Alter EMV Tester Siemens STGM1869

OP #4349653
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Moin,
mir ist ein alter (Ca. 1948) EMV Tester,
Siemens STGM 1869 vor die Füsse gefallen.

Prinzipschaltplan war im Deckel :) , aber genauere Unterlagen hab ich 
leider noch nicht gefunden. Rechts unten auf der Frontplatte wird die 
leider fehlende Spannungsversorgung für Röhrenheizung und Anodenspannug 
abgeschlossen. Heizspannung ist ja leicht zu bestimmen, aber die 
Anodenspannung?
Dumm ohne Unterlagen.

Ein 'lustiges' Bauteil ist in Bild _06 zu sehen. Scheint ein 
Vakuumschalter für den 'Eichen'-Knopf zu sein. Der verbiegt den 
Glaszapfen, man höhrt es Klicken. Wozu so aufwendig?

Muss mal schauen wo die ZF liegt.
Irgendwann mal SAQ damit zu empfangen wär schon nett.



Gruß Henrik
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Gast #4349684
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Das sieht ja noch halb nach Wehrmacht aus...

Gibt es bei radiomuseum.org irgendwelche Einträge?

Alternative kommerzielle Schaltplananlaufstellen können sein :
Helmut Singer, ALGRA Funkarchiv, oder der Copyshop Zwingenberg...

viel Erfolg

Maik
#4349775
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Henrik V. schrieb:
> Scheint ein
> Vakuumschalter für den 'Eichen'-Knopf zu sein. Der verbiegt den
> Glaszapfen, man höhrt es Klicken. Wozu so aufwendig?

Wird wirklich der Zapfen verbogen?
Ich hätte vermutet, dass es sich um einen Vorläufer eines Reedkontaktes, 
mit magnetischer Betätigung also, handelt.

Röhrenfreund schrieb:
> Das sieht ja noch halb nach Wehrmacht aus...
Ja, aber nur fast, wegen der rot markierten Schrauben.
Die Wehrmacht hätte vermutlich aber keine mit Teer vergossenen 
Kondensatoren verwendet, auf den Stahlröhren fehlt der Pleitegeier sowie 
die BaL-Markierung, und auf der Anleitung ist ein Datum vom Dezember 
1950 zu sehen.
Fragt sich nur, weshalb das Gerät dann tarnfarben ist und eine VS-Nummer 
trägt. Die Bundeswehr war ja noch gar nicht gegründet.

Henrik V. schrieb:
> Muss mal schauen wo die ZF liegt.

Ich tippe auf 160kHz.
Zuerst solltest du aber alle Teerkondensatoren auswechseln und beten, 
dass die dünnen Spulendrähtchen nicht abgefault sind,
OP #4349810
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Die Teerbomben müssen raus, ist klar, das Drehspulinstrument hat auch 
einen weg, mal sehen. Das Koax, das da aus der 'Schreiber'-Klinke kommt, 
ist die einzige Bastlei die ich bisher entdecken konnte.

Untere Messfrequenz ist ~140kHz, wird nix mit SAQ (ohne Umsetzer)

Die Röhren sind mit 47 und 48 gestempelt.
Die Kalibrierkurven sind vom 13.12.1950.

Der Glaszapfen wird definitiv gebogen! Nix Magnet.
Ausbauen erst, wenn unbedigt nötig.
Angehängte Dateien:
#4353963
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http://www.cdvandt.org/stmg_1867-1868.htm
scheinen einfachere Vorläufer zu sein
dort gehts noch weiter:
http://www.cdvandt.org/STMG%2067%20S-H.pdf das Handbuch zu STMG 67 von 
1938
http://www.cdvandt.org/Siemens%20STMG%2033.pdf dasselbe zu STMG 33 von 
1935
da gibts auch noch Katalogseiten
http://www.cdvandt.org/siemens_cat__1940.htm
aber dort finde ich keine Störmessgeräte.

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