Hallo Zusammen, im WWW konnte ich zu meiner felgenden Frage keine eindeutige Antwort finden. Tablets kommen immer häufiger mit USB-Schnittstellen auf den Markt, anstelle eines Vollwertigen USB-Anschlusses werden viele Geräte aber mit einem Micro-USB ausgestattet. Die Micro-USBports können mit diversen USB-OTG Adaptern aufgerüstet werden. Doch dass hier mit verschiedenen USB-Devices (Laufwerk, Festplatte) oft Probleme auftreten haben viele Benutzer bereits bemerkt. Meine Frage: Welche Spezifikationen hat ein Micro-USB-Port hinsichtlich des Stroms und der Spannung? Das hier bezüglich des Strom bei den verschiednen USB-Versionen (2.0/3.0/usw.) und der Host Stromfreigabe andere Werte gelten, ist mir bereits bekannt.
Wie ein Normaler Host auch, 100mA, nach Erlaubter Anfrage bis zu 500mA. Anfrage kann vom Host natürlich abgelehnt werden.
Maze X. schrieb: > anstelle eines Vollwertigen USB-Anschlusses werden viele Geräte aber mit > einem Micro-USB ausgestattet. Die Unterscheidung zwischen "vollwertig" und Micro-USB ist irreführend, beide verhalten sich elektrisch exakt identisch. Die Steckverbinder für Micro-USB sind sogar für mehr Steckzyklen spezifiziert als die klassischen großem Steckverbinder, auch wenn einem das in Anbetracht der Winzigkeit der Kontakte kaum vorstellbar sein mag. > Doch dass hier mit verschiedenen USB-Devices (Laufwerk, Festplatte) oft > Probleme auftreten haben viele Benutzer bereits bemerkt. Das liegt nicht an der USB-Buchse, sondern an der Stromaufnahme der angeschlossenen Geräte. Anders als ein PC, der recht problemlos auch deutlich mehr als 500 mA an seinen USB-Anschlüssen zur Verfügung stellt, machen das Tablet-PCs durchaus nicht. 2.5"-USB-Festplatten aber verletzen allesamt die USB-Spezifikation, weil sie insbesondere im Moment des Anlaufens erheblich höhere Ströme aufnehmen als die ihnen zugestandenen 500 mA. Eine andere Ursache für Probleme ist auf zu geringe Leiterquerschnitte in den USB-Kabeln zurückzuführen, die gerne bei Micro-USB-Kabeln besonders dünn ausgeführt werden. Hier hilft es, genau spezifizierte Kabel (also welche, auf deren Mantel die Leiterstärken aufgedruckt sind) und vor allem kurze Kabel zu verwenden. Hilft alles das nichts, kann ein geeigneter USB-OTG-Hub helfen. Der nämlich ermöglicht die Stromversorgung angeschlossener USB-Geräte über ein Netzteil und den gleichzeitigen Betrieb mit dem USB-Host des Tablet-PCs. Micro-USB-Buchsen selbst können übrigens problemlos auch 2 A übertragen; den Beweis dafür liefern übrigens genau die Tablet-PCs, mit denen es im USB-Betrieb Probleme gibt -- denn ihre USB-Ladegeräte sind i.d.R. 10-Watt-Ausführungen, sonst würde das Laden Ewigkeiten dauern.
Unschöner Nebeneffekt ist, dass ein Schnellladen mit 2A nur möglich ist, wenn keine Datenverbindung vorhanden ist, weil die Erkennung über kurzgeschlossene D+/D- Leitungen läuft. Oder man hat ein gerootetes OS wo man das einschalten kann.
Flip B. schrieb: > Wie ein Normaler Host auch, 100mA, nach Erlaubter Anfrage bis zu 500mA. > Anfrage kann vom Host natürlich abgelehnt werden. Rufus Τ. F. schrieb: > Die Unterscheidung zwischen "vollwertig" und Micro-USB ist irreführend, > beide verhalten sich elektrisch exakt identisch. Rufus Τ. F. schrieb: > Anders als ein PC, der recht problemlos auch > deutlich mehr als 500 mA an seinen USB-Anschlüssen zur Verfügung stellt, > machen das Tablet-PCs durchaus nicht. Verstehe ich das also richtig, das z.B. USB-A 2.0 & Micro-USB-B 2.0 Ports nach Spec im Ausgangsstrom und -Spannung identisch sein müssten ... der Ausgangsstrom allerdings Geräte abhängig ist? Sind z.B. 2,5" 3.0 USB Festplatten also innerhalb der Spec (ca.700mA Anlaufstrom) und funktionieren an PCs mit 2.0 USB nur weil ihre 2.0 USB-Ports kurzzeitig einen höheren Strom liefern?
Maze X. schrieb: > Verstehe ich das also richtig, Genau. > Sind z.B. 2,5" 3.0 USB Festplatten also innerhalb der Spec (ca.700mA > Anlaufstrom) Hätten sie nur 700 mA Anlaufstrom, wären sie in der Tat innerhalb der USB3-Spezifikation. Ich habe allerdings noch keine 2.5"-Platte gesehen, die einen Anlaufstrom unterhalb von 1 A hatte, allerdings veröffentlichen die Hersteller auch immer seltener vernünftige Datenblätter (da gehört nämlich ein I/t-Diagramm 'rein), sondern nur noch Marketingmaterial. Ja, so etwas funktioniert nur deswegen, weil die meisten USB-Ports deutlich mehr Strom liefern können, als die Spezifikation erfordert. Auch sind die meisten Ports aus Kostengründen ohne jede Strombegrenzung abgesehen von einer Sicherung aufgebaut; d.h. der PC kann die Stromversorgung einzelner Ports nicht abschalten oder begrenzen.
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