Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hochspannungsgenerator für Geigerzählrohr - welche Spule?


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von Biff T. (atmel_fan)


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Hallo zusammen!

Ich versuche den sparsamen Hochspannungsgenerator für Geigerzähler 
(http://www.loetstelle.net/projekte2/lphv/lphv.php) nachzubauen, welchen 
ich mit 5V betreibe. Die Kaskadenschaltung funktioniert gut, ebenso wie 
die 10kHz (10,1kHz) über den CMOS 7555, die den MPSA42 Transistor 
ansteuern. Auch die „Abschaltautomatik“ bei über 400 Volt durch die 
Z-Dioden funktioniert (getestet durch Überbrückung). Einziges Problem: 
Die Spule! Beim Elektroladen bekam ich eine „Drossel“ mit 10mH ohne 
weitere Angaben. Doch die induzierte Spannung liegt nur bei 7,3 Volt 
(gemessen hinter der ersten Diode). Nach der Kaskade beträgt Die 
Spannung 14,4 Volt. Warum entstehen keine „sehr hohen Spannungsimpulse“ 
beim Abschalten der Spule? Welche andere Spule lohnt es sich zu kaufen? 
Im Anhang befinden sich Bilder von der Spule, dem Signal vor der Spule 
(2V/DIV, 20µs/DIV, DC, 0V auf unterster Linie) und dem Gesamtaufbau. Ich 
hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Vielen Dank!

LG, Biff

: Verschoben durch Moderator
von ArnoR (Gast)


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Naja, man sieht doch am Vergleich der originalen Drossel aus dem Link 
und deiner sofort, dass die originale Drossel sehr viel mehr Strom 
aushält. Besorg dir so eine, dann gehts auch. Z.B. diese:

http://www.reichelt.de/Bauelemente/L-11PHC-10M/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=138672&GROUPID=3180&artnr=L-11PHC+10M

Die Schaltung ist übrigens Müll (gleiche Ein- und Ausschaltzeit beim 
Hochsetzen von 5V auf 400V). Wenn du wirklich einen sparsamen 
Hochspannungsgenerator bauen willst, dann schau mal hier rein:

Beitrag "Re: Hochspannungserzeugung Geigerzähler aus 3V"

von Biff T. (atmel_fan)


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Danke für die Antwort! Werde mir diese Spule mal zulegen. Der 
Geigerzähler soll nachher mit einer 9 Volt Block-Batterie betrieben 
werden, daher werde ich wohl auf die alte Schaltung zurückgreifen.

von ArnoR (Gast)


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Biff T. schrieb:
> Der
> Geigerzähler soll nachher mit einer 9 Volt Block-Batterie betrieben
> werden, daher werde ich wohl auf die alte Schaltung zurückgreifen.

Du hast die Schaltung nicht verstanden, meine verlinkte Schaltung kann 
auch mit 9V arbeiten. Aber wenn du lieber eine schlecht funktionierende 
Schaltung mit hohem Aufwand bauen willst...

von Biff T. (atmel_fan)


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Sorry, habe nur schon extra die Teile für die andere Schaltung im Haus. 
Du hast natürlich Recht: Die andere Lösung ist um einiges sauberer. Wie 
müsste ich denn die andere Schaltung abändern, um mit 9 Volt 
auszukommen?

von ArnoR (Gast)


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Biff T. schrieb:
> Wie müsste ich denn die andere Schaltung abändern, um mit 9 Volt
> auszukommen?

Nur den Basiswiderstand des Transistors größer machen, z.B. 3,3k...5,1k, 
oder, für beliebige Versorgungsspannungen, durch eine 
Konstantstromquelle (JFet, ggfs. mit Sourewiderstand) ersetzen.

von Biff T. (atmel_fan)


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Gute Idee! Muss ja nur den Basiswiderstand hochsetzen, da der Timer ja 
bis 15 Volt läuft. Kann ich denn auch bei dem IC bleiben, den ich jetzt 
habe (ICM7555)?

von ArnoR (Gast)


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Biff T. schrieb:
> Kann ich denn auch bei dem IC bleiben, den ich jetzt habe (ICM7555)?

Ja, kannst du.

von Biff T. (atmel_fan)


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Vielen Dank! Das löst meine Probleme! Eine Konstantstromquelle wäre auch 
eine Möglichkeit, allerdings bleiben doch trotz eventuell geringerer 
Akkuladung die 400 Volt am Ausgang bestehen wegen den Z-Dioden. Also ist 
diese Schaltung auch für den Batteriebetrieb geeignet.

