Hallo Ich besitze ein e-Bike-Hinterradnabenmotor bei dem die Elektronik am Display einen Fehler im Bereich der Hall-Sensoren angibt. Nun bin betreffend Elektronik nicht sehr bewandert (hab aber herausgefunden, wozu Hallsensoren dienen ;-). Im Anhang könnt ihr ein Bild der Platine sehen, die mit drei Unipolar Hall Switch TLE4905 bestückt ist. So weit so gut. Was ich bis jetzt nicht herausgefunden habe, was das kleine gelbe Teil (oben links im Foto) ist und welche Aufgabe es hat. Kann mir da jemand weiterhelfen? Auch möchte ich die Platine nachbauen; das heisst die Leiterbahnen mittel Freihandfräsen herausarbeiten (mit einer Dremel und einem 1mm Rundfräskopf). Funktioniert dies oder ist dies eher eine doofe Idee? Freundliche Grüsse, hujan
Jan H. schrieb: > as ich bis jetzt nicht herausgefunden habe, was das kleine gelbe Teil > (oben links im Foto) ist und welche Aufgabe es hat. Das ist ein Kondensator mit 100nF (104=10+0000pF), der möglicherweise die Versorgungsspannung für den Sensor von Störungen frei hält. Um sicher zu sein, müßte man anhand der Leiterplatte mal den Schaltplan zeichnen.
Jan H. schrieb: > was das kleine gelbe Teil (oben links im Foto) ist und welche Aufgabe es > hat. Kann mir da jemand weiterhelfen? Ist ein Keramik Kondensator und dient zum stützen der Versorgungsspannung der Hallswitches bzw zur Unterdrückung von Störungen (EMV) auf der Versorgungsspannung. Eher unwahrscheinlich das der defekt ist, kann man aber im Notfall auch kurz tauschen. Jan H. schrieb: > Auch möchte ich die Platine nachbauen; das heisst die Leiterbahnen > mittel Freihandfräsen herausarbeiten (mit einer Dremel und einem 1mm > Rundfräskopf). Funktioniert dies oder ist dies eher eine doofe Idee? Kann man machen...sieht nicht sonderlich kompliziert aus. Die Frage ist, warum will man das machen? Auf dem Bild sieht es so aus ob der untere Switch abgeraucht wäre. Ich würde mal Spannung anlegen und mit einem Multimeter und einem Magnet schauen welcher defekt ist und nicht mehr schaltet. Ansonsten könnte man auch einfach normale Lochraster nehmen oder das ding von oben und unten kopieren/scannen und kurz in das Ätzbad werfen...
Jan H. schrieb: > Funktioniert dies oder ist dies eher eine doofe Idee? Eher ne doofe Idee. Welche Versicherung soll denn zahlen, wenn im Anschluss die Bude in Flammen aufgeht? Funktionieren könnte, dir sei aber an dieser Stelle ganz klar davon abgeraten! Frank schrieb: > Ansonsten könnte man auch einfach normale Lochraster nehmen oder das > ding von oben und unten kopieren/scannen und kurz in das Ätzbad > werfen... Ich schätze davon hat er/sie keine Ahnung, zumal Lochraster und die dahinterliegenden Spulen eine nicht zu vergessene Gefahrenquelle bieten... Schuster bleib bei deinen Leisten. beste grüße public
Jan H. schrieb: > Nun bin > betreffend Elektronik nicht sehr bewandert (hab aber herausgefunden, > wozu Hallsensoren dienen ;-). Das ist ja kein Hexenwerk. Man sieht auf den Fotos schon recht gut, das rot die positive Versorgung und schwarz die Masse für die Sensoren ist. Grün, gelb und blau sind die Ausgänge der Sensoren. Man kann nun mal die Motorelektronik aktivieren (einschalten) und dann messen - entweder mit einem Multimeter oder im simplen Fall mit einer LED und einem Vorwiderstand von z.B. 1k-4,7k Ohm. Zuerst mal die Versorgung messen, 5V sollten hier zwischen rot und schwarz nachzuweisen sein. Wird der Motor langsam durchgedreht, sollte man zwischen den Hallausgängen und schwarz nun wechselnde Pegel zwischen etwa 0V und 5V messen können. Wenn das an allen Sensoren so passiert, dann liegt der Fehler nicht hier, sondern am Verbindungskabel oder innerhalb der Motorelektronik. Wenn ein Sensor kein Signal mehr liefert, tauscht man ihn aus - fertig.
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Das mit dem Austausch dürfte nicht einfach werden. So wie das aussieht sind die Sensoren mit Epoxy in den Stator eingeklebt.
Frank schrieb: > Auf dem Bild sieht es so aus ob der untere Switch abgeraucht wäre. Wie kann man das auf dem Foto erkennen? Verdächtig sieht die Stelle zwar aus, was da zu sehen ist ist aber wahrscheinlich nur die Relexion der Beleuchtung auf der Vergussmasse (oder Kleber, Schutzlack) über den Lötstellen.
Joachim schrieb: > So wie das aussieht sind die Sensoren mit Epoxy in den Stator > eingeklebt. Müsste man bei defektem Sensor dann ausbohren. Aber es ist ja noch gar nicht klar, ob da überhaupt ein Sensor defekt ist.
Hallo Also vielen Dank für eure Antworten. Die helfen mir in jedem Fall weiter. Und: public hat schon recht von "... keine Ahnung". Aber irgendwann ist das erste Mal und man kann immer mal was neues Lernen ;-). Ich werde mich anhand der gelieferten Stichworte und Tipps schlau machen, so dass ich "von keine Ahnung" auf ein "ein bisschen Ahnung" komme; was diese Hall-Sensor-Platine betrifft. Ein Multimeter besitz ich schon :-). Denn Rest lässt sich sicherlich auch noch beschaffen. Und bei Fragen gibt es hier ja nette Menschen mit viel Wissen und Erfahrung. Nochmals vielen Dank!! hujan
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