
Holm
Marc S. schrieb:> hinz schrieb:>> magic s. schrieb:>>> Das Problem mit dem Erlöschen der Betriebserlaubnis ist aber korrekt.>>>> Es soll Autos geben die vor dem 1.10.2002 erstmals zugelassen wurden.>> kannst du mehr dazu sagen? welche regel trat da in kraft?
EMV muss nicht nur eingehalten, sondern auch nachgewiesen werden. (ECE
R10)
Holm T. schrieb:> Über das Original ist wohl nichts heraus zu bekommen, mich würde vor dem> Ersatz schon noch interessieren ob das evtl. ein Darlingtontransistor> ist oder gar ein FET (unwahrscheinlich).
Einfach einen kaufen und vermessen. Es wird wohl auch eine Z-Diode drin
sein, die die Spannung auf ca. 350V begrenzt.
Ein BU941ZT ist ein Darlington für Zündungen mit interner Clamping
Diode.
Wegen der Betriebserlaunis: Man sollte sich Gedanken machen das man auch
die Glühlampen vom Originalausrüster einbaut sonst könnten sich ja
eventuell
andere Ausleuchtungen der Straße ergeben..und damit die
Betriebserlaubnis erlöschen.
(Käse!)
Gruß,
Holm
Okay Danke!
Ich habe hier so ein kleines Universal Messgerät, das spuckt aus, was im
Anhang zu sehen ist.
Ich werde dann mal nach den TIP3055 oder BU931P Ausschau halten.
Würden sich die beiden 1:1 in der originalen Schaltung verwenden lassen?
Gruß
klde schrieb:> Sorry, hier das Bild...
Mit so einem Transistor ist der Tester eigentlich überfordert. Er kann
nicht mit ausreichend Strom und Spannung testen, und so ist weder die
Verstärkung aussagekräftig, noch sieht er die Z-Diode zwischen Kollektor
und Basis.
Der TIP3055 ist eh völlig ungeeignet, und der BUP931P braucht eben noch
die Z-Diode extern.
> Danke für den Link zur Transistorzündung, das bringt mir aber nicht> wirklich etwas. Das ist ja nur was für Unterbrecherzündungen,> wie zB. im Mofa.
Ja und wo ist da das Problem? Ein Mofa fährt auch nur dank Zündfunke und
im Endeffekt wird Deine Schaltung exakt die gleiche, nur daß der
Zündzeitpunkt durch Steuerteil und Verteilerfinger-Synchronisierung
festgelegt wird und nicht durch einen Unterbrecher.
Der Leistungsteil ist komplett identisch ...
> Wegen der Betriebserlaunis: Man sollte sich Gedanken machen das man> auch die Glühlampen vom Originalausrüster einbaut sonst könnten sich> ja eventuell andere Ausleuchtungen der Straße ergeben..> und damit die Betriebserlaubnis erlöschen.
Das ist EXAKT korrekt und alles andere als
> (Käse!)
Lampen für KFZ haben alle eine Musterzulassung für die Verwendung in
KFZ-Schweinwerfern. Die Position der Leuchtfäden im Reflektor muss
stimmen (deswegen lassen sich die Lampen nur in einer bestimmten
Position einsetzen) sonst stimmt der Lichtkegel wirklich nicht.
Baue ich Lampen ohne Zulassung ein (z.B. 100W-Lampen oder blaue
Standlichtbirnen), erlischt in der Tat die Betriebserlaubnis des KFZ.
Morgen,
mal eine andere Überlegung, wenn Du 6 Zündspulen + Treiber kaufen / neu
verbauen willst, siehe Dich mal bei VW um. Die haben so etwas in den
Kerzenstecker integriert. Die Teile sind schön klein und könnten auch
auf andere Motoren passen, vom Preis ist das auch nicht so dramatisch.
Bleibt noch die exakte Ansteuerung.
Paul B. schrieb:> Wenn die Lampe erlischt, erlischt auch die Betriebserlaubnis...
Völlig richtig Paul, du sollst nicht mit defektem Licht durch die Gegend
fahren!
Schon gar nicht zu der Jahreszeit.
klde schrieb:> Es geht mir um die Zündung eines Mazda V6 KLDE Motors.> Warum? Weil dir originalen Zündverteiler nur Zeitbomben sind und> andauernd kaputt gehen.
Eigentlich gelten die alten Japan-Benziner als inbegriff von langweilig
aber unkaputtbar. Gerade Mazdas sind sehr zuverlässig. Sollte der Motor
eine Ausnahme sein?
Der Motor selbst grundsätzlich ja... der ZV ist aber murks.