LG, Biff

von Biff T. (atmel_fan)


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Eine letzte Frage habe ich noch:

Wofür sind in diesem Schaltplan JP1 und JP2? So kann man doch die 
Spannung von 400 Volt nochmal auf 420, 440 und 460 Volt bringen. Da ich 
aber genau 400 Volt brauche, lasse ich D2 und D3 weg. Bei C1 ist die 
Spannung doch nebensächlich, oder?

LG, Biff

von ArnoR (Gast)


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Biff T. schrieb:
> Da ich aber genau 400 Volt brauche, lasse ich D2 und D3 weg.

Ja.

> Bei C1 ist die Spannung doch nebensächlich, oder?

Ja.

von Harald W. (wilhelms)


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Biff T. schrieb:

> Beim Elektroladen bekam ich eine „Drossel“ mit 10mH ohne
> weitere Angaben.

Gerade bei hohen Übersetzungsraten ohne Trafo spielt die
Verwendung der "richtigen" Drossel eine grosse Rolle.
Wenn Du da irgendeine verwendest, brauchst Du Dich über
die Nichtfunktion nicht zu wundern. Siehe auch Grundlagen
der Schaltnetzteilentwicklung.

von Biff T. (atmel_fan)


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Und woher bekommt man T1 (STX616)? Reichelt so wie andere gängige 
Händler haben den meines Wissens nicht... Muss man den wirklich bei 
digikey bestellen? Woher habt Ihr den denn genommen?

von ArnoR (Gast)


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Biff T. schrieb:
> Und woher bekommt man T1 (STX616)? Reichelt so wie andere gängige
> Händler haben den meines Wissens nicht... Muss man den wirklich bei
> digikey bestellen? Woher habt Ihr den denn genommen?

Wozu hab ich dir eigentlich den Link auf meine Schaltung oben gegeben?

von Biff T. (atmel_fan)


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Dann tut es ein MPSA44 also auch.

von Biff T. (atmel_fan)


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von ArnoR (Gast)


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Biff T. schrieb:
> Für C3 passt doch auch der hier:
> 
http://www.reichelt.de/Bauelemente/MKS-4-1000-22N/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=12401&GROUPID=3155&artnr=MKS-4-1000+22N

Im Prinzip ja, ein 630Vdc-Typ würde auch reichen. Aber der Wert (22n) 
beeinflusst die Ausgangswelligkeit. Für geringere Welligkeit größere 
Kapazität einbauen.

von Biff T. (atmel_fan)


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Das bedeutet mit dem hier:
http://www.reichelt.de/Bauelemente/FKP-1-630-47N/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=7778&GROUPID=3150&artnr=FKP-1-630+47N
habe ich geringere Schwankungen und der Stromverbrauch wird auch nicht 
gesteigert.

von Frontend (Gast)



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Hallo Biff,

ich habe die Schaltung wie im Bild anbei aufgebaut. Von Reichelt habe 
ich folgende Spule verwendet:

L-07HCP 10M  Stehende-Induktivität, 07HCP, Ferrit, 10m

Alle anderen Bauteile aus dem Schaltplan sind ebenfalls bei Reichelt 
erhältlich. Hier eine Auswahl:
MPSA 44    Transistor NPN TO-92 400V 0,3A 0,625W
MR 856    Fast-Recovery-Gleichrichterdiode, DO27,600V,3A
MUR 160    Ultrafast Diode, DO-15 / DO-204AC, 600V, 1A
ICM 7555  Timer, DIP-8 = ILC 555 siehe Datenblatt


Die Hochspannung von 400 Volt, die damit erzeugt wird, ist sehr 
hochhohmig. Mit Tastkopfspitze (Ri = 1 MOhm) bricht die Hochspannung 
schon zusammen.
Wenn Du sie wirklich messen willst, baue einen sehr hochohmigen 
Spannungsteiler auf. (1 GOhm / 1 MOhm).

Gruß,

Clemens

von ArnoR (Gast)


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Frontend schrieb:
> ich habe die Schaltung wie im Bild anbei aufgebaut.

Schon wieder diese schreckliche "mightyohm-Schaltung". (Ist eigentlich 
gar nicht von dem, der hat die nur von einem kopiert, der sie von einem 
anderen kopiert hat)

> Die Hochspannung von 400 Volt, die damit erzeugt wird, ist sehr
> hochhohmig. Mit Tastkopfspitze (Ri = 1 MOhm) bricht die Hochspannung
> schon zusammen.

Na kein Wunder, die "mightyohm-Schaltung" arbeitet auch nicht vernünftig 
und die Ausgangsspannung ist weder stabilisiert noch geregelt. Das haben 
wir vor ein paar Tagen erst ausführlich besprochen und eine bessere 
Alternative vorgestellt:

Beitrag "Hochspannungserzeugung Geigerzähler aus 3V"

Die verbesserte Schaltung nochmal im Anhang

von Juergen O. (Gast)


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Mal kurz nebenbei erwähnt:

So ein "Tennisschläger" zur Insektenvernichtung kostet etwa 5Euro. Der 
macht ca. 1000V aus 3V, erzeugt von einer kleinen, handliche Platine.

Vielleicht findet sich ein Weg, die Spannung auf die gewünschten 400V zu 
begrenzen?

von Biff T. (atmel_fan)


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Juergen O. schrieb:
> Vielleicht findet sich ein Weg, die Spannung auf die gewünschten 400V zu
> begrenzen?

Der Selbstbau ist effizienter (da so ein Tennisschläger schon mehr Strom 
braucht) und nebenbei bemerkt auch reizvoller... Eine "fremde" Schaltung 
ohne Schaltplan umzubauen lohnt den Aufwand nicht und ist meiner Meinung 
nach nicht "sauber".

LG, Biff

von Biff T. (atmel_fan)


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Heute kam das Reicheltpaket an. Alles schnell aufgebaut und gemessen...
@9V:
420V
0,577 mA mit dieser Spule:
(https://www.reichelt.de/Fest-Induktivitaeten-radial/L-07HCP-10M/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=3180&ARTICLE=86411&OFFSET=16&;)

Technische Daten

    Allgemeines
        Typ: Induktivität
        Bauform: 07HCP
        Toleranz: 10 %
        Material: Ferrite
    Elektrische Werte
        Induktivität: 10 mH
        Strom: 140 mA
        Widerstand: 24 Ohm
    Maße
        Ø: 8,3 mm
        Höhe: 10,0 mm
        Rastermaß: 5,0 mm

0,560 mA mit dieser Spule:
(https://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=138672;GROUPID=3180;PROVID=2690&wt_mc=amc142919362030871)

Technische Daten

    Allgemeines
        Typ: Induktivität
        Bauform: 11PHC
        Toleranz: ±10 %
    Elektrische Werte
        Induktivität: 10 mH
        Strom: 0,26 A
        Widerstand: 15,78 Ohm
    Maße
        Ø: 12,0 mm
        Höhe: 15,0 mm
        Rastermaß: 5,0 mm

Daher werde ich eher die zweite (11PHC) nehmen.
Jetzt warte ich nurnoch auf das SBM-20 aus der Ukraine.
Danke für die Hilfe!!

von ArnoR (Gast)


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Biff T. schrieb:
> Alles schnell aufgebaut und gemessen...
> @9V:
> 420V
> 0,577 mA mit dieser Spule:
...
> 0,560 mA mit dieser Spule:
...

Sehr schön, eine zweite Bestätigung der geringen Stromaufnahme. Das war 
ja viel einfacher als den Dirk von der Funktion zu überzeugen. Die 
geringere Stromaufnahme gegenüber dem Aufbau von Dirk im anderen Thread 
dürfte an der 9V-Versorgung und den besseren Daten des MPSA44 im 
Vergleich zum STX616 liegen.

Aber du hast ja die größtmöglichen Drahtlängen verbaut, die auf dem 
Brett machbar sind, und das bei einem Schaltregler. Ein möglichst 
kompakter Aufbau unter Berücksichtigung der Strompfade sollte noch 
bessere Ergebnisse bringen.

Das Filter am Strommesstransistor kannst du weglassen. Das hatte ich nur 
für die Zeit des Hochlaufens der Spannung vorgesehen. Wenn die hoch ist, 
dann ist die Abschaltzeit so kurz, dass infolge der 
Schaltungskapazitäten und Transistorschaltzeiten eine solche Verzögerung 
auftritt, dass eine vollständige Entladung der Drossel stattfindet. 
Deshalb ist in meiner Schaltung plötzlich auch ein BC328 drin ;-)

Die etwas höhere Stromaufnahme ohne das Filter beim Dirk im anderen 
Thread resultiert daraus, dass der Drosselstrom ohne das Filter etwas 
geringer ist und sich daher eine höhere Schaltfrequenz mit entsprechend 
häufigeren Schaltverlusten einstellt. Dem kann man durch einen kleineren 
Shunt (13R oder 14R) entgegenwirken und erhält dabei noch besseren 
Wirkungsgrad.