Kannst du so in jedem Forum rund um den Motor nachlesen.
Ebenso sind beim KLDE die Kolbenringe eine Fehlproduktion...
Prinzipiell ist es völlig egal, ob die geänderte Zündung (theoretisch)
so funktioniert wie die originale. Die Betriebserlaubnis erlischt erst
einmal. Und nicht nur das, da Arbeiten an der Motorsteuerung vorgenommen
werden wird auch von Amts wegen unterstellt, dass die Abgaswerte dann
schlechter werden als in der Bauartgenemigung festgestellt. Das wäre
dann auch noch Steuerhinterziehung.
Dagegen hilft dann nur: Eine Einzelabnahme bei der freundlichen
Prüforganisation, welche belegt, dass wirklich noch alles so
funktioniert wie es soll. Da wiehert der Amtsschimmel...
Vorher mal bei dem Prüfer vorstellig werden, welcher die Abnahme machen
soll ist ne gute Idee. Die haben meistens sinnvolle Tips, die eine teure
Ehrenrunde vermeiden können.
Holm Tiffe schreibselte:
> Wegen der Betriebserlaunis: Man sollte sich Gedanken machen das man auch> die Glühlampen vom Originalausrüster einbaut sonst könnten sich ja> eventuell> andere Ausleuchtungen der Straße ergeben..und damit die> Betriebserlaubnis erlöschen.
Stimmt nicht, solange das Leuchtmittel eine gültige E-Nummer hat ist die
Vergleichbarkeit bewiesen und ggf auftretende Abweichungen innerhalb des
Zulässigen.
> (Käse!)
Hast du da geschrieben...
Roland E. schrieb:> Prinzipiell ist es völlig egal, ob die geänderte Zündung (theoretisch)> so funktioniert wie die originale. Die Betriebserlaubnis erlischt erst> einmal.
Naja, den Eifer des KBA beim Entziehen von einmal erteilten
Betriebserlaubnissen kannst Du ja gerade beobachten. Die sind so
inkompetent und mit sich selbst beschäftigt - wer soll denn da was
prüfen?
Wo kein Kläger, da kein Richter.
Nur mal am Rande:
klde schrieb:> Als Transistor ist ein M67580 (von Mitsubishi) verbaut.
Wenn die Zeichnung oben stimmt, hat dieses Teil aber ein anderes
Anschlußbild als die Standard-TO247 Transistoren!
(üblicherweise ist der Kollektor in der Mitte und an der Kühlfläche)
Ist das evtl. gar kein einfacher Transistor?
Ahoi, Martin
Hp M. schrieb:> klde schrieb:>> Ich würde den Zündimpuls vom Steuergerät über den Verteilerfinger den>> einzelnen Zylindern zuordnen.>> Geht nicht.> Der Verteilerfinger gibt zu den Kontakten der einzelnen Zündkabel keinen> Kontakt, sondern da springt schon der Funke über.
An der Position kann aber der Zylinder abgelesen werden. Zündverteiler
durch Lichtschranken ersetzen und durch den Finger unterbrechen
lassen...
Hallo,
DocMartin schrieb:> Wenn die Zeichnung oben stimmt, hat dieses Teil aber ein anderes> Anschlußbild als die Standard-TO247 Transistoren!> (üblicherweise ist der Kollektor in der Mitte und an der Kühlfläche)
Ich nehme das zurück, der M67580 kommt im TOP3-Gehäuse, da passt das
wieder.
In einem russischen Forum wurde übrigens ein Standard-Ignition-IGBT als
Ersatz angegeben, allerdings habe ich nichts über die Erfahrungen lesen
können (mein Russisch ist zu schlecht):
<http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/irgs14c40l.pdf>
Ahoi, Martin
Guten Morgen, Du kannst mit CMOS D-FlipFlop über die Einspritzsignale
der jeweiligen Zylinder Vorselektieren, Da Einspritzsignal vor
Zündsignal kommt.
D-FlipFlop da das selektiere signal auf HIGH Pegel bleiben soll bis mit
einer UND Schaltung mit ZündSignal vom Steuergerät der jeweilige
Zylinder zündet. Nach dem Zünden werden alle D -FF mit der abfallenden
Flanke geressetet.
Powermusti schrieb:> Guten Morgen, Du kannst mit CMOS D-FlipFlop über die Einspritzsignale> der jeweiligen Zylinder Vorselektieren, Da Einspritzsignal vor> Zündsignal kommt....
Ahhh... endlich kann der TO nach 6 Jahren sein Auto wieder bewegen dank
deiner Antwort.