Die übertrieben großen 560k erhöhen die Spannung über die von den 
Z-Dioden gegebenen 400V. Da kannst du ruhig noch etwas runtergehen.

von Biff T. (atmel_fan)


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ArnoR schrieb:
> Dem kann man durch einen kleineren
> Shunt (13R oder 14R) entgegenwirken und erhält dabei noch besseren
> Wirkungsgrad.

So ein Mist! Habe gerade den Filter ausgebaut und die 15 Ohm durch 13 
Ohm ersetzt. Erst funtionierte alles (415V), doch jetzt kommen auch nach 
Umbau zur alten Schaltung nurnoch 9 Volt raus, die sich durch die 
Z-Dioden von der anderen Seite mogeln??? Die 9 Volt liegen dauerhaft an 
der "Spule" (ohne Spule) an. Habe ich den BC557 geschrottet??
Hat jemand eine Idee woran das liegen kann?

von Biff T. (atmel_fan)


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Ich habe deinen Beitrag nicht genau genug gelesen... Darum hast du einen 
BC328 eingabaut! (; Jetzt weiß ich das auch! Habe meinen BC557 
geschrottet. Für die Übergangszeit tut es doch auch ein BC558 von denen 
ich hier (im Gegensatz zu gewissen Anderen) noch welche habe, oder? Der 
geht zwar nur bis 30V statt 50V (Collector-Base Voltage), aber das 
müsste doch auch MIT FILTER reichen?

von ArnoR (Gast)


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Der BC557 geht kaputt, weil beim Anlegen der Betriebsspannung ein 
Ladestrom für den Ausgangskondensator [Ipeak=(9V-2Uf)/Rdc_drossel] durch 
den Shunt und die Basis-Emitterstrecke des BC557 fließt. Der BC328 hält 
da 10-mal so viel aus und bringt gleich noch die benötigten Kapazitäten 
für den o.g. Effekt mit. Wenn du bei den schwächeren BC55x bleiben 
willst, dann den Filterwiderstand mit ca. 1k drinlassen.

von Biff T. (atmel_fan)


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Danke!
Werde mir mal den BC328 besorgen und dann messen.
LG

von Biff T. (atmel_fan)


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Endlich ist das Zählrohr da! Auch die anderen Teile konnte ich 
beschaffen. Zuerst wollte ich die Widerstände (2x560k) durch die in 
deiner Schaltung ersetzen (10k und 100k). Das unterlasse ich jedoch 
lieber, da sonst der Strom von 0,56 auf ca. 2,85 mA ansteigt.
Ohne das Filter und mit 13R Shunt sind es 0,64 mA. Den Shunt müsste ich 
wohl noch kleiner machen. Wie viel Spielraum habe ich denn?

von ArnoR (Gast)


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Biff T. schrieb:
> Zuerst wollte ich die Widerstände (2x560k) durch die in
> deiner Schaltung ersetzen (10k und 100k). Das unterlasse ich jedoch
> lieber, da sonst der Strom von 0,56 auf ca. 2,85 mA ansteigt.

Der 560k in Reihe zu den Z-Dioden sollte nichts an der Stromaufnahme 
ändern. Den hatte ich oben gemeint.

Biff T. schrieb:
> Den Shunt müsste ich wohl noch kleiner machen.

Warum?

> Wie viel Spielraum habe ich denn?

Minimal 0Ohm ;-) Mit kleineren Shunt steigt der Strom, die Drossel wird 
stärker magnetisiert, der Drahtwiderstand wirkt sich stärker aus, der 
Transistor braucht mehr Basisstrom. Bei 9V kannst du auch mal über einen 
Mosfet anstelle des Bipo nachdenken.

von Fabian P. (Firma: www.cyberlabs.at) (tropaion)


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Wenn du wirklich sparsam sein willst, warum nimmst du dann statt dem 
Geigerzählerrohr keinen digitalen Sensor?

http://www.teviso.com/de/produkte/strahlungssensor-rd2014.htm

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Biff T. schrieb:
> Spule

Bei der Topologie handelt sich i.W. um eine SMPS (Boost-Converter), d.h. 
du brauchst nicht "irgendeine Spule L" mit der angegebenen Induktivität, 
sondern eine passende Speicherdrossel.  Deren wichtigste Kenngrößen 
sind:

-- Induktivität L
-- max. speicherbare Energie W_max
-- max. Strom I_max, bevor das Ding sättigt oder schmort

W_max wird bei Speicherdrosseln über einen (verteilten) Luftspalt 
erreicht, d.h. die Energie wird im Luft-Volumen der L gespeichert, nicht 
im Ferrit!

Die erste L die du abgelichtet hast sieht nach "irgendwas" aus, aber 
nicht nach einer Speicherdrossel...

Diese Werte legst du u.A. aus nach

-- der Pro Zyklus zu schaufelnden Energie
-- dem Spannungsverhältnis bzw. dem Tastverhältnis der SMPS
-- der Frequenz der SMPS

Zu beachten sind weiters

-- optimierte Strompfade
-- Schaltfeste Kondensatoren
-- Kurze Schaltzeiten
-- EMV-Erwägungen wie Snubberierung, Strompfade, Slew-Rate, ...

von Maik O. (bastler_maik)


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ArnoR schrieb:
> Frontend schrieb:
>> ich habe die Schaltung wie im Bild anbei aufgebaut.
>
> Schon wieder diese schreckliche "mightyohm-Schaltung". (Ist eigentlich
> gar nicht von dem, der hat die nur von einem kopiert, der sie von einem
> anderen kopiert hat)
>
>> Die Hochspannung von 400 Volt, die damit erzeugt wird, ist sehr
>> hochhohmig. Mit Tastkopfspitze (Ri = 1 MOhm) bricht die Hochspannung
>> schon zusammen.
>
> Na kein Wunder, die "mightyohm-Schaltung" arbeitet auch nicht vernünftig
> und die Ausgangsspannung ist weder stabilisiert noch geregelt. Das haben
> wir vor ein paar Tagen erst ausführlich besprochen und eine bessere
> Alternative vorgestellt:
>
> Beitrag "Hochspannungserzeugung Geigerzähler aus 3V"
>
> Die verbesserte Schaltung nochmal im Anhang

Ist diese die letzte Schaltung von dir? Bzw. ist noch eine "bessere" 
bekannt?
Und was ist das diodenähnliche Gebilde zwischen der Spule und der MUR150 
??
Der MPSA44 mit 400 max - nicht etwas knapp bemessen?
Ansonsten gibts nichts zu meckern.

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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Maik O. schrieb:
> Ist diese die letzte Schaltung von dir?

Ja.

> Bzw. ist noch eine "bessere" bekannt?

Mir nicht, aber ich interessiere mich auch für so was nicht.

> Und was ist das diodenähnliche Gebilde zwischen der Spule und der MUR150
> ??

Ein Strommeßpfeil im Simulator. Hat keine Schaltungsfunktion. Ich war 
nur zu faul das Ding für die Vorstellung hier rauszunehmen.

> Der MPSA44 mit 400 max - nicht etwas knapp bemessen?

Thread lesen:

ArnoR schrieb:
> den
> MPSA44/PZTA44 gefunden, der hier passen dürfte (der wird mit praktisch
> kurzgeschlossener B-E-Strecke betrieben, da sind 500V Uces erlaubt).

> Ansonsten gibts nichts zu meckern.

Danke.

von Maik O. (bastler_maik)


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Biff T. schrieb:
> Heute kam das Reicheltpaket an. Alles schnell aufgebaut und gemessen...
> @9V:
> 420V
> 0,577 mA mit dieser Spule:
> 
(https://www.reichelt.de/Fest-Induktivitaeten-radial/L-07HCP-10M/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=3180&ARTICLE=86411&OFFSET=16&;)
>
> Technische Daten
>
>     Allgemeines
>         Typ: Induktivität
>         Bauform: 07HCP
>         Toleranz: 10 %
>         Material: Ferrite
>     Elektrische Werte
>         Induktivität: 10 mH
>         Strom: 140 mA
>         Widerstand: 24 Ohm
>     Maße
>         Ø: 8,3 mm
>         Höhe: 10,0 mm
>         Rastermaß: 5,0 mm
>
> 0,560 mA mit dieser Spule:
> 
(https://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=138672;GROUPID=3180;PROVID=2690&wt_mc=amc142919362030871)
>
> Technische Daten
>
>     Allgemeines
>         Typ: Induktivität
>         Bauform: 11PHC
>         Toleranz: ±10 %
>     Elektrische Werte
>         Induktivität: 10 mH
>         Strom: 0,26 A
>         Widerstand: 15,78 Ohm
>     Maße
>         Ø: 12,0 mm
>         Höhe: 15,0 mm
>         Rastermaß: 5,0 mm
>
> Daher werde ich eher die zweite (11PHC) nehmen.
> Jetzt warte ich nurnoch auf das SBM-20 aus der Ukraine.
> Danke für die Hilfe!!


Im Anhang meine Schaltung basierend auf diesem Fred.
Leider komme ich nicht auf diese schönen Werte bei der Stromstärke. Es 
sind über 7mA:

U_ein   I_ein
-------------
2,8V -> 7,73mA
3,0V -> 7,50mA
3,3V -> 7,25mA

Die 400V liegen sauber an und die Klicks am Rohr kommen auch.

Ich verwende einen CM7555IPAZ, einen WIMA MKS4 Kondensator (RM15mm) und 
eine leicht andere Spule als oben geschrieben.

Woran kann der hohe Stromverbrauch liegen? Doch nicht etwa an der 
kleineren U_ein von 3,3 statt 9V ?

: Bearbeitet durch User
von Jörgen (Gast)


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Du kannst dir auch einfach einen Einwegfotoapparat holen und das 
Blitzmodul ausschlachten.
Es erzeugt aus 1,5V (Batterie ist schon dabei) eine Spannung von 320V. 
Irgendwo auf dem Modul ist eine kleine Zenerdiode verbaut.
Die musst du entweder gegen eine 400V-ZD wechseln oder irgendwie ZDs in 
Reihe dazu schalten, dass du auf 400V kommst.

Vor dem Umbau checken, ob der Elko 400V verträgt.

Am besten, den Elko ganz rausschmeißen und einen Folien-C 100nF/400V 
oder 470nF/400V rein.

von Jörgen (Gast)


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Aus so einer Kodak Einwegkamera habe ich das HV-Modul für meinen 
Geigerzähler ausgebaut.

Ebay-Artikel Nr. 282019893853

Die gibts bestimmt auch einzeln.

von ArnoR (Gast)


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Maik O. schrieb:
> Woran kann der hohe Stromverbrauch liegen? Doch nicht etwa an der
> kleineren U_ein von 3,3 statt 9V ?

Natürlich steigt die Stromaufnahme bei kleinerer Versorgungsspannung an, 
aber nicht allein deshalb auf 7mA bei 3,3V. Deine Drossel ist besonders 
hochohmig (35R), dadurch steht für die Schaltung weniger Spannung zur 
Verfügung. Bei einem Abschaltstrom von 40mA fehlen bereits 1,4V! Wie 
soll die Schaltung da noch vernünftig arbeiten? Ich hatte nicht aus Spaß 
oben die 11PHC vorgeschlagen.

Wie ist die Ausgangslast, bzw. wie ist die Stromaufnahme bei offenem 
Ausgang? Hast du diesen Thread gelesen

https://www.mikrocontroller.net/topic/goto_post/4340464

und die dortigen Fehler nicht gemacht? Da sollte die Schaltung auch 
angeblich 8mA ziehen.

von Jens (Gast)


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Nimm doch so einen biligen ccfl inverter. Basiert auf einen royer 
converter. Gibt es bei pollin für 3€. Schau dir mal die seite von rapp 
instruments an.

von Jens W. (jenscw)


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http://m.pollin.de/item/313231323733
400 V kannst du einfach über eine geringere Betriebsspannung einstellen.

von Helge (Gast)


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Jens W. schrieb:
> http://m.pollin.de/item/313231323733
> 400 V kannst du einfach über eine geringere Betriebsspannung einstellen.

Welche Betriebsspannung bringt bei den Teilen 400V output, weißt du das 
zufällig?

von Jens W. (jenscw)


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Helge schrieb:
> Welche Betriebsspannung bringt bei den Teilen 400V output, weißt du das
> zufällig?

Kann ich dir morgen sagen. Du brauchst noch zum gleichrichten eine Diode 
und einen Kondensator.

von Jens W. (jenscw)


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Im Anhang die Kennlinie. Ausgang ist mit 1,6 MOhm belastet.

von Maik O. (bastler_maik)


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ArnoR schrieb:
> Maik O. schrieb:
>> Woran kann der hohe Stromverbrauch liegen? Doch nicht etwa an der
>> kleineren U_ein von 3,3 statt 9V ?
>
> Natürlich steigt die Stromaufnahme bei kleinerer Versorgungsspannung an,
> aber nicht allein deshalb auf 7mA bei 3,3V. Deine Drossel ist besonders
> hochohmig (35R), dadurch steht für die Schaltung weniger Spannung zur
> Verfügung. Bei einem Abschaltstrom von 40mA fehlen bereits 1,4V! Wie
> soll die Schaltung da noch vernünftig arbeiten? Ich hatte nicht aus Spaß
> oben die 11PHC vorgeschlagen.
>
> Wie ist die Ausgangslast, bzw. wie ist die Stromaufnahme bei offenem
> Ausgang? Hast du diesen Thread gelesen
>
> https://www.mikrocontroller.net/topic/goto_post/4340464
>
> und die dortigen Fehler nicht gemacht? Da sollte die Schaltung auch
> angeblich 8mA ziehen.

Die Fehler dort (kein Eingangskondensator, falsche Multimeter 
Einstellung) habe ich nicht.
habe jetzt die Spule gegen die 11PHC getauscht. Das brachte knapp 1mA 
Verbesserung. So dass ich jetzt bei 3,3V Eingangsspannung immernoch bei 
ca. 6mA liege.
Die Situation ändert sich auch bei abgezogenem GM Zählrohr nicht, 
gleicher Strombedarf !


Ansonsten fällt mir nicht mehr ein als noch folgendes was bei euch 
anders zu sein scheint:
- ihr benutzt einen anderen HV Kondensator
- ich habe 1,3W Z-Dioden und ihr 0,5er
- ich nutze eine UF4007, keine MUR150

Ich würde gern prüfen wollen ob ich die besagte 600Hz Pulsrate habe:
Beitrag "Re: Hochspannungserzeugung Geigerzähler aus 3V"
wo messe ich da am besten?


Sonst bleibt nur noch der Aufbau selbst (Steckbrett).

: Bearbeitet durch User
von Maik O. (bastler_maik)


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Hier mal die Messungen am 555-Trigger und 555-Out während des Betriebs.
Am Trigger sehe ich nur ein Rauschen. Ist das normal?

Und der Out sollte doch auch eine feste Freuqenz haben....
Zumindest in der Simulation sind es ca 1kHz.

von Maik O. (bastler_maik)


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wenn man den Pulldown R von 100k vergrößert, reduziert sich die 
Stromaufnahme beträchtlich.
Ich habe jetzt die oben mal angesprochenen 560k dran. Damit ist die 
Gesamtaufnahme jetzt nur noch 1mA. Wie kommt man eigentlich auf 560k? Da 
sollten noch größere Werte gehen. Die 555er Eingänge sind nicht 
gefährdet.
@ArnoR wie kannst du mit deiner Schaltung mit 100k trotzdem auf so 
niedrige Werte kommen?

Und das Rauschen am Trigger ist mir nach wie vor unerklärlich.

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


Lesenswert?

Maik O. schrieb:
> Ich habe jetzt die oben mal angesprochenen 560k dran. Damit ist die
> Gesamtaufnahme jetzt nur noch 1mA.

Ja, den Strom durch den Widerstand muss der Ausgang aus den 400V 
liefern, da wird schon nennenswert Leistung gebraucht, die mit dem 
Wirkungsgrad erstmal hochgepumpt sein will. Das erhöht schon deutlich 
die Stromaufnahme.

> Wie kommt man eigentlich auf 560k?

Hatte Dirk wohl gerade griffbereit rumliegen.

> ArnoR wie kannst du mit deiner Schaltung mit 100k trotzdem auf so
> niedrige Werte kommen?

Bin ich gar nicht, meine Simu hat auch mehr ergeben. Ich hatte nur 
argumentiert, dass die Schaltung vom Prinzip her etwas weniger Strom 
brauchen sollte als die Mighty-Ohm-Schaltung bzw. die Schaltung vom 
Dirk. So richtig reingekniet habe ich mich in die Sache nicht mehr, 
nachdem das Schaltungsprinzip funktionierte, denn damit war mein 
Interesse daran erloschen.

> Und das Rauschen am Trigger ist mir nach wie vor unerklärlich.

Mir auch.

